3. Elektronische Datenbanken

Wie Sie in Baustein III gelesen haben, sind Bibliografien Verzeichnisse, die Veröffentlichungen unabhängig von ihrem Vorhandensein an einem bestimmten Ort nachweisen. Sie verzeichnen selbstständige oder unselbstständige Literatur. Mit ihrer Hilfe können Sie feststellen, welche Literatur von einem Autor oder zu einem Thema innerhalb eines bestimmten Zeitraumes veröffentlicht wurde. Für eine umfassende Recherche ist es notwendig, mehrere Bibliografien zu benutzen, um einen möglichst vollständigen Überblick über die vorhandene Literatur zu erhalten. Sie können für Ihre Recherche gedruckte oder elektronische Bibliografien nutzen.

Gedruckte Bibliografien

Die Nachweise der Literatur sind in gedruckten Bibliografien systematisch nach bestimmten Merkmalen geordnet. Beispielsweise werden Werke alphabetisch nach Autoren aufgelistet. Da aber nicht vorausgesetzt werden kann, dass der Autor bekannt ist, gibt es weitere Zugänge über verschiedene Verzeichnisse, sog. Register: Ein alphabetisches und ein chronologisches Titel- sowie ein Personenregister. Andere Bibliografien bieten auch Sachregister an, d.h. einen thematischen/fachlichen Zugang zu den einzelnen Werken. Jede Bibliografie hat ihre eigenen Auswahlkriterien, Anordnungen und Register. Mehr Informationen finden Sie i.d.R. am Anfang in den Erläuterungen zur Benutzung der Bibliografie.

Elektronische Bibliografien

Elektronischen Bibliografien sind in der Benutzung einfacher. Die bibliografischen Nachweise sind in einer Datenbank gespeichert und Sie können über verschiedene Suchfelder auf die Daten zugreifen.

Die Suchmöglichkeiten und Oberflächen unterscheiden sich von Datenbank zu Datenbank, aber Sie können i.d.R. immer nach Titel, Autor oder Schlagwort suchen. Die meisten Datenbanken bieten außerdem umfangreiche Hilfetexte an, die Ihnen bei der Recherche helfen. Die Ergebnisse Ihrer Recherche werden Ihnen normalerweise wie im OPAC als Trefferliste mit bibliografischen Nachweisen präsentiert. Zusätzlich zu Autor, Titel und Erscheinungsjahr erhalten Sie oft eine kurze Inhaltsbeschreibung. Wichtig für Sie sind vor allem alle Angaben zur Quelle, in welcher der Aufsatz erschienen ist, d.h. auch die Seitenzahlen. Das sieht dann z.B. so aus:

Höflich, J. R & Rössler, P. (2001). Mobile schriftliche Kommunikation - oder: E-Mail für das Handy. Die Bedeutung elektronischer Kurznachrichten (Short Message Service) am Beispiel jugendlicher Handynutzer. Medien & Kommunikationswissenschaft, 49 (2001), 4, 437-461.

Quelle des Beitrags ist die Zeitschrift "Medien & Kommunikationswissenschaft". Nach dieser Zeitschrift und dem entsprechenden Jahrgang (Jg. 49) können Sie anschließend im OPAC suchen. Wenn Sie das richtige Heft (H. 4) gefunden haben, können Sie den gewünschten Aufsatz suchen (S. 437 - 461).

Einige Datenbanken bieten Ihnen eine sehr praktische Zusatzfunktion, den Linkservice SFX. Ihn erkennen Sie an diesen Buttons  sfx oder sfx

Wenn Sie darauf klicken,  können Sie direkt überprüfen, ob der recherchierte Titel an Ihrer Heimatbibliothek vorhanden ist, ggf. werden Sie direkt zum elektronischen Volltext weitergeleitet (siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken). Sehen Sie sich dazu auch das Tutorial der Uni Regensburg oder das SFX-Tutorial der Uni Augsburg an.

Fernleihe aus elektronischen Bibliografien