2. Signaturen

Jedes Medium Ihrer Bibliothek wird anhand eines Regelwerks (=Regensburger Verbundklassifikation) systematisch einsortiert und mit einer eindeutigen Signatur versehen. Das System der Buchaufstellung ist hierarchisch aufgebaut und immer feiner gegliedert, so dass jedes Buch mit Hilfe der Systematik genau inhaltlich beschrieben werden kann.

So sieht ein Beispiel für eine Untergliederung aus:

Untergliederung

(Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

Die Signatur, also die Ziffern-Buchstabenkombination, die sich auf dem Buch befindet, besteht aus mehreren Elementen. Sie können Ihre Literatur auch finden, ohne zu wissen, was sie bedeuten, aber die paar Zusatzinformationen helfen Ihnen sicherlich das ein oder andere Mal weiter.
Im Regal stehen die Bücher alphabetisch und numerisch nach der Signatur geordnet, d.h. sie weist der Publikation einen speziellen Standort zu und erleichtert Ihnen die Suche. Sie müssen natürlich nicht die ganze Systematik auswendig lernen - Sie finden die übergeordneten Systemstellen und ihre Bedeutung an den Regalen, so dass Sie sich daran gut orientieren können.

 

So sieht eine typische Signatur für eine Monographie aus:

12/AK 39540 C826(3)

12: das Lokalkennzeichen. An ihm erkennen Sie den Standort der Publikation und ob Sie sie ausleihen dürfen. Es gibt in Augsburg über 70 Lokalkennzeichen, an der UB Regensburg ist die Standortliste unter der Rubrik Lokalkennzeichen zu finden. Die wichtigsten sind:

UB Augsburg/ UB Regensburg

Die anderen Lokalkennzeichen sind größtenteils Präsenzbestand und stehen im Freihandbereich.

AK 39540: Die Systematikstelle (=Notation). Die Bücher stehen in der UB systematisch nach Fachgebieten untergliedert. Jedes Fachgebiet bekommt eine spezifische Buchstaben-Zahlen-Kombination zugewiesen. Dafür gibt es auch spezielle Regeln. Falls es Sie interessiert, können Sie sich im OPAC unter „Systematische Suche" an der UB Augsburg oder unter „Kurzfassung der RVK" im Portal der Regensburger Verbundklassifikation (RVK)  die Untergliederung für Ihr Fach anschauen.

C826: Der Verfasser-Titel-Code. Er wird nach einem bestimmten Regelwerk aus dem Namen des Autors und/oder dem Titel gebildet. Er dient der alphabetischen Aufstellung innerhalb einer Systematikstelle.

(3): Die Auflage. Außer bei der ersten steht die Auflage mit auf dem Signaturschild.

Bei anderen Büchern können noch weitere Elemente dazukommen, z.B.:

12/AK 39540 C826 T255(3)

Manche Signaturen enthalten einen weiteren Verfasser-Titel-Code. Er ergibt sich meistens aus dem Titel. Da jedes Werk eine individuelle Signatur braucht, ist sie ab und zu nötig, z.B. wenn ein Autor zum gleichen Fachgebiet mehrere Werke geschrieben hat.

12/AK 39540 C826(3)+2

Die Exemplarzahl wird mit einem Pluszeichen gekennzeichnet und zeigt an, dass die Bibliothek mehrere Exemplare dieses Buches besitzt. Dies ist häufig in der Lehrbuchsammlung der Fall.

12/AK 39540 C826(3)-2

Mit einem Minuszeichen wird die Bandzählung angefügt, wenn ein Werk aus mehreren Bänden besteht, z.B. bei Lexika ist das häufig der Fall.

Ein gebundener Zeitschriftenband sieht meist so aus:

12/AP 30760-55

12: Lokalkennzeichen, s.o.

AP 30760: Systematikstelle. In jedem Fachgebiet gibt es eine Systematikstelle, die für Wörterbücher, Lexika usw. reserviert ist und eine Systematikstelle für die ganzen Zeitschriften. Sie finden also alle Lexika und alle Zeitschriften an einem Ort.

-55: Jahrgangszählung. Alle Hefte eines Jahres werden in einem oder mehreren Bänden gebunden. Da alle Jahrgänge einer Zeitschrift das gleiche Lokalkennzeichen und die gleiche Signatur haben wird das Jahr oder der Jahrgang zur Unterscheidung verwendet.

Tipp: Wenn die Bibliothek mehrere Exemplare einer Publikation besitzt, können diese an verschiedenen Orten stehen, d.h. sie haben unterschiedliche Lokalkennzeichen, aber dieselbe Systematikstelle und denselben Verfasser-Titel-Code