Baustein I: Einführung in die Informationskompetenz

Um Informationen zu gewinnen und zu bewerten, um ein Buch zu finden oder eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, brauchen wir die entsprechenden Kenntnisse über Techniken und Methoden, wie wir zu diesem Ziel kommen. Informationskompetenz ist eine Schlüsselkompetenz der modernen Informationsgesellschaft und ein entscheidender Faktor für den Erfolg in Studium, Forschung und Beruf. Informationskompetenz hilft Ihnen dabei, wissenschaftlich effizient und gezielt zu arbeiten und somit Ihr Studium leichter zu bewältigen.

In diesem Kapitel wird Informationskompetenz definiert, das typische Vorgehen beim informationskompetenten Handeln vorgestellt und die Informationskompetenz mit anderen Kompetenzen, die ihr zuzuordnen sind oder sich mit ihr überschneiden, in Beziehung gesetzt. Am Ende des Kapitels haben Sie die Möglichkeit, Ihren Wissenszuwachs selbst in einer Selbsttest-Aufgabe zu überprüfen.

Den Ablauf des Kapitels können Sie in der Grafik nachvollziehen:

Kapitelübersicht

Dauer des Kapitels: ca. 20-25 min

 

1. Was ist Informationskompetenz?

Informationskompetenz ist eine Schlüsselkompetenz in der heutigen Gesellschaft. Unser Leben - sei es nun das Studium oder der Arbeitsalltag - ist von der Vielfalt an Informationen geprägt, die es zu beschaffen, aber auch auszuwählen und zu verwenden gilt. Bei der Wahl Ihres Studiums haben Sie sich sicher an verschiedenen Stellen über die Studienrichtung informiert, Sie haben im Internet recherchiert, Ratgeber oder Rankings gelesen und eventuell Personen gefragt, die etwas ähnliches studiert haben. Danach haben Sie die gesammelten Informationen für sich selbst bewertet und sich schließlich für das Studium entschieden. Das ist nur eines von vielen Beispielen, in welchen Bereichen Ihres Lebens Informationskompetenz vorkommen kann.

Wie Sie aus diesem Beispiel außerdem ablesen können und sicher auch aus eigener Erfahrung wissen, erfolgt die Informationsbeschaffung heute zunehmend mit Hilfe des Internets. Das hat einerseits Vorteile, denn die Informationen sind nur einen Mausklick entfernt und leicht zu erreichen, andererseits aber auch Nachteile, da man nie weiß, wer die Informationen erstellt und verbreitet hat. Umso wichtiger ist es für Sie, Informationskompetenz zu besitzen. Denn sie hilft Ihnen unter anderem auch, die Qualität einer Information (im Internet) einzuschätzen.

Informationskompetenz bezeichnet demnach die Fähigkeit, den Bedarf an Information

  • zu erfassen,
  • selbstständig einzuschätzen,
  • zu recherchieren,
  • zu bewerten und
  • effizient einzusetzen.

Informationskompetenz ist etwas, was Sie tagtäglich gebrauchen können, denn nicht nur in der Universität müssen Sie die folgenden Aufgaben übernehmen:

  • ein Thema finden,
  • sich in kurzer Zeit in eine Fragestellung einer Aufgabe einarbeiten,
  • sich mit Fachtexten aller Art auseinandersetzen,
  • einen komplexen Sachverhalt einer Situation analysieren,
  • eine Argumentation einer Aussage nachvollziehen und
  • sie termingerecht und rezipientenorientiert darstellen.

Jedes Mal, wenn Sie sich über etwas informieren, sich etwas beibringen wollen oder eine Lösung für ein Problem (sei es in der Arbeit, im Studium oder im Alltag) suchen, gehen Sie alle oder mehrere dieser Schritte durch. Je informationskompetenter Sie sind, desto besser ist das Ergebnis und desto schneller kommen Sie zu einem für Sie zufrieden stellenden Ergebnis.

Ziehen wir als Beispiel die Arbeit in einer Online-Redaktion heran: Ihr Chef verlangt von Ihnen, dass Sie eine kurze Reportage über Tsunamis aufbereiten. Um eine gute Reportage schreiben zu können, müssen Sie sich erst mit dem Thema auseinandersetzen, sich einlesen und Grundlagenwissen erwerben. Erst im Anschluss an eine ausführliche Recherche, bei der Sie die Texte lesen, verstehen und die Argumentation nachvollziehen, können Sie einen eigenen Text verfassen, der termingerecht fertig wird und rezipientenorientiert (also auf die Leser des Online-Portals zugeschnitten) formuliert ist.

Das sind alles Fähigkeiten, die Sie für Ihr lebenslanges Lernen benötigen. Lebenslanges Lernen ist eine Kompetenz, die in unserer heutigen Gesellschaft immer wichtiger wird. Dabei geht es darum, dass man sich ständig wechselnden Bedingungen anpassen muss. Um sich diesen Bedingungen anpassen zu können, ist es notwendig, auch außerhalb von Schule und Universität lernen zu können und das nicht nur auf einen Lebensabschnitt (z.B. die Jugend) bezogen, sondern während des gesamten Lebens. Wenn Sie wissen, wie Sie sich Informationen beschaffen, sie bewerten und auswählen können, verfügen Sie über eine der wichtigsten Grundlagen für das lebenslange Lernen.

Im Rahmen dieses E-Learning Kurses zum Thema Informationskompetenz geht es hauptsächlich darum, Ihre Informationskompetenz in Bezug auf Ihr Studium zu verbessern.

Herr Prof. Dr. Christian Wolff (Professur für Medieninformatik an der Universität Regensburg) betont die Relevanz der Informationskompetenz für das Studium:  Klicken Sie auf das Video und hören Sie es einfach mal an! (Dauer: 0:55 min.)

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"Informationskompetenz" produziert von Tanja Yakovleva

2. Modelle zum Prozess der Informationssuche

Es gibt verschiedene Modelle, anhand derer das informationskompetente Handeln erklärt und schrittweise dargestellt wird. Das Modell von Homann (2000) zeigt, dass die Schritte, die nacheinander bei der Informationsrecherche durchlaufen werden, zirkulär angelegt sind (siehe Abbildung).

Kreislauf

Das bedeutet, dass nach einer Bewertung der Quellen ein erneuter Bedarf an Information entstehen kann, so dass der Suchprozess wieder von vorne beginnt. Beispielsweise können Sie erst nachdem Sie ein paar grundlegende Informationen zu einem Thema recherchiert haben, wissen, was Sie noch alles lesen müssen, um das Thema zu verstehen und starten daher den Rechercheprozess erneut. Manchmal ist auch die Wiederholung des Suchprozesses erforderlich, wenn Sie z.B. zu wenig oder nicht die geeigneten Quellen gefunden haben.

Wie Sie an der Grafik erkennen können, steht im Mittelpunkt des Recherche-Kreislaufs immer ein Problem eines Suchenden, das den Ausgangspunkt der Recherche darstellt. Dabei ist zu beachten, dass der oder die Suchende die Recherche mit seinen bzw. ihren persönlichen Merkmalen (Emotionen, Erfahrungen, Überlegungen zur Recherche) beeinflusst. D.h. jeder kann ein etwas anderes Ergebnis bei einer Recherche erhalten. Personen, die sich in einem Themenbereich bereits gut auskennen, werden ein anderes Suchergebnis erhalten, als Personen, die das Themenfeld erst grundlegend abstecken und sich erarbeiten müssen.

Das Modell der Informationskompetenz von Homann (2000) ist auch in der Struktur des Studientextes zu dieser Veranstaltung ersichtlich:

1.    Nach der Einführung zeigen wir Ihnen im Baustein II und III, wie man die Recherche vorbereitet, welche Suchstrategien es gibt und wie Sie Suchbegriffe festlegen. Dieses erste Kapitel entspricht somit der Phase des Informationsbedarfs.

2.    Daran schließen sich die Baustein IV und V an, in denen die einzelnen Kataloge und Datenbanken vorstellen und Ihnen helfen, zu verstehen, wie Sie in den verschiedenen Suchmaschinen und -katalogen suchen.

3.    Die Beschaffung von Quellen wird in Baustein VI thematisiert (Phase: Informationsnutzung). Hier erfahren Sie, wie Sie Sich z.B. eine Publikation in der Bibliothek oder über Fernleihe beschaffen.

4.    Die Erfassung der Informationen ist bei uns etwas nach hinten verschoben und wird in Baustein VIII und IX behandelt - Hier geht es darum, wie man die gefundenen Quellen z.B. mit Literaturverwaltungsprogrammen verwalten und inhaltlich strukturieren und ordnen kann.

5.    Die Informationsbewertung wird in Baustein VII dargestellt. Hier werden die Kriterien für die Bewertung der Qualität von Informationen behandelt.

kapitel

3. Informationskompetenz und andere Kompetenzen

Der Terminus Informationskompetenz (IK) lässt sich nicht trennscharf von anderen Kompetenzen abgrenzen. Verwandte Kompetenzen wie Bibliotheks-, Medien- oder Informatikkompetenz mit ihren ableitbaren individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten sind Teilbereiche der Informationskompetenz und überschneiden sich mit ihr.

  • Bibliothekskompetenz beschränkt sich auf die Handhabung der spezifischen Informationsangebote und Besonderheiten der Informationssuche in einer Bibliothek (z.B. Die Suchkataloge einer Bibliothek). Sie hat im Vergleich zur IK eine Begrenzung auf einen Ort, d.h. sie beschränkt sich auf die Informationsrecherche in einer Bibliothek, ist also ein Teil der Informationskompetenz.
  • Medienkompetenz beschreibt die Fähigkeit, kompetent Medien und deren Zusammenwirken zu begreifen, übergreifende und spezifische Strukturen wahrzunehmen sowie Medieninhalte analysieren, bewerten und evaluieren zu können. Hier ist es zum Beispiel von Bedeutung, zu wissen, wie Medien funktionieren, wie Information anders aufbereitet wird, wenn sie in Form eines Filmes (und nicht als Buch) vorliegt.
  • Informatikkompetenz charakterisiert eher technische Fähigkeiten, wie die Handhabung von EDV-Geräten und Programmen. Sie ist ebenfalls Teil der Informationskompetenz, der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem technischen Verständnis eines Computers.

Informationskompetenz beinhaltet die hier aufgeführten Kompetenzen, soweit sie für die Lösung eines konkreten Informationsproblems erforderlich sind.

Doch Informationskompetenz ist ein Schnittfeld von den verschiedensten Kompetenzen. Deswegen gibt es noch weitere Fähigkeiten bzw. Kompetenzen, die sich (wenn auch nur minimal) mit der Informationskompetenz überschneiden:

1.    Technische Kompetenz, d. h. für die verschiedenen Kommunikationsmedien erforderliches technisches Wissen (als Weiterführung der sog. computer literacy) - z.B. zu wissen, wie man das Internet und spezielle Programme bedient etc.

2.    Kulturelle Kompetenz, d. h. Wissen um kulturspezifische Besonderheiten (Kultur im Sinne unterschiedlicher Wissenschaftskulturen) - z.B. zu wissen, dass bestimmte Wissenschaftskulturen stärker im Internet publizieren, während das in anderen Kulturen eher die Ausnahme darstellt und die eigene Recherche daran ausrichten.

3.    Kommunikative Kompetenz, d. h. Wissen um Verfügbarkeit und Funktion der digitalen Kommunikationsmedien der Wissenskommunikation.

4.    Soziale und organisationsbezogene Kompetenz.

5.    Sprachliche Kompetenz, insbesondere im Bereich der Informationserschließung notwendiges sprachliches Wissen - z.B. zu wissen, welche Synonyme, Homonyme etc. es für einen Begriff gibt, um die Suche stärker eingrenzen zu können.

 

4. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

Informationskompetenz benötigen Sie also nicht nur für Ihr Studium. Wann immer Sie sich schnell in neue Sachverhalte eindenken und einarbeiten müssen, hilft Ihnen diese Fähigkeit, relevante Informationen auszuwählen, zu bewerten und zu verstehen. Demnach ist die Informationskompetenz mit eine Grundvoraussetzung für das lebenslange Lernen.

Wenn Sie informationskompetent sind, können Sie...

  1. Art und Umfang der benötigten Informationen bestimmen,
  2. Quellen recherchieren, um die benötigten Informationen zu finden,
  3. sich einen effizienten und effektiven Zugang zu den benötigten Informationen verschaffen,
  4. Information und Quellen kritisch bewerten,
  5. Information verwenden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Diese Schritte werden meist nacheinander und oft auch mehrmals hintereinander durchlaufen.

Informationskompetenz ist ein Kompetenzbereich, der sich stark mit anderen Kompetenzen überschneidet, z.B. mit der Bibliothekskompetenz, aber auch mit der technischen Kompetenz oder der sprachlichen Kompetenz.

Symbol Buch Literaturtipp

Gorski, M. (2008). Informationskompetenz im Spannungsfeld zwischen Schule und Universität - Beobachtungen zum Informations- und Suchverhalten in der gymnasialen Oberstufe und im Studium. Bibliotheksdienst, 42 (7), 738-761. Verfügbar unter: http://www.zlb.de/aktivitaeten/bd_neu/heftinhalte2008/Informationsvermittlung010708.pdf

Hochholzer, R. & Wolff, C. (2006). Informationskompetenz - status quo und Desiderate für die Forschung. Regensburg: Universität Regensburg, Institut für Germanistik und Institut für Medien-, Informations- und Kulturwissenschaft. Verfügbar unter: http://www.opus-bayern.de/uni-regensburg/volltexte/2006/747/ .

Siegfried, D. & Flieger, E. (2011). World Wide Wissenschaft - Wie professionell Forschende im Internet Arbeiten. Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. Verfügbar unter: http://www.zbw.eu/presse/pressemitteilungen/docs/world_wide_wissenschaft_zbw_studie.pdf .

Symbol Maus Linktipp

AG Informationskompetenz (2010). Plattform bibliothekarischer Arbeitsgruppen an verschiedenen Bibliotheken. Verfügbar unter: http://www.informationskompetenz.de.

Dort finden sich zahlreiche Dokumente, Standards und Unterlagen zur Informationskompetenz sowie auch eine Übersicht zu aktuellen Veranstaltungen.

An zahlreichen anderen Universitäten gibt es Online-Lernumgebungen oder Tutorials zum Thema Informationskompetenz.

In der Tabelle erhalten Sie eine Übersicht über ähnliche Dienste, die Sie zur Unterstützung Ihrer Recherche heranziehen können:

Plattform

Beschreibung

Betreiber

URL

Der Schreib-trainer

Im Schreibtrainer für wissenschaftliches und berufliches Schreiben wird das ganze Spektrum des Schreibens in acht Kapiteln von der Vorbereitung bis zur Textüberarbeitung behandelt.

Universität Duisburg-Essen

http://www.uniessen.de/schreibwerkstatt/trainer/

DISCUS

Online-Tutorial DISCUS (Developing Information Skills & Competence for University Students) - nur über Gastzugang erreichbar

Universitäts- bibliothek TUHamburg / Harburg(TUHH)

http://discus.tu-harburg.de

Fit für die Uni

Der Online-Kurs "Fit für die Uni" dient zur Vorbereitung für das Studium und behandelt in fünf Kapiteln wissenschaftliches Schreiben, Lesen, Lernen, Kreativität und Recherchieren.

e-fellows.net

https://www.e-fellows.net/sixcms_upload/media/116/fit_fuer_die_uni.htm

GoInfo

Online-Tutorial zum Thema Informationskompetenz

Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich

http://wwwzb.zb.kfa-juelich.de/goinfo/index.htm

LOTSE

Navigations- und Schulungssystem, das neben der Zielgruppe Wissenschaftler/-innen speziell für Studierende entwickelt wurde. Es bietet Hilfe beim Erlernen wissenschaftlicher Arbeitstechniken und unterstützt bei allen Arbeitsschritten des Lernens, Forschens und Lehrens.

Universitäts- und Landesbibliothek Münster

http://lotse.uni-muenster.de

Online-Tutorial Informations-kompetenz

Die Plattform bezieht sich primär auf die Suche im Bibliothekssystem. Sie gliedert sich in die vier Bereiche: Suche vorbereiten, Suche durchführen, Informationen beschaffen und Informationen weiterverarbeiten.

Universitäts-bibliothek Bochum

http://www.ub.ruhr-uni-bochum.de/ot-info/ot_start.htm

Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für HochschulenIn elf Modulen kann man selbstgesteuert erarbeiten, wie Informationen professionell gefunden und weiterverarbeitet werden.Universität Tübingen und Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaftenhttp://www.recherchieren-im-internet.eu/

StudyCube

Die Plattform soll mit Infos, Erfahrungsberichten und Hilfsmitteln zu einem erfolgreichen Studium durch optimale Kombination der sechs Grundfähigkeiten Recherche, Forschen, Schreiben, Lernen, im Team arbeiten, Präsentieren anleiten.

Universität St. Gallen

http://www.studycube.ch

VISION

VISION (Virtual Services for Information Online) ist ein Tutorial zum wissenschaftlichen Arbeiten. Es behandelt den Themenbereich der Produktion von Information für Forschung und Lehre in insgesamt fünf Modulen.

Universitätsbibliothek der TU Hamburg-Harburg

http://www.vision.tu-harburg.de/de/vision.php

 

5. Zitierte Literatur

Gorski, M. (2008). Informationskompetenz im Spannungsfeld zwischen Schule und Universität - Beobachtungen zum Informations- und Suchverhalten in der gymnasialen Oberstufe und im Studium. Bibliotheksdienst, 42 (7), 738-761. Verfügbar unter: http://www.zlb.de/aktivitaeten/bd_neu/heftinhalte2008/Informationsvermittlung010708.pdf.

Hochholzer, R. & Wolff, C. (2006). Informationskompetenz - status quo und Desiderate für die Forschung. Regensburg: Universität Regensburg, Institut für Germanistik und Institut für Medien-, Informations- und Kulturwissenschaft. Verfügbar utner: http://www.opus-bayern.de/uni-regensburg/volltexte/2006/747/ .

Homann, B. (2000). Das Dynamische Modell der Informationskompetenz (DYMIK) als Grundlage für bibliothekarische Schulungen. In G. Knorz & R. Kuhlen (Hrsg.), Informationskompetenz - Basiskompetenz in der Informationsgesellschaft. Proceedings des 7. Internationalen Symposiums für Informationswissenschaft (ISI 2000), Darmstadt, 8. - 10. November 2000 (S. 195-206). Konstanz: UVK.

Wissenschaftsrat (2000). Thesen zur künftigen Entwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland. Verfügbar unter: http://www.wissenschaftsrat.de/texte/4594-00.pdf .

Wissenschaftsrat (2001). Empfehlungen zur digitalen Informationsversorgung durch Hochschulbibliotheken.Verfügbar unter: http://www.wissenschaftsrat.de/texte/4935-01.pdf.

Selbsttest-Aufgaben Baustein I

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein I mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

Übertragen Sie die Schritte von Homanns Modell auf Ihr Vorgehen, wenn Sie sich einen neuen Laptop kaufen.

 

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Mit Ihrer Entscheidung, welchen Anforderungen Ihr Laptop genügen muss, ermitteln Sie den Informationsbedarf (= Welche Laptops bieten das, was ich suche?). In dieser Phase präzisieren Sie Ihre Anforderungen zur Ware (Preis, Farbe, Kapazitäten, Programme). Danach müssen Sie wissen, wo Sie die Information über in Frage kommende Laptops suchen wollen (Phase der Informationsquellen). Hier wären z.B. Laptop-Test-Seiten im Internet, Computerzeitschriften, Fachgeschäfte oder Freunde, die viel von Computern verstehen, eine mögliche Informationsquelle. Dabei müssen Sie sich überlegen, wie Sie an die Informationen kommen. Ob Sie hier systematisch vorgehen und eine Quelle nach der anderen konsultieren oder ob Sie sich von Ihrem Bekannten Auskunft darüber geben lassen, welches empfehlenswerte Computerzeitschriften sind etc. Die Informationserfassung ist der Schritt, in dem Sie die herangezogenen Informationsquellen auswerten und die gesuchten Informationen extrahieren. Danach müssen Sie noch die Qualität der Quellen bewerten. Beispielsweise ist der Verkäufer eines Fachgeschäftes daran interessiert, ein bestimmtes Modell zu verkaufen, weil er dann eine Prämie bekommt, während der Bekannte wirklich im Auge behält, was Sie benötigen. Demzufolge wäre dann der Quelle „Bekannter" mehr Qualität zuzuweisen. Oder aber durch die Recherche ergeben sich neue Fragen und Sie müssen noch einmal neu recherchieren, weil Sie doch andere Ansprüche an einen neuen Laptop haben, als Sie zuvor gedacht hatten.