3. Schritt vier: Recherchestrategien nach Informationsmitteln

Nachdem Sie nun wissen, welche Informationsmittel Sie für die Recherche heranziehen können, ist es wichtig, dieses Wissen auch für Ihre Recherchestrategie zu nutzen.

Dabei hängt die Auswahl der Informationsmittel, in denen Sie suchen natürlich auch immer von Ihrer gewählten Suchstrategie ab (Link zu Schritt 3: Auswahl der Suchstrategie). Generell bietet es sich jedoch an, sich zuerst einen Überblick zu verschaffen. Dazu ziehen Sie die Informationsmittel heran, die dafür geeignet sind, z.B. Lexika, Enzyklopädien. Diese helfen Ihnen dabei, das Thema zu verstehen und Fachausdrücke interpretieren zu können. Im nächsten Schritt vertiefen Sie das Thema, indem Sie ausführliche Texte nachlesen und schließlich suchen Sie sich Zusatzquellen, die Ihr Basiswissen vertiefen und aufwerten können. Diese drei Schritte können natürlich noch weiter ausdifferenziert werden.

Recherchestrategie

Bei der Vertiefung des Themas mit Hilfe von Bibliographien (z.B. Datenbanken in DBIS) oder mit Hilfe der elektronischen Zeitschriftenbibliothek sollten Sie darauf achten, dass Sie Datenbanken bzw. Zeitschriften auswählen,

  • die den richtigen thematischen Schwerpunkt haben (z.B. werden Sie in einer Datenbank im Bereich der  Rechtswissenschaften relativ wenig zu dem Thema „Lernen" finden),
  • die den richtigen Zeitraum abdecken (wenn Sie z.B. ein relativ neues, also junges Phänomen recherchieren, sollten Sie keine Zeitschriften heranziehen, die seit den 1980er Jahren nicht mehr erschienen sind),
  • die über eine große Datenbank verfügen. Je mehr Quellen sich in der Datenbank befinden, desto höher ist Ihre Chance, geeignete Quellen zu finden,
  • die über ein detailliertes Angebot verfügen. Je mehr Informationen Sie zu den Quellen abrufen können, desto besser können Sie einschätzen, ob die Quelle für Sie geeignet ist oder nicht. Zusatzinformationen sind z.B. Abstracts, Textauszüge, Schlagwörter, Reviews, etc.,
  • die den geographischen Schwerpunkt der Publikationen darlegen (z.B. gibt es deutschsprachige Zeitschriften, in denen hauptsächlich deutschsprachige Wissenschaftler veröffentlichen, aber auch internationale Journals etc. und es ist wichtig zu wissen, welche Quellen nicht in der Datenbank zu finden sind),
  • deren Sprache man spricht (wenn Sie nicht französisch sprechen, bietet es sich nicht an, in einer französischsprachigen Datenbank oder Zeitschrift zu recherchieren),
  • eine hohe Updatehäufigkeit haben (d.h. in die neue Quellen schnell eingepflegt werden).

Weitere Auswahlkriterien, die insbesondere für Datenbanken gelten, sind, welchen Recherchekomfort sie bieten (Benutzerfreundlichkeit, angebotene Optionen, Volltextbestellung), welche Serviceleistungen zur Verfügung stehen (z.B. ob es ein Tutorial gibt, eine Hilfe-Funktion etc.) und in manchen Fällen, wie das Preis-Leistungs-Verhältnis ist.