Informationskompetenz

Herzlich Willkommen zum Reader „Informationskompetenz". Der hier dargestellte Lehrtext wurde in dieser Form von der Professur für Mediendidaktik, Universität Augsburg, der Universitätsbibliothek Augsburg, der Professur für Medieninformatik und der Universitätsbibliothek Regensburg für die vhb (Virtuelle Hochschule Bayern - www.vhb.org) zusammengestellt und soll interessierten Studierenden sowie Externen einen Einblick in die Informationskompetenz geben sowie konkrete Anwendungsbeispiele behandeln. Im Detail behandelt der Kurs die Thematik anhand folgender Bausteine:

Bausteine

Der Studientext wird ergänzt durch ein ausführliches Glossar. Die Erklärung für den Glossarbegriff erscheint, wenn man den Mauszeiger länger über dem Glossarbegriff verweilen lässt. (Bsp: OPAC).

Baustein I: Einführung in die Informationskompetenz

Um Informationen zu gewinnen und zu bewerten, um ein Buch zu finden oder eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, brauchen wir die entsprechenden Kenntnisse über Techniken und Methoden, wie wir zu diesem Ziel kommen. Informationskompetenz ist eine Schlüsselkompetenz der modernen Informationsgesellschaft und ein entscheidender Faktor für den Erfolg in Studium, Forschung und Beruf. Informationskompetenz hilft Ihnen dabei, wissenschaftlich effizient und gezielt zu arbeiten und somit Ihr Studium leichter zu bewältigen.

In diesem Kapitel wird Informationskompetenz definiert, das typische Vorgehen beim informationskompetenten Handeln vorgestellt und die Informationskompetenz mit anderen Kompetenzen, die ihr zuzuordnen sind oder sich mit ihr überschneiden, in Beziehung gesetzt. Am Ende des Kapitels haben Sie die Möglichkeit, Ihren Wissenszuwachs selbst in einer Selbsttest-Aufgabe zu überprüfen.

Den Ablauf des Kapitels können Sie in der Grafik nachvollziehen:

Kapitelübersicht

Dauer des Kapitels: ca. 20-25 min

 

1. Was ist Informationskompetenz?

Informationskompetenz ist eine Schlüsselkompetenz in der heutigen Gesellschaft. Unser Leben - sei es nun das Studium oder der Arbeitsalltag - ist von der Vielfalt an Informationen geprägt, die es zu beschaffen, aber auch auszuwählen und zu verwenden gilt. Bei der Wahl Ihres Studiums haben Sie sich sicher an verschiedenen Stellen über die Studienrichtung informiert, Sie haben im Internet recherchiert, Ratgeber oder Rankings gelesen und eventuell Personen gefragt, die etwas ähnliches studiert haben. Danach haben Sie die gesammelten Informationen für sich selbst bewertet und sich schließlich für das Studium entschieden. Das ist nur eines von vielen Beispielen, in welchen Bereichen Ihres Lebens Informationskompetenz vorkommen kann.

Wie Sie aus diesem Beispiel außerdem ablesen können und sicher auch aus eigener Erfahrung wissen, erfolgt die Informationsbeschaffung heute zunehmend mit Hilfe des Internets. Das hat einerseits Vorteile, denn die Informationen sind nur einen Mausklick entfernt und leicht zu erreichen, andererseits aber auch Nachteile, da man nie weiß, wer die Informationen erstellt und verbreitet hat. Umso wichtiger ist es für Sie, Informationskompetenz zu besitzen. Denn sie hilft Ihnen unter anderem auch, die Qualität einer Information (im Internet) einzuschätzen.

Informationskompetenz bezeichnet demnach die Fähigkeit, den Bedarf an Information

  • zu erfassen,
  • selbstständig einzuschätzen,
  • zu recherchieren,
  • zu bewerten und
  • effizient einzusetzen.

Informationskompetenz ist etwas, was Sie tagtäglich gebrauchen können, denn nicht nur in der Universität müssen Sie die folgenden Aufgaben übernehmen:

  • ein Thema finden,
  • sich in kurzer Zeit in eine Fragestellung einer Aufgabe einarbeiten,
  • sich mit Fachtexten aller Art auseinandersetzen,
  • einen komplexen Sachverhalt einer Situation analysieren,
  • eine Argumentation einer Aussage nachvollziehen und
  • sie termingerecht und rezipientenorientiert darstellen.

Jedes Mal, wenn Sie sich über etwas informieren, sich etwas beibringen wollen oder eine Lösung für ein Problem (sei es in der Arbeit, im Studium oder im Alltag) suchen, gehen Sie alle oder mehrere dieser Schritte durch. Je informationskompetenter Sie sind, desto besser ist das Ergebnis und desto schneller kommen Sie zu einem für Sie zufrieden stellenden Ergebnis.

Ziehen wir als Beispiel die Arbeit in einer Online-Redaktion heran: Ihr Chef verlangt von Ihnen, dass Sie eine kurze Reportage über Tsunamis aufbereiten. Um eine gute Reportage schreiben zu können, müssen Sie sich erst mit dem Thema auseinandersetzen, sich einlesen und Grundlagenwissen erwerben. Erst im Anschluss an eine ausführliche Recherche, bei der Sie die Texte lesen, verstehen und die Argumentation nachvollziehen, können Sie einen eigenen Text verfassen, der termingerecht fertig wird und rezipientenorientiert (also auf die Leser des Online-Portals zugeschnitten) formuliert ist.

Das sind alles Fähigkeiten, die Sie für Ihr lebenslanges Lernen benötigen. Lebenslanges Lernen ist eine Kompetenz, die in unserer heutigen Gesellschaft immer wichtiger wird. Dabei geht es darum, dass man sich ständig wechselnden Bedingungen anpassen muss. Um sich diesen Bedingungen anpassen zu können, ist es notwendig, auch außerhalb von Schule und Universität lernen zu können und das nicht nur auf einen Lebensabschnitt (z.B. die Jugend) bezogen, sondern während des gesamten Lebens. Wenn Sie wissen, wie Sie sich Informationen beschaffen, sie bewerten und auswählen können, verfügen Sie über eine der wichtigsten Grundlagen für das lebenslange Lernen.

Im Rahmen dieses E-Learning Kurses zum Thema Informationskompetenz geht es hauptsächlich darum, Ihre Informationskompetenz in Bezug auf Ihr Studium zu verbessern.

Herr Prof. Dr. Christian Wolff (Professur für Medieninformatik an der Universität Regensburg) betont die Relevanz der Informationskompetenz für das Studium:  Klicken Sie auf das Video und hören Sie es einfach mal an! (Dauer: 0:55 min.)

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"Informationskompetenz" produziert von Tanja Yakovleva

2. Modelle zum Prozess der Informationssuche

Es gibt verschiedene Modelle, anhand derer das informationskompetente Handeln erklärt und schrittweise dargestellt wird. Das Modell von Homann (2000) zeigt, dass die Schritte, die nacheinander bei der Informationsrecherche durchlaufen werden, zirkulär angelegt sind (siehe Abbildung).

Kreislauf

Das bedeutet, dass nach einer Bewertung der Quellen ein erneuter Bedarf an Information entstehen kann, so dass der Suchprozess wieder von vorne beginnt. Beispielsweise können Sie erst nachdem Sie ein paar grundlegende Informationen zu einem Thema recherchiert haben, wissen, was Sie noch alles lesen müssen, um das Thema zu verstehen und starten daher den Rechercheprozess erneut. Manchmal ist auch die Wiederholung des Suchprozesses erforderlich, wenn Sie z.B. zu wenig oder nicht die geeigneten Quellen gefunden haben.

Wie Sie an der Grafik erkennen können, steht im Mittelpunkt des Recherche-Kreislaufs immer ein Problem eines Suchenden, das den Ausgangspunkt der Recherche darstellt. Dabei ist zu beachten, dass der oder die Suchende die Recherche mit seinen bzw. ihren persönlichen Merkmalen (Emotionen, Erfahrungen, Überlegungen zur Recherche) beeinflusst. D.h. jeder kann ein etwas anderes Ergebnis bei einer Recherche erhalten. Personen, die sich in einem Themenbereich bereits gut auskennen, werden ein anderes Suchergebnis erhalten, als Personen, die das Themenfeld erst grundlegend abstecken und sich erarbeiten müssen.

Das Modell der Informationskompetenz von Homann (2000) ist auch in der Struktur des Studientextes zu dieser Veranstaltung ersichtlich:

1.    Nach der Einführung zeigen wir Ihnen im Baustein II und III, wie man die Recherche vorbereitet, welche Suchstrategien es gibt und wie Sie Suchbegriffe festlegen. Dieses erste Kapitel entspricht somit der Phase des Informationsbedarfs.

2.    Daran schließen sich die Baustein IV und V an, in denen die einzelnen Kataloge und Datenbanken vorstellen und Ihnen helfen, zu verstehen, wie Sie in den verschiedenen Suchmaschinen und -katalogen suchen.

3.    Die Beschaffung von Quellen wird in Baustein VI thematisiert (Phase: Informationsnutzung). Hier erfahren Sie, wie Sie Sich z.B. eine Publikation in der Bibliothek oder über Fernleihe beschaffen.

4.    Die Erfassung der Informationen ist bei uns etwas nach hinten verschoben und wird in Baustein VIII und IX behandelt - Hier geht es darum, wie man die gefundenen Quellen z.B. mit Literaturverwaltungsprogrammen verwalten und inhaltlich strukturieren und ordnen kann.

5.    Die Informationsbewertung wird in Baustein VII dargestellt. Hier werden die Kriterien für die Bewertung der Qualität von Informationen behandelt.

kapitel

3. Informationskompetenz und andere Kompetenzen

Der Terminus Informationskompetenz (IK) lässt sich nicht trennscharf von anderen Kompetenzen abgrenzen. Verwandte Kompetenzen wie Bibliotheks-, Medien- oder Informatikkompetenz mit ihren ableitbaren individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten sind Teilbereiche der Informationskompetenz und überschneiden sich mit ihr.

  • Bibliothekskompetenz beschränkt sich auf die Handhabung der spezifischen Informationsangebote und Besonderheiten der Informationssuche in einer Bibliothek (z.B. Die Suchkataloge einer Bibliothek). Sie hat im Vergleich zur IK eine Begrenzung auf einen Ort, d.h. sie beschränkt sich auf die Informationsrecherche in einer Bibliothek, ist also ein Teil der Informationskompetenz.
  • Medienkompetenz beschreibt die Fähigkeit, kompetent Medien und deren Zusammenwirken zu begreifen, übergreifende und spezifische Strukturen wahrzunehmen sowie Medieninhalte analysieren, bewerten und evaluieren zu können. Hier ist es zum Beispiel von Bedeutung, zu wissen, wie Medien funktionieren, wie Information anders aufbereitet wird, wenn sie in Form eines Filmes (und nicht als Buch) vorliegt.
  • Informatikkompetenz charakterisiert eher technische Fähigkeiten, wie die Handhabung von EDV-Geräten und Programmen. Sie ist ebenfalls Teil der Informationskompetenz, der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem technischen Verständnis eines Computers.

Informationskompetenz beinhaltet die hier aufgeführten Kompetenzen, soweit sie für die Lösung eines konkreten Informationsproblems erforderlich sind.

Doch Informationskompetenz ist ein Schnittfeld von den verschiedensten Kompetenzen. Deswegen gibt es noch weitere Fähigkeiten bzw. Kompetenzen, die sich (wenn auch nur minimal) mit der Informationskompetenz überschneiden:

1.    Technische Kompetenz, d. h. für die verschiedenen Kommunikationsmedien erforderliches technisches Wissen (als Weiterführung der sog. computer literacy) - z.B. zu wissen, wie man das Internet und spezielle Programme bedient etc.

2.    Kulturelle Kompetenz, d. h. Wissen um kulturspezifische Besonderheiten (Kultur im Sinne unterschiedlicher Wissenschaftskulturen) - z.B. zu wissen, dass bestimmte Wissenschaftskulturen stärker im Internet publizieren, während das in anderen Kulturen eher die Ausnahme darstellt und die eigene Recherche daran ausrichten.

3.    Kommunikative Kompetenz, d. h. Wissen um Verfügbarkeit und Funktion der digitalen Kommunikationsmedien der Wissenskommunikation.

4.    Soziale und organisationsbezogene Kompetenz.

5.    Sprachliche Kompetenz, insbesondere im Bereich der Informationserschließung notwendiges sprachliches Wissen - z.B. zu wissen, welche Synonyme, Homonyme etc. es für einen Begriff gibt, um die Suche stärker eingrenzen zu können.

 

4. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

Informationskompetenz benötigen Sie also nicht nur für Ihr Studium. Wann immer Sie sich schnell in neue Sachverhalte eindenken und einarbeiten müssen, hilft Ihnen diese Fähigkeit, relevante Informationen auszuwählen, zu bewerten und zu verstehen. Demnach ist die Informationskompetenz mit eine Grundvoraussetzung für das lebenslange Lernen.

Wenn Sie informationskompetent sind, können Sie...

  1. Art und Umfang der benötigten Informationen bestimmen,
  2. Quellen recherchieren, um die benötigten Informationen zu finden,
  3. sich einen effizienten und effektiven Zugang zu den benötigten Informationen verschaffen,
  4. Information und Quellen kritisch bewerten,
  5. Information verwenden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Diese Schritte werden meist nacheinander und oft auch mehrmals hintereinander durchlaufen.

Informationskompetenz ist ein Kompetenzbereich, der sich stark mit anderen Kompetenzen überschneidet, z.B. mit der Bibliothekskompetenz, aber auch mit der technischen Kompetenz oder der sprachlichen Kompetenz.

Symbol Buch Literaturtipp

Gorski, M. (2008). Informationskompetenz im Spannungsfeld zwischen Schule und Universität - Beobachtungen zum Informations- und Suchverhalten in der gymnasialen Oberstufe und im Studium. Bibliotheksdienst, 42 (7), 738-761. Verfügbar unter: http://www.zlb.de/aktivitaeten/bd_neu/heftinhalte2008/Informationsvermittlung010708.pdf

Hochholzer, R. & Wolff, C. (2006). Informationskompetenz - status quo und Desiderate für die Forschung. Regensburg: Universität Regensburg, Institut für Germanistik und Institut für Medien-, Informations- und Kulturwissenschaft. Verfügbar unter: http://www.opus-bayern.de/uni-regensburg/volltexte/2006/747/ .

Siegfried, D. & Flieger, E. (2011). World Wide Wissenschaft - Wie professionell Forschende im Internet Arbeiten. Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. Verfügbar unter: http://www.zbw.eu/presse/pressemitteilungen/docs/world_wide_wissenschaft_zbw_studie.pdf .

Symbol Maus Linktipp

AG Informationskompetenz (2010). Plattform bibliothekarischer Arbeitsgruppen an verschiedenen Bibliotheken. Verfügbar unter: http://www.informationskompetenz.de.

Dort finden sich zahlreiche Dokumente, Standards und Unterlagen zur Informationskompetenz sowie auch eine Übersicht zu aktuellen Veranstaltungen.

An zahlreichen anderen Universitäten gibt es Online-Lernumgebungen oder Tutorials zum Thema Informationskompetenz.

In der Tabelle erhalten Sie eine Übersicht über ähnliche Dienste, die Sie zur Unterstützung Ihrer Recherche heranziehen können:

Plattform

Beschreibung

Betreiber

URL

Der Schreib-trainer

Im Schreibtrainer für wissenschaftliches und berufliches Schreiben wird das ganze Spektrum des Schreibens in acht Kapiteln von der Vorbereitung bis zur Textüberarbeitung behandelt.

Universität Duisburg-Essen

http://www.uniessen.de/schreibwerkstatt/trainer/

DISCUS

Online-Tutorial DISCUS (Developing Information Skills & Competence for University Students) - nur über Gastzugang erreichbar

Universitäts- bibliothek TUHamburg / Harburg(TUHH)

http://discus.tu-harburg.de

Fit für die Uni

Der Online-Kurs "Fit für die Uni" dient zur Vorbereitung für das Studium und behandelt in fünf Kapiteln wissenschaftliches Schreiben, Lesen, Lernen, Kreativität und Recherchieren.

e-fellows.net

https://www.e-fellows.net/sixcms_upload/media/116/fit_fuer_die_uni.htm

GoInfo

Online-Tutorial zum Thema Informationskompetenz

Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich

http://wwwzb.zb.kfa-juelich.de/goinfo/index.htm

LOTSE

Navigations- und Schulungssystem, das neben der Zielgruppe Wissenschaftler/-innen speziell für Studierende entwickelt wurde. Es bietet Hilfe beim Erlernen wissenschaftlicher Arbeitstechniken und unterstützt bei allen Arbeitsschritten des Lernens, Forschens und Lehrens.

Universitäts- und Landesbibliothek Münster

http://lotse.uni-muenster.de

Online-Tutorial Informations-kompetenz

Die Plattform bezieht sich primär auf die Suche im Bibliothekssystem. Sie gliedert sich in die vier Bereiche: Suche vorbereiten, Suche durchführen, Informationen beschaffen und Informationen weiterverarbeiten.

Universitäts-bibliothek Bochum

http://www.ub.ruhr-uni-bochum.de/ot-info/ot_start.htm

Professionelle Internetrecherche und Wissensmanagement für HochschulenIn elf Modulen kann man selbstgesteuert erarbeiten, wie Informationen professionell gefunden und weiterverarbeitet werden.Universität Tübingen und Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaftenhttp://www.recherchieren-im-internet.eu/

StudyCube

Die Plattform soll mit Infos, Erfahrungsberichten und Hilfsmitteln zu einem erfolgreichen Studium durch optimale Kombination der sechs Grundfähigkeiten Recherche, Forschen, Schreiben, Lernen, im Team arbeiten, Präsentieren anleiten.

Universität St. Gallen

http://www.studycube.ch

VISION

VISION (Virtual Services for Information Online) ist ein Tutorial zum wissenschaftlichen Arbeiten. Es behandelt den Themenbereich der Produktion von Information für Forschung und Lehre in insgesamt fünf Modulen.

Universitätsbibliothek der TU Hamburg-Harburg

http://www.vision.tu-harburg.de/de/vision.php

 

5. Zitierte Literatur

Gorski, M. (2008). Informationskompetenz im Spannungsfeld zwischen Schule und Universität - Beobachtungen zum Informations- und Suchverhalten in der gymnasialen Oberstufe und im Studium. Bibliotheksdienst, 42 (7), 738-761. Verfügbar unter: http://www.zlb.de/aktivitaeten/bd_neu/heftinhalte2008/Informationsvermittlung010708.pdf.

Hochholzer, R. & Wolff, C. (2006). Informationskompetenz - status quo und Desiderate für die Forschung. Regensburg: Universität Regensburg, Institut für Germanistik und Institut für Medien-, Informations- und Kulturwissenschaft. Verfügbar utner: http://www.opus-bayern.de/uni-regensburg/volltexte/2006/747/ .

Homann, B. (2000). Das Dynamische Modell der Informationskompetenz (DYMIK) als Grundlage für bibliothekarische Schulungen. In G. Knorz & R. Kuhlen (Hrsg.), Informationskompetenz - Basiskompetenz in der Informationsgesellschaft. Proceedings des 7. Internationalen Symposiums für Informationswissenschaft (ISI 2000), Darmstadt, 8. - 10. November 2000 (S. 195-206). Konstanz: UVK.

Wissenschaftsrat (2000). Thesen zur künftigen Entwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland. Verfügbar unter: http://www.wissenschaftsrat.de/texte/4594-00.pdf .

Wissenschaftsrat (2001). Empfehlungen zur digitalen Informationsversorgung durch Hochschulbibliotheken.Verfügbar unter: http://www.wissenschaftsrat.de/texte/4935-01.pdf.

Selbsttest-Aufgaben Baustein I

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein I mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

Übertragen Sie die Schritte von Homanns Modell auf Ihr Vorgehen, wenn Sie sich einen neuen Laptop kaufen.

 

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Mit Ihrer Entscheidung, welchen Anforderungen Ihr Laptop genügen muss, ermitteln Sie den Informationsbedarf (= Welche Laptops bieten das, was ich suche?). In dieser Phase präzisieren Sie Ihre Anforderungen zur Ware (Preis, Farbe, Kapazitäten, Programme). Danach müssen Sie wissen, wo Sie die Information über in Frage kommende Laptops suchen wollen (Phase der Informationsquellen). Hier wären z.B. Laptop-Test-Seiten im Internet, Computerzeitschriften, Fachgeschäfte oder Freunde, die viel von Computern verstehen, eine mögliche Informationsquelle. Dabei müssen Sie sich überlegen, wie Sie an die Informationen kommen. Ob Sie hier systematisch vorgehen und eine Quelle nach der anderen konsultieren oder ob Sie sich von Ihrem Bekannten Auskunft darüber geben lassen, welches empfehlenswerte Computerzeitschriften sind etc. Die Informationserfassung ist der Schritt, in dem Sie die herangezogenen Informationsquellen auswerten und die gesuchten Informationen extrahieren. Danach müssen Sie noch die Qualität der Quellen bewerten. Beispielsweise ist der Verkäufer eines Fachgeschäftes daran interessiert, ein bestimmtes Modell zu verkaufen, weil er dann eine Prämie bekommt, während der Bekannte wirklich im Auge behält, was Sie benötigen. Demzufolge wäre dann der Quelle „Bekannter" mehr Qualität zuzuweisen. Oder aber durch die Recherche ergeben sich neue Fragen und Sie müssen noch einmal neu recherchieren, weil Sie doch andere Ansprüche an einen neuen Laptop haben, als Sie zuvor gedacht hatten.

 

Baustein II: Die Recherche vorbereiten

In diesem Kapitel erläutern wir Ihnen die effiziente Vorbereitung einer Literaturrecherche, um mit geringem Zeitaufwand das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Bevor Sie tiefer in das Thema einsteigen, sehen Sie sich zum Einstieg diesen kurzen Film an. Diese Ausschnitte aus dem Studentenleben werden Sie im regelmäßigen Abstand in den Kapitel vorfinden. Sie werden Ihnen helfen, zu verstehen, dass die gelernten Inhalte vor allem für alltägliche Studiensituationen wertvoll sind.

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"Dein Studienalltag Teil 1" produziert von Tanja Kranawetleitner, Julia Röhrich und Stefanie Erhard

Dauer des Kapitels: ca. 20-25 min

Frau Dr. Nitsch von der Professur für Kommunikationswissenschaft der Universität Augsburg hält die zwei Erfolgsfaktoren des wissenschaftlichen Arbeitens und Recherchieren fest: Klicken Sie auf das Video und hören Sie es sich einfach mal an! (Dauer: 1:10 min.)

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"Tipps Nitsch" produziert von Michael Hallermayer und Eva Ingold

An der Universität starten Sie in der Regel nicht ganz unvorbereitet in die Recherche. Es gibt drei Möglichkeiten:

a)    Sie haben eine Literaturliste von Ihrem Dozenten oder Ihrer Dozentin erhalten und müssen diese Titel nun beschaffen.

b)    Ihr Dozierender hat einen Semesterapparat für die Veranstaltung vorbereitet.

c)    Sie haben ein Thema für eine Seminararbeit oder ein Referat und müssen sich nun die Literatur selbst dafür zusammensuchen.

1. Literaturlisten und Semesterapparate

Die Literaturliste bietet Ihnen einen guten Überblick über die wichtigste Literatur für das Seminar und Sie erhalten zusätzlich einen ausgezeichneten Einstieg in Ihr Thema und die weitere Recherche. Sie müssen nun zunächst überprüfen, ob die angeführten Titel in der Bibliothek zu finden sind oder ob Sie sie auf anderem Wege beschaffen müssen. Wie Sie an die Werke einer Literaturliste gelangen, erfahren Sie in Kapitel 5 „Quellen beschaffen".

Der Semesterapparat hat den Vorteil, dass die benötigte Literatur bereits vom Dozenten oder von der Dozentin zusammengestellt wurde. Ein Semesterapparat kann sich in der Bibliothek befinden, aber auch in elektronischer Form (z.B. in Ihrem Learning Management System Moodle oder StudIP) angeboten werden. Den Standort von Semesterapparaten in der Bibliothek finden Sie für die UB Augsburg hier und für die UB Regensburg hier.

In beiden Fällen kann es - abhängig von Ihrem individuellen Thema im Rahmen des Seminars und den Anforderungen des Dozierenden - vorkommen, dass die vom Lehrenden zusammengestellte Literatur für die Bearbeitung nicht ausreicht. In diesem Fall sollten Sie auf jeden Fall weiterrecherchieren.

2. Seminararbeiten und Referate

Gibt es weder eine Literaturliste noch einen Semesterapparat für Ihr Seminar, können Sie immer auch Ihren Dozenten oder Ihre Dozentin um weiterführende Literaturhinweise bitten. Wenn Sie keine Tipps vom Dozierenden erhalten haben oder die angebotene Literatur für die Bearbeitung Ihres Themas nicht ausreicht, müssen Sie sich selbst an die thematische Recherche machen.

Um dabei erfolgreich zu sein, hilft es, sich systematisch an die Aufgabe zu machen.

Zuerst sollten Sie sich die Suchanfrage und ihre Merkmale genauer überlegen (Schritt 1). Danach geht es darum, geeignete Suchbegriffe zu finden (Schritt 2). Anschließend ist es wichtig, sich eine Suchstrategie zu überlegen (Schritt 3). Im nachfolgenden Kapitel 2 lernen Sie die verschiedenen Informationsmittel kennen und können dann die nun folgenden Schritte durchführen: Die Auswahl der Suchorte sowie die Anpassung der Suche auf die jeweiligen Suchmaschinen und Datenbanken (Schritt 4 und 5).

3. Schritt eins: Definition der Anfrage

Zu Beginn der Recherche müssen Sie sich genau überlegen, nach was Sie suchen wollen. Das bedeutet, dass Sie sich mit dem Thema, das Sie gestellt bekommen oder selbst gewählt haben, genauer auseinandersetzen. Ziel ist es, sich darüber klar zu werden, was das Thema einschließt und was nicht. Außerdem sollten Sie sich Gedanken darüber machen, welche Zusammenhänge möglicherweise zu anderen Informationsbereichen bestehen, ob Sie Überblicks- oder Detailinformation benötigen und ob Sie eher Wert auf hohe Relevanz oder hohe Vollständigkeit der Rechercheergebnisse legen. Ausgehend von diesem Punkt können Sie sich nun Suchbegriffe überlegen.

4. Schritt zwei: Suchbegriffe festlegen

Bevor Sie mit der Recherche beginnen, ist es sinnvoll und notwendig, sich verschiedene Suchbegriffe zurechtzulegen. Diese sollten verschiedene Aspekte Ihrer Arbeit abdecken. Fassen Sie die Begriffe dabei nicht zu eng, sondern verwenden Sie auch Wörter, die das Thema nur am Rande betreffen oder diesem übergeordnet sind. Umgekehrt sollten Sie sich aber auch überlegen, worum es in Ihrer Arbeit NICHT geht und welche Wörter Sie ausschließen können. Sicher fallen Ihnen zu Ihrem Thema viele Begriffe ein. Falls nicht, helfen Ihnen Handbücher, allgemeine und fachspezifische Lexika oder ein Synonymwörterbuch sowie der Thesaurus weiter.

Synonyme und verwandte Begriffe

Diese bedeutungsgleichen und bedeutungsähnlichen Wörter sollten Sie in Ihre Suche mit einbeziehen, da Ihr Thema unter Umständen mit diesen Begriffen beschrieben wird.

Homonyme

Wörter mit mehreren Bedeutungen (Homonyme) können auch zu unerwünschten Ergebnissen führen. Diese Wörter sollten Sie durch weitere Begriffe ergänzen. Beispielsweise finden Sie mit „Golf" nicht nur das Auto, sondern auch eine Meeresbucht oder die Sportart.

Singular und Plural

Suchmaschinen und Bibliothekskataloge suchen häufig nur die genaue Zeichenfolge. Sie sollten also daran denken, dass jedes Wort eine Singular- bzw. Pluralform hat und dass sich dadurch oft auch die Schreibweise ändert. Wer nach „Buch" sucht, findet keine „Bücher".

Suchbegriffe in anderen Sprachen

Nur ein kleiner Teil der relevanten Literatur ist in Deutsch geschrieben. Je nach Fach kann die Wissenschaftssprache auch Englisch oder Französisch sein. In vielen Fachdatenbanken ist die Suchsprache ebenfalls nicht deutsch, sondern meist englisch. Verwenden Sie deshalb auch fremdsprachige Fachbegriffe für die Suche oder nutzen Sie die Indizes, die ein Verzeichnis der Schlagwörter bzw. Suchbegriffe darstellen.

Verschiedene Schreibweisen

Für viele Begriffe, v.a. für Fachvokabular, gibt es oft mehrere Schreibweisen. Bedenken Sie dabei z.B. Groß- und Klein-, Getrennt- oder Zusammenschreibung, mit und ohne Akzent bzw. Bindestrich und vieles mehr. Diese Schreibvarianten sollten Sie bei der Suche unbedingt mit berücksichtigen. Bei Problemen mit der Rechtschreibung hilft ein Blick in den Duden oder in andere Wörterbücher.

Stichwort, Tag und Schlagwort

Für Sie ist es am Anfang wichtig, zu verstehen, was der Unterschied zwischen einem Schlagwort und einem Stichwort ist, denn Sie können die Wahl Ihrer Suchbegriffe daran ausrichten und somit ein besseres Suchergebnis erreichen.

Die Stichwortsuche erfolgt meist mit „natürlichem Vokabular", d.h. Sie können Begriffe verwenden, wie sie in Ihrer Alltagssprache vorkommen. Sie müssen dabei nicht auf Fachbegriffe o.ä. zurückgreifen.

Schlagworte dienen der Beschreibung des Inhalts eines Werkes und liefern Zusatzinformationen zu einem Werk und es handelt sich hier im Gegensatz zu den Stichwörtern um ein normiertes, kontrolliertes Vokabular. Die Schlagwörter werden systematisch vergeben und liegen einem Online-Katalog oder eine Datenbank zugrunde. Grundlage für die Beschlagwortung ist ein Regelwerk, das unter diesem Link aufgerufen werden kann.

In neueren Suchmaschinen und Literaturverwaltungsprogrammen wird auch häufig mit den sogenannten Tags gearbeitet. Tags sind Stichworte, die die Nutzer selbst vergeben. Im Gegenteil dazu werden Schlagwörter von einer Institution vergeben. Es gibt verschiedene Suchmaschinen, die eine tagbasierte Suche anbieten, dazu aber später mehr. Da den Tags kein einheitliches Regelwerk zugrundeliegt, können Sie praktisch jedes Wort verwenden und haben gute Chancen, etwas zu finden. Sie können die Begriffe auch beliebig kombinieren. Da Tags häufig auf Englisch vergeben werden, empfiehlt es sich, hier englische Begriffe anzuwenden. Der Nachteil beim Tagging liegt jedoch darin, dass Sie nicht alles, was zu einem Tag passen würde auch wirklich finden, deswegen sollte man sich nicht auf eine tagbasierte Suche beschränken.

Das waren ein paar grundlegende Tipps zur Vorbereitung Ihrer Suche. Nehmen Sie sich die Zeit und setzen Sie sich mit Papier und Stift hin, um Begriffe zu sammeln. Ihr Aufwand, diese Wörter zusammen zu tragen, lohnt sich auf jeden Fall (als Beispiel eine Begriffssammlung zum Thema „Handynutzung bei Jugendlichen"). Um diese zu strukturieren, können Sie ein Begriffsformular verwenden.

5. Schritt drei: Auswahl der Suchstrategie

Auf Basis Ihrer Überlegungen zum Thema und zu den Suchbegriffen können Sie sich nun für eine Suchstrategie entscheiden. Wichtig ist, dass hier auch immer Mischformen möglich sind und dass Sie bei einem nicht zufriedenstellenden Suchergebnis Ihre Suchbegriffe und Ihre Suchstrategie erneut überdenken und überarbeiten können.

Komponentenzerlegung

Hier versuchen Sie, das Thema in verschiedene Blöcke (Komponenten) zu zerlegen. Diese Komponenten stellen jeweils Unterthemen bzw. Teilbereiche des gewählten Themas dar. Wenn man beispielsweise nach den Risiken einer Pockenimpfung sucht, kann man eine Komponente bilden, in der man nach Begriffen, wie Impfung, Immunisierung etc. sucht. Es ist aber auch möglich, eine weitere Komponente zu bilden, in der man nach dem Bereich „Risiken" sucht und Begriffe wie Gefahr, Risiken, Gesundheitsrisiko, Nebenwirkungen etc. verwendet. Ebenso bietet es sich an, direkt nach dem oder den Namen des Erregers zu suchen, was eine weitere Komponente der Suchanfrage darstellt. Diese Komponenten können anschließend auch noch mit den Boole'schen Operatoren verknüpft werden, die wir in Kapitel 3 genauer kennenlernen.

Vom Kleinen zum Großen

Wenn Sie sich bereits etwas besser in dem Themenbereich auskennen, können Sie auch eine weniger aufwändige Suchstrategie heranziehen. Dazu beginnen Sie mit dem Begriff, der am speziellsten ist (also der Begriff, mit dem Sie wahrscheinlich die wenigsten Treffer erzielen). Sie arbeiten sich also von dem „kleinsten" Suchergebnis vor, indem Sie die Suchanfrage immer weiter ergänzen und so immer mehr Quellen finden. Um diese Suchstrategie verwenden zu können, müssen Sie jedoch schon ziemlich gut in der Auswahl geeigneter Suchbegriffe sein, weil Sie sonst etwas übersehen könnten.

Vom Großen zum Kleinen

Bei der Suche vom Großen zum Kleinen gehen Sie genau andersherum vor: Sie fangen mit einem sehr allgemein gehaltenen Begriff an. Die Suchergebnisse können Sie dazu nutzen, sich weitere Suchbegriffe zurecht zu legen. So wird Ihre Suchanfrage nach und nach immer spezifischer und Sie erhalten nur noch die Quellen, die Sie benötigen. Es ist zu empfehlen, diese Suchanfragen zu dokumentieren, um die Übersicht über die verwendeten Suchbegriffe zu behalten.

Quick & Dirty Search

Bei der Quick & Dirty Search verwenden Sie einfach einen oder zwei Begriffe Ihrer Wahl und benutzen das Suchergebnis, um sich konkretere Suchbegriffe zu überlegen. Daraufhin können Sie dann eine der oben angeführten Suchstrategien nachschieben.

Zitate fischen

Um nach Zitaten suchen zu können, muss Ihnen vor der Suche ein aussagekräftiges Zitat aus Ihrem Recherchethema bekannt sein. Zuerst versuchen Sie, herauszufinden, von wem dieses Zitat stammt, beziehungsweise aus welchem Buch es ist. Danach können Sie einfach nach dem Schneeballprinzip vorgehen: Sie sehen sich das Literaturverzeichnis des Buches an oder versuchen, herauszufinden, welche anderen Publikationen zu diesem Thema von dem Autor vorhanden sind. Auch hier können Sie eine Komponentenzerlegung anschließen und sich ein ausgefeiltes Suchdiagramm bzw. Begriffsformular zulegen, das Ihnen hilft, weitere geeignete Quellen zu finden.

Perlen fischen

Beim Perlenfischen geht man ähnlich vor wie beim Zitatefischen, allerdings hat man kein Zitat als Ausgangslage, sondern ein interessantes Dokument oder eine gute Quelle, von der aus Sie weitere Quellen finden können, indem Sie nach den im Literaturverzeichnis angeführten Quellen suchen. Beachten Sie dabei, dass Sie auf diese Weise immer nur Quellen finden können, die genauso alt oder älter als der Ausgangstext sind und Sie möglicherweise neuere, aktuellere Quellen übersehen. Sie sollten also auch diese Suchstrategie mit einer anderen kombinieren.

6. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

Sie haben in diesem Kapitel gelernt, wie Sie strukturiert eine Recherche vorbereiten, welche Überlegungen Sie anstellen müssen, um in Ihre Recherche zu starten und welche Begriffe bzw. Begriffsmöglichkeiten sich bieten, um Ihre Recherche zu verfeinern. Außerdem haben Sie erfahren, welche Suchstrategien Sie einsetzen können (z.B. Perlenfischen). Im folgenden Kapitel werden die Schritte 4 und 5 der Recherche behandelt - nämlich die Auswahl von Informationsmitteln, in denen Sie suchen können und die Anpassung Ihrer Suchanfrage auf die jeweilige Datenbank bzw. Suchmaschine, in der Sie suchen.

Symbol Buch Literaturtipp

Franck, N. & Stary, J. (2009). Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Eine praktische Anleitung (15., überarb. Aufl.). Paderborn: Schöningh (UTB Schlüsselkompetenzen, Kernkompetenzen, 724). S. 33-70: "Literatur ermitteln, lesen und festhalten".

Symbol Maus Linktipp

Um nach alternativen Wörtern zu suchen, bietet sich das Wortschatzlexikon der Universität Leipzig an:

Universität Leipzig (2007). Deutscher Wortschatz. Verfügbar unter: http://wortschatz.uni-leipzig.de/

Außerdem können Sie die Regeln für den Schlagwortkatalog ansehen:

Deutsches Bibliotheksinstitut (1998). Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK) (3. überarb. Auflage). Verfügbar unter: http://deposit.d-nb.de/ep/netpub/89/96/96/967969689/_data_stat/www.dbi-berlin.de/dbi_pub/einzelpu/regelw/rswk/rswk_00.htm

 

7. Zitierte Literatur

Selbsttest-Aufgaben Baustein II

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein II mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

1. Erklären Sie in Ihren eigenen Worten, wie Sie sich Schritt für Schritt auf die Recherche vorbereiten?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Zuerst überlege ich mir, was genau ich suche und welche Literatur ich brauche (Schritt 1). Danach versuche ich, geeignete Suchbegriffe zu finden (Schritt 2). Des Weiteren bestimme ich eine Suchstrategie, die ich zu Beginn anwenden möchte (Schritt 3). Anschließend wähle ich passende Suchmaschinen und Datenbanken aus und passe meine Suchstrategie diesen Informationsmitteln an (Schritt 4) und versuche meine Literatur dort zu finden indem ich mir strategisch überlegen, welche Sprache ich verwende, wie ich die Suchanfragen kombiniere und welche Boole'schen Operatoren und Trunkierungsmöglichketien ich einsetze (Schritt 5).

 

2.Was versteht man unter Homonymen?

a. Wörter, die unterschiedlich sind, aber das gleiche bezeichnen
b. Wörter, die in der männlichen Schreibweise verwendet werden (z.B. Studenten, Dozenten)
c. Wörter, die gleich geschrieben werden, aber etwas unterschiedliches bedeuten
d. Wörter, die immer groß geschrieben werden

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

c

 

3.Was ist der Unterschied zwischen dem Stichwort und dem Schlagwort?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Stichwort ist ein Begriff aus dem Alltag und Schlagwort ist ein Begriff aus einem festgesetzten Vokabular, mit dem man wissenschaftlich korrekt den Inhalt eines Werkes beschreiben kann.

 

4.Welcher von den unten stehenden Begriffen ist keine Suchstrategie?

a. Komponentenzerlegung
b. vom Kleinen zum Großen
c. vom Großen zum Kleinen
d. Zitatezerlegung
e. Zitate fischen
f. Perlen fischen

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

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Baustein III: Wo suchen

Nachdem Sie sich Suchbegriffe und Suchstrategien zurechtgelegt haben, sollten Sie sich überlegen, wo Sie suchen wollen. Um das entscheiden zu können, müssen Sie die unterschiedlichen Informationsmittel kennen.
In diesem Kapitel lernen Sie zunächst verschiedene wissenschaftliche Veröffentlichungsarten kennen. Anschließend werden die einzelnen Informationsmittel, in denen Sie suchen können, vorgestellt. Die richtigen Quellen zu kennen, spart Ihnen bei Ihrer Recherche viel Zeit, denn Sie müssen nicht blind suchen, sondern Sie können ganz gezielt dort recherchieren, wo die benötigten Informationen sind.

Dauer: ca. 50 Minuten

1. Veröffentlichungsarten

Wissenschaftliche Ergebnisse werden in verschiedenen Formen veröffentlicht. Bevor Sie etwas zu den Publikationsformen erfahren, folgen erst einmal einige wichtige Unterschiede hinsichtlich der Art der Veröffentlichung:

Selbstständige Literatur Unselbstständige Literatur
Selbstständig erschienene Literatur ist das Werk meist eines Autors, das inhaltlich und physisch in sich abgeschlossen ist. Diese Publikation wird alleine und nicht zusammen mit anderen Werken veröffentlicht. Sie erhält einen eigenen Titel, unter dem sie im Bibliothekskatalog gesucht werden kann. Zur selbstständigen Literatur gehören z.B. Monografien oder Dissertationen. Zur unselbstständigen Literatur zählen Texte, die Teil eines Gesamtwerkes sind. Dazu zählen bspw. Aufsätze, die in einer Zeitschrift veröffentlicht werden sowie Beiträge in Sammelwerken. Unselbstständige Literatur besitzt keine eigene ISBN und man findet sie bei der Recherche in Bibliothekskatalogen i.d.R. nicht unter ihrem Titel oder Verfasser. Sie müssen immer nach der Publikation (Quelle) suchen, in der sie enthalten ist. Wie Sie dennoch nach unselbstständiger Literatur recherchieren können, erfahren Sie später.

Primärliteratur Sekundärliteratur
Primärliteratur sind Originalarbeiten, bspw. die Schriften eines Autors oder Quellenwerke (z. B. Gesetze, Urkunden), die zum Gegenstand Ihrer wissenschaftlichen Forschung werden können. Die Sekundärliteratur beschäftigt sich mit der Primärliteratur. Sie erklärt und/oder interpretiert diese. Zur Sekundärliteratur gehören z.B. Kommentare oder Lehrbücher.


Die verschiedenen Publikationsformen

Im folgenden Teil werden die unterschiedlichen Publikationsformen vorgestellt. In der Übersichtsdarstellung sind die Publikationsformen alphabetisch aufgelistet. Sie gibt Ihnen einen kurzen Überblick, was Sie in den jeweiligen Publikationen finden können. Im Anschluss werden die einzelnen Publikationsformen näher erläutert. Beachten Sie bitte, dass sich nicht alle Formen klar voneinander trennen lassen. Manche eignen sich für mehrere Zwecke, z.B. sowohl für die Recherche nach Begriffen als auch nach Literaturnachweisen.

 

Die verschiedenen Publikationsformen

(Zum Vergrößern der Tabelle bitte auf die Vorschau klicken)

1.1 Nachschlagewerke

In Nachschlagewerken können Sie Begriffe, Fakten und Zahlen finden. Es gibt allgemeine und fachspezifische Nachschlagewerke. Die Bibliothek besitzt eine Vielzahl dieser Werke in gedruckter oder elektronischer Form.

Enzyklopädie: Allgemeinenzyklopädien stellen das gesamte Wissen dar, während Fachenzyklopädien das Wissen eines eingeschränkten Themenbereichs detailliert behandeln. In einer Enzyklopädie finden Sie relativ ausführliche Artikel und Literaturnachweise der verwendeten Literatur.

Lexikon: Ein Lexikon enthält im Gegensatz zur Enzyklopädie kürzere Artikel und keine Literaturnachweise. Es ist wie eine Enzyklopädie i.d.R. alphabetisch geordnet. Lexika können allgemeines Wissen enthalten, aber auch für einen speziellen Themenkreis zusammengestellt sein.

Wörterbuch: Neben dem Sprachwörterbuch, das zur Vermittlung sprachlichen Wissens dient, gibt es noch eine Reihe anderer Wörterbücher, z.B. Rechtschreibe-, Synonym- oder Fremdwörterbücher.

Faktensammlung: Es gibt verschiedene Publikationen, die Zahlen und/oder Fakten enthalten. Sie dienen als Nachschlagewerke für statistische Angaben und wichtige Zahlen. Beispiele sind Statistische Jahrbücher, Tafelwerke, Orts- und Namensverzeichnisse und Almanache.

1.2 Zusammenfassende Darstellungen

Die zusammenfassenden Darstellungen geben Ihnen einen guten Überblick über Ihr Fach oder ein bestimmtes Teilgebiet.

Handbuch: In einem Handbuch ist das Wissen eines Fachgebiets systematisch (z.B. chronologisch, alphabetisch oder thematisch) geordnet. Es gibt Ihnen einen guten Überblick über die Inhalte und Entwicklung eines speziellen Themas oder Fachgebiets. Ein Handbuch kann auch in mehreren Bänden erscheinen und wird meist von mehreren Fachwissenschaftlern geschrieben.

Lehrbuch: Ein Lehrbuch vermittelt das grundlegende Wissen eines Fachs (bzw. eines Teilbereichs) und präsentiert den derzeitigen Forschungsstand. Der Lehrstoff ist in einfacher Form dargestellt und didaktisch aufbereitet.

1.3 Aufsätze

Aufsätze sind kurze, thematisch in sich geschlossene wissenschaftliche Arbeiten, die in Fachzeitschriften oder Sammelbänden veröffentlicht werden. Aufsätze enthalten im Allgemeinen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Resultate zu einem bestimmten Thema.

Fachzeitschrift: Diese Zeitschriften erscheinen regelmäßig (periodisch), in gedruckter und/oder elektronischer Form und enthalten Aufsätze zu einem bestimmten Fach- oder Themengebiet.

Sammelwerk: In einem Sammelwerk werden in sich abgeschlossene Beiträge mehrerer Autoren zu einem Rahmenthema gemeinsam publiziert. Diese Aufsatzsammlung erhält einen den gesamten Inhalt charakterisierenden Titel. Typische Sammelwerke sind Konferenzberichte oder Festschriften.

1.4 Wissenschaftliche Einzelarbeiten

Viele der Publikationen, die Ihnen begegnen werden, sind die Werke eines einzelnen Autors.

Monografie: Eine Monografie ist eine in sich abgeschlossene selbstständige Veröffentlichung und behandelt ein einzelnes, begrenztes Thema umfassend.

Dissertation: Darunter versteht man eine schriftliche wissenschaftliche Arbeit, die eine Voraussetzung zur Erlangung eines Doktorgrades ist. Die Dissertation (auch: Doktorarbeit) enthält neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem meist sehr speziellen Thema.

Habilitationsschrift: Diese wissenschaftliche Arbeit wird im Rahmen der Habilitation zum Erwerb der Lehrberechtigung (i.d.R. für eine Professur) vorgelegt.

1.5 Aktuelle wissenschaftliche Informationen

Aktuelle wissenschaftliche Informationen sind oft in der sogenannten "Grauen Literatur" enthalten. So nennt man Publikationen, die außerhalb des Buchhandels erscheinen. Außerdem findet man die aktuellsten Informationen auch in Zeitschriftenartikeln oder PrePrints dieser Artikel, die häufig online verfügbar sind.

Proceedings / Konferenzberichte: Diese Veröffentlichungen enthalten die i.d.R. verschriftlichte Vorträge, die auf wissenschaftlichen Kongressen und Tagungen gehalten wurden.

Reports / Forschungsberichte: Diese Publikationen stellen Ergebnisse, Stand oder Fortschritte von Forschungsvorhaben dar. Einige Forschungsberichte sind nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

1.6 Elektronische Publikationen

Elektronische Publikationen finden in der wissenschaftlichen Welt eine immer größere Verbreitung. Viele Veröffentlichungen, die früher nur gedruckt erschienen sind, gibt es mittlerweile auch in elektronischer Form, z.B. Zeitschriften, E-Books oder Forschungsberichte. Sie finden sie auf CD-ROM oder in Form von Datenbanken oder anderen Plattformen, wie E_Book-Plattformen oder Publikationsservern etc., auf die Sie über das Internet zugreifen können.

Diese Online-Quellen bieten mehrere Vorteile: Sie können gleichzeitig mit anderen sehr schnell und oft unabhängig von einem bestimmten Ort auf das Buch oder den Aufsatz zugreifen. Elektronische Publikationen sind im Vergleich zu gedruckten Publikationen häufig viel aktueller. Allerdings ist ein großer Teil der hochwertigen elektronischen Angebote nicht für jeden frei zugänglich. Ihre Bibliothek erwirbt Lizenzen für diese Datenbanken, d.h. sie hat einen oder mehrere Zugänge gekauft. Sie können entweder von Rechnern auf dem Campus auf diese Quellen zugreifen oder wenn Sie selbst vor Ort in das Campus-Netz eingeloggt sind. Von zuhause aus können Sie, wenn Sie von der Universität Augsburg sind, ein Programm ( VPN-Client )auf Ihrem Computer installieren, das sich in das Universitätsnetz einwählt. In das Universitätsnetz der Universität Regensburg können Sie sich durch die Eingabe der Rechenzentrumskennung über diese Seite einwählen, oder sich ebenfalls über den VPN mit dem Universitätsnetz verbinden.

2. Informationsmittel

Im ersten Teil des Kapitels haben Sie erfahren, welche Möglichkeiten der Veröffentlichung bestehen. In diesem Teil werden Sie lernen, wo Sie nach Literatur für Ihr Thema suchen können. Für diese Quellen wird auch der Begriff Informationsmittel verwendet. Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, für eine wissenschaftliche Arbeit mehrere Quellen zu benutzen, um eine repräsentative und qualitativ hochwertige Auswahl an Informationen zu bekommen. Dieses Kapitel bietet Ihnen eine kurze Übersicht über die möglichen Informationsmittel.

Diese verschiedenen Informationsmittel können Ihnen bei Ihrer Recherche nützlich sein:

Informationsmittel

Die Tabelle schlüsselt Ihnen die einzelnen Informationsmittel danach auf, was Sie in ihnen finden und wie sie Ihnen helfen können. Zum Vergrößern der Tabelle auf die Vorschau klicken und danach vergrößern:

Informationsmitteluebersicht

2.1 Persönliche Kontakte

Persönliche Kontakte können bei Ihrer Recherche oft sehr hilfreich sein. Ihre Dozenten geben Ihnen Literaturlisten, die wichtige Literatur für Ihr Fach enthalten. Sie können sie auch nach Empfehlungen fragen. Außerdem können Sie bei Ihren Kommilitonen oder älteren Studierenden nachfragen, was sie zu einem Thema gelesen haben. Natürlich können Sie auch "externe" Experten befragen. In Fachportalen, Mailinglisten oder Newsgroups können Sie Experten finden oder Sie suchen auf den Webseiten von Institutionen, Firmen, Verbänden etc. nach Kontaktpersonen. Auch in der Bibliothek finden Sie immer einen Ansprechpartner: Entweder wenden Sie sich an die Mitarbeiter an den Informationsplätzen oder direkt an einen unserer Fachreferenten (Augsburg: Fachreferenten; Regensburg: Fachreferenten ). Sie können Sie bei der weiterführenden Recherche nach Literatur sehr gut beraten.

2.2 Nachschlagewerke

Für den Einstieg in Ihr Thema benötigen Sie oft erst einmal Definitionen und Fakten oder einführende Werke bzw. Überblicksdarstellungen. Dabei helfen Ihnen Nachschlagewerke, Hand- oder Lehrbücher. Die Bibliothek besitzt viele dieser Werke. Die gedruckten Nachschlagewerke finden Sie im OPAC oder im Freihandbestand unter dem Lokalkennzeichen 11  (Lage in Augsburg; Lage in Regensburg) in der Zentralbibliothek oder beim jeweiligen Fach.

Viele Nachschlagewerke sind online zugänglich. Sie finden sie bspw. mit dem Datenbankinfosystem (DBIS). In DBIS sind viele Datenbanken verzeichnet. Allgemeine Nachschlagewerke finden Sie in der Fachübersicht im Bereich "Allgemein/Fachübergreifend". Die Datenbanken werden dort in verschiedene Rubriken eingeteilt, z.B. "Wörterbuch, Enzyklopädie, Lexika" oder "Adress- und Firmenverzeichnisse".

2.3 Regalsuche

Das Stöbern in den Regalen kann Ihnen einen ersten Überblick verschaffen, welche Literatur die Bibliothek zu Ihrem Thema besitzt. Erleichtert wird Ihnen das Stöbern, da die Bücher systematisch, d.h. fachlich geordnet sind. Allerdings finden Sie dort nur einen Teil der vorhandenen Literatur, v.a. aktuelle und häufig gebrauchte Werke. Medien mit Sonderstandorten, z.B. CD-ROMs, Karten und Magazinbestände sind nicht frei zugänglich aufgestellt. Elektronische Publikationen und ausgeliehene Werke entdecken Sie so ebenfalls nicht.

2.4 Bibliothekskataloge

Bibliothekskataloge verzeichnen den Bestand einer Bibliothek, d.h. alle Medien, z.B. Bücher, Zeitschriften, E-Journals, die eine Bibliothek besitzt. Der Katalog hilft Ihnen, Literatur zu finden, zu bestellen und Ihre Ausleihen zu verwalten. Heute sind die Bibliothekskataloge online vorhanden. Die Bibliothek verwendet dafür den Fachbegriff OPAC (Online Public Access Catalogue). Die Kataloge sind über das Internet frei zugänglich. Sie können also bequem von zu Hause aus recherchieren. Es gibt drei Arten von Bibliothekskatalogen:

Lokale Kataloge: Das ist der Katalog Ihrer Bibliothek vor Ort, z.B. der OPAC der UB Augsburg oder der UB Regensburg. Sie können  ihn von der Homepage der Bibliothek unter der Rubrik „Literatur suchen" (Augsburg; Regensburg) aus aufrufen oder direkt starten (Augsburg; Regensburg).

Regionale Kataloge: Diese Kataloge weisen die Medien einer bestimmten Region nach. Es gibt in Deutschland sechs Bibliotheksverbünde, in denen sich die wissenschaftlichen Bibliotheken aus einem oder mehreren Bundesländern zusammengeschlossen haben. Ein Verbundkatalog verzeichnet also die Bestände aller Bibliotheken des Verbundes. In Bayern heißt der Verbund BVB (Bayerischer Bibliothekverbund) und sein Katalog ist das „Gateway Bayern" . Sie finden diesen Katalog auch über die Homepage der Bibliothek unter "Literatur suchen" für Augsburg und unter „Literatursuche und Ausleihe" für Regensburg.

Überregionale Kataloge: Sie weisen die Bestände von Bibliotheken deutschland- bzw. weltweit nach, z.B. der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK).

Eine Übersicht weiterer Bibliothekskataloge finden Sie auf der Homepage der Bibliothek unter „Bibliotheken und Bibliothekskataloge" .

Mehr Informationen zur Recherche in den Katalogen finden Sie in Baustein IV „Recherchieren im lokalen Katalog der Universität".

2.5 Bibliografien

Für die intensive Beschäftigung mit einem Thema im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit benötigen Sie weiterführende Literatur. Bibliografien helfen Ihnen dabei, diese Literatur zu finden. Eine Bibliografie ist ein Verzeichnis von Literaturnachweisen. Man unterscheidet dabei allgemeine Bibliografien und Fachbibliografien. Bibliographien werden von verschiedenen Institutionen erarbeiten, wie z.B. Bibliotheken, Verlagen oder Forschungsinstituten. Zu den allgemeinen Bibliographien gehören z.B.:

  • Nationalbibliographie = Neuerscheinungen eines Landes oder eine Sprache
  • Verzeichnisse lieferbarer Bücher (VLB) = Buchhandelsverzeichnis, listet alle Bücher auf, die zurzeit lieferbar sind
  • Personalbibliographien = enthält Werke einer Person oder Werke über eine Person
  • Bibliographien von Rezensionen.

Für die Ermittlung von Literatur im wissenschaftlichen Bereich sind besonders die Fachbibliographien geeignet. Diese liefern eine umfassende bis vollständige Übersicht der Literatur, die zu einem Fachgebiet oder einem bestimmten Thema innerhalb eines festgelegten Zeitraums erschienen ist. Sie ist für Sie sehr hilfreich, da sie neben selbstständiger Literatur wie Monografien auch unselbstständige Literatur wie Zeitschriftenaufsätze verzeichnet. Die Literatur kann dabei alphabetisch, systematisch oder chronologisch geordnet sein. Bibliografien, die Bestandteil von Monografien oder Aufsätzen sind, bezeichnet man auch als Literaturverzeichnis. Sie können gedruckt oder elektronisch erscheinen.

Bibliografien helfen Ihnen festzustellen, welche Literatur in Ihrem Fach oder zu einem Thema veröffentlicht wurde. Sie zeigt Ihnen allerdings nur, welche Literatur es gibt, nicht jedoch wo sie vorhanden ist. Wie Sie Literatur beschaffen können, lesen Sie in Baustein VI „Quellen beschaffen".

2.6 Internet

Das Internet als Informationsmittel bietet Ihnen eine Vielzahl von Informationen für Ihre Recherche an. Sie können Suchmaschinen oder Fachportale verwenden, um Webseiten zu Ihrem Thema zu finden oder ein Online-Lexikon wie Wikipedia benutzen, um Begriffe nachzuschlagen. In Foren oder Weblogs finden Sie sehr aktuelle Informationen und Meinungen zu Ihrem Thema. Spezielle Datenbanken helfen Ihnen, gezielt nach wissenschaftlichen Quellen zu suchen. Sie müssen bei der Recherche im Internet allerdings etwas vorsichtiger sein, da diese Informationen nicht immer geprüft sind und Sie sich deshalb nicht auf die Qualität verlassen können. Von der Qualität hängt aber ab, ob Sie eine Internetquelle in Ihrer Arbeit verwenden (zitieren) können. Wenn Sie Sich bei der Recherche im Internet auf von der Bibliothek empfohlene Seiten (z.B. die elektronischen Datenbanken aus DBIS) stützen, können Sie davon ausgehen, dass die Quellen von Qualität sind.

Alles Wichtige zum Thema Internet finden Sie in Baustein V "Recherchieren in regionalen und überregionalen Katalogen", Kapitel 4. "Recherche im Internet".

3. Schritt vier: Recherchestrategien nach Informationsmitteln

Nachdem Sie nun wissen, welche Informationsmittel Sie für die Recherche heranziehen können, ist es wichtig, dieses Wissen auch für Ihre Recherchestrategie zu nutzen.

Dabei hängt die Auswahl der Informationsmittel, in denen Sie suchen natürlich auch immer von Ihrer gewählten Suchstrategie ab (Link zu Schritt 3: Auswahl der Suchstrategie). Generell bietet es sich jedoch an, sich zuerst einen Überblick zu verschaffen. Dazu ziehen Sie die Informationsmittel heran, die dafür geeignet sind, z.B. Lexika, Enzyklopädien. Diese helfen Ihnen dabei, das Thema zu verstehen und Fachausdrücke interpretieren zu können. Im nächsten Schritt vertiefen Sie das Thema, indem Sie ausführliche Texte nachlesen und schließlich suchen Sie sich Zusatzquellen, die Ihr Basiswissen vertiefen und aufwerten können. Diese drei Schritte können natürlich noch weiter ausdifferenziert werden.

Recherchestrategie

Bei der Vertiefung des Themas mit Hilfe von Bibliographien (z.B. Datenbanken in DBIS) oder mit Hilfe der elektronischen Zeitschriftenbibliothek sollten Sie darauf achten, dass Sie Datenbanken bzw. Zeitschriften auswählen,

  • die den richtigen thematischen Schwerpunkt haben (z.B. werden Sie in einer Datenbank im Bereich der  Rechtswissenschaften relativ wenig zu dem Thema „Lernen" finden),
  • die den richtigen Zeitraum abdecken (wenn Sie z.B. ein relativ neues, also junges Phänomen recherchieren, sollten Sie keine Zeitschriften heranziehen, die seit den 1980er Jahren nicht mehr erschienen sind),
  • die über eine große Datenbank verfügen. Je mehr Quellen sich in der Datenbank befinden, desto höher ist Ihre Chance, geeignete Quellen zu finden,
  • die über ein detailliertes Angebot verfügen. Je mehr Informationen Sie zu den Quellen abrufen können, desto besser können Sie einschätzen, ob die Quelle für Sie geeignet ist oder nicht. Zusatzinformationen sind z.B. Abstracts, Textauszüge, Schlagwörter, Reviews, etc.,
  • die den geographischen Schwerpunkt der Publikationen darlegen (z.B. gibt es deutschsprachige Zeitschriften, in denen hauptsächlich deutschsprachige Wissenschaftler veröffentlichen, aber auch internationale Journals etc. und es ist wichtig zu wissen, welche Quellen nicht in der Datenbank zu finden sind),
  • deren Sprache man spricht (wenn Sie nicht französisch sprechen, bietet es sich nicht an, in einer französischsprachigen Datenbank oder Zeitschrift zu recherchieren),
  • eine hohe Updatehäufigkeit haben (d.h. in die neue Quellen schnell eingepflegt werden).

Weitere Auswahlkriterien, die insbesondere für Datenbanken gelten, sind, welchen Recherchekomfort sie bieten (Benutzerfreundlichkeit, angebotene Optionen, Volltextbestellung), welche Serviceleistungen zur Verfügung stehen (z.B. ob es ein Tutorial gibt, eine Hilfe-Funktion etc.) und in manchen Fällen, wie das Preis-Leistungs-Verhältnis ist.

4. Schritt fünf: Umsetzung der Fragestellung

In Kapitel 1.2 haben Sie bereits ein paar Möglichkeiten kennengelernt, um die von Ihnen ausgewählten Suchbegriffe an die Sprache der benutzten Datenbank bzw. den Katalog anzupassen (z.B. englische Begriffe bei englischsprachiger Datenbank verwenden, Schlagwörter, Synonyme, Homonyme etc. heranziehen). Sie müssen aber, wenn Sie die Informationsmittel ausgewählt haben, Ihre Suchbegriffe erneut überarbeiten bzw. durch bestimmte Formulierungen ergänzen. Die Technik der Datenbanken bietet dafür zwei wesentliche Hilfestellungen an: (1) den Einsatz von Verknüpfungsoperatoren und (2) Trunkierungsmöglichkeiten.

4.1 Verknüpfungsoperatoren

Sie haben in diesem Kapitel bereits gelernt, dass Sie durch die Kombination Ihrer Suchbegriffe Ihre Recherche optimieren können. Die wohl bekannteste Form der Verknüpfungsoperatoren sind die Boole'schen Operatoren, die UND, ODER, UND NICHT (oder AND, OR, NOT) heißen. Der Einsatz dieser Operatoren kann das Ergebnis Ihrer Recherche erheblich beeinflussen:

Operator Beispiel Ergebnis
UND Medien und JugendMedien und Jugend Es wird der erste UND der zweite Suchbegriff gesucht, d.h. Medien und Jugend müssen in den Ergebnissen vorkommen. Das UND verringert die Treffermenge und erhöht gleichzeitig die Treffergenauigkeit, da beide Begriffe vorhanden sein müssen.
ODER Medien oder JugendMedien oder Jugend Bei der Verknüpfung von zwei Suchbegriffen mit ODER werden alle Treffer angezeigt, die entweder den einen ODER den anderen Begriff enthalten. Es können beide Begriffe vorkommen, aber es muss mindestens einer der beiden Suchbegriffe im Treffer stehen. Mit ODER erhöhst du also deine Treffermenge.
UND NICHT Medien und nicht FernsehenMedien und  nicht Fernsehen UND NICHT bzw. nur NICHT schließt die Suchbegriffe aus, die hinter dem Operator stehen. Diese Beispielsuche findet alle Dokumente, die sich mit den „Medien“ beschäftigten und ignoriert diejenigen, welche den Begriff „Fernsehen“ enthalten. Die Treffermenge verringert sich. Verwende diesen Operator vorsichtig, da du so schnell auch relevante Ergebnisse ausschließen kannst, z.B. Dokumente, in denen steht, dass sie sich zwar mit „Medien“ beschäftigen, nicht jedoch mit dem „Fernsehen“

Abgesehen von diesen drei Operatoren gibt es noch verschiedene Operatoren, die nicht in jeder Datenbank Anwendung finden. Es empfiehlt sich deshalb vor der Recherche in einer Datenbank die Hilfeseiten anzusehen (falls vorhanden) und sich über die verwendbaren Operatoren zu informieren. Beispiele für Operatoren, die nicht von allen Datenbanken verwendet werden, sind ADJ, NEAR, SAME, WITH, NEXT.

4.2 Trunkierung

Um verschiedene Schreibweisen oder Pluralformen mit einer Suche abzudecken, bietet sich bei einigen Suchbegriffen eine Trunkierung an. Trunkieren bedeutet, dass Sie ein oder mehrere Zeichen durch ein bestimmtes Zeichen - einen Joker bzw. eine Wildcard - ersetzen. Im OPAC steht das * für ein oder mehrere Zeichen am Anfang, in der Mitte oder am Ende eines Wortes. Wenn Sie das ? nutzen, ersetzen Sie genau ein Zeichen. Die Trunkierungsmöglichkeiten und -zeichen sind in den einzelnen Katalogen und Datenbanken unterschiedlich, daher informieren Sie sich am besten vor der Suche in den Hilfeseiten.

Wenn Sie beispielsweise nach jugend* suchen, finden Sie gleichzeitig Jugend, Jugendliche, Jugendlicher usw. Sie erweitern dadurch Ihre Suche.

5. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

In diesem Kapitel haben Sie die restlichen zwei Schritte, die Sie bei der Entwicklung einer Suchstrategie berücksichtigen müssen, kennengelernt: Die Auswahl des Informationsmittels, in dem Sie suchen und die Adaption der Suchbegriffe auf die Sprache der Datenbank. Dazu können Sie beispielsweise die sogenannten Boole'schen Operatoren oder Trunkierungsmöglichkeiten einsetzen. Sie sollten nun in der Lage sein, Ihre Recherche vollständig zu planen und vorzubereiten. Im nächsten Kapitel lernen Sie die verschiedenen Kataloge und ihre Eigenheiten kennen und können diese Vorbereitsungsschritte systematisch anwenden.

Symbol Buch Literaturtipp

Corsten, H.& Deppe, J. (2008). Technik des wissenschaftlichen Arbeitens (3., vollst. überarb. Aufl.). "B Informationsbeschaffung", S. 19-59. München: Oldenbourg.

Franke, F., Klein, A. & Schüller-Zwierlein, A. (2010). Schlüsselkompetenzen: Literatur recherchieren in Bibliotheken und Internet. Stuttgart: Metzler.

Symbol Maus Linktipp

Stangl, W. (2010). Wissenschaftliche Literatur. Verfügbar unter: http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/ArbeitsblaetterWissen.html#Wissenschaftliche%20Literatur

6. Zitierte Literatur

Corsten, H.& Deppe, J. (2008). Technik des wissenschaftlichen Arbeitens (3., vollst. überarb. Aufl.). München: Oldenbourg.

Paetzel, U. (2001). Wissenschaftliches Arbeiten (1. Auflage). Berlin: Cornelsen Verlag.

Sesink, W. (2010).Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (8. vollst. überarbeitete und aktualisierte Auflage). München: Oldenbourg.

Zorana, E. (2008) Information Literacy. Search Strategies, Tools & Resources for High School Students and College Freshmen. Columbus, Ohio: Linworth Books.

Selbsttest-Aufgaben Baustein III

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein III mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

1. Welche Texte gehören zur Sekundärliteratur? (Mehrere Antwortmöglichkeiten können richtig sein)

a. Lehrbücher
b. Gesetze
c. Kommentare
d. Urkunden

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

a,c

 

2. In welcher dieser Publikationsformen finden Sie sowohl Hinweise auf Bücher als auch auf neuere wissenschaftliche Erkenntnisse? (Mehrere Antwortmöglichkeiten können richtig sein)

a. in einer Bibliografie
b. in einer Dissertation
c. in einer Habilitationsschrift
d. in einer Monografie
e. in einem Sammelwerk
f. in einer Zeitschrift

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

a, b, c, f

 

3. Was versteht man unter "grauer Literatur"?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Publikationen, die außerhalb des Buchhandels erscheinen.

 

4. Welche Informationsmittel können neben Nachschlagewerken, der Regalsuche, Bibliothekskatalogen und Bibliografien noch bei der Recherche nützlich sein?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Persönliche Kontakte, Internet.

 

5. Beschreiben Sie in Ihren eigenen Worten, welches Suchergebnis Sie erhalten, wenn Sie diese Boole'schen Operatoren einsetzen?

a. UND
b. ODER
c. UND NICHT

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

a. UND: der erste und der zweite Suchbegriff kommen in den Ergebnissen zusammen vor
b. ODER: Ergebnisse enthalten entweder den einen oder den anderen Begriff
c. UND NICHT: bzw. nur NICHT schließt die Suchbegriffe aus, die hinter dem Operator stehen.

Baustein IV: Recherchieren im lokalen Katalog der Universität

Sie haben im vorherigen Kapitel erfahren, wo Sie nach welchen Informationen suchen und wie Sie Ihre Recherche strategisch planen können. Jetzt werden Sie lernen, wie man in den verschiedenen Informationsmitteln effektiv sucht. Eine gut durchgeführte Suche spart Zeit, weil Sie schneller finden, was Sie suchen. Außerdem können Sie sich die Frustration ersparen, wenn Sie zu viel oder zu wenig Informationen gefunden haben.

Dauer des Kapitels: ca. 50 Minuten

1. Einstieg in die Recherche

Wenn Sie sich vor dem eigentlichen Beginn der Recherche mit einem Thema vertraut machen müssen, nutzen Sie am besten

(a) Persönliche Kontakte: Ihr Dozent hat sicher einen Tipp, mit welcher Quelle Sie einen guten Einstieg in ein Thema bekommen.

(b) Nachschlagewerke: Auch mit Lexika oder Enzyklopädien sowie Lehr- oder Handbüchern finden Sie einen guten Einstieg in ein Thema. Schlagen Sie dazu bereits bekannte Begriffe nach, um weitere Informationen oder Begriffe zu finden.

(c) Sie stöbern am Regal: Dieses Stöbern ermöglicht Ihnen einen ersten, schnellen Überblick über die am Ort vorhandene Fachliteratur, da in der UB Augsburg und in der UB Regensburg die Literatur systematisch, d.h. nach sachlichen Gesichtspunkten geordnet ist.

Für eine umfassende Recherche sollten Sie aber auf jeden Fall den OPAC / Regensburger Katalog benutzen, denn bei der Suche im Regal sehen Sie die Bücher nicht, die sich im Magazin befinden. Einige der Bücher im Präsenzbestand des Freihandbereichs sind auch als ausleihbares Exemplar im Magazin vorhanden.

Im Folgenden lernen Sie das System kennen, nach dem die Bibliothek in Augsburg/Regensburg aufgebaut ist bzw. die Bücher angeordnet werden. Das hilft Ihnen, die bei der Recherche im OPAC angezeigten Bücher auch im Regal zu finden.

2. Signaturen

Jedes Medium Ihrer Bibliothek wird anhand eines Regelwerks (=Regensburger Verbundklassifikation) systematisch einsortiert und mit einer eindeutigen Signatur versehen. Das System der Buchaufstellung ist hierarchisch aufgebaut und immer feiner gegliedert, so dass jedes Buch mit Hilfe der Systematik genau inhaltlich beschrieben werden kann.

So sieht ein Beispiel für eine Untergliederung aus:

Untergliederung

(Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

Die Signatur, also die Ziffern-Buchstabenkombination, die sich auf dem Buch befindet, besteht aus mehreren Elementen. Sie können Ihre Literatur auch finden, ohne zu wissen, was sie bedeuten, aber die paar Zusatzinformationen helfen Ihnen sicherlich das ein oder andere Mal weiter.
Im Regal stehen die Bücher alphabetisch und numerisch nach der Signatur geordnet, d.h. sie weist der Publikation einen speziellen Standort zu und erleichtert Ihnen die Suche. Sie müssen natürlich nicht die ganze Systematik auswendig lernen - Sie finden die übergeordneten Systemstellen und ihre Bedeutung an den Regalen, so dass Sie sich daran gut orientieren können.

 

So sieht eine typische Signatur für eine Monographie aus:

12/AK 39540 C826(3)

12: das Lokalkennzeichen. An ihm erkennen Sie den Standort der Publikation und ob Sie sie ausleihen dürfen. Es gibt in Augsburg über 70 Lokalkennzeichen, an der UB Regensburg ist die Standortliste unter der Rubrik Lokalkennzeichen zu finden. Die wichtigsten sind:

UB Augsburg/ UB Regensburg

Die anderen Lokalkennzeichen sind größtenteils Präsenzbestand und stehen im Freihandbereich.

AK 39540: Die Systematikstelle (=Notation). Die Bücher stehen in der UB systematisch nach Fachgebieten untergliedert. Jedes Fachgebiet bekommt eine spezifische Buchstaben-Zahlen-Kombination zugewiesen. Dafür gibt es auch spezielle Regeln. Falls es Sie interessiert, können Sie sich im OPAC unter „Systematische Suche" an der UB Augsburg oder unter „Kurzfassung der RVK" im Portal der Regensburger Verbundklassifikation (RVK)  die Untergliederung für Ihr Fach anschauen.

C826: Der Verfasser-Titel-Code. Er wird nach einem bestimmten Regelwerk aus dem Namen des Autors und/oder dem Titel gebildet. Er dient der alphabetischen Aufstellung innerhalb einer Systematikstelle.

(3): Die Auflage. Außer bei der ersten steht die Auflage mit auf dem Signaturschild.

Bei anderen Büchern können noch weitere Elemente dazukommen, z.B.:

12/AK 39540 C826 T255(3)

Manche Signaturen enthalten einen weiteren Verfasser-Titel-Code. Er ergibt sich meistens aus dem Titel. Da jedes Werk eine individuelle Signatur braucht, ist sie ab und zu nötig, z.B. wenn ein Autor zum gleichen Fachgebiet mehrere Werke geschrieben hat.

12/AK 39540 C826(3)+2

Die Exemplarzahl wird mit einem Pluszeichen gekennzeichnet und zeigt an, dass die Bibliothek mehrere Exemplare dieses Buches besitzt. Dies ist häufig in der Lehrbuchsammlung der Fall.

12/AK 39540 C826(3)-2

Mit einem Minuszeichen wird die Bandzählung angefügt, wenn ein Werk aus mehreren Bänden besteht, z.B. bei Lexika ist das häufig der Fall.

Ein gebundener Zeitschriftenband sieht meist so aus:

12/AP 30760-55

12: Lokalkennzeichen, s.o.

AP 30760: Systematikstelle. In jedem Fachgebiet gibt es eine Systematikstelle, die für Wörterbücher, Lexika usw. reserviert ist und eine Systematikstelle für die ganzen Zeitschriften. Sie finden also alle Lexika und alle Zeitschriften an einem Ort.

-55: Jahrgangszählung. Alle Hefte eines Jahres werden in einem oder mehreren Bänden gebunden. Da alle Jahrgänge einer Zeitschrift das gleiche Lokalkennzeichen und die gleiche Signatur haben wird das Jahr oder der Jahrgang zur Unterscheidung verwendet.

Tipp: Wenn die Bibliothek mehrere Exemplare einer Publikation besitzt, können diese an verschiedenen Orten stehen, d.h. sie haben unterschiedliche Lokalkennzeichen, aber dieselbe Systematikstelle und denselben Verfasser-Titel-Code

3. Recherche in Bibliothekskatalogen

Im vorherigen Kapitel haben Sie gelesen, dass es lokale, regionale und überregionale Bibliothekskataloge gibt. Diese enthalten verschiedene Bestände. Bei einer Recherche ist es sinnvoll, zunächst zu prüfen, welche Medien vor Ort vorhanden sind, da Sie diese am schnellsten und günstigsten beschaffen können. Daher beginnen Sie am besten mit Ihrer Recherche im lokalen Katalog, dem OPAC der UB Augsburg oder UB Regensburg. Falls Sie dort nicht genügend Literatur zu Ihrem Thema finden oder Ihre Recherche vertiefen wollen, suchen Sie im regional nächsten Katalog, dem Gateway Bayern. Dort können Sie die Bestände der wissenschaftlichen Bibliotheken Bayerns durchsuchen. So gefundene Literatur können Sie sich über die Fernleihe (Baustein VI „Quellen beschaffen") an die UB Augsburg oder UB Regensburg bestellen. Sollten Sie im Gateway Bayern keine passende oder nicht ausreichend Literatur finden, weiten Sie Ihre Recherche auch auf überregionale Kataloge, z.B. den Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) aus. Im KVK gefundene Medien können Sie nicht direkt dort bestellen, aber Sie können eine Fernleihe über das Gateway Bayern in Auftrag aufgeben.

Zunächst wird Ihnen nun der OPAC genauer vorgestellt. Die anderen Kataloge lernen Sie später noch genauer kennen.

3.1 Der OPAC

Der OPAC ist frei zugänglich im Internet. Sie erreichen ihn über die Homepage der UB Augsburg unter der Rubrik „Literatur suchen" und unter der Rubrik Literatursuche über die Homepage der UB Regensburg. Er verzeichnet alle selbstständigen Medien (Bücher, Zeitschriften, CDs, DVDs, elektronische Medien, Karten etc.), welche die UB Augsburg oder Regensburg besitzt.

Für den OPAC der Uni Augsburg gibt es Tutorial Videos, die aber auch für Regensburger Studierende zu empfehlen sind. Die OPACs unterscheiden sich nur minimal. Gehen Sie daher auf diese Seite der UB Augsburg  und sehen Sie Sich zumindest die Einführung an - am besten jedoch alle Videos.

Ergebnis Ihrer Suche im OPAC ist eine Trefferliste mit den bibliografischen Angaben und dem Standort des Buches. Bitte beachten Sie, dass im OPAC nur Titel von Zeitschriften verzeichnet sind, aber weder die Autoren noch die Titel von einzelnen Aufsätzen. Für die Recherche nach Aufsätzen nutzen Sie Bibliografien bzw. bibliografische Datenbanken (mehr dazu im Baustein V).

Der Katalog unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Außerdem werden nur sinntragende Begriffe gesucht, d.h. Artikel und Präpositionen, so genannte Stoppwörter können Sie bei der Suche einfach weglassen.

Tipp: Sollten Sie einen geeigneten Treffer gefunden haben, notieren Sie sich vor allem die Signatur (Ziffern-Buchstabenkombination). Mit Hilfe dieser Signatur können Sie das Buch im Regal finden. Bei elektronischen Medien gibt es einen Link. Speichern Sie diesen Link in Ihren Lesezeichen oder laden Sie den Volltext gleich herunter. Mehr dazu finden Sie in Baustein VI Quellen beschaffen", Kapitel 2 „Titel ist in der UB vorhanden".

3.2 Suchfelder

Ihnen stehen im OPAC verschiedene Suchfelder zur Verfügung, damit Sie genau bestimmen können, was Sie suchen. Es sind vier Suchfelder voreingestellt:

  • Freie Suche
  • Autor/Herausgeber
  • Titel(wörter)
  • Schlagwort

Die vorausgewählten Suchfelder unterscheiden sich, je nachdem, von welcher Universitätsbibliothek aus Sie suchen:

Opac

Weitere Suchfelder können Sie über die Drop-down-Menüs der Suchfelder auswählen. Zum Vergrößern der Abbildung bitte auf die Vorschau klicken.

Suchfeld

Wenn Sie im OPAC gezielt nach Literatur zu einem Thema suchen, sind vor allem die folgenden Felder relevant:

  • "Titel(wörter)": In diesem Feld suchen Sie nach Wörtern, die im Titel der Publikation vorkommen. Diese Suche wird auch Stichwortsuche genannt.
  • "Thema/Schlagwort": Schlagwörter müssen nicht notwendigerweise im Titel vorkommen. Sie beschreiben den Inhalt der Publikation näher und werden von Bibliothekaren vergeben. Diese nutzen dafür Vokabular aus einer festgelegten Liste ("kontrolliertes Vokabular"). Anhand der Schlagwörter erkennen Sie, um was es thematisch in dem Buch geht. Wenn Sie eine interessante Publikation gefunden haben, sehen Sie sich einfach mal die anderen vergebenen Schlagwörter an. Sie können so weitere Suchbegriffe finden.
  • "Freie Suche": Sie können in diesem Suchfeld alle anderen Felder auf einmal durchsuchen. Hinzu kommen die eingescannten Inhaltsverzeichnisse und Klappentexte. Die „Freie Suche" ist die unspezifischste Suche.

Angenommen, Sie suchen Literatur zum Thema "Handynutzung von Jugendlichen". In Baustein II "Die Recherche vorbereiten" haben Sie schon gelernt, wie Sie Suchbegriffe finden.

Für eine sehr gezielte Suche nach Literatur zu einem Thema ist das Suchfeld "Thema/Schlagwort" am besten geeignet. Wenn Sie jedoch bei der Schlagwortsuche nicht genügend Treffer finden, nutzen Sie die Freie Suche, da dabei alle Felder durchsucht werden. Sie erhöhen damit Ihre Trefferzahl. Probieren Sie die Suche einfach mal mit verschiedenen Kombinationen von Suchbegriffen in verschiedenen Feldern aus. Durch die Kombination können Sie Ihre Suchergebnisse optimieren.

Hier die Ergebnisse einer Beispielsuche aus der UB Augsburg (die Trefferzahlen können sich ändern, da der Katalog nicht statisch ist, sondern ständig neue Medien hinzukommen):

SuchbegriffeFreie SucheThema/SchlagwortTitel(wörter)
Mobiltelefone Jugendliche6 Treffer2 Treffer0 Treffer
Mobiltelefon Jugend*10 Treffer2 Treffer0 Treffer
Telekommunikation Jugend*81 Treffer26 Treffer0 Treffer
Mediennutzung Jugend*158 Treffer59 Treffer8 Treffer

Sie sehen, die Trefferzahlen variieren stark, je nachdem mit welchen Begriffen Sie suchen und welches Suchfeld Sie wählen. Überlegen Sie sich daher vor der Recherche, mit welchen Begriffen Sie sinnvoll suchen könnten und welche Suchfelder geeignet sind. Wenn Sie nichts finden, heißt das nicht unbedingt, dass es zu diesem Thema keine Informationen gibt. So kann es sein, dass es eventuell noch keine Literatur in Form von Büchern gibt, da die Thematik sehr aktuell ist. Sie werden in diesem Fall eher nach Aufsätzen in Fachzeitschriften suchen müssen. Wie Sie das machen, erfahren Sie in Baustein V "Recherchieren in regionalen und überregionalen Katalogen".

3.3 Schlagwörter

Um Ihre Suche im Katalog zu erleichtern, können Sie die Suche über Schlagwörter verwenden. Schlagwörter sind ein normiertes Vokabular, das systematisch vergeben wird. Grundlage für die Beschlagwortung ist ein Regelwerk, das hier aufgerufen werden kann.

Wenn Sie auf den Link klicken, sehen Sie, dass es verschiedene Arten von Schlagwörtern gibt, z.B. Personenschlagwörter, Sachschlagwörter, geographische Schlagwörter, Zeit- und Formschlagwörter.

Hier sehen Sie einige Beispiele für die verschiedenen Arten von Schlagwörtern:
  • Personenschlagwort: Schiller, Friedrich
  • Sachschlagwort: Deutschunterricht, Information retrieval
  • Geographische Schlagwörter: Regensburg, Oberpfalz
  • Zeitschlagwörter: Geschichte (mit Jahreszahl), aber auch Epochen
  • Formschlagwörter: Aufsatzsammlung, Kinderbuch, Bibliographie

Ein Werk kann mit mehreren Schlagwörtern, so genannten Schlagwortketten versehen werden. Das Regelwerk gibt vor, in welcher Reihenfolge die verschiedenen Arten der Schlagwörter angegeben werden sollen. D.h., wenn Sie ein Buch zum Deutschunterricht suchen, das als Unterrichtsgegenstand die Werke von Schiller heranzieht, sich auf ein bestimmten Jahresabschnitt der Werke von Schiller bezieht und ein Lehrbuch ist, können Sie ein paar der oben angeführten Beispiele in der Schlagwortkette finden.

Für Sie als Suchende/r bedeutet die Verwendung der Schlagwortsuche, dass Sie...

  • Das Schlagwort möglichst eng fassen (z.B. „Lateinunterricht", statt „Latein"),
  • Möglichst Singularbegriffe verwenden (z.B. „Methode" statt „Methoden"),
  • Möglichst einzelne Begriffe verwenden (es kann aber auch feststehende Begriffe geben, die aus zwei Wörtern bestehen, z.B. „sozialer Wandel"),
  • Deutschsprachige Begriffe verwenden (auch bei fremdsprachigen Werken),
  • Möglichst Substantive verwenden( Adjektive kommen selten vor, nur wenn es sich um feststehende Adjektiv-Substantiv Begriffe handelt wie ‚künstliche Intelligenz').

Wenn Sie Sich über die Wahl des Schlagwortes nicht sicher sind, können Sie den Index verwenden, um sich alle Schlagwörter anzeigen zu lassen. Klicken Sie dazu neben das leere Suchfeld auf „Index". Sie gelangen zu einer Übersicht mit Eingabefeld. Hier können Sie Sich entweder alle Schlagwörter ab einem bestimmten Wort oder Buchstaben anzeigen lassen oder ein Wort im Index suchen.

Klicken Sie auf die Vorschau, um einen Ausschnitt aus dem Index des OPAC zu sehen.

Index

Tipp: Wenn Sie bereits eine für Sie relevante Quelle recherchiert haben, können Sie sich bei den Titelangaben die Schlagwörter ansehen, die dieser Quelle zugeordnet wurden. Diese Schlagwörter können Sie dann als Grundlage für eine neue Suchanfrage verwenden.

3.4 Suche eingrenzen

Am Anfang Ihrer Suche sollten Sie erstmal unspezifischer suchen und anschließend die Suchergebnisse weiter eingrenzen. Der OPAC bietet Ihnen dafür verschiedene Filter an.

Die Suchmaske des OPAC bietet Ihnen Filter, um die Suche schon im Voraus einzugrenzen, z.B. nach der Erscheinungsform, der Sprache (nur in Augsburg), der Zweigstelle (nur in Regensburg) oder dem Erscheinungsjahr. Besonders hilfreich ist das bei der Suche nach Zeitschriften. In der Abbildung sehen Sie, wie und wo Sie die Suche eingrenzen können (sehen Sie dazu auch Kapitel 3.1 "Der OPAC").

Sucheingrenzung im Augsburger OPAC:
(zum Vergrößern auf Vorschau klicken)

Sucheingrenzung im Regensburger Katalog:
(zum Vergrößern auf Vorschau klicken)

Sucheingrenzung Augsburg

Sucheingrenzung Regensburg

Eine weitere Möglichkeit, Ihre Suchergebnisse einzugrenzen, haben Sie, wenn Sie die Trefferliste angezeigt bekommen. Links neben der Trefferliste erscheinen unter "Treffer eingrenzen" zahlreiche Filtermöglichkeiten, z.B. "Fach" oder "Themen/Schlagwörter", mit denen Sie Ihre Suche einengen können. So können Sie Ihre Treffer auf die Titel verringern, die für Sie relevant sind. Zum Vergrößern klicken Sie auf die Vorschau.

Sucheingrenzung

3.5 Tipps & Tricks

Was mache ich, wenn...

...ich zu viele Treffer habe?

  • Zu wenige Suchbegriffe verwendet?
  • Suchbegriff zu allgemein?
  • Suchbegriffe finden, die das Thema sinnvoll beschreiben und begrenzen.

...ich zu wenige Treffer habe?

  • Zu viele Suchbegriffe verwendet?
  • Suchbegriffe mit ODER verknüpfen, um die Suche zu erweitern.
  • Trunkierung benutzen, um verschiedene Wortendungen zu
    suchen.
  • Andere Suchbegriffe nutzen.

...ich gar keine Treffer finde?

  • Schreibweise richtig? Rechtschreibfehler?
  • Falsche Suchbegriffe gewählt?
  • Das falsche Informationsmittel verwendet?

4. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

Jede Universitätsbibliothek verfügt über einen lokalen Katalog. In Augsburg und Regensburg wird der OPAC mit leicht unterschiedlichen Einstelllungen verwendet. Das Ordnungssystem folgt jedoch dem selben Prinzip (Regensburger Verbund Klassifikation). So können Bücher anhand ihrer Signatur einem Fachbereich zugeordnet und schnell im Regal aufgefunden werden (sofern Sie sich die Signatur, die im OPAC angezeigt wird, notiert haben). Der OPAC ist leichter zu bedienen, wenn man die verschiedenen Suchfelder kennt und das Prinzip der Schlagwörter verstanden hat. Wählen Sie also Suchfelder und Schlagwörter immer gewissenhaft aus - Ziehen Sie dazu die Überlegungen, die Sie in den vorherigen Bausteinen getroffen haben, heran. Neben den lokalen Katalogen von Unviersitäten gibt es aber noch andere Recherchemöglichkeiten, die Sie im nächsten Baustein kennenlernen.

Symbol Buch Literaturtipp

Spoun, S. & Domnik, D. B. (2004). Erfolgreich studieren. Ein Handbuch für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. München: Pearson Studium (WI Wissenschaftlich arbeiten). S. 37-68: „Kapitel 3: Quellen und ihre Nutzung: Recherchieren"

Hunziker, A. W. (2008). Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten. So schreiben Sie eine gute Semester-, Bachelor- oder Masterarbeit (3. Aufl.). Zürich: Verl. SKV. S.50-73: „Kap. IV: Wie suche ich Literatur?"

Symbol Maus Linktipp

Universitätsbibliothek Augsburg (2010). Hinweise zum OPAC. URL: http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/de/literatur_suchen/opac_hinweise/ (23.04.2010).

Universitätsbibliothek Augsburg (2010). So finden Sie Literatur zu Ihrem Thema! (Schlagwortsuche / thematische Suche). URL: http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/de/literatur_suchen/schlagwort/ (23.04.2010).

Universitätsbibliothek Regensburg (2005). Regeln für die Signaturvergabe. URL: http://www.bibliothek.uni-regensburg.de/Systematik/SigReg/SigReg.pdf (23.04.2010).

5. Zitierte Literatur

George, M. W. (2008). The elements of library research. What every student needs to know. Princeton: Princeton University Press.

Sesink, W. (2010). Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (8. vollst. überarbeitete und aktualisierte Auflage). München: Oldenbourg.

Selbsttest-Aufgaben Baustein IV

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein IV mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

1. Welchen Standort hat die Publikation 17/AX 39540 V928? (Nur eine Antwort ist richtig)

a. Magazinbestand
b. Lehrbuchsammlung
c. Schulbuchsammlung

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

b

 

2. Welcher Teil dieser Signatur verweist auf den Verfasser-Code? (Mehrere Antwortmöglichkeiten können richtig sein)

a. 17/AX 39540 V928
b. 17/AX 39540 V928
c. 17/AX 39540 V928

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

c

 

3. Was ist der Unterschied zwischen den Signaturen 17/AX 39540 V928 (3)+2 und 17/AX 39540 V928 (3)-2?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Die Signatur, die mit einem Pluszeichen gekennzeichnet ist, zeigt die Exemplarzahl an, d.h. von diesem Werk gibt es mindestens zwei Exemplare. Die Signatur, die mit einem Minuszeichen gekennzeichnet ist, zeigt die Bandzählung an. D.h., von diesem Werk gibt es mindestens zwei Bände.

 

4. Was sind Schlagwörter? (Nur eine Antwort ist richtig)

a. Ein normiertes Vokabular, das systematisch vergeben wird
b. Ein normiertes Vokabular, das möglichst viele Substantive verwendet
c. Ein normiertes Vokabular, das einzelne (nicht mehrere) Begriffe verwendet

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

a

Baustein V: Recherchieren in regionalen und überregionalen Katalogen

Fast jede Bibliothek hat ihren eigenen elektronischen Katalog, der meist über die Homepage frei zugänglich ist. Wenn Sie in der Universitätsbibliothek nichts finden, können Sie auch andere Bibliotheken ausprobieren, z.B. die Fachhochschulbibliothek Augsburg/Regensburg, die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg/Regensburg oder die Ihres Heimatortes.

Sehen Sie sich dazu zuerst das Video an, in dem die Relevanz der nachfolgenden Kapitel für Ihren Studienalltag aufgezeigt wird.

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"Dein Studienalltag Teil 2" produziert von Tanja Kranawetleitner, Julia Röhrich und Stefanie Erhard

Dauer des Kapitels: Ca. 100 min.

1. Gateway Bayern

Der Gateway Bayern ist der Katalog des Bibliotheksverbundes Bayern (BVB). Dieser Katalog enthält über 16 Millionen Titeldaten der am BVB beteiligten wissenschaftlichen Bibliotheken und die Nachweise, welche Einrichtung welches Medium besitzt (Bestandsnachweis). Sie setzen Ihre Suche im Gateway Bayern fort, wenn Sie im OPAC der UB Augsburg/Regensburg nichts gefunden haben oder mehr Literatur zu einem Thema finden möchten. Im Unterschied zum OPAC verzeichnet der Gateway Bayern auch Aufsätze, d.h. Sie können nach Verfassern und Titel von Aufsätzen suchen und müssen hier nicht den Titel der Zeitschrift, in dem der Aufsatz erschienen ist, wissen.

Den Gateway Bayern können Sie über zwei Wege aufrufen:

  1. Sie können den Gateway direkt aufrufen
  2. Sie können bei Ihrer Suche im OPAC die Datenbank des Gateway Bayern einbinden (Funktion Datenbank-Auswahl)

 

1. Wenn Sie den Gateway Bayern direkt aufrufen:

Im Gateway Bayern können Sie zwischen „Einfacher Suche" und „Erweiterter Suche" wählen. Die einfache Suche bietet Ihnen nur ein Suchfeld ohne Beschreibung. Dieses Suchfeld entspricht der „Freien Suche" im OPAC, also der Suche über alle Felder.

Die erweiterte Suche bietet Ihnen die drei Suchfelder „Titel(wörter)", „Verfasser" und „Schlagwort". Sie haben wie im OPAC die Möglichkeit, andere Suchfelder einzustellen und Ihre Treffer nach der Recherche mit Filtern weiter einzuschränken. Aufsätze finden Sie, indem Sie bei "Suche eingrenzen" auf "nur Dokumente/Medien eines Typs" gehen und "Aufsatz" auswählen.

Gateway Bayern

(Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken)

2. Wenn Sie den Gateway Bayern über den OPAC auswählen:

Wählen Sie dazu unter "Datenbank-Auswahl" den Katalog Gateway Bayern mit aus. Dadurch wird nicht nur der OPAC nach brauchbaren Quellen durchsucht, sondern auch auf die Datenbank des Gateway zugegriffen. Nicht angezeigt werden allerdings Treffer aus der BVB-Aufsatzdatenbank.
Dass es sich bei einem Treffer um einen Aufsatz aus der Bayerischen Bibliographie handelt, können Sie in der Trefferübersicht nicht erkennen. Sie sehen dies erst in der Vollanzeige unter "mehr zum Dokument" (Kategorien Titel des Aufsatzes, Aufsatzautor).

Wenn Sie unter "Datenbank-Auswahl" die BVB-Aufsatzdatenbank mit auswählen, wird diese auch durchsucht. Diese Funktion können Sie aber nur nutzen, wenn Sie im OPAC eingeloggt sind.

Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken:

Augsburger OPACRegensburger Katalog
Fernleihe OPAC Augsburg

 

Fernleihe Regensburger Katalgo

Mehr Informationen über den Gateway Bayern erhalten Sie in diesem Video:
(Dauer: 3:20 min.)

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"Gateway Bayern" produziert von Tanja Kranawetleitner und Julia Röhrich.

2. KVK

Der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK) ist ein Metakatalog, mit dem Sie gleichzeitig in Bibliotheks- und Buchhandelskatalogen deutschland- und weltweit suchen können. Bei einer Recherche im KVK erhalten Sie Nachweise von mehr als 500 Millionen Büchern und Zeitschriften. Sie benutzen den KVK, wenn Sie im Gateway Bayern nicht fündig geworden sind oder noch mehr Literatur zu Ihrem Thema finden wollen.

KVK

Der KVK ist mit seinen Suchmöglichkeiten weniger komfortabel als die anderen vorgestellten Kataloge, da er die Anfragen nur an andere Kataloge weitergibt. Er kann daher nur die Felder abfragen, die es in allen Katalogen gibt, d.h. er beschränkt sich auf den 'kleinsten gemeinsamen Nenner'.

Nach der Eingabe Ihrer Suchanfrage müssen Sie noch die Kataloge anhaken, die Sie durchsuchen möchten. Die Ergebnisse werden getrennt nach den einzelnen durchsuchten Katalogen aufgelistet. Ein Klick auf einen der Kurztitel führt Sie zur Vollanzeige des ausgewählten Katalogs. Um Ihnen die Literatur zu beschaffen, müssen Sie eine Fernleihe aufgeben, unabhängig davon, ob diese in Bayern vorhanden ist oder nicht.

Bei der Suchanfrage sollten Sie bedenken, dass Sie unterschiedliche Schreibweise ausprobieren, z. B. keine Umlaute benutzen, da der KVK lediglich als Metasuchmaschine in anderen Suchmaschinen sucht, die wiederum mit unterschiedlichen Schreibweisen arbeiten könnten (z.B. Mueller oder Müller).

Weitere Informationen zum Umgang mit diesem Katalog finden Sie auch auf den Hilfeseiten des KVK.

3. Elektronische Datenbanken

Wie Sie in Baustein III gelesen haben, sind Bibliografien Verzeichnisse, die Veröffentlichungen unabhängig von ihrem Vorhandensein an einem bestimmten Ort nachweisen. Sie verzeichnen selbstständige oder unselbstständige Literatur. Mit ihrer Hilfe können Sie feststellen, welche Literatur von einem Autor oder zu einem Thema innerhalb eines bestimmten Zeitraumes veröffentlicht wurde. Für eine umfassende Recherche ist es notwendig, mehrere Bibliografien zu benutzen, um einen möglichst vollständigen Überblick über die vorhandene Literatur zu erhalten. Sie können für Ihre Recherche gedruckte oder elektronische Bibliografien nutzen.

Gedruckte Bibliografien

Die Nachweise der Literatur sind in gedruckten Bibliografien systematisch nach bestimmten Merkmalen geordnet. Beispielsweise werden Werke alphabetisch nach Autoren aufgelistet. Da aber nicht vorausgesetzt werden kann, dass der Autor bekannt ist, gibt es weitere Zugänge über verschiedene Verzeichnisse, sog. Register: Ein alphabetisches und ein chronologisches Titel- sowie ein Personenregister. Andere Bibliografien bieten auch Sachregister an, d.h. einen thematischen/fachlichen Zugang zu den einzelnen Werken. Jede Bibliografie hat ihre eigenen Auswahlkriterien, Anordnungen und Register. Mehr Informationen finden Sie i.d.R. am Anfang in den Erläuterungen zur Benutzung der Bibliografie.

Elektronische Bibliografien

Elektronischen Bibliografien sind in der Benutzung einfacher. Die bibliografischen Nachweise sind in einer Datenbank gespeichert und Sie können über verschiedene Suchfelder auf die Daten zugreifen.

Die Suchmöglichkeiten und Oberflächen unterscheiden sich von Datenbank zu Datenbank, aber Sie können i.d.R. immer nach Titel, Autor oder Schlagwort suchen. Die meisten Datenbanken bieten außerdem umfangreiche Hilfetexte an, die Ihnen bei der Recherche helfen. Die Ergebnisse Ihrer Recherche werden Ihnen normalerweise wie im OPAC als Trefferliste mit bibliografischen Nachweisen präsentiert. Zusätzlich zu Autor, Titel und Erscheinungsjahr erhalten Sie oft eine kurze Inhaltsbeschreibung. Wichtig für Sie sind vor allem alle Angaben zur Quelle, in welcher der Aufsatz erschienen ist, d.h. auch die Seitenzahlen. Das sieht dann z.B. so aus:

Höflich, J. R & Rössler, P. (2001). Mobile schriftliche Kommunikation - oder: E-Mail für das Handy. Die Bedeutung elektronischer Kurznachrichten (Short Message Service) am Beispiel jugendlicher Handynutzer. Medien & Kommunikationswissenschaft, 49 (2001), 4, 437-461.

Quelle des Beitrags ist die Zeitschrift "Medien & Kommunikationswissenschaft". Nach dieser Zeitschrift und dem entsprechenden Jahrgang (Jg. 49) können Sie anschließend im OPAC suchen. Wenn Sie das richtige Heft (H. 4) gefunden haben, können Sie den gewünschten Aufsatz suchen (S. 437 - 461).

Einige Datenbanken bieten Ihnen eine sehr praktische Zusatzfunktion, den Linkservice SFX. Ihn erkennen Sie an diesen Buttons  sfx oder sfx

Wenn Sie darauf klicken,  können Sie direkt überprüfen, ob der recherchierte Titel an Ihrer Heimatbibliothek vorhanden ist, ggf. werden Sie direkt zum elektronischen Volltext weitergeleitet (siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken). Sehen Sie sich dazu auch das Tutorial der Uni Regensburg oder das SFX-Tutorial der Uni Augsburg an.

Fernleihe aus elektronischen Bibliografien

3.1 Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB)

Die EZB ist ein Verzeichnis von wissenschaftlichen elektronischen Zeitschriften. Sie wurde von der Universitätsbibliothek Regensburg entwickelt und ist seit 1997 online. Sie bietet den Bibliotheken und ihren Benutzern eine einheitliche Oberfläche für den Zugang zu elektronischen Volltextzeitschriften. Hier sind alle Zeitschriften verzeichnet, die entweder frei zugänglich im Internet sind oder von einer der teilnehmenden Bibliotheken (und das sind inzwischen die meisten großen wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland, ca. 500) lizenziert (d.h. für die eine Lizenz erworben wurde) wurden. Die EZB enthält derzeit etwa 44.400 Titel, davon sind ca. 5.500 reine Online-Zeitschriften und ca. 21.800 frei zugängliche Online-Zeitschriften. Die elektronische Zeitschriftenbibliothek ist mit dem OPAC verknüpft.

Sie haben also auch hier - wie beim Gateway Bayern - zwei Möglichkeiten:

1.    Sie können bei der EZB direkt suchen.

2.    Sie können die EZB über den OPAC durchsuchen.

Direkte Suche in der EZB

1. Wenn Sie direkt in der EZB suchen.

In der EZB ist keine Suche nach Aufsätzen möglich, sondern Sie suchen nur nach den Zeitschriften. In der EZB können Sie entweder nach einem bestimmten Titel suchen oder sich eine alphabetische bzw. nach Fächern sortierte Liste aller Zeitschriften anzeigen lassen.

Wenn Sie in Regensburg studieren, kommen Sie zur EZB über den Link Digitale Bibliothek. Wenn Sie in Augsburg studieren, kommen Sie zur EZB über die Startseite der Bibliothek .

Auf der Startseite wählen Sie bei der gelben Ampel zuerst die Ihre Universitätsbibliothek (Augsburg/Regensburg) aus. Damit erkennen Sie, ob Ihre Bibliothek Ihnen einen Zugriff zum Volltext anbietet.

  • Grün bedeutet, dass die Zeitschrift frei im Internet zugänglich ist. Sie erhalten auch von zu Hause aus Zugang zum Volltext.
  • Gelb heißt, dass die Zeitschrift kostenpflichtig ist, die UB aber eine Lizenz dafür besitzt. Von den PCs der Uni oder wenn Sie von zu Hause aus mit Ihrer RZ-Kennung in das Universitätsnetz eingewählt sind, haben Sie Zugriff auf den Volltext.
  • Rot bedeutet, dass die UB keine Lizenz hat. Sie sollten überprüfen, ob es an Ihrer UB eine Druckausgabe gibt. Ist dies nicht der Fall, können Sie den benötigten Aufsatz immer noch per Fernleihe bestellen.
  • Manchmal gibt es auch eine gelb-rote Ampel. Dann hat die UB nur einige Jahrgänge, aber nicht die ganze Zeitschrift lizenziert.

Die hinter der EZB liegende Datenbank wird zentral von der Universitätsbibliothek Regensburg verwaltet, jedoch sieht die Benutzeroberfläche für jede Universitätsbibliothek etwas anders aus - Der Name der Universitätsbibliothek ist anders und auch die Zugangsrechte. So kann es z.B. sein, dass die UB Regensburg die Nutzungsrechte für eine medizinische Zeitschrift erworben hat und somit alle Studierenden der Universität Regensburg Zugang haben, während in Augsburg, wo es keinen Medizin-Studiengang gibt, die Lizenz nicht erworben wurde und deswegen eine rote Ampel zu sehen ist.

Verfügbare ZEitschriften

 

Wenn Sie die EZB direkt nutzen, haben Sie zwei Möglichkeiten für Ihre Suche: Über Fachgebiete oder über Zeitschriftennamen. Wenn Sie bereits verschiedene, renommierte Zeitschriften in Ihrem Fachgebiet kennen oder nach einer bestimmten Quelle suchen, bietet es sich an, die Suche über die Zeitschriftennamen zu beginnen. Sollten Sie jedoch noch kein genaues Bild vor Augen haben, bietet sich eher die Suche über Fachgebiete an, die voreingestellt ist. Hier sollten Sie sich ruhig Zeit nehmen und etwas herumstöbern. Die EZB verzeichnet zurzeit über 40 Fachgebiete.

Wie Sie in der EZB suchen, zeigt Ihnen das Tutorial der UB Regensburg oder auch das Tutorial der UB Augsburg.

Um das bisher Gehörte noch einmal zu wiederholen, können Sie sich das Einführungstutorialansehen.

Suche über den OPAC

2. Wenn Sie die EZB über den OPAC durchsuchen

Wenn Sie auf der Startseite im Regensburger Katalog unter dem Reiter „Suche eingrenzen nach" bei Erscheinungsform Zeitschriften auswählen, durchsucht der OPAC die EZB. Wenn Sie auf der Startseite des Augsburger OPACs unter dem Reiter „Suche eingrenzen" bei „besondere Medientypen" Zeitschriften auswählen, durchsucht der OPAC die EZB.

Wenn Sie also bei der Suche einen Treffer bekommen, gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Die UB besitzt sowohl eine gedruckte als auch eine elektronische Version der Zeitschrift. In diesem Fall bekommen Sie bei der Titelrecherche zwei Ergebnisse. Einmal den Katalogeintrag für die Druckversion und einmal für die elektronische Version. Sie erkennen sie ganz einfach an den Symbolen. Bücher für die gedruckte, einen PC für die elektronische Version. Sie können sich aussuchen, was Ihnen lieber ist.
  2. Die UB besitzt eine gedruckte, aber keine elektronische Version der Zeitschrift, obwohl diese vom Verlag angeboten wird. Sie haben dann keinen Zugriff auf den elektronischen Volltext, können aber das Inhaltsverzeichnis und den Abstract lesen. Danach müssen Sie mit der Signatur ans Regal um den Zeitschriftenband herauszusuchen, der den benötigten Aufsatz enthält.
  3. Die UB besitzt nur eine elektronische Version. Sie bekommen den Text also nur in elektronischer Form (und Sie können ihn auf Ihrem USB-Stick bzw. Rechner speichern bzw. ausdrucken).

Zeitschriftensuche über den OPAC

Wenn Sie auf Volltext-Link klicken, kommen Sie zur EZB mit Anzeige der Zugriffsrechte (s. Ampelsystem).

Es sind aber nicht nur Zeitschriften online verfügbar. Auch andere wissenschaftliche Publikationen, z.B. Diplomarbeiten oder Dissertationen, werden immer häufiger mit ihrem gesamten Text online gestellt. Für ihre eigenen Publikationen haben viele Universitäten sogenannte Dokumentenserver eingerichtet. Der Dokumentenserver der Universität Augsburg ist der

Online-Publikations-Server OPUS

OPUS ist ein Volltextserver, auf dem Mitglieder der Universität wissenschaftliche Arbeiten veröffentlichen können (Regensburg; Augsburg). Sehr beliebt ist der Server z.B. für Dissertationen, da sich die Doktoranden so das kostspielige Drucken sparen. Alle Dokumente können auch über den OPAC recherchiert und im Volltext eingesehen werden. Die OPUS-Software wird auch von zahlreichen anderen wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland benutzt. Deren Dokumente sind leider nicht im OPAC verzeichnet, aber Sie können sie über die OPUS-Metasuche recherchieren. Mehr Informationen und Zugang zur Recherche gibt es auf den Hilfeseiten von OPUS (Augsburg; Regensburg). Außerdem gibt es in Regensburg den Regensburger Publikationsserver, auf dem die wissenschaftlichen Mitarbeiter ihre Publikationen (möglichst im Volltext) selbst einstellen können. Ziel ist es, über diesen Veröffentlichungsweg die Publikationen der Universität Regensburg nachzuweisen und sie im Sinne des Open Access-Gedankens zugänglich zu machen.

3.2 Datenbankinfosystem (DBIS)

Die meisten elektronischen Bibliografien sind Datenbanken, welche Sie über das Datenbank-Infosystem (DBIS) finden. DBIS ist über die Homepage der UB Augsburg unter „Literatur suchen" und über die Homepage der UB Regensburg über Digitale Bibliotheken > Datenbanken erreichbar.

DBIS AugsburgDBIS Regensburg
DBIS AugsburgDBIS Regensburg
DBIS wurde von der Universitätsbibliothek Regensburg entwickelt, ist seit 2002 online und wird von über 200 Bibliotheken im deutschsprachigen Raum genutzt. Auch DBIS funktioniert ähnlich wie die EZB: Jede Universitätsbibliothek hat andere Datenbanken lizenziert. Daher sieht DBIS auch in Regensburg anders aus als bspw. in Augsburg.

DBIS bietet eine nach Fächern geordnete Übersicht (und Links) zu elektronischen Datenbanken. Viele der angebotenen Datenbanken sind im Internet frei verfügbar, andere sind kostenpflichtig. Wenn man auf ein Fachgebiet klickt, so sieht man eine Übersicht an verfügbaren fachspezifischen Datenbanken. Die Übersicht enthält „TOP-Datenbanken", d.h. Datenbanken die vom Fachreferenten oder Fachvertretern als besonders gut befunden wurden.

Ähnlich wie bei der EZB gibt es ein Ampelsystem. Das Ampelsystem an der UB Augsburg unterscheidet sich jedoch von dem der UB Regensburg.

In Augsburg gibt es folgende Unterscheidungen:

Ampelsystem Augsburg

Sie erkennen die frei verfügbaren Datenbanken am grünen Punkt neben dem Titel. Andere Datenbanken sind kostenpflichtig und nicht für jeden frei zugänglich. Die Bibliothek hat für viele Lizenzen erworben und ermöglicht Ihnen so den Zugang zu sonst kostenpflichtigen Angeboten. Diese lizenzpflichtigen Datenbanken sind mit einem gelben Punkt gekennzeichnet und nur von Rechnern innerhalb des Campusnetzes erreichbar. Als Studierender der Universität Augsburg können Sie diese Datenbanken auch bequem von zu Hause aus benutzen. Sie benötigen dafür nur den VPN-Client .

Die Universitätsbibliothek Regensburg arbeitet mit einem ähnlichen System:

Ampelsystem Regensburg

Wenn Sie auf eine Datenbank klicken, erhalten Sie zuerst eine Übersicht mit Beschreibung und Hilfelinks (z.B. zu Tutorials). Wenn Sie eine Datenbank das erste Mal benutzen, sollten Sie sich die Hilfe ansehen, denn jede Datenbank verwendet etwas andere Suchsysteme.

Sehen Sie sich nun das Einführungsvideo zu DBIS an. Klicken Sie für das Video zum DBIS der Universitätsbibliothek Augsburg hier. Wenn Sie von der Universität Regensburg sind, sehen Sie sich die beiden kürzeren Tutorial Videos zum DBIS der UB Regensburg hieran.

In DBIS sind neben diesen bibliografischen Datenbanken auch eine Reihe anderer Datenbanken vorhanden, z.B. Bilddatenbanken, Firmen- und Adressverzeichnisse und Faktendatenbanken. Haben Sie Fragen zu DBIS, wenden Sie sich an einen der Informationsplätze in der Bibliothek oder sehen Sie sich die Hinweise zu DBIS an.

3.3 Artikelsuche über Gateway Bayern (BVB-Aufsatzdatenbank)

Der Gateway Bayern verfügt über eine Aufsatzdatenbank, die über 42 Millionen Titelnachweise von wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln enthält. Diese Datenbank können Sie deshalb sehr gut nutzen, um Artikel zu recherchieren. Rufen Sie dazu den Gateway Bayern auf und wählen Sie unter „Datenbank Auswahl" die BVB-Aufsatzdatenbank aus.

Wenn Sie relevante Literatur gefunden haben, können Sie unter „Orts-/Fernleihe und mehr" erfahren, wie Sie die Literatur bekommen können (siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken). Sie können Sie in der Heimatuniversität finden oder über Fernleihe bestellen. Dabei besteht auch die Möglichkeit, den kostenpflichtigen Dokumentlieferdienst Subito zu benutzen.

Artikelsuche Gateway

Wenn Sie in dem neu geöffneten Fenster auf „Suche im lokalen Katalog" klicken, wird ihr Bibliothekskatalog durchsucht. Alternativ können Sie eine Fernleihebestellung starten.

Sie können Ihre Suche in der Aufsatzdatenbank auch über BVB-Inhaltsverzeichnisdienst starten, indem Sie Titel einer Zeitschrift eingeben oder in der alphabetischen Liste der ausgewerteten Zeitschriften suchen.

3.4 Zeitschriftendatenbank (ZDB)

Auch die Zeitschriftendatenbank (ZDB) eignet sich gut für die Recherche nach Artikeln. Die Zeitschriftendatenbank ist die weltweit größte Datenbank für Titel und Besitznachweise von gedruckten und elektronischen Zeitschriften und Zeitungen, allerdings finden Sie hier keine Aufsatztitel. Die ZDB ähnelt in diesem Sinne also der EZB. Sie erreichen die ZDB hier. Im Suchformular haben Sie - ähnlich wie beim OPAC - verschiedene Suchmöglichkeiten. Wenn Sie die gewünschte Zeitschrift gefunden haben, können Sie auf „Titeldaten" (siehe Abbildung) klicken und weitere Informationen über die Zeitschrift einholen sowie - falls vorhanden - zum Volltext gelangen.

ZDB

Unter dem Reiter "Besitznachweise" erhalten Sie eine Liste der Bibliotheken, die die Zeitschrift (in elektronischer und/oder gedruckter Form) besitzen. Wird Ihre Bibliothek in der Liste angeführt, klicken Sie darauf und Sie erhalten Angaben zur Signatur und zur Verfügbarkeit über Fernleihe.

Eine ausführlichere Erklärung zur Suche in der Zeitschriftendatenbank finden Sie hier:
(Dauer: 2:21 min.)

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"ZDB" produziert von Tanja Kranawetleitner und Julia Röhrich.

4. Recherche im Internet

Das Internet ist eine wichtige Informationsquelle, in der Sie eine Fülle an Informationen finden können. Es besteht aus einer riesigen Anzahl von Websites, die mit Hilfe von Suchmaschinen wie z.B. Google, Bing oder Yahoo schnell und leicht durchsucht werden können. In diesem Kapitel werden Sie sehen, welche Internetangebote für Ihre Recherche hilfreich sind und wie Sie am effektivsten damit umgehen.

Im Internet finden Sie Frequently Asked Questions (FAQs), Definitionen, Enzyklopädien, Statistiken, Ideen, Karten, Videos, E-Books und E-Journals, Bibliothekskataloge, Weblogs, Wikis und Mailinglisten. Sie werden konfrontiert mit sehr aktuellen und veralteten, richtigen und falschen Informationen zu allen möglichen Themen. Sie suchen im Internet nach Musik, Filmen, Nachrichten, buchen vielleicht Reisen und schreiben E-Mails aber:

Eignet sich das Internet auch für die Suche nach wissenschaftlichen Informationen?

Zur Beantwortung dieser Frage sollte man zunächst die Unterschiede zwischen den Informationen, die Sie im Internet finden und den Informationen, die Sie in den klassischen Publikationsformen wie Monografien oder Sammelwerken finden, betrachten.

Internet Klassische Publikationsformen
Jeder kann im Internet veröffentlichen Nicht jeder kann dort veröffentlichen
Es gibt keine Qualitätskontrolle Es findet eine Qualitätskontrolle statt.
Es gibt keine Ordnung

Es gibt eine Ordnung.


Für die klassischen Publikationsformen findet vor der Veröffentlichung ein Selektionsprozess statt, der i.d.R. auch eine Qualitätskontrolle bedeutet: Ein Verlag, ein Herausgebergremium oder eine andere Instanz entscheidet anhand inhaltlicher Kriterien, ob etwas publiziert werden darf oder nicht. Dieser Selektionsprozess entfällt bei zahlreichen der frei im Internet verfügbaren Websites: Jeder, der das technische Wissen (Programmierkenntnisse) und die Voraussetzungen (bspw. Speicherplatz) dafür besitzt, kann im Internet publizieren. Das bedeutet, dass die Qualität und Verlässlichkeit der im Internet gefundenen Informationen deutlich kritischer hinterfragt werden muss.

Was müssen Sie bei der Recherche im Internet beachten?

Sie können im Internet durchaus viele gute und qualitativ hochwertige Informationen finden, auf die Sie auch noch schnell und kostenlos zugreifen können. Parallel dazu gibt es auch viele Informationen, die von geringer Qualität oder sogar komplett falsch sind. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass Sie den Informationen aus dem Internet nicht blind vertrauen können: Hinterfragen Sie sie kritisch (mehr zu diesem Thema finden Sie in Baustein VII, Kapitel 3 „Bewertungskriterien für Internetquellen"). Daher sollte das Internet nie Ihre einzige Informationsquelle sein. In Kombination mit anderen Informationsmitteln und einem kritischen Blick spricht jedoch nichts dagegen, das Internet für Ihre Recherche zu nutzen.

Im Folgenden erfahren Sie, worauf Sie bei der Recherche achten sollten und wie Sie den besten Nutzen aus den Internetangeboten ziehen.

4.1 Suchmaschinen

Sie beginnen Ihre Suche nach Informationen i.d.R. über eine Suchmaschine und höchstwahrscheinlich ist diese Google, eine allgemeine Suchmaschine. Diese findet die Dokumente im Internet mit Hilfe einer Software (Webcrawler). Die gesammelten Informationen werden als Index in einer Datenbank abgelegt. Stellen Sie nun eine Suchanfrage, wird nicht das Web, sondern der Index durchsucht und dessen Ergebnisse ausgegeben. Diese Treffer werden in einer bestimmten Reihenfolge angezeigt, d.h. nach einem Ranking. Dieses wird von verschiedenen Kriterien bestimmt: Z.B. das Vorkommen des Suchbegriffs an bestimmten Stellen einer Webseite oder die Anzahl und Qualität der Links dieser Seite.

Für eine Recherche mit Google sprechen die Größe und die vielen Suchfunktionen, mit denen Sie Ihre Suche verbessern können sowie eine große Anzahl weiterer Dienste. Bestimmt erhalten Sie bei der Suche mit Google eine sehr hohe Anzahl von Treffern. Sie stehen dann vor der Aufgabe zu beurteilen, welche Treffer für Sie relevant sind und ob die Qualität der Treffer ausreichend für eine wissenschaftliche Arbeit ist (siehe Baustein VII, Kapitel 3 „Bewertungskriterien für Internetquellen").
Die Beispielsuche in Google zum Thema "Handynutzung bei Jugendlichen" mit den Suchbegriffen „handy" und „jugendliche" ergibt ca. 1.260.000 Treffer. Diese Treffermenge können Sie unmöglich alle durchsehen.

Um nicht von dieser riesigen Anzahl Treffer erschlagen zu werden, sollten Sie die Ergebnismenge weiter eingrenzen. Die Kunst ist, trotzdem noch das zu finden, was Sie wirklich brauchen.

Wie können Sie Ihre Suche mit Google verbessern?

Auch Google besitzt wie die Bibliothekskataloge eine erweiterte Suche mit der Sie Ihre Trefferanzahl einschränken können. Klicken Sie auf den Link und sehen Sie sich die verschiedenen Suchfelder genau an.

Google

Sie können diese und weitere Funktionen auch mit Hilfe von Operatoren nutzen.

Nützliche Tipps

Suchbegriffe: Es ist sinnvoll, die Anzahl der Treffer durch die Eingabe mehrerer Suchbegriffe einzuschränken. Überlegen Sie vorher, was Sie wissen wollen und finden Sie dazu aussagekräftige Suchbegriffe.

Logische Verknüpfungen: Die Suchbegriffe sind bei Google automatisch mit UND verknüpft. Anders als Bibliothekskataloge bewertet Google das erste Wort als das Wichtigste. Wenn Sie die Reihenfolge der Wörter umdrehen, erhalten Sie ein anderes Suchergebnis. Wollen Sie Suchbegriff eins oder Suchbegriff zwei suchen, verbinden Sie diese durch OR.

Wörter ausschließen: Ein "-" vor dem Wort schließt das Wort von der Suche aus.

Stoppwörter: Häufig vorkommende Wörter (z.B. Artikel, Präpositionen) werden bei der Suche ignoriert. Wollen Sie diese Stoppwörter integrieren, sollten Sie die Suchanfrage in Anführungszeichen, z.B. "Romeo und Julia" oder ein + genau vor das Stoppwort setzen.

Phrasensuche: Die Anführungszeichen kennzeichnen eine sog. Phrase. Es wird genau die Zeichenfolge gesucht, die sich innerhalb der Anführungszeichen befindet. Die Phrasensuche eignet sich für zusammenhängende Suchbegriffe oder die Suche nach ganzen Sätzen. Diese Methode können Sie übrigens auch bei der Recherche im OPAC oder in Datenbanken verwenden.

Platzhalter: Der Platzhalter "*" ersetzt ein ganzes Wort, nicht einen Teil oder eine Erweiterung eines Wortes.

Wortstammtechnologie: Google sucht nicht nur nach dem eingegeben Begriff, sondern auch nach ähnlichen Begriffen, z.B. einkaufen und Einkauf. Groß- und Kleinschreibung spielen dabei keine Rolle.

Google erleichtert Ihnen Ihre Recherche durch zahlreiche Suchfunktionen. Wenn Sie mehr wissen wollen, sehen Sie die Websuche-Hilfe in Google an.

Google bietet neben der Allgemeinen Suchmaschine noch weitere Recherchedienste, welche bei der Suche nach wissenschaftlicher Literatur hilfreich sein können, z.B. Google Scholar und Google Buchsuche. Auch viele andere Suchmaschinen bieten verschiedene Sucheinstiege an. So gibt es oft neben der einfachen Suche noch eine erweiterte Suche, mit der Sie gezielter recherchieren können. Wenn Sie mit einer Suchmaschine häufiger arbeiten, sollten Sie sich mit der Hilfe beschäftigen. Dort finden Sie nützliche Tipps und Tricks.

In diesem Video erhalten Sie einen kurzen Einblick in die Suche bei Google und Google Scholar:
(Dauer: 2:48 min.)

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"Google und Google Scholar" produziert von Tanja Kranawetleitner und Julia Röhrich.

Andere allgemeine Suchmaschinen sind z.B.:

Wissenschaftliche Suchmaschinen

Es gibt darüber hinaus noch weitere spezialisierte Suchmaschinen, die Ihnen bei Ihrer Recherche weiterhelfen können: Wissenschaftliche Suchmaschinen

Die spezialisierten Suchmaschinen durchsuchen nur bestimmte Bereiche im Internet, bspw. Seiten von Universitäten oder Websites, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigen. Wissenschaftliche spezialisierte Suchmaschinen sind z.B.

Beispielsuche in BASE: handy jugendliche

Die Suche ergibt 6067 Treffer. Das sind weit weniger als bei Google, aber die Ergebnisse stammen aus wissenschaftlichen Internetquellen. Sie können bei dieser wie auch den anderen spezialisierten Suchmaschinen davon ausgehen, dass die Qualität der gefundenen Ergebnisse höher ist als bei einer allgemeinen Suchmaschine, die alle Arten von Webseiten berücksichtigt.

Metasuchmaschinen

Metasuchmaschinen haben keine eigene Datenbank, die sie durchsuchen. Sie reichen die eingegebene Suchanfrage an verschiedene Suchmaschinen weiter und geben anschließend die gefundenen Treffer in einer eigenen Ergebnisliste aus. Metasuchmaschinen sind gut geeignet für sehr spezielle Suchanfragen. Sie suchen in mehreren Suchmaschinen gleichzeitig und erhöhen so ihre Trefferanzahl. Die Metasuchmaschine kann allerdings nur so suchen, wie es in den einzelnen Suchmaschinen möglich ist, d.h. ihre Möglichkeiten zur gezielten Recherche sind eingeschränkter als bei der Suche in einer allgemeinen Suchmaschine.

Metasuchmaschinen sind z.B.:

Webkataloge / Verzeichnisse

Bei Webkatalogen werden die Linksammlungen intellektuell zusammengestellt. Im Gegensatz zu den Suchmaschinen, deren Index automatisch von einer Software aufgebaut wird, sind hier Menschen am Werk. Diese Verzeichnisse sind i.d.R. nach Kategorien geordnet und eignen sich besonders für eine Einstiegsrecherche. Wenn Sie noch nicht genau wissen, was Sie suchen, in den Verzeichnissen können Sie anhand der Kategorien gut stöbern.

Verzeichnisse sind z.B.:

Suchmaschinen-Verzeichnisse

Sie können auch verschiedene Verzeichnisse nutzen, um sich die passenden Suchmaschinen für Ihre Anfrage herauszusuchen. Einige Beispiele:

Was erfassen Suchmaschinen nicht?

Trotz der großen Reichweite von Suchmaschinen gibt es viele Webseiten, die von diesen nicht erfasst werden. Sie gehören zum Teil des World Wide Web, das als "Deep Web" ("Invisible Web" oder "Hidden Web") bezeichnet wird. Es gibt verschiedene Gründe, warum Webseiten nicht von den Suchmaschinen indexiert werden und somit bei einer Suchanfrage für den Anwender auch nicht auffindbar sind. Teilweise sind die Suchmaschinen (noch) technisch überfordert, teilweise wurden bewusst Einstellungen vorgenommen, um eine Indexierung durch Suchmaschinen zu vermeiden.

Zum Deep Web gehören Webseiten,

  • deren Inhalt erst bei einer Suchanfrage dynamisch aus einer Datenbank erstellt wird.
  • die durch Zugangsbeschränkungen geschützt werden, z.B. Seiten im Intranet, Seiten mit Zugang nur für bestimmte IP-Adressen sowie Seiten, bei denen der Schutz vor Indizierung vom Webmaster eingestellt wurde.
  • für die man sich identifizieren (einloggen) muss, z.B. bei Fachdatenbanken.
  • die aus technischen Gründen nicht indexiert werden können. Grafiken, Musik und Filme bspw. können nur durch dazugehörigen Text indexiert werden. Fehlt der Text, kann die Suchmaschine diese Informationen nicht erfassen.


Im Deep Web verbergen sich jedoch viele Inhalte, die für Ihre Recherche sehr interessant sein können. Über die UB haben Sie Zugriff auf einen Teil des Deep Web, nämlich die Fachdatenbanken (über DBIS).

Sie sehen, es gibt im Internet mehr Informationen als von einer Suchmaschine gefunden werden kann.

Tipp: Benutzen Sie für eine professionelle Recherche nicht nur eine Suchmaschine und nutzen Sie das Potential der Suchmaschinen aus, um ein optimales Suchergebnis zu erzielen. Betrachten Sie  Ihre Suchergebnisse immer kritisch und bedenken Sie, dass selbst eine so große Suchmaschine wie Google nur einen kleinen Teil des Internets absucht. Nutzen Sie auch die anderen Möglichkeiten, die Sie haben, um Informationen aus dem Internet zu bekommen.

4.2 Wikipedia

In den letzten Jahren ist mit Wikipedia ein umfangreiches, frei zugängliches Nachschlagewerk im Internet entstanden. Die Qualität und Verlässlichkeit der Inhalte in Wikipedia wird immer wieder kontrovers diskutiert. Sie sollten sich deshalb die Vor- und Nachteile von Wikipedia gegenüber den traditionellen Enzyklopädien wie dem Brockhaus und der Encyclopaedia Britannica immer wieder bewusst machen.

Wikipedia Brockhaus / Encyclopaedia
Britannica print
Brockhaus / Encyclopaedia
Britannica online
Zugänglichkeit Jederzeit von
jedem Computer
aus erreichbar,
kostenlos
Gedruckt in der Bibliothek
vorhanden, Zugriff
nicht gleichzeitig und nur
während der Öffnungszeiten
der Bibliothek
Gebührenpflichtig, bzw.
nur teilweise kostenlos
(kostenloser Zugang wird
von der Bibliothek angeboten)
Autoren Jeder kann mitschreiben,
Qualität
wird bedingt
geprüft
Von Fachleuten geschrieben,
geprüfte Qualität
Von Fachleuten geschrieben,
geprüfte Qualität
Aktualität Sehr aktuell

Nicht topaktuell,
Veröffentlichungsprozess
dauert lange

Sehr aktuell
Platz Es sind längere
Artikel möglich,
Speicherplatz ist
nicht begrenzt
Platz für Artikel ist begrenzt Es sind längere
Artikel möglich,
Speicherplatz ist
nicht begrenzt

 

Die Wikipedia ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem jeder mitarbeiten kann. Die Qualität der einzelnen Artikel hängt stark von den jeweiligen Autoren ab, die aber häufig nicht namentlich bekannt sind. Die Mitarbeit und wechselseitige Korrektur kompetenter Autoren kann zu einem guten Artikel führen. Die Qualität ist aber nicht generell gesichert. Ihre Suche kann auch unterschiedliche Ergebnisse bringen, wenn Sie die Suchsprache wechseln.

Auch bei als gut bewerteten Beiträgen ist ein kritischer Blick unerlässlich. Die Artikel traditioneller Enzyklopädien dagegen werden von ausgewiesenen Spezialisten verfasst, wodurch die Qualität als gesichert gelten kann. Unter Umständen ist ein Wikipedia-Eintrag jedoch ein guter Einstieg in die Recherche, da oft weiterführende Links sowie Literaturhinweise angeboten werden.

Da die Autoren in der Regel nicht namentlich bekannt sind und die Artikel sich jederzeit verändern können sind Wikipedia-Artikel außerdem nicht zitierfähig!

4.3 Google Books

Google Buchsuche bietet eine gute Möglichkeit, sich vorab einen Eindruck über eine Quelle zu verschaffen. Google hat systematisch Ausschnitte aus Büchern eingescannt und sie online verfügbar gemacht. Auch hier ist es empfehlenswert, die erweiterte Suchfunktion zu nutzen, da Sie so ihre Suchergebnisse besser spezifizieren können.

Allerdings sind Google Books im strengen Sinn nicht zitierfähig, da nur Ausschnitte der Bücher zur Verfügung gestellt werden und das Wissen aus dem Zusammenhang gerissen wird. Wenn möglich, beschaffen Sie sich daher bitte die Originalquelle und zitieren Sie diese.

4.4 Weitere Informationsmittel im Internet

In diesem Kapitel lernen Sie weitere Informationsmittel im Internet, wie beispielsweise Fachportale, Foren oder Wikis kennen. Die Tabelle gibt Ihnen einen kurzen Überblick darüber, was die verschiedenen Informationosmittel können. Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken.

Funktionen von Informationsmitteln

Biografische Datenbanken

Wenn Sie auf der Suche nach Informationen über Personen sind, sind biografische Datenbanken hilfreich. Biografische Datenbanken finden Sie in DBIS unter dem Fachgebiet „Allgemein/Fachübergreifend" in der Rubrik „Biografische Datenbank". Diese Datenbanken unterscheiden sich durch ihre Auswahlkriterien, z.B. Zeitraum, Personenkreis oder Region. Hier zwei Beispiele:

Munzinger Archiv

Das Archiv enthält mehrere Nachschlagewerke, u.a. das Internationale Biographische Archiv, welches über 26.000 Biografien von Personen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur verzeichnet.

World Biographical Information System Online (WBIS Online)

WBIS Online stellt biografische Kurzinformationen zu mehr als 5 Millionen Personen vom 8. Jahrhundert bis in die Gegenwart zur Verfügung. Es umfasst eine Vielzahl einzelner Nachschlagewerke.

Fachportale

Fachportale sind einen guter Einstieg für die Recherche nach wissenschaftlicher Information. Für einzelne Fachgebiete gibt es bereits Virtuelle Fachbibliotheken. Dort können Sie nach gedruckten und elektronischen Quellen Ihres Faches recherchieren. Außerdem erhalten Sie dort häufig auch zusätzliche Informationen wie News, Tagungshinweise u.ä.

Die virtuellen Fachbibliotheken werden meist durch Sondersammelgebietsbibliotheken verwaltet, d.h. durch Bibliotheken, die schwerpunktmäßig ein Fachgebiet möglichst umfassend betreuen. Informationen und Zugang zu diesen Bibliotheken bekommen Sie über Webis .

Links zu Fachportalen finden Sie auch auf der Homepage der UB Augsburg unter „Informationen zu einzelnen Fächern" . Dort haben die Fachreferenten neben allgemeinen Informationen zu den Fächern auch empfehlenswerte Internetquellen zusammengestellt. In der UB Regensburg finden Sie die Informationen über die Seiten der einzelnen Teilbibliotheken hier.

Foren

Foren dienen dem Austausch und der Archivierung von Ideen, Gedanken, Meinungen und Erfahrungen. Da Forenbeiträge häufig nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen, sondern auf persönlichen Meinungen, sollte mit den Inhalten kritisch und vorsichtig umgegangen werden. Foren widmen sich häufig bestimmten Inhalten und sind normalerweise in verschiedene Themenbereiche untergliedert. Die Teilnehmer hinterlassen Diskussionsbeiträge, die von anderen Teilnehmern kommentiert und beantwortet werden können. Es gibt verschiedene Arten von Internetforen, die sich hinsichtlich der technischen Realisierung und der Art der Kommunikation unterscheiden:

  • Webforen: Internetforen erreichen Sie über eine Website. Sie erfordern meist eine Registrierung.
  • Mailinglisten: Der Informationsaustausch erfolgt in Form von E-Mails. Viele Listen bieten ein Archiv an, in dem man auch ältere Diskussionsstränge verfolgen kann. Um aktiv teilzunehmen, müssen Sie sich mit Ihrer eigenen E-Mail-Adresse anmelden.
  • Newsgroups: Das sind Diskussionsforen im Usenet, die nach Themen und Regionen geordnet sind. Sie müssen sich bei einem Newsserver registrieren, um die Newsgroups zu empfangen.

Mailinglisten und Newsgroups suchen:

RSS-Feeds

RSS steht für „really simple syndication", d.h. für eine „wirklich einfache Verbreitung" von Inhalten. Mit Hilfe von RSS können Sie aktualisierte Inhalte einer Website (z.B. News, Blogeinträge) abonnieren. Die Bereitstellung der Daten bezeichnet man auch als RSS-Feed. RSS-Feeds ersparen Ihnen Zeit, da Sie nicht mehr alle Websites einzeln aufrufen und selbst nach neuen Informationen suchen müssen. Sie abonnieren die RSS-Feeds, die Sie interessieren und lassen Ihnen diese Infos, z.B. Nachrichten, neue Einträge in einem Weblog oder Neuerwerbungen aus einem Katalog, einfach zuschicken.

Um die Daten zu lesen, benötigen Sie einen Feedreader. Darunter versteht man Programme, die RSS-Feeds einlesen und anzeigen. Teilweise sind sie direkt in Ihren Browser integriert, aber es gibt auch externe oder Online-Feedreader. Die Online-Angebote haben den Vorteil, dass Sie von überall darauf zugreifen können.

Online-Feedreader:

Social Bookmarks und Linksammlungen

Linksammlungen werden von einzelnen oder verschiedenen Personen bzw. Institutionen zusammengestellt. Sie sind hinsichtlich des Umfangs ganz unterschiedlich. Beachten Sie dabei, dass die Auswahl immer subjektiv und nie vollständig ist. Auch können sich inaktive (veraltete) Links in den Sammlungen befinden. Eine moderne Form der Linksammlung sind Social Bookmarks, d.h. Lesezeichen, welche der Sammelnde mit anderen teilt. Die Bookmarks werden von verschiedenen Anbietern auf ihren Plattformen gespeichert. Dort kann man eigene Links sammeln oder in den Zusammenstellungen anderer Nutzer suchen. Die Bookmarks können kommentiert werden und werden mit Hilfe von Begriffen (tags) inhaltlich beschrieben. Sie suchen in diesen Sammlungen nach Links für die diese Begriffe (tags) verwendet wurden. Die Links, ihre Kommentierung und die Inhalte der Websites werden anders als bei Suchmaschinen nicht indiziert.

Der Vorteil ist, dass Sie auf Ihre Lesezeichen in diesen Bookmarking-Diensten rechnerunabhängig von überall aus zugreifen können. Zudem werden die Links kollektiv und öffentlich gesammelt. Sie finden durch das Stöbern in den Lesezeichen anderer Nutzer oft interessante Seiten zu einem Thema, auf die Sie sonst nicht gestoßen wären. Das Thema des Social Bookmarkings wird in Kapitel 7 noch einmal ausführlich behandelt.

Einige bekannte Bookmarkdienste:

Twitter

Twitter ist - laut der offiziellen Beschreibung auf der Homepage - ein „ein von Menschen kontrolliertes Echtzeit-Informationsnetzwerk". Das bedeutet, dass hier sehr schnell - häufig auch über mobile Endgeräte (internetfähiges Handy, i-Phone) - Informationen veröffentlicht und verbreitet werden. Sie haben die Möglichkeit, über ihren Twitter-Account Persönlichkeiten (z.B. Professoren) oder Institutionen (z.B. Institute, Forschungseinrichtungen), die einen Twitter-Account haben, zu „folgen" und durch ihre Tweets auf interessante und meist sehr aktuelle (Internet-)Quellen zu stoßen. Die Vorteile von Twitter können Sie sich auch auf diesem Video ansehen.

Weblogs

Ein Weblog oder kurz „Blog" ist ein öffentlich im Internet geführtes Tagesbuch; es kann von einer Person oder einer Gruppe betrieben werden. In Weblogs werden häufig eigene Meinungen, aber auch Berichte und Verweise auf weitere Quellen festgehalten. Weblogs können daher für die Recherche ein interessantes Informationsmittel sein, da sie sich mit verschiedenen Aspekten eines Themas auseinander setzen und weiterführende Informationen bieten. Blogs sind meist sehr aktuell und einfach zu bedienen, man muss aber berücksichtigen, dass sie fast immer sehr subjektiv sind.

Es gibt Suchmaschinen, mit denen man Weblogs suchen kann:

Websites

Websites, z.B. von Privatpersonen, Organisationen, Firmen, Verbänden oder Vereinen, können für Sie wichtige Informationen zu Ihrem Thema enthalten. Sie finden Websites durch Suchmaschinen, Linksammlungen und Bookmarkdienste oder auch durch persönliche Empfehlungen.

Wikis

Wikis ermöglichen es vielen Autoren, gemeinsam an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten. Sie werden meist für Erfahrungsaustausch und Wissenssammlung benutzt. Unter Wiki versteht man eine Sammlung von Webseiten, die mit Hilfe einer Wiki-Software verwaltet werden. Die Handhabung ist einfach gestaltet, damit jeder leicht mitarbeiten kann. Die Nutzung findet meist durch einen kleinen, eingeschränkten (d.h. nicht immer frei zugänglichem) Kreis statt, z.B. in einer Firma oder bei einem Projekt in der Uni.

Einige Beispiele:

Die Stärken der einzelnen Informationsmittel haben wir Ihnen in einer Überblickstabelle noch einmal zusammengestellt. Sie kann Ihnen bei der Entscheidung helfen, wann Sie welches Informationsmittel am besten für Ihre Recherche verwenden.

5. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

Nach diesem Baustein kennen Sie nun zwei weitere wichtige regionale Kataloge, Gateway Bayern und KVK, und wissen, wie man mit ihnen recherchiert. DBIS bietet einen guten, fachlich geordneten Einstieg in elektronische Datenbanken udn auch die EZB oder die ZDB sind Möglichkeiten, die Sie ab sofort für die Recherche nutzen könnnen. Das Internet bietet zudem vielfältige Ansatzpunkte für eine umfassende Recherche, die Sie nutzen können. Bedenken Sie dabei jedoch immer die Qualitätsfage von Internetquellen und wählen Sie die Informationsmittel danach aus, was das Ziel Ihrer Recherche ist. Wikipedia, Foren oder Weblogs sind nicht grundsätzlich für jede Recherche geeignet und erfordern jeweils andere Suchstrategien.

Symbol Buch Literaturtipp

Lamprecht, S. (2001). Professionelle Recherche im Internet (3., überarb. und erw. Aufl). München: Hanser.

Symbol Maus Linktipp

Werle, R. (2008). Handbuch Internet Recherche. Verfügbar unter: http://www.werle.com/intagent/.

Universitätsbibliothek Augsburg (2009). Hinweise zum Gateway Bayern. Verfügbar unter: http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/literatur_suchen/gateway_hinweise/.

Videos mit einfacher und kurzer Erklärung in englischer Sprache unter anderem zu Wikis, Twitter, Blogs, RSS und Social Bookmarking finden Sie hier:
Common Craft (2009). Common Craft Videos. Verfügbar unter: http://www.commoncraft.com/.

6. Zitierte Literatur

Petrausch, A. (2003). Cleveres suchen & finden im Netz mit der Suchmaschine Google. Sehen, verstehen, anwenden. Scheidegg Allgäu: Media Verl.-Ges. (media bookline).

Sesink, W. (2010).Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (8. vollst. überarbeitete und aktualisierte Auflage). München: Oldenbourg.

Spoun, S.; Domnik, D. B. (2004). Erfolgreich studieren. Ein Handbuch für Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler. München: Pearson Studium (WI Wissenschaftlich arbeiten).

http://www.bundesrepublik-deutschland.com/

Selbsttest-Aufgaben Baustein V

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein V mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

1. Der Gateway Bayern ist:

a. Der Katalog der Augsburger Bibliothek
b. Der Katalog des Bibliotheksverbundes Bayern
c. Der Katalog der Regensburger Bibliothek

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

b

 

2. Welcher dieser Kataloge ist ein Metakatalog? (Mehrere Antwortmöglichkeiten können richtig sein)

a. Gateway Bayern
b. OPAC
c. KVK

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

a, c

 

3. Was ist ein Metakatalog? Beschreiben Sie das Konzept kurz in Ihren eigenen Worten?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Ein Metakatalog verzeichnet die Bestände verschiedener Bibliotheken (und manchmal auch Buchhandlungen). Er bezieht sich also nicht nur auf den Bestand einer Bibliothek.

 

4. Was ist der Linkservice SFX? Beschreiben Sie die Funktion kurz in Ihren eigenen Worten.

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

SFX (special effects) ist ein Dienst, der aus einer Datenbank (Katalog) eine Weiterleitung zu elektronischen Volltexten, Katalognachweisen und Dokumentlieferdiensten ermöglicht. Er zeigt die Verfügbarkeit wissenschaftlicher Publikationen an.

 

5. Wo können Sie nach Aufsätzen und Artikeln aus Zeitschriften suchen? (Mehrere Antwortmöglichkeiten können richtig sein)

a. In der EZB
b. Im OPUS /epub
c. Im Gateway Bayern
d. In der ZDB

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

b, c und d.

 

6. Nennen Sie Vor- und Nachteile der Recherche im Internet.

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Das Internet bietet schnellen und effizienten Zugang zu Informationen, die meist kostenlos zur verfügung stehen. Häufig kann man über Homepages von Autoren/Professoren/Institutionen auf weiterführende Literatur stoßen. Da das Internet prinzipiell jeder Person ermöglicht, etwas zu veröffentlichen, ist jedoch die Qualität der im Internet verfügbaren Informationen nicht immer gesichert. Es empfiehlt sich daher, die Qualität von Internetquellen immer zu hinterfragen und kritisch zu prüfen.

 

7. Wissenschaftliche Suchmaschinen sind:  (Mehrere Antwortmöglichkeiten können richtig sein)

a. BASE
b. Google Buchsuche
c. Google Scholar
d. Scirus
e. OAIster
f. Wikipedia

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

a-e.

Baustein VI: Quellen beschaffen

In den letzten Kapiteln haben Sie gelernt, wie Sie geeignete Literatur finden können. Im Folgenden geht es nun darum, wie Sie diese beschaffen können.

Was Sie in diesem Kapitel lernen und wie das Wissen und Können Ihnen im Studienalltag helfen wird, zeigt Ihnen wiedermal ein kurzes Video:

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"Dein Studienalltag Teil 3" produziert von Tanja Kranawetleitner, Julia Röhrich und Stefanie Erhard

Dauer des Kapitels: ca. 40 min

 

1. Titel im OPAC finden

Ihr Einstieg in die Literaturbeschaffung sollte immer der Katalog der UB Augsburg oder der UB Regensburg sein. Den OPAC haben Sie schon für die Literaturrecherche benutzt, jetzt verwenden Sie ihn zusätzlich, um zu überprüfen, ob die UB einen bestimmten Titel hat. Sollten Sie  bereits ein Buch über die thematische Suche (vgl. Baustein IV, Kapitel 3 „Recherche in Bibliothekskatalogen") gefunden haben, können Sie gleich nähere Informationen direkt über die Trefferanzeige erhalten. Haben Sie von einem Buch aus einer anderen Quelle erfahren, z.B. ein Literaturverzeichnis eines anderen Werkes oder ein Suchergebnis aus einer Fachdatenbankrecherche, müssen Sie überprüfen, ob das Buch oder die Zeitschrift in Ihrer Bibliothek vorhanden ist.

Dafür eignet sich die "formale Suche" mit den Suchfeldern: Autor/Hrsg., Titel(wörter), Titelanfang bzw. exakter Titel und ISBN/ISSN. Bei der Recherche haben Sie sich die Literaturangaben zu einer Publikation notiert. Von diesen Angaben sind Autor und Titel die wichtigsten, um die Veröffentlichung im Katalog Ihrer Bibliothek zu finden.
Am einfachsten ist die Suche mit dem Titel. Im OPAC gibt es dazu mehrere Möglichkeiten. Bei der Suche nach Titelwörtern geben Sie einige aussagekräftige Wörter aus dem Titel ein. Stoppwörter wie: und, oder, der, ein, für usw. werden weggelassen.

Wenn Sie im Suchfeld „Titelanfang" (UB Augsburg) oder „Exakter Titel" (UB Regensburg) auswählen, können Sie den genauen Anfang des Titels bzw. den genauen Titel inkl. der Stoppwörter eingeben. Die Eingabe muss exakt dem Titelanfang bzw. dem Titel entsprechen, da das Werk sonst nicht gefunden wird. Für den Augsburger OPAC gilt dabei: Bei sehr kurzen Titeln können Sie auch den ganzen Titel angeben und einen Punkt ans Ende setzen. Das bedeutet, dass der Titel hier zu Ende ist, es wird danach nichts weiter gesucht. Sowohl die Suche nach Titelwörtern als auch die nach dem Titelanfang/ Exakten Titel führen ans Ziel, wobei die Titelanfangssuche meist genauer, aber auch problemanfälliger ist. Sie können den Titel zusätzlich auch mit dem Autor verknüpfen. Das empfiehlt sich, wenn Sie z.B. bei der Titelsuche zu viele Treffer bekommen haben.

Nur den Autor verwenden Sie, wenn Sie mehrere Werke von ihm oder ihr suchen oder überprüfen möchten, ob Ihre gesuchte Publikation in einer Gesamtausgabe enthalten ist. Bei Gesamtausgaben werden nämlich oft keine einzelnen Titel verzeichnet. In den meisten Fällen ist es ausreichend, wenn Sie den Nachnamen verwenden. Bei sehr häufig vorkommenden Namen sollten Sie den Vornamen oder einen weiteren Suchbegriff hinzufügen. Im OPAC ist es egal, ob Sie nur den Nachnamen oder den vollständigen Namen angeben und wenn, in welcher Reihenfolge. Andere Kataloge verlangen die Form: Nachname, Vorname (Diese Information erhalten Sie immer in den Hilfetexten).

Die Suche nach der ISBN ist sehr zuverlässig. Sie hat allerdings den Nachteil, dass nur diese eine bestimmte Ausgabe gefunden wird. Andere Ausgaben, z.B. die Taschenbuchausgabe, besitzen eine andere ISBN. Sie werden mit dieser Suchmethode nicht gefunden.

Für Aufsätze und Zeitschriften gelten einige Sonderregeln:

Der OPAC verzeichnet keine einzelnen Aufsätze, daher können Sie für die Recherche weder den Autor noch den Titel des Aufsatzes verwenden. Sie müssen deshalb nach dem Titel der Zeitschrift suchen (nicht nach dem Titel des Aufsatzes!). Geben Sie den Zeitschriftentitel in das Titelsuchfeld ein. Wenn Sie hier zu viele Treffer bekommen, können Sie die Suche einschränken, indem Sie bei „Besondere Medientypen" (UB Augsburg) oder „Erscheinungsform"(UB Regensburg) die Zeitschriften auswählen.

OPAC

(Zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Vorschau klicken)

Wenn Sie die Zeitschrift gefunden haben, müssen Sie in einem nächsten Schritt überprüfen, ob es den benötigten Jahrgang gibt. Das sehen Sie unter dem Reiter „mehr zum Titel" bei „Hier vorhanden" oder indem Sie auf „Einzelbände" klicken.

2. Titel ist in der UB vorhanden

Ihre Suche im OPAC hat Ihnen einen Treffer gebracht, d.h. Ihr benötigter Titel ist hier in der UB vorhanden. Er kann entweder als gedrucktes Werk irgendwo in der Bibliothek stehen oder als elektronisches Dokument vorliegen.

2.1 Beschaffung in der UB

In den meisten Fällen liegt die Publikation gedruckt oder in physischer Form (z.B. CD-, DVD-ROM) in der Bibliothek vor. Jedes Medium, welches die Bibliothek besitzt, hat eine individuelle Signatur erhalten, anhand derer Sie jedes Werk genau identifizieren können. Jeder Buchstabe und jede Zahl in der Signatur hat eine Bedeutung. Sie sollten daher diese Ziffern-Buchstabenkombination auf jeden Fall notieren. Wichtig ist für Sie zunächst nur die Zahl vor dem Schrägstrich, das sog. Lokalkennzeichen. Daran können Sie erkennen, wo die Publikation steht bzw. ob Sie sie ausleihen können. Die Bibliothek stellt Ihnen dafür eine Liste aller Lokalkennzeichen der UB Augsburg oder der UB Regensburg zur Verfügung, auf der Sie diese Informationen nachlesen können.

Wenn Sie eine Publikation aus der UB benötigen, sollten Sie grundsätzlich zwischen Magazinbestand und Freihandbestand unterscheiden.

Magazinbestand

Diese Medien stehen in einem abgetrennten Teil der Bibliothek. Dort hat nur das Personal Zugang. Ihr Vorteil: Sie können diese Quellen über den OPAC bestellen und für längere Zeit ausleihen. Im OPAC finden Sie bei der Exemplaranzeige rechts unten den Link „bestellbar".

Infoguide

(Zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Vorschau klicken)

Wenn Sie auf diesen Link klicken, werden Sie als nächstes darum gebeten, sich mit Ihrer Benutzernummer und Ihrem Passwort anzumelden. Als Studierender haben Sie automatisch einen Bibliotheksausweis: Auf Ihrem Studentenausweis finden Sie den Vermerk „Bibliotheks-Nr." (UB Augsburg) oder zwischen den Sternchen (UB Regensburg) eine lange Zahl. Ihr Passwort besteht aus Tag und Monat Ihres Geburtsdatums, z.B. für den 17. August sind dies die Ziffern 1708. Ändern Sie bitte Ihr Passwort sobald wie möglich! Das bestellte Werk wird dann für Sie geholt (dauert i.d.R. einen Tag) und sieben Tage lang an der Ausleihtheke in der Zentralbibliothek für Sie bereitgestellt. Sie können ein Buch dann für vier Wochen ausleihen.

Ist das Buch bereits von einem anderen Benutzer ausgeliehen, finden Sie einen entsprechenden Vermerk „entliehen bis..." an dieser Stelle. Sie haben in diesem Fall die Möglichkeit, das Buch vorzumerken, indem Sie auf das Rückgabedatum klicken. Sobald das Medium zurückgekommen ist, bekommen Sie eine E-Mail-Benachrichtigung und können es an der Ausleihtheke in der Zentralbibliothek abholen. Mehr Informationen zur Ausleihe erhalten Sie auf der Homepage unter Magazinbestände (UB Augsburg) oder Magazin (UB Regensburg).

Freihandbestand

Ein großer Teil des Bibliotheksbestandes ist frei zugänglich in der Zentralbibliothek und den Teilbibliotheken aufgestellt. Sie können also die Bücher direkt aus dem Regal nehmen. Im Regal sind die Bücher systematisch nach dem Fachgebiet aufgestellt (vgl. Kapitel 3.2), so dass man sich schnell zurechtfindet. Haben Sie im Katalog eine Publikation im Freihandbestand entdeckt, können Sie unter dem Standort auf Wegweiser klicken. Es öffnet sich der Lageplan und gibt Ihnen einen groben Überblick, wo sich das Regal befindet, in dem Ihr Buch steht - dies gilt jedoch nur für die Universitätsbibliothek Augsburg. Sie können den Lageplan auch unabhängig vom Katalog über die Homepage (rechte Navigation) aufrufen (UB Augsburg) oder Lageplan (UB Regensburg).

Größtenteils sind diese Werke Präsenzbestand, also nicht ausleihbar. Man kann nur in den Räumen der Bibliothek damit arbeiten. Dafür gibt es überall Arbeitsplätze. Nach der Benutzung müssen Sie die Publikationen wieder an ihren Platz zurückstellen. Ausleihen können Sie maximal fünf Stück über Nacht (20.00 - 10.00 Uhr an der UB Augsburg und 21.00 - 09.00 Uhr an der UB Regensburg) oder übers Wochenende (Fr. 15.00 - Mo 10.00 Uhr an der UB Augsburg und Fr. 12.00 - Mo 12.00 an der UB Regensburg). Das gilt für die meisten Lokalkennzeichen.
Eine kleine Ausnahme besteht für die Lehrbuchsammlungen, in denen die wichtigste Grundlagenliteratur zu jedem Fachgebiet zusammengefasst werden. Diese Werke stehen im Freihandbestand, sind aber wie der Magazinbestand ausleihbar. Es handelt sich hierbei um Mehrfachexemplar von Grundlagenliteratur. Diese Sammlungen haben die Lokalkennzeichen 16 (Schulbuchsammlung), 17, 170, 171 und 175 der UB Augsburg oder die Lokalkennzeichen 17 (Lehrbuchsammlung), 18 (Schulbuchsammlung) der UB Regensburg.

Sonderfall ausgeliehene Präsenzbücher

Es kommt vor, dass Publikationen aus dem Präsenzbestand ausgeliehen sind. Diese stehen häufig bei Professoren oder anderen Mitarbeitern im Büro oder in Semesterapparaten. Bei Werken im Semesterapparat sehen Sie im OPAC der UB Augsburg bei der Standortangabe den Vermerk „Sonderkonto SE Name" bei der UB Regensburg der Vermerk „entliehen" bzw. „ Sem. App. Name". Sie können gleich an das entsprechende Regal gehen und sie sich holen. Wenn Sie nicht wissen, wo der Semesterapparat ist, können Sie an der Information nachfragen oder auf der Homepage (UB Augsburg) oder  unter Semesterapparat (UB Regensburg) nachschlagen.

Wenn Sie im OPAC nicht erkennen können, wo die benötigte Publikation steht, wenden Sie sich an die Information. Die Mitarbeiter nennen Ihnen den Namen und die Zimmernummer des Entleihers. Sie können zu ihm oder ihr ins Büro gehen (möglichst mit Voranmeldung und/oder Terminvereinbarung) und die Publikation dort einsehen und kopieren. Die Dozenten und Mitarbeiter sind verpflichtet, Ihnen das Werk zur Verfügung zu stellen.

Ausleihe

Wenn Sie die benötigten (entleihbaren) Publikationen des Freihandbestandes gefunden haben, gehen Sie zu einer der Ausleihtheken, um sie auszuleihen. Auch für die Bücher, die Sie aus dem Magazin bestellt haben, gilt: Nach Vorlage Ihres Studentenausweises werden die Medien im Computersystem der Bibliothek auf Ihren Namen verbucht. Sie erhalten einen Zettel, auf dem der Titel jedes Werkes und die Leihfrist vermerkt sind. Die Leihfrist nennt Ihnen den Tag, an dem Sie die Publikationen spätestens zurückgeben müssen. Wird sie überschritten, fallen für Sie Mahngebühren an. Das passiert automatisch und ohne dass das Bibliothekspersonal etwas daran ändern kann. Die meisten Medien sind für vier Wochen ausleihbar, gebundene Zeitschriften aus dem Magazin haben aber nur zwei Wochen Leihfrist wie auch DVDs/CD-ROMs.

Benutzerkonto

Um den Überblick über alle ausgeliehenen oder bestellten Medien zu behalten, nutzen Sie am besten Ihr Benutzerkonto, welches Sie im OPAC oben links mit Klick auf den Reiter „Konto" aufrufen.

Sie erhalten eine Übersicht über alle ausgeliehenen Medien mit Rückgabedatum und können sie im Konto bei Bedarf selbst zweimal verlängern, es sei denn jemand anderes hat die Publikation vorbestellt. In diesem Fall ist keine Verlängerung möglich. Im Konto können Sie auch den Status aller bestellten oder vorgemerkten, aber noch nicht abgeholten Medien (Magazinbücher und Fernleihe) verfolgen. Bestellte Magazinbücher stehen i.d.R. am nächsten Tag zur Ausleihe bereit, und ob eine Fernleihe oder Vormerkung angekommen ist, erkennen Sie am Status. Er steht dann nicht mehr auf „bestellt" sondern auf „abholbar".

Haben Sie Ihre E-Mail-Adresse angegeben, wird Ihnen bei Fernleihen und Vormerkungen eine Benachrichtigung zugeschickt, sobald Ihre Publikation angekommen ist. Hat die Bibliothek Ihre E-Mail-Adresse noch nicht, ist es Ihnen möglich, diese im Konto unter „Benutzerdaten" selbst nachzutragen (UB Augsburg) oder Ihre Universitätsemailadresse abzurufen (UB Regensburg).

Wenn Sie über Fernleihe Kopien bestellen, können Sie eine Liste aller bestellten Kopien über einen eigenen Reiter ("FL-Konto") aufrufen. Wundern Sie sich nicht, wenn die Liste ziemlich lang ist, da in ihr alle je bestellten Kopien aufgeführt werden.

2.2 Elektronischer Volltext

Bei einigen Treffern gibt es in der Detailanzeige „mehr zum Titel" einen Vermerk „Volltext" und einen Link, d.h. dass die Bibliothek einen direkten Zugriff auf den elektronischen Volltext hat. V.a. Zeitschriften gibt es oft sowohl gedruckt als auch elektronisch. Sie finden aber auch Dissertationen oder sogar Monographien als E-Books. Diese Texte sind meist lizenziert, d.h. nur für Mitglieder der UB Augsburg oder UB Regensburg zugänglich. Sie erhalten einen Zugriff auf den Volltext nur dann, wenn Sie an einem der Uni-PCs sitzen oder sich ins Campusnetz (per Passwort-Eingabe oder über den VPN-Client) einwählen.

Bei elektronischen Zeitschriften werden Sie vom OPAC weitergeleitet. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Empfehlenswert ist es, erst auf die Seite der EZB zu klicken, von wo aus Sie auf die Homepage der Zeitschrift zugreifen können. Auf der Homepage der Zeitschrift können Sie in den verschiedenen Heften blättern und den gewünschten Titel ansehen, speichern oder ausdrucken.

Elektronische Volltexte sind im wissenschaftlichen Betrieb zunehmend unverzichtbar. Viele Zeitschriften werden im Volltext online bereitgestellt, aber auch Hochschulschriften (Abschlussarbeiten, Dissertationen, etc.) und Monographien sind im Netz zu finden. Viele dieser Angebote sind jedoch kostenpflichtig. Bibliotheken schließen deshalb mit Verlagen und anderen Anbietern Lizenzverträge. Alle Mitglieder der Bibliothek dürfen dann diese Angebote kostenlos nutzen. Viele Verlage haben auch pay-per-view- oder print-on-demand-Angebote. Damit können Sie auch ohne Lizenz auf die Volltexte zugreifen, allerdings müssen Sie dabei für jeden Aufsatz, den Sie ansehen oder herunterladen, extra zahlen. Einen guten Überblick, welche Zeitschriften online verfügbar sind, gibt Ihnen die Elektronische Zeitschriftenbibliothek EZB.

3. Titel ist in der UB nicht vorhanden (Fernleihe)

Wenn Ihre Suche im OPAC keinen Treffer ergeben hat, sollten Sie die Rechtschreibung überprüfen oder einen anderen Suchweg ausprobieren. Vielleicht haben Sie auch zu wenig oder zu viele Begriffe eingegeben. Ist Ihre Recherche danach immer noch ergebnislos, können Sie im Gateway Bayern weitersuchen und eine Fernleihe in Auftrag geben.

Das Buch wird dann für Sie in einer anderen Bibliothek bestellt und zur UB Augsburg/UB Regensburg geliefert, wo Sie es abholen und ausleihen können. Für alle Benutzer der UB ist dieser Service kostenlos, allerdings müssen Sie mit einer ein- bis zweiwöchigen Wartezeit rechnen.

Um eine Fernleihe über den Gateway Bayern aufzugeben, müssen Sie erst die Detailanzeige Ihres Treffers öffnen. Dort wird der Button „SFX (Services, Fernleihe und weitere Extras)" angezeigt. Über ihn können Sie nun eine Bestellung auslösen. Sie können einfach durchklicken und den Anweisungen folgen.

3.1 Schritt für Schritt: Fernleihe

Fernleihe - Suche über den OPAC der UB Augsburg/ UB Regensburg

Der OPAC bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Recherche im Gateway Bayern durchzuführen (Sie bleiben aber in der gewohnten Oberfläche). Dazu können Sie in der Suchmaske unter dem Reiter „Datenbank-Auswahl" das Gateway Bayern anklicken. Wenn Sie fündig geworden sind, geht die Bestellung so:

  1. Klicken in der Vollanzeige Ihres Titels auf den Reiter „Zum Dokument". Dort sehen Sie auch die Möglichkeit „Fernleihe" (ggfs. müssen Sie auf „weitere Möglichkeiten" klicken, damit dieser Punkt angezeigt wird).
  2. Sie werden aufgefordert sich anzumelden. (Bibliotheksnummer bzw. Benutzernummer und Passwort) Der Anmelde-Button ist ganz oben rechts.
  3. Jetzt erscheint im Reiter der Button „Fernleihe durchführen".
  4. Sie kommen auf die Seite mit dem Bestellformular. Die Daten zu Ihrem Titel sind schon angegeben. Sie können noch ein paar Kommentare und Einschränkungen hinzufügen. Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken.
    fernleihe
  5. Wenn alles so ist, wie Sie es möchten, klicken Sie einfach auf „Bestellung abschicken".

Sobald Sie eine Bestellung abgeschickt haben, erscheint sie in Ihrem Benutzerkonto des OPACs der UB unter „Bestellungen". Hier sehen Sie auch, ob das Medium schon eingetroffen ist. Der Status ändert sich von „bestellt" auf „abholbar". Sie erhalten außerdem eine E-Mail-Benachrichtigung, wenn Sie eine Adresse im OPAC der UB angegeben haben.

Der Fernleihservice gilt auch für Aufsätze. Sie bekommen eine Kopie zugeschickt, für die Sie allerdings einen kleinen Betrag zahlen müssen (je nach Seitenzahl, mindestens aber 1,50€), da Ihnen der Aufwand für das Kopienanfertigen und das Papier in Rechnung gestellt wird.

Fernleihe - Treffer im Gateway Bayern

Wenn Sie zur Recherche nicht den Zugriff auf den Gateway Bayern über den OPAC, sondern den direkten Zugriff gewählt haben, gehen Sie etwas anders vor. Sie haben den gewünschten Treffer in der Detailanzeige vor sich.

  1. Mit dem Button „SFX (Services, Fernleihe und weitere eXtras)" öffnet sich ein extra Fenster. Hier haben Sie verschiedene Möglichkeiten weiter zu machen.Eine genaue Anleitung finden Sie im hier oder im SFX-E-Tutorial.

    Gateway

    (Zum Vergrößern der Grafik bitte auf die Vorschau klicken)
    fernleihfenster

  2. Wählen Sie unter „Dokumentlieferung" die Option „Fernleihe im Bibliotheksverbund Bayern", indem Sie auf den Pfeil klicken.
  3. Auf der nächsten Seite müssen Sie sich anmelden, falls Sie nicht bereits eingeloggt sind.
  4. Sie sind jetzt im Fernleihformular. Hier sehen Sie alle Angaben zu dem gewünschten Werk. Sie können noch ein paar Kommentare und Einschränkungen hinzufügen, z.B. ob Sie auch andere Auflagen möchten, oder bis wann Sie die Fernleihe brauchen.
  5. Wenn alles so ist, wie Sie es möchten, klicken Sie einfach auf „Bestellung abschicken". Danach finden Sie die näheren Angaben zu der Bestellung ebenfalls in Ihrem Benutzerkonto im OPAC.

In den meisten Fällen finden Sie im Gateway Bayern, was Sie suchen. Sollte Ihre gewünschte Publikation in Bayern nicht vorhanden sein, können Sie dennoch eine überregionale oder internationale Fernleihe in Auftrag geben.

3.2 Überregionale Fernleihe

Wenn Sie die gesuchten Quellen weder im lokalen Katalog noch im Gateway Bayern finden, suchen Sie deutschlandweit und international, z. B: im KVK.

Eine Fernleihbestellung innerhalb Deutschlands erfolgt trotzdem über das Gateway Bayern, nur verwenden Sie in diesem Fall die leere Eingabemaske:

  1. Die Suche im Gateway Bayern ergab 0 Treffer. Im Hilfetext finden Sie unter Punkt 3 im Text den Link „Fernleihbestellung", der Sie auf eine Auswahlseite weiterleitet.
  2. Auf dieser Seite müssen Sie sich entscheiden, ob Sie ein Buch oder eine Kopie eines Buchkapitels bzw. eines Zeitschriftenartikel bestellen möchten. Klicken Sie einfach auf den entsprechenden Button.
  3. Nach dieser Auswahl müssen Sie sich anmelden und Ihre Bibliothek angeben.
  4. Jetzt wird Ihnen das Fernleih-Bestellformular angezeigt. Sie sollten alle Angaben, die Sie haben, so genau wie möglich angeben. Zum Abschluss klicken Sie auf „Bestellung abschicken".

3.3 Internationale Fernleihe

Für internationale Fernleihen wenden Sie sich am Besten mit Ihren Angaben direkt an das Personal der Bibliothek. Die Mitarbeiter in der Fernleihabteilung haben die Kontakte zu ausländischen Bibliotheken und können die Publikation für Sie bestellen. Sie können Ihnen auch sagen, was die Bestellung Sie ungefähr kosten wird. Je nachdem, aus welcher Bibliothek das Werk kommt, fallen für Sie Gebühren zwischen 10 und 30 Euro an. Außerdem müssen Sie hier etwas mehr Zeit einplanen. Es kann einige Wochen dauern bis Ihre Bestellung eintrifft.

Die Fernleihabteilung finden Sie in der Zentralbibliothek gegenüber der Ausleihtheke. Sie können aber auch anrufen (Tel. 0821/598 - 5390 an der UB Augsburg oder 0941/943 - 3936) oder eine Mail an die Fernleihabteilung (fl@bibliothek.uni-augsburg.de oder pfl.ub@bibliothek.uni-regensburg.de ) schicken.

3.4 Kopienbestellung & Dokumentenlieferung

Kopienbestellung

Sie können bei der Fernleihe auch Kopien bestellen. Am häufigsten sind Kopien einzelner Aufsätze aus Zeitschriften. Sie können jedoch auch einzelne Kapitel aus Monographien und Beiträge aus Sammelwerken als Kopie schicken lassen. Bis zu 100 Seiten dürfen als Kopie verschickt werden, je umfangreicher allerdings die Kopien sind, desto teurer wird die Lieferung für Sie:
bis 20 Seiten: 1,50 Euro
bis 40 Seiten: 4 Euro
bis 60 Seiten: 6 Euro
bis 80 Seiten: 8 Euro
bis 100 Seiten: 10 Euro
Besonders bei Kopien aus Büchern ist es wichtig, dass Sie genaue Angaben machen, welche Seiten Sie haben wollen. Verwende am Besten die leere Eingabemaske (s. „überregionale Fernleihe") und geben das genaue Kapitel und wenn möglich nicht nur die Startseitenzahlen an, sondern auch die Seite, auf welcher das Kapitel endet. Falls Sie sich fragen, warum Sie für eine Kopienbestellung bezahlen sollten, wenn Sie das Buch kostenlos haben können, sollten Sie sich die Vorteile vor Augen halten:

  • Nicht jede Bibliothek trennt sich gern von ihren Büchern. Fernleihanfragen können auch abgelehnt werden. Gründe dafür sind, wenn das Werk z.B. zu alt ist (kann kaputt gehen), zu neu (gibt's noch zu kaufen), sehr häufig nachgefragt wird usw. Bei einer Kopie fallen diese Gründe weg, Ihre Chancen steigen, das benötigte Kapitel zu erhalten.
  • Kopien bekommen Sie meist auch sehr viel schneller. Sie werden nämlich nicht wie Bücher per Auto oder Post transportiert, sondern mit Fax oder E-Mail an die UB geschickt. Oft können Sie Ihre Bestellung nach 2-3 Tagen abholen.
  • Kopien können Sie behalten. Sie müssen sich nicht um Rückgabefristen und Verlängerungen kümmern und Sie können nach Belieben im Text herumkritzeln.

Für alle Aufsatzbestellungen gilt: Sie suchen im Gateway Bayern nach der Zeitschrift. Wenn Sie jetzt auf den Button „SFX (Services, Fernleihe und weitere eXtras)" gehen, haben Sie in der Bestellmaske noch einige freie Felder. Dort tippen Sie den Aufsatztitel, den Autor, den Jahrgang oder das Erscheinungsjahr, die Seitenzahl und evtl. die Heftnummer ein.

Dokumentlieferdienste

Eine Alternative zur Fernleihe sind Dokumentlieferdienste, z.B. subito. Dazu melden Sie sich selbst beim Lieferdienst an und können dann Bücher und Artikel in den teilnehmenden Bibliotheken bestellen. Sie ordern direkt bei der Bibliothek (Sie müssen also zuerst recherchieren, welche Bibliothek das Werk besitzt) und bekommen Ihre Unterlagen per Post oder per E-Mail direkt nach Hause geliefert. Die Dateien, die Sie per E-Mail bekommen, sind technisch geschützt. Sie sollten deshalb vor der Bestellung die Informationsseiten von subito durchlesen. Bücher sind i.d.R. vier Wochen ausleihbar, Aufsatzkopien dürfen Sie behalten. Die Bibliotheken verpflichten sich außerdem, Ihnen die Quellen innerhalb einer bestimmten Frist zuzuschicken. Oft gibt es sogar einen 24-Stunden-Schnelllieferdienst. Für diesen Service müssen Sie allerdings zahlen, und es kann schnell teuer werden (s. z.B. die aktuelle subito-Preisliste ). Subito bietet sich also an, wenn Sie es eilig haben, ansonsten ist die Fernleihe die günstigere Alternative.

4. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

In diesem Baustein haben sie erfahren, wie sie vorgehen, wenn Sie sich eine Quelle beschaffen wollen. Sie wissen nun, dass Sie zunächst im OPAC herausfinden müssen, ob die Quelle in Ihrer Bibliothek vorhanden ist. Wie eine Ausleihe in Ihrer Bibliothek funktioniert bzw. welche Bücher Sie überhaupt ausleihen dürfen, haben Sie ebenfalls gelernt. Wenn Sie die Quelle nicht in Ihrer Bibliothek erhalten, müssen Sie eine Fernleihe durchführen. Diese können Sie direkt über den OPAC abwickeln oder Sie nutzen dazu den Gateway Bayern oder eine andere elektronische Datenbank. Über den SFX Button können Sie herausfinden, ob es die Publikation an Ihrer Universität gibt oder ob Sie eine Fernleihe in Auftrag geben oder Kopien bestellen.

Symbol Maus Linktipp

Gateway Bayern (2010). Hilfe. Verfügbar unter: http://opac.bib-bvb.de:8080/InfoGuideClient.fasttestsis/start.do?.

5. Zitierte Literatur

Gateway Bayern (2010). Hilfe. Verfügbar unter: http://opac.bib-bvb.de:8080/InfoGuideClient.fasttestsis/start.do?.

Universität Augsburg (2010). Bücher. Verfügbar unter: http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/bibliothek_nutzen/benfuehrer/nutzung/buch/.

Universität Augsburg (2010). Fernleihe. Verfügbar unter: http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/bibliothek_nutzen/benfuehrer/fern/fernleihe/ .

Selbsttest-Aufgaben Baustein VI

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein VI mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

1. Welche Nachteile hat die Suche über ISBN im OPAC gegenüber der Suche nach Autor oder Titel des Buches?

a. Es wird nur eine bestimmte Ausgabe gefunden.
b. Es wird nur die Taschenbuchausgabe gefunden.
c. Es wird nur die an der Heimatuniversität vorhandene Ausgabe gefunden.

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

a

 

2. Wenn Ihre Suche im OPAC keine Treffer ergeben hat, haben Sie diese Möglichkeiten:

a. Sie suchen im Lesesaal.
b. Sie konsultieren den Magazinbestand.
c. Sie suchen über Fernleihe.

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

c

 

3. Beschreiben Sie Ihr Vorgehen bei der Fernleihbestellung eines Artikels.

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Ich suche im Gateway Bayern nach der Zeitschrift, in der der Artikel enthalten ist. Habe ich die richtige Ausgabe gefunden, klicke ich auf den Button „SFX". Es öffnet sich das Fernleihe-Fenster. Ich kann nun auswählen, ob ich Kopien bestellen möchte, oder eine Fernleihe der gebundenen Zeitschrift in Auftrag geben möchte. Wenn ich Kopien bestellen möchte, tippe ich  den Aufsatztitel, den Autor, den Jahrgang oder das Erscheinungsjahr, die Seitenzahl und eventuell die Heftnummer ein. Die Bestellung bestätige ich in beiden Fällen durch einen Klick auf den entsprechenden Button.

Baustein VII: Quellen bewerten

Während der Recherche haben Sie sicher einiges an Literatur gefunden. Sie müssen jetzt überlegen, was davon für Ihr Thema geeignet ist und ob die Qualität der Publikation ausreicht, um in einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet zu werden. In diesem Kapitel finden Sie ein paar Kriterien für die Bewertung von Werken.

Dauer des Kapitels: ca. 30 min.

Warum die Qualitätsbewertung im wissenschaftlichen Arbeiten so wichtig ist, sagt Ihnen Frau Prof. Eilders (Professur für Kommunikationswissenschaft) in einem kurzen Video (Dauer: 1:15 min.):

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"Tipps Prof. Eilders" produziert von Michael Hallermayer und Eva Ingold

1. Auswahl bei der Recherche

Die erste Entscheidung, welche Literatur evtl. in Frage kommt, treffen Sie bereits bei der Recherche im OPAC oder in Datenbanken. Dort finden Sie formale Angaben wie Autor, Titel oder Verlag, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können. Häufig sind auch das Inhaltsverzeichnis oder ein Abstract gespeichert, die Ihnen ebenfalls weiterhelfen. Stellen Sie sich folgende Fragen bei der Begutachtung Ihrer Treffer:

Autor

  • Kenne ich den Herausgeber/ Autor? Habe ich schon Werke von ihm/ ihr gelesen?
  • Hat mein Dozent den Autor schon einmal erwähnt?
  • Wird der Autor in anderen (guten) Werken zitiert?
  • Hat der Autor eine wissenschaftliche Ausbildung / akademischen Titel?
  • Arbeitet der Autor in einer wissenschaftlichen Institution?

Quelle/ Verlag

  • Ist der Aufsatz in einer Fachzeitschrift / wissenschaftlichen Publikation erschienen?
  • Ist der Verlag bekannt für wissenschaftliche Publikationen?
  • Welchen Ruf und welche Qualifikation hat der Verlag?

Aktualität

  • Wann ist die Publikation erschienen? Ist sie noch aktuell?
  • Gibt es eine neuere Auflage?
  • Ist es sinnvoll, eine ältere Auflage zu verwenden?
  • Handelt es sich um einen Klassiker?

Inhaltsverzeichnis / Abstract

  • Wie sieht das Inhaltsverzeichnis aus? Ist es logisch aufgebaut?
  • Werden Schlüsselwörter zum Thema genannt?

Schlagwörter

  • Sind die für mein Thema relevanten Schlagwörter genannt?

Signatur (bei der OPAC-Suche)

  • Welche Signatur hat das Werk?
  • Fällt die Systematikstelle in mein oder ein verwandtes Fachgebiet?

2. Auswahl am Regal

Der nächste Schritt ist, dass Sie in der Bibliothek ans Regal gehen und das Werk genauer anschauen. Jetzt sollten Sie Ihr Augenmerk richten auf:

die Aktualität

  • Berücksichtigt der Autor den aktuellen Forschungsstand?

den Inhalt

  • Welche Intention verfolgt der Autor mit diesem Werk? (Einleitung lesen)
  • Wird eine Zielgruppe benannt?
  • Wie umfangreich und aktuell ist die Literaturliste?
  • Werden in der Literaturliste die einschlägigen Autoren zum Thema genannt?
  • Welche Sprache wird verwendet?
  • Wie genau sind die Angaben?
  • Wie objektiv ist die Darstellung?

Lesen Sie dafür den Klappentext und das Inhaltsverzeichnis. Beide können Sie auch über den elektronischen Katalog erreichen. Klicken Sie bei Ihrem Suchergebnis einfach auf den Reiter „mehr zum Titel". Hier können Sie meist ein Inhaltsverzeichnis oder einen Klappentext ansehen (als pdf-Dokument). Oder Sie lesen sich das Vorwort im Buch selbst durch und blättern ein bisschen. So erfahren Sie, ob und welche Kapitel für Sie in Frage kommen, in welchem Stil der Autor schreibt und ob es Grafiken, Schaubilder, Tabellen usw. gibt.

3. Bewertungskriterien für Internetquellen

Das Internet ist ein Sonderfall, weil hier jeder nach Belieben veröffentlichen kann. Deshalb sollten Sie besonders vorsichtig sein. Viele der oben genannten Kriterien gelten auch für Internetdokumente, es kommen jedoch noch weitere wichtige Bewertungskriterien dazu.

Autor

  • Ist der Autor des Textes angegeben? Gibt es ein Pseudonym, das jedoch eindeutig einem Autor zugewiesen werden kann?

URL/ Adresse der Seite

  • Von wem wurde die Internetseite veröffentlicht? Handelt es sich um die offizielle Publikation einer Organisation? Sind Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummer) angegeben?
  • Lässt der Servername auf den Namen einer Behörde, Firma oder öffentlichen Institution schließen? (Rückschlüsse auf die Zuverlässigkeit der Informationen)

Veröffentlichungszweck

  • Mit welchem Hintergrund wurde die Information veröffentlicht?
  • Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?

Äußere Aufmachung

  • Ist die Aufmachung der Seite seriös (Farbe, Layout, Gestaltung)?
  • Welche Sprache wird verwendet?
  • Ist auf der Seite Werbung zu finden? Welche? Ist sie deutlich vom Text getrennt?

Aktualität und Kontinuität

  • Wann wurde die Seite zuletzt inhaltlich überarbeitet?
  • Welchen Stand haben die Informationen?
  • Ist die Internetseite längerfristig verfügbar?

Schreibstil

  • Ist das Dokument sachlich, neutral und objektiv geschrieben?
  • Werden sprachliche Mittel benutzt, um den Leser zu beeinflussen?
  • Ist die Seite sprachlich korrekt?

Inhalt/ sachliche Richtigkeit

  • Lassen sich die Aussagen überprüfen?
  • Ist die Information plausibel oder stimmt sie mit Informationen aus anderen Quellen überein?
  • Auf welche Quellen wird verwiesen, welche werden zitiert?
  • Wohin führen die Links?

Referenzen

  • Gibt es andere Dokumente, die sich auf das gefundene Dokument beziehen?
  • Von welchen Seiten wird auf die gefundene verlinkt?
  • Verweist das Dokument auf andere Quellen?
  • Funktionieren die Links und sind sie aktuell?
  • Gibt es Kommentare von anderen Nutzer (bezügl. Qualität, Zuverlässigkeit,...)?


Anhand dieser Kriterien können Sie Ihre Quellen hoffentlich etwas einschränken. Leider wissen Sie erst, wenn Sie das Werk wirklich gelesen haben, ob Sie es für Ihre Arbeit verwenden können.

Und noch ein Tipp: Bei ausführlichen wissenschaftlichen Publikationen sollten Sie genau überlegen, ob Sie wirklich das ganze Werk lesen müssen. Oft wird es ausreichen, wenn Sie die wirklich geeigneten Kapitel raussuchen.

4. Urheberrecht & Plagiatsfrage

Jedes geistige Eigentum, etwa ein Buch oder eine Internetseite, ist urheberrechtlich geschützt. Damit Sie das Urheberrecht nicht verletzen, müssen Sie bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit (z.B. Hausarbeit, Referat) darauf achten, dass Sie keine Inhalte aus anderen Arbeiten übernehmen ohne diese zu kennzeichnen. Gerade in den Zeiten des Internets kommt es immer häufiger vor, dass Plagiate abgegeben werden - denn sie sind nur einen Mausklick entfernt und können einfach per Copy & Paste in die eigene Arbeit übertragen werden. In Studien hat man zudem herausgefunden, dass viele Studierende das Kopieren von Texten aus dem Internet als weniger schwerwiegend einschätzten, als das Kopieren von Texten aus Büchern. Wenn Sie in der Universität ein Plagiat abgeben, wird der Kurs i.d.R. als nicht bestanden gewertet und es können rechtliche Konsequenzen auf Sie zukommen (z.B. Exmatrikulation).

Grundsätzlich kann man verschiedene Formen von Plagiaten unterscheiden:

  1. Wenn der gesamte Text übertragen wurde („Copy und Paste Totalplagiat").
  2. Wenn einzelne Sätze übernommen und nur leicht angepasst wurden (z.B. die Substantive durch Synonyme ersetzt), ohne dass die Quelle angeführt wurde („Patchwriting") oder (Teil-)Sätze aus verschiedenen Quellen zu neuen Sätzen kombiniert wurden („Shake and Paste").
  3. Wenn die Struktur einer anderen Arbeit übernommen wurde, aber eigene Inhalte produziert wurden („Strukturplagiat").
  4. Wenn die Zitationsregeln falsch angewendet werden.

Im Internet finden sich inzwischen zahlreiche Informationen zu Plagiaten und auch Analysen von wissenschaftlichen Arbeiten hinsichtliche Plagiaten. Auf ZEIT-Online ist eine dieser Analysen zu finden (siehe Zitierte Literatur). Sie erläutert verschiede Formen von Plagiaten an anschaulichen Beispielen aus einer Dissertation.

Egal welche Form des Plagiats vorkommt, es handelt sich dabei immer um die Verletzung des Urheberrechts des Verfassers. Unter §1 UrhG steht, dass die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst für ihre Werke Schutz nach Maßgabe dieses Gesetzes genießen. In der Praxis bedeutet das für Sie:

  • Obwohl nur der Urheber das Vervielfältigungsrecht hat, ist es Ihnen erlaubt, einzelne Seiten eines Werkes zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch herzustellen (gemäß §53 Abs. 2 Nr.1 UrhG). Sie dürfen dementsprechend Kopien machen, soweit Sie nicht das ganze Buch kopieren und das nur zum eigenen Gebrauch verwenden.
  • Es ist Ihnen auch erlaubt, ein Buch zum eigenen Gebrauch zu digitalisieren, wenn es sich um ein seit mindestens 2 Jahren vergriffenes Werk handelt (gemäß §53 Abs.4b UrhG), das vom Verlag nicht mehr geliefert werden kann.
  • Es besteht die Möglichkeit, dass der Dozent ein Buch oder Teile eines Buchs einscannt und auf eine passwortgeschützte Lernplattform stellt. Dies ist gemäß §52a Abs.1 Nr.2 UrhG über öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung erlaubt, soweit es sich um „kleine Teile eines Werkes für Unterricht und Forschung" und einen beschränkten Teilnehmerkreis (z.B. Seminarteilnehmer) handelt.

5. Open Access

Die Quellen und Bücher, die Sie bei der Recherche für Ihr Referat oder Ihre Hausarbeit finden werden i.d.R. (sofern es sich um wissenschaftliche Literatur handelt) von Forschungseinrichtungen (z.B. Universitäten) veröffentlicht und basieren auf intensiven Literaturstudien und empirischer Forschung. Ihnen steht häufig eine große Vielfalt an Publikationen zu einem Thema zur Verfügung. Doch warum ist das so und wie funktioniert der wissenschaftliche Publikationsprozess? In diesem Teil des Kapitels lassen wir Sie hinter den Vorhang schauen und nehmen Sie mit auf einen kleinen Exkurs, bei dem Sie einen anderen Blickwinkel auf die Publikationen einnehmen können.

In der wissenschaftlichen Praxis existieren bestimmte (häufig unausgesprochene) Regeln, an die man sich als Forscher halten soll. Diese Regeln möchten wir hier kurz darlegen:

  • publish or perish (publiziere oder gehe zu Grunde): Wenn man als Wissenschaftler nichts veröffentlicht, so ist man in der scientific community nicht bekannt. Mit einer Veröffentlichung kann man zeigen, was man kann und sich in der wissenschaftlichen Community etablieren. Dabei ist die Publikation umso wertvoller, umso renommierter der Verlag oder umso höher die Zeitschrift gerankt ist. Der berufliche Erfolg für einen Wissenschaftler ist also u.a. von der Anzahl und der Qualität seiner Publikationen abhängig.
  • Peer Review: Über die Qualität der Publikation entscheidet nicht der Verlag, sondern andere renommierte Wissenschaftler (Experten) des Fachgebiets. Diese Experten (Peer-Reviewer) verfassen ein Gutachten zur Qualität des Artikels und können somit beeinflussen, ob ein Text schlussendlich veröffentlicht wird, oder nicht. Bei Peer-Review Verfahren unterscheidet man das single-blind und das double-blind Verfahren. Am häufigsten trifft man auf das double-blind Verfahren, bei dem weder der Autor noch der Gutachter die gegenseitigen Namen kennen. Beim single-blind Verfahren erfährt der Gutachter den Namen des Autors und kann so Erfahrungen und Meinungen zum Autor mit ins Gutachten einfließen lassen. In Deutschland wenig verbreitet ist (noch) das öffentliche Begutachtungsverfahren, bei dem Reviewer und Gutachter voneinander wissen. Der Ablauf eines Peer-Review-Verfahrens gestaltet sich ungefähr wie folgt:
  1. Zeitschrift gibt einen Call for Papers (Aufruf zur Einreichung von Artikeln) heraus oder der Autor wird direkt von den Herausgebern bzw. von einem Verlag angesprochen.
  2. Der Autor verfasst seinen Artikel oder sein Buch nach den Vorgaben und Vorstellungen des Verlags (dazu gehören auch formale Vorgaben) und gibt ihn ab.
  3. Der Herausgeber sucht unabhängige (meist anonyme) Gutachter.
  4. Die Gutachter werden für ihre Arbeit meistens nicht bezahlt, was eine objektive und faire Kritik zum Werk fördern soll.
  5. Das Gutachten entscheidet darüber, ob der Text veröffentlicht werden kann und welche Nachbesserungen noch gemacht werden müssen. Diese werden an den Autor zurückgespiegelt, welcher den Text überarbeitet und wieder an den Herausgeber sendet.

Vorteil: Die Publikationen mit Peer Review haben einen besseren Ruf.

Nachteil: Es kann lange dauern, um einen qualifizierten und unabhängigen Begutachter zu finden. Auch die unerwartete negative Kritik zum Werk ist nicht auszuschließen.

Wer ein wissenschaftliches Weiterkommen anstrebt, muss nicht nur regelmäßig, sondern auch in den Zeitschriften mit einem hohen journal impact factor (JPF) publizieren. Der Journal Impact Factor hilft, die einflussreichen und prestigeträchtigen Journale von den weniger renommierten zu unterscheiden. Er berechnet sich folgendermaßen:

Zahl der Zitate im Bezugsjahr auf die Artikel der vergangenen zwei Jahre
Zahl der Artikel in den vergangenen zwei Jahren

Die Anzahl der Zitate wird als Indikator für die Popularität der Zeitschrift verwendet.

5.1 Zeitschriftenkrise

Mitte der 1990er Jahre entstand ein Phänomen, das die wissenschaftliche Publikationslandschaft bis heute prägt: die Zeitschriftenkrise. Mehrere Wissenschaftsverlage erhöhen in dieser Zeit die Preise für Fachzeitschriften. Die Bibliotheken, die Hauptabnehmer der Fachzeitschriftenabonnements sind, bestellen aus Budgetmangel viele Fachzeitschriftenabonnements ab. Aufgrund der fehlenden Nachfrage erhöhen die Verlage die Preise erneut und schränken so den Zugriff auf aktuelle Forschungsergebnisse (die sich vorwiegend in Fachzeitschriften finden) stark ein.

5.2 Elektronisches Publizieren

Mit der Verbreitung des Internets Anfang der 1990er Jahre entwickelt sich ein neues Publikationsmedium, das die Zeitschriftenkrise nachhaltig beeinflusst. Elektronisches Publizieren, also die Veröffentlichung von Werken in elektronischer Form, etabliert sich. Dies ist auch die Grundlage für die Open Access-Bewegung, die fordert, dass es freien Zugang zu Ergebnissen öffentlich finanzierter Forschung über das Internet geben sollte. Im Jahr 2000 wird daher öffentlich dazu aufgerufen, die Zeitschriften zu boykottieren, die ihre Artikel nicht sechs Monate nach der Veröffentlichung frei zugänglich machen. Da diese Forderung wenig Auswirkungen zeigt, werden Open-Access Zeitschriften gegründet. Momentan gibt es zwei Strömungen in der Open Access Bewegung:

1.    Golden Road - freier Zugriff auf die Artikel spätestens sechs Monate nach Veröffentlichung

Bei der Golden Road entscheiden sich Zeitschriften bewusst dafür, ihre Ausgaben sechs Monate nach der Veröffentlichung frei zugänglich zu machen. Dieses Modell ermöglicht die Sicherstellung der Qualität der Publikationen durch Peer-Review, d.h. es findet nach wie vor eine Qualitätskontrolle statt.

Durch den freien Zugang nach sechs Monaten entfallen den Verlagen aber wichtige Einnahmen (Abonnements durch Bibliotheken). Deshalb findet sich hier häufig das Modell, dass Autoren (bzw. die Institutionen, bei denen sie angestellt sind) für die Veröffentlichung zahlen müssen. Wenn der Autor keine finanzielle Unterstützung hat, wird das Werk nicht bei OA-Zeitschriften veröffentlicht. Das heißt, Sie bekommen den freien Zugriff zu den Werken nur von denjenigen Autoren, die Open Access für sich finanziell ermöglichen können.

Beispiele für Open Access Zeitschriften (Golden Road): Public Library of Science -  PLoS (mehr Informationen können Sie unter Open Access von PLoS nachlesen) und BioMed Central - BMC (ist ein kommerzieller Online-Verlag für Biologie, Medizin, Chemie und PhysMathematik) und das European Educational Research Journal.

2.    Green Way - Wissenschaftler stellen ihre Werke selbst online

Bei Ihrer Recherche im Internet sind Sie sicher auf PDF-Dateien gestoßen, die vom Autor frei zugänglich ins Internet gestellt wurden. Diese Veröffentlichungen von Pre- oder Postprints laufen meist unter dem Label des „Selbst-Archiving", d.h. dass der Urheber eines Werkes sein Werk selbst archiviert, auch wenn er die Nutzungsrechte an den Verlag abgetreten hat. Der Green Way entstand ursprünglich dadurch, dass der Zeitraum vom Verfassen des Artikels bis zur Veröffentlichung manchmal extrem lang dauert (aufgrund der Gutachten und aufgrund anderer, sich verzögernder Artikel). Deswegen gingen Wissenschaftler dazu über, ihre Artikel vorab als Preprint-Versionen online zugänglich zu machen. Heute hat sich diese Form der elektronischen Publikation etabliert und Hochschulen verfügen über Dokumentenserver, die allein diesem Zweck dienen (Publikationsserver der UB Regensburg).

5.3 Gegenbewegung

Der Open Access-Gedanke ist gerade in europäischen Ländern noch umstritten, wie man in dieser Grafik zu OA-Veröffentlichungen erkennen kann.

Verteilung von Open Access

Internationale Verteilung von Open Access-Zeitschriften in absoluten Zahlen. Quelle: DOAJ, 2009, zit. nach Weishaupt, 2009, S. 4.

 

Nach wie vor finden sich - sowohl unter Autoren als auch unter Verlagen - heftige Gegner des Ansatzes. Insbesondere die Verlage haben sich lange gegen eine Öffnung des Zeitschriftenmarktes gewehrt indem sie Buy-Out-Verträge einsetzten, die eine Zweitveröffentlichung (sprich eine Pre- oder Postprint Veröffentlichung) durch den Autor unmöglich machen. Open Access-Zeitschriften werden von Autoren kritisch betrachtet, da mit dem Open Access-Gedanken eine Minderung der Qualität der Veröffentlichungen assoziiert wird (z.B. durch fehlendes Peer-Review) und die OA-Zeitschriften selten über einen so hohen Impact Factor verfügen wie traditionelle Zeitschriften.

Mittlerweile gibt es Zeitschriften, die nur noch online publizieren und keine Printversion drucken lassen. Vermehrt ermöglichen die Verlage auch eine zusätzliche Veröffentlichung als Pre- oder Postprint durch die Autoren (ca. 68 % der Verlage). Immer mehr Verlage bieten zudem die Veröffentlichung eines Buches in „Hybridform" an, d.h. als gedruckte Auflage sowie als Online-Version.

Für Sie als Studierende hat der Open Access Ansatz den Vorteil, dass sie schnellen, einfachen und freien Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Informationen erhalten.

Mehr Informationen zu Open Access und Repositorien können Sie auch auf dieser Informationsplattform finden.

6. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

Nachdem Sie diesen Baustein durchgearbeitet haben, wissen Sie, welche Leitfragen bei der Bewertung einer Quelle nützlich sind. Dabei gibt es Fragen, die sie noch bei der Recherche in einer Datenbank stellen können, aber auch solche die Ihnen direkt am Bücherregal in der Bibliothek bei der Bewertung helfen. Zudem haben Sie Bewertungskriterien für Internetquellen kennen gelernt und wissen, dass es bei diesen Quellen besonders wichtig ist auf die Qualität zu achten, da hier prinzipiell jeder publizieren kann. Obwohl die Auswahl an Texten groß und die Weiterverwendung nahezu unbeschränkt scheint, sollten Sie sich nicht zu einem Plagiat verleiten lassen, denn damit verstoßen Sie in den meisten Fällen gegen das Urheberrecht.

In einem kleinen Exkurs haben Sie zudem das Open Access - Prinzp näher kennengelernt. Nach wie vor gibt es zu diesm Prinzip eine heftige wissenschaftliche Diskussion und eine Lösung ist noch nich in greifbare Nähe gerückt. Der Studientext, den Sie gerade lesen, wurde unter diesem Prinzip verfasst und steht anderen Lehrenden als Open Educational Ressource zur Verfügung.

Symbol Buch Literaturtipp

Sattler, S. (2007). Plagiate in Hausarbeiten Erklärungsmodelle mit Hilfe der Rational-choice-Theorie. Hamburg.

Weishaupt, K. (2009). Überblick zum goldenen Weg zu Open Access in Deutschland und international. cms-journal, 32, 24-28. Verfügbar unter: http://edoc.hu-berlin.de/docviews/abstract.php?lang=ger&id=29787

Symbol Maus Linktipp

i-rights (2010). Urheberrecht in der digitalen Welt. Verfügbar unter: http://irights.info/

Kuhn, H.C. (2010). Umgang mit und Auffinden von Internetquellen. Verfügbar unter: http://www.phil-hum-ren.uni-muenchen.de/LV/hckKurs01s/T13INqUmg.htm

Gersmann, G. (18.02.2009). Wer hat Angst vor Open Access? FAZ. Verfügbar unter: http://www.faz.net/s/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D/Doc~E033233EFFF424107AAD231C7B393E17E~ATpl~Ecommon~Scontent.html

7. Zitierte Literatur

Veddern, M. (2004) Multimediarecht für die Hochschulpraxis (2. überarbeitete und erweiterte Auflage). URL: https://bildungsportal.sachsen.de/e135/e1485/e1549/doku/ratgeber/ratgeber_multimediarecht.pdf (06.05.2010)

Schiefner, M. (2010). Wissenschaftliche Redlichkeit im Zeichen der Zeit - Hochschuldidaktische Perspektiven im Umgang mit Plagiaten. In: B. Behrend, H.-P. Voss & J. Wildt. (Hrsg.), Neues Handbuch Hochschullehre. (S. 1-22). Berlin: Raabe Verlag.

Spindler, G. (2006). Rechtliche Rahmenbedingungen von Open Access-Publikationen. Göttingen: Universitätsverlag Göttingen.

Weishaupt, K. (2009). Freier Zugang und Qualität - Kein Widerspruch! Etablierte Strukturen des Wissenschaftssystems behindern die Durchsetzung von Open Access. Institut Arbeit und Technik (Forschung Aktuell Nr. 04/2009). Verfügbar unter: http://vg04.met.vgwort.de/na/f0e0c3ef776f4de3bdb22b35be84a5a7?l=http://www.iat.eu/forschung-aktuell/2009/fa2009-04.pdf

ZEIT ONLINE (2011). Analyse der Dissertation von Dr. Bernd Althusmann. URL: http://images.zeit.de/studium/hochschule/2011-07/Analyse-Althusmann-Endfassung-2.pdf (15.07.2011)

Selbsttest-Aufgaben Baustein VII

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein VII mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

1. Welche Aspekte einer Internetquelle können Sie näher betrachten, um ihre Qualität einzuschätzen?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):
  • Autor
  • URL/Adresse der Seite
  • Veröffentlichungszweck
  • Äußere Aufmachung
  • Akutalität
  • Kontinuität
  • Schreibstil
  • Inhalt
  • Referenzen

 

2. Nennen Sie verschiedene Formen von Plagiaten:

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):
  • Copy and Paste Totalplagiat
  • Patchwriting
  • Shake and Paste
  • Strukturplagiat
  • falsche Zitation

 

3. Die Regel "publish or perish" bedeutet für einen Wissenschaftler, dass sein beruflicher Erfolg abhängig ist von:

a. Den anderen renommierten Wissenschaftlern (Experten)
b. Der Anzahl und Qualität seiner Publikationen
c. Den einflussreichen und prestigeträchtigen Journalen

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

b

 

4. Welche Strömungen haben sich in der Open Access Bewegung ergeben und wie unterscheiden sie sich?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Golden Road - Verlage ermöglichen  freien Zugriff auf die Artikel, spätestens sechs Monate nach Veröffentlichung;
Green Way - Wissenschaftler veröffentlichen selbstständigKopien als Maßnahme der Archivierung.

Baustein VIII: Informationen verwalten

Im Laufe Ihrer Recherche haben Sie sicher einiges an Literatur zu Ihrem Thema gefunden. Vieles davon wird für Ihre Arbeit wichtig sein, einiges werden Sie auch wieder aussortieren. Um hier nicht den Überblick zu verlieren, ist es wichtig, dass Sie sich von Anfang an alle Literaturangaben möglichst genau und vollständig notieren. In Ihren Zitaten und im Literaturverzeichnis Ihrer Arbeit sollten schließlich alle Angaben richtig und komplett sein. Vollständige und korrekte Angaben sind eine wichtige Bedingung bei wissenschaftlichen Arbeiten. Sogenannte Literaturverwaltungsprogramme helfen Ihnen, die gefundenen Quellen zu verwalten und vollständig zu notieren, aber auch eine einfache Word- oder Excel-Datei kann dabei hilfreich sein. Zuvor lernen Sie jedoch Grundlagen zur Zitation kennen.

Der kurze Film zeigt Ihnen erneut auf, welche Alltagsprobleme im Studium auftreten können und gibt einen kurzen Ausblick darauf, welche Lösungsmögllichkeiten im folgenden Kapitel thematisiert werden.

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"Dein Studienalltag Teil 4" produziert von Tanja Kranawetleitner, Julia Röhrich und Stefanie Erhard

Dauer des Kapitels: ca. 100 min

1. Zitieren

Bevor Sie näheres zur Literaturverwaltung erfahren, sollten Sie ein paar Grundlagen zum Zitieren kennenlernen:

Die Behauptungen, die Sie im Text aufstellen, müssen Sie  immer belegen oder begründen, damit die Leser Ihre Argumentation nachvollziehen können. Sie belegen Ihre Behauptungen durch Zitate. Für das Zitieren gibt es Grundregeln, nach denen Sie sich richten müssen.

Direkte und indirekte Zitate

Bei den Zitaten unterscheidet man zwischen direkten (wörtlichen) und indirekten Zitaten. Bei direkten Zitaten werden die Aussagen eines Autors wörtlich in den eigenen Text übernommen. Sie beginnen und enden mit Anführungszeichen. Ein wörtliches Zitat muss genau sein, d.h. es dürfen keine Wörter in dem Zitat geändert und auch Rechtschreibfehler müssen übernommen werden. Bei indirekten Zitaten werden die Aussagen sinngemäß übernommen. Es werden keine Anführungszeichen gesetzt.

Hinweise zum Zitieren

  • Längere Zitate sollten eingerückt werden und dann in kleinerer Schriftgröße und einem geringeren Zeilenabstand formatiert werden.
  • Ein wörtliches Zitat sollte nicht zu lang sein, versuchen Sie dann lieber den Sachverhalt in Ihren eigenen Worten zu formulieren.
  • Auslassungen innerhalb eines Zitats müssen gekennzeichnet werden.
  • Falls Sie Ergänzungen in einem wörtlichen Zitat vornehmen, kennzeichnen Sie diese in eckigen Klammern, z.B.: [Anm. d. Verf.].
  • Zitieren aus zweiter Hand sollten Sie nur in Ausnahmefällen, wenn die Primärquelle gar nicht oder nur sehr schwer beschaffbar ist. Das Zitat ist dann einzuleiten mit „zit. n." oder „zitiert nach". Der Aufbau des Zitats sieht dann wie folgt aus: <Angaben für die Primärquelle>, zit. n. <Angaben für die Sekundärquelle>

1.1 Zitierfähigkeit

Zitierfähig sind z.B. die wissenschaftlichen Publikationen, die in der UB vorhanden sind. Nicht zitierfähig sind die Publikationen, bei denen kein Autor oder keine herausgebende Institution oder Organisation genannt wird. Das gilt auch für Lexika, bei denen kein Verfasser der einzelnen Artikel erkennbar ist.

Internetquellen zitieren

Ein besonderer Punkt ist die Zitierfähigkeit von Internetquellen. Zitieren z.B. aus der Wikipedia ist nicht zulässig, da dort i.d.R. die Autoren der Texte nicht bekannt sind und sich die Texte jederzeit verändern können (mehr zum Thema Wikipedia finden Sie auch in Baustein V Recherchieren in regionalen und überregionalen Katalogen, Kapitel 4.2 „Wikipedia"). Andere Internetquellen können zitiert werden, aber Sie  sollten vorher immer prüfen, ob die Qualität der Seite ausreichend ist.

Grundsätzlich darf aus Internetquellen nur zitiert werden, wenn es sich dabei um eine „Primärausgabe" handelt, d.h. die Internetausgabe darf keine Sekundärausgabe eines gedruckten Werks sein. In diesem Fall muss aus der gedruckten Version zitiert werden. Bei dem Medium Internet denken Sie immer daran, dass diese Quellen vergänglich sind. Es ist sinnvoll, die Internetseiten, die man zitiert auf den eigenen Rechner herunterzuladen, damit Sie sie bei Bedarf an Ihren Dozenten weitergeben können. Dadurch hat diese/r die Möglichkeit, die Quellen zu überprüfen, selbst wenn die Seite nicht mehr oder in anderer Form existiert.

1.2 Zitate belegen

Sie müssen immer belegen, aus welcher Quelle Sie zitieren. Die Angaben dazu sollten in direkter Nähe des Zitats sein.

Die Fundstelle eines Zitats kann auf verschiedene Weise belegt werden:

  • direkt im Text (in Klammern hinter dem Zitat)
    in diesem Fall wird aus Gründen der Lesbarkeit meist nur eine Kurzform der Fundstelle angegeben. Z.B.: „dies ist ein Zitat" (Müller, 2003, S. 259)
  • in einer Fuß- oder Endnote
    In den Fußnoten am Ende einer Seite stehen die Quellen, die auf dieser Seite zitiert werden. Manchmal werden jedoch auch alle Nachweise als sogenannte Endnoten am Ende eines Kapitels oder des gesamten Textes zusammengefasst.

Der Text in den Fußnoten wird aus Gründen der Lesbarkeit in einer kleineren Schriftgröße und mit geringerem Zeilenabstand gesetzt. Die hochgestellte Zahl folgt im Text bei direkten Zitaten direkt hinter dem letzten Wort oder dem Satzzeichen. Bei indirekten Zitaten wird die Fußnote ans Ende der Aussage gesetzt.

Ein Beispiel:
„Dies ist ein Zitat."1
1Müller, 2003, S. 25

Wird eine Quelle auf einer Seite mehrfach nacheinander zitiert, kann sie in der Fußnote auf folgende Weise angegeben werden:
1Ebd. (oder Ebenda, a.a.O.)

Ändert sich die Seitenangabe, jedoch nicht die Quelle, so wird folgendermaßen zitiert:
1Ebd., S. 20 (oder Ebenda, S. 20 oder a.a.O, S. 20)

Die einmal gewählte Form sollte in der Arbeit einheitlich verwendet werden.

Die Fußnoten enthalten entweder die vollständige Fundstelle oder einen Verweis. Der Verweis enthält nur die Informationen, die notwendig sind, um die vollständigen Angaben im Literaturverzeichnis wiederzufinden. Der Verweis wird bei indirekten Zitaten mit „Vgl." (= Vergleiche), „S." (= Siehe) oder „S.a." (= Siehe auch) eingeleitet, kann aber auch (z.B. beim APA-Zitierstil) ohne eine solche Angabe stehen.

In diesem Video geben Ihnen verschiedene Professoren Tipps zum Zitieren (Dauer: 2:40 min.):

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"Zitieren" produziert von Michael Hallermayer und Eva Ingold

1.3 Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis enthält sämtliche für die Arbeit benutzte Literatur, d.h. alle Quellen aus denen direkt oder indirekt zitiert wurde. Texte, die zur Vorbereitung benutzt, aber nicht zitiert wurden, gehören nicht in das Verzeichnis. Die Literaturangaben werden alphabetisch nach dem Nachnamen des Autors bzw. Herausgebers sortiert. Verwenden Sie mehrere Werke eines Autors, werden diese chronologisch sortiert. Sind vom selben Autor mehrere Werke innerhalb eines Jahres erschienen, ordnen Sie diese alphabetisch nach dem Titel. Die Jahreszahlen erhalten dabei den Zusatz a,b,c usw., beispielsweise 2005a, 2005b.

Ein Literaturverzeichnis sollte die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Richtigkeit der Angaben
  • Vollständigkeit
  • Einheitlichkeit (Form der Angaben)
  • Übersichtlichkeit

2. Zitationsstile

Zitationsstile gibt es wie Sand am Meer - jedoch gibt es solche, die (meist in einer bestimmten Fachdisziplin) häufiger vorkommen und solche, die nur selten verwendet werden. Wie viele Stile es gibt, veranschaulicht die Zusammenstellung von Citavi: http://citavi.com/images/forum/Citavi_Zitierstiluebersicht.pdf

2.1 Überblick über verschiedene Zitationsstile

Ein und dieselbe Quelle kann folglich je nach Zitationsstil anders zitiert werden:

  • Huber, L., Hellmer, J., & Schneider, F. (Hrsg.) (2009). Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler.
  • L. Huber, J. Hellmer, F. Schneider, Eds., Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen (UniversitätsVerlagWebler, Bielefeld, 2009).
  • Huber, L./Hellmer, J./Schneider, F. (Hrsg.) (2009): Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler.
  • Huber, Ludwig; Hellmer, Julia; Schneider, Friederike (Hg.) (2009): Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler.
  • Huber, Ludwig, Julia Hellmer, and Friederike Schneider, Hrsg. Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler, 2009.
  • Huber, Ludwig, Hellmer, Julia & Schneider, Friederike (Hg.) 2009. Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler

Welchen Zitationsstil Sie für Ihr Handout, Ihr Referat oder Ihre Hausarbeit verwenden sollen, erfahren Sie bei Ihrem Dozenten. Dabei kann es vorkommen, dass innerhalb eines Faches die Dozenten mit unterschiedlichen Zitationsstilen arbeiten. Am besten fragen Sie immer nach, denn manche Dozenten legen Wert auf einen bestimmten Zitationsstil, während anderen nur wichtig ist, dass der Stil einheitlich eingehalten wird.

Zwei der wichtigsten Zitationsstile werden hier vorgestellt - der Zitationsstil der American Psychological Association, der vor allem in der Psychologie, Pädagogik, aber auch anderen Geistes- und Sozialwissenschaften verbreitetet ist und der der MLA - der Zitationsstil der Modern Language Association of America.

2.2 APA-Stil

Der Zitationsstil der American Psychological Association schreibt vor, dass im Text zitiert wird (im Gegensatz zum Zitieren per Fußnote).

  • Im Text zitieren Sie nach APA indem Sie den Autorennachnamen und die Jahreszahl in Klammer anfügen.
    Beispiel:
    Vollbrecht (2000) weist darauf hin...
    In einer Übersicht über die Wirkungsforschung (Vollbrecht, 2000) zeigt sich...
  • Zwei oder mehr Autoren verbinden Sie im Fließtext durch ein „und" und in der Klammer durch ein „&".
    Beispiel:
    Laut Sander und Vollbrecht (1996) ist es so, dass ....
    In einer Reihe von Forschungen (Sander & Vollbrecht, 1996) zeigt sich ....
  • Bei direkten (wörtlichen) Zitaten fügen Sie die Seitenzahlen durch ein Komma nach der Jahreszahl an. Der Seitenangabe ist ein „S." vorangestellt.
    Beispiel:
    Mit den neuen Medien sind viele gesellschaftliche Veränderungen verbunden und es „stellt sich auch die Machtfrage neu" (Volbrecht, 2000, S. 17).
  • Zitieren Sie Sekundärliteratur, so gehen Sie folgendermaßen vor:
    "Zitat ..." (Theunert, 1992, zitiert nach Vollbrecht & Sander, 1996, S. 14).
  • Internetquellen werden genau wie gedruckte Quellen zitiert. Gibt es keine Seitenangabe, verwenden Sie das Kürzel „o.S." (ohne Seite).
    Das individualökonomische Kalkül findet auch Anwendung auf Blogs (Reinmann, 2005)
    Welche Folgen die Heirat mit einem Medienstar haben kann, zeigt sich an aktuellen Beispielen (stern.de, o.S.)
  • Die sogenannte DOI (digital object identifier)-Nummer muss im Literaturverzeichnis angegeben werden, sofern sie vorhanden ist. Sie wird ans Ende der Quellenangabe gesetzt und ohne Leerzeichen dem Kürzel ‚doi‘ mit einem Doppelpunkt angeschlossen.

Für das Literaturverzeichnis gelten nach APA folgende Regeln:

  • Buch:
    <Autor, A.. & Autor, A.> (<Jahr>). <Buchtitel>. <Verlagsort>: <Verlag>. doi:
    Beispiele:
    Flick, U. (2006). Qualitative Sozialforschung: Eine Einführung (4. Aufl.). Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verl. doi:
    Huber, L., Hellmer, J., & Schneider, F.  (2009). Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler. doi:10.3224/978384740127 Hinweis: Wenn es eine bestimmte Auflage ist, wird das in Klammern nach dem Buchtitel angeführt.
  • Zeitschriftenartikel:
    <Autor, A. , Autor, A. & Autor, A.> (<Jahr>). <Titel des Artikels>. <Name der Zeitschrift>, <Band> [oder: <Jahrgang>(<Heftnr.>)], <Seitenzahlen>. doi: (falls vorhanden)
    Beispiele:
    Sageder, J. (1985). Zur Beurteilung von Lehrerverhalten in Unterrichtssituationen. Erziehung und Unterricht, 35, 368-375.
    Kanning, U. P. (2002). Soziale Kompetenz - Definition, Strukturen und Prozesse. Zeitschrift für Psychologie, 210(4), 154-163. doi:10.1026//0044-3409.201.4.164
    Hinweis
    : Die Seitenangaben in Zeitschriften werden immer ohne „S." angegeben.
  • Beiträge in Herausgeberwerken:
    <Autor A.> (<Jahr>). <Beitragstitel>. In <H. Herausgeber, H. Herausgeber & H. Herausgeber (Hrsg.), <Buchtitel> (S. <Seitenzahlen>). <Verlagsort>: <Verlag>. doi:
    Beispiele:
    Gruber, H. & Mandl, H. (1996). Das Entstehen von Expertise. In J. Hoffmann & W. Kintsch (Hrsg.), Lernen. Enzyklopädie der Psychologie, C/II/7 (S. 583-615). Göttingen: Hogrefe. doi:10.1086/428763
    Weinstein, C. E., Husman, J., Meyer, K. & Dierking, D. R. (2000). Self-regulation interventions with a focus on learning strategies. In M. Boekaerts, P.R. Pintrich & M. Zeidner (Hrsg.), Handbook of self-regulation (S. 728-747). San Diego: Academic Press.
    Hinweis
    : Im Literaturverzeichnis werden alle Autoren angeführt, außer die Anzahl der Autoren ist größer als sieben. Im Fließtext wird bei drei bis sechs Autoren das erste Mal alle Autoren angeführt, danach nur der erste Autorenname und „et al.".
  • Forschungsberichte:
    <Autor, A. A. & Autor, A. A. (<Jahr>). <Titel des Forschungsberichtes> (<Titel der Forschungsbericht-Reihe> <Nummerierung innerhalb der Forschungsberichtsreihe>). <Ort>: <Herausgebende Forschungseinrichtung>. doi:
    Beispiel:
    Rammert, W. (2000). Nicht-explizites Wissen in Soziologie und Sozionik. Ein kursorischer Überblick (Working Papers, TUTS-WP-8-2000). Berlin: Institut für Sozialwissenschaften, Technische Universität Berlin.
  • Kongress- und Tagungsbeiträge:
    <Autor, A., Autor, A. & Autor, A. (<Jahr>). <Titel des Kongressbeitrages>. In <H. Herausgeber>(Hrsg.), <Titel des Tagungsbandes> (S.<Seitenzahlen>).<Titel des Kongresses>, <Ort>. <Verlagsort>: <Verlag>.
    Beispiel:
    Meyer, K. & Müller, M. (1995). Whatever it takes. In J. L. Schnase & E. L. Cunnius (Hrsg.), Proceedings from CSCL '95: The First International Conference on Computer Support for Collaborative Learning (S. 10-20). Mahwah, NJ: Erlbaum. doi:10.3115/222020.222037
  • Doktorarbeit:
    <Autor, A.> (<Jahr>). <Titel der Dissertation>. Dissertation, <Name der Universität>. <Verlagsort>: <Verlag>. doi: (falls vorhanden)
    Beispiel:

    Walzik, S. (2006). Sozialkompetenzen an der Hochschule fördern. Dissertation, Universität St. Gallen. Brühl: MVR-Druck.
  • Unveröffentlichte Abschlussarbeit (Master-, Bachelor-, Diplomarbeit etc.):
    <Autor, A.> (<Jahr>). <Titel der Abschlussarbeit>. <Art der Abschlussarbeit>, <Name der Universität>, <bei Bedarf: Universitätsort>.
    Beispiel:
    Bleiziffer, R. (2008). Studieren mit Strategie: Der Einfluss kognitiver und motivationaler Dispositionen auf die Studiengestaltung von MuK-Studierenden. Unveröffentlichte Masterarbeit, Universität Augsburg.

2.3 MLA-Stil

Der Zitationsstil der Modern Language Association wird am häufigsten im Bereich der Sprach- und Kulturwissenschaften angewendet. Der MLA arbeitet ebenfalls nicht mit Fußnoten, sondern es wird im Text zitiert (Amerikanische Zitierweise). Je nach Vorlieben des Dozenten kann es jedoch sein, dass Sie doch noch in Fußnoten zitieren sollen.

  • Im Text zitieren Sie nach MLA, indem Sie den Autorennachnamen und die Seitenzahl in Klammer anfügen.
    Beispiel:
    Vollbrecht (15) weist darauf hin...
    In einer Übersicht über die Wirkungsforschung (Vollbrecht 15) zeigt sich..
  • Wenn Sie mehrere Werke eines Autors zitieren, führen Sie den Titel des betreffenden Werkes an. Titel oder Kurztitel von Büchern werden kursiv gesetzt, Artikel aus Zeitschriften oder Beiträge in Sammelwerken setzen Sie in Anführungszeichen.
    Beispiel:
    Vollbrecht (Medienwirkung 15) weist darauf hin..
    In einer Übersicht über die Wirkungsforschung (Vollbrecht, Medienwirkung 15) zeigt sich...
  • Mehr als zwei Autoren verbinden Sie im Fließtext und in der Klammer durch ein „und" Beispiel:
    Laut Sander und Vollbrecht (20-21) ist es so, dass ....
    In einer Reihe von Forschungen (Sander und Vollbrecht 20-21) zeigt sich
    ....
  • Zitieren Sie Sekundärliteratur, so gehen Sie folgendermaßen vor:
    "Zitat ..." (Theunert, zitiert nach Vollbrecht und Sander, 225).
  • Internetquellen werden wie normale Quellen behandelt. Wenn Sie keine Seitenangabe haben, können Sie auf Abschnitte verweisen. Das individualökonomische Kalkül findet auch Anwendung auf Blogs (Reinmann 50)
    Welche Folgen die Heirat mit einem Medienstar haben kann, zeigt sich an aktuellen Beispielen (stern.de o.S.)

Für das Literaturverzeichnis gelten nach MLA folgende Regeln:

  • Buch:
    <Autorennachname, Autorenvorname> und <Autorenvorname, Autorennachname>. <Buchtitel>. <Verlagsort>: <Verlag>, <Jahr>.
    Beispiele:
    Flick, Uwe. Qualitative Sozialforschung: Eine Einführung. 4. Auflage. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verl, 2004.
    Huber, Ludwig, Judith Hellmer und Friederike Schneider. Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler, 2009.
    Hinweis
    : Nur beim ersten Autor wird der Nachname vorangestellt. Wenn es eine bestimmte Auflage ist, wird das  nach dem Buchtitel angeführt.
  • Zeitschriftenartikel:
    <Autorennachname, Autorenvorname>, <Autorenvorname Autorennachname> und <Autorenvorname Autorennachname>. „<Titel des Artikels>". <Name der Zeitschrift> <Jahrgang>.<Ausgabe>(<Erscheinungsjahr>): <Seitenzahlen>.
    Beispiele:
    Fisseler, Bjön und Alexandra Seckler. "Möglichkeiten Forschenden Lernens in den Rehabilitationswissenschaften." Journal Hochschuldidaktik 20.2 (2009): 21-22.
    Kanning, Uwe Peter. Soziale Kompetenz - Definition, Strukturen und Prozesse. Zeitschrift für Psychologie 210.4 (2002): 154-163.
  • Beiträge in Herausgeberwerken:
    <Autorennachname, Autorenvorname>. „<Beitragstitel>". <Buchtitel>. Hrsg. <Herausgebervorname Herausgebernachname>, <Herausgebervorname Herausgebernachname> und <Herausgebervorname Herausgebernachname>. <Verlagsort>: <Verlag>, <Jahr>, <Seitenzahlen>.
    Beispiele:
    Gruber, Hans und Heinz Mandl (1996). „Das Entstehen von Expertise". Lernen. Enzyklopädie der Psychologie, C/II/7. Hrsg. Joachim Hoffmann und Walter Kintsch. Göttingen: Hogrefe, 1996, 583-615.
    Weinstein, Claire Ellen, Jenefer Husman und Douglas R. Dierking. Self-regulation interventions with a focus on learning strategies. Handbook of self-regulation. Hrsg. Monique Boekaerts, Paul .R. Pintrich und Moshe Zeidner. San Diego: Academic Press, 2000, 728-747.
    Hinweis
    : Im Literaturverzeichnis werden alle Autoren angeführt, außer die Anzahl der Autoren ist größer als drei - Ab vier Autoren können Sie entweder alle Autoren anführen, oder nur den ersten Autorennamen und die restlichen durch das Kürzel „et al." ersetzen. Selbes gilt für den Fließtext.
  • Forschungsberichte:
    <Autorennachname, Autorenvorname> und <Autorenvorname Autorennachname>. <Titel des Forschungsberichtes>. <Ort>, <Jahr>. <Titel der Forschungsbericht-Reihe> <Nummerierung innerhalb der Forschungsberichtsreihe>.
    Beispiele:
    Rammert, Werner. Nicht-explizites Wissen in Soziologie und Sozionik. Ein kursorischer Überblick. Berlin, 2002. Working Papers, TUTS-WP-8-2000.
    Reinmann, Gabi. Selbstorganisation im Netz - Anstoß zum Hinterfragen impliziter Annahmen und Prämissen. Augsburg, 2008. Arbeitsberichte Professur für Medienpädagogik 18. 16. März 2010. <http://www.imb-uni-augsburg.de/medienp-dagogik/biblio/selbstorganisation-im-netz-ansto-zum-hinterfragen-impliziter-annahmen-und-pr->.
  • Kongress- und Tagungsbeiträge:
    <Autorennachname, Autorenvorname>, <Autorenvorname Autorennachname> und <Autorenvorname Autorennachname>. „<Titel des Kongressbeitrages>." <Bei Bedarf: Titel des Tagungsbands>. <Titel der Tagung>. Hrsg. <Herausgebervorname Herausgebernachname>. <Verlagsort>: <Verlag>. <Jahr>. <Seitenzahlen>.
    Beispiel:
    Meyer, Kerstin und Maria Müller. „Whatever it takes". Proceedings from CSCL '95: The First International Conference on Computer Support for Collaborative Learning. Hrsg. Joe Schnase and Ernest Cunnius. Mahwah, NJ: Erlbaum. 1995. 10-20.
  • Internet-Quellen (PDF):
    <Autor bzw. Herausgeber bzw. Institution>. <Titel der Quelle>, <Datum der Publikation>. <Abrufdatum> <URL>.
    Beispiel:
    Reinmann, Gabi. Selbstorganisation auf dem Prüfstand: Das Web 2.0 und seine Grenzen(losigkeit), 2008. 12. Mai 2010< http://medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de/denkarium/wpcontent/uploads/2009/01/selbstorganisation_web20_artikel_jan09.pdf >.
  • Doktorarbeit:
    <Autorennachname, Autorenvorname>. <Titel der Dissertation>. Diss. <Name der Universität>. <Verlagsort>: <Verlag>, <Jahr>.
    Beispiel:

    Walzik, Sebastian. Sozialkompetenzen an der Hochschule fördern. Diss. Universität St. Gallen. Brühl: MVR-Druck, 2002.
  • Unveröffentlichte Abschlussarbeit (Master-, Bachelor-, Diplomarbeit etc.):
    <Autorennachname, Autorenvorname>. <Titel der Abschlussarbeit>. <Art der Abschlussarbeit> <Name der Universität>, <Jahr>.
    Beispiel:
    Bleiziffer, Ralf. Studieren mit Strategie: Der Einfluss kognitiver und motivationaler Dispositionen auf die Studiengestaltung von MuK-Studierenden. Unveröffentlichte Masterarbeit Universität Augsburg, 2008.

3. Verwalten von Quellen: Word- oder Excel-Datei

Bei einer überschaubaren Menge an Literaturangaben (bis etwa 30) reicht es aus, sie einfach in einer Word- oder Exceldatei zu notieren. Word hat den Vorteil, dass Sie während der Recherche gleichzeitig schon das Literaturverzeichnis für Ihre Arbeit schreiben. Wenn Sie eine Tabelle anlegen, können Sie zusätzliche Spalten für den Standort oder den aktuellen Status ("gelesen", "wichtig", "bestellen" etc.) anlegen und so leicht den Überblick über den Stand Ihrer Literaturrecherche und -beschaffung behalten.

4. Programme zur Literaturverwaltung

Wenn Sie mit einer größeren Menge von Literaturangaben arbeiten, lohnt sich die Verwendung eines Literaturverwaltungsprogramms. In diesen Programmen werden Ihre Literaturangaben in einer Datenbank gespeichert und dort verwaltet. Sie können außerdem mit zusätzlichen Angaben (Schlagwörter, Kommentaren, Standorten etc.) angereichert und nach verschiedenen Kriterien neu sortiert und gruppiert werden. Dies erleichtert Ihnen das Finden und Verwalten von Quellen, aber auch das Wiederfinden und das Beschaffen von Quellen sowie die Planung wesentlicher Meilensteine.

Literaturverwaltungsprogramme bieten auch noch weitere Vorteile:

  • Sie können die Literaturangaben häufig direkt aus den Katalogen und Datenbanken, in denen Sie gesucht haben, in Ihr Literaturverwaltungsprogramm importieren.
  • Mit der Zitatfunktion können Sie die Literaturangaben für Zitate oder eine Bibliografie komfortabel in Ihr Manuskript einfügen - ohne zusätzliche Tipparbeit.

Ein solches Programm kann eine gute Arbeitshilfe sein. Ob es für Sie für die tägliche Studienarbeit in Frage kommt, müssen Sie selbst entscheiden.

Bei der Auswahl des Literaturverwaltungsprogramms gilt es, die verschieden Vor- und Nachteile der einzelnen Programme zu kennen und sie danach auszuwählen. Sehen Sie sich diese Tabelle an und informieren Sie sich darin über die wichtigsten Literaturverwaltungsprogramme.

In diesem Lehrtext werden wir die Literaturverwaltungsprogramme Citavi und Zotero näher betrachten. Sowohl die Universität Augsburg als auch die Universität Regensburg verfügen über eine Campuslizenz für das Literaturverwaltungsprogramm Citavi, die Sie als Studierender auf der Homepage von Citavi anfordern können. Citavi läuft allerdings nicht auf MACs, sondern nur auf Window-PCs. Für MAC-Nutzer empfehlen wir das kostenfreie Programm Zotero, das direkt im Browser (Mozilla Firefox) läuft.

Je nachdem, welchen Computer Sie nutzen, entscheiden Sie sich bitte für eines der Programme. Sie brauchen sich lediglich mit einem der zwei Programme näher auseinandersetzen bzw. es zu installieren. Je nachdem, wie Sie sich entscheiden, arbeiten Sie also entweder das Kapitel 4.1 oder 4.2 durch.

4.1 Citavi

Was ist Citavi?

Citavi ist eine deutschsprachige Literaturverwaltungssoftware des Schweizer Herstellers Swiss Academic Software. Citavi bietet neben den üblichen Literaturverwaltungsfunktionen auch die Möglichkeit, Wissen zu organisieren und Aufgaben für ein Projekt oder einzelne Literaturtitel festzuhalten. Mit der Zusatzfunktion „Citavi-Picker" können Informationen aus dem Internet direkt importiert werden.

Citavi läuft auf Rechnern mit Windows®. Auch auf einem Mac lässt sich Citavi unter bestimmten Voraussetzungen installieren. Es gibt mehrere Ausführungen unter anderem eine kostenlose Version (Citavi Free, Datei-Größe: 25 MB, maximale Anzahl von Datensätzen: 100). Für Studierende der Universität Augsburg und Regensburg stehen kostenlose Campuslizenzen der Citavi-Vollversion zur Verfügung. Beide Universitäten bieten Einführungskurse für Citavi und weitere Informationen auf folgenden Webseiten an: Citavi UB Augsburg, Citavi UB Regensburg

Installation

Für die Installation bzw. den Download der kostenlosen Citavi-Version (Citavi-Free) bietet die Citavi-Homepage eine gute Anleitung.

Für Augsburger und Regensburger Studierende besteht die Möglichkeit, Citavi Free mit einem Lizenzschlüssel der Campuslizenz in die Vollversion Citavi Pro umzuwandeln, um diese dann uneingeschränkt nutzen zu können. Wenn Sie die kostenlose Version installiert haben, können Sie sie durch die Eingabe des Lizenzschlüssels in eine Vollversion umwandeln.

Rufen Sie auf dieser Seite das Bestellformular auf: www.citavi.com/uni-augsburg/ und fordern Sie über dieses Formular einen persönlichen Lizenzschlüssel an. Ihre Zugehörigkeit zur Universität Augsburg weisen Sie mit Ihrer persönlichen Hochschul-E-Mail-Adresse (vorname.nachname@stud.uni-regensburg.de;vorname.nachname@student.uni-augsburg.de) nach.

Funktionen und Aufbau von Citavi

Welche Funktionen hat Citavi?

(Quelle: http://www.citavi.com/de/funktionen/index.html)

Literaturverwaltung:

  • Die Titel können über 35 verschiedene Dokumententypen klassifiziert werden.
  • Sie können die Titel entweder
    • per Hand eingeben,
    • die ISBN Nummer eingeben und das Programm ergänzt die Titelangaben selbstständig oder
    • mit dem Citavi Picker über Ihren Browser importieren.
  • In der Titelliste haben Sie einen guten Überblick über alle eingepflegten Titel.
  • Die Tabellenansicht hilft Ihnen beim Gruppieren und Sortieren der Titel.

Wissensorganisation:

Die Inhalte der eingepflegten Titel können erschlossen werden durch: Abstracts und Exzerpte, Zitate, Schlagwörter und Kategorien, Kommentare, Inhaltsverzeichnisse und Verweise und Rezensionen. Das hilft Ihnen dabei, Gedanken, Dokumente und auch Grafiken und Fotos zu sammeln, zu sichten und zu strukturieren.

Aufgabenplanung:

Um bei einem Projekt nicht den Überblick zu verlieren, gibt es bei Citavi die Möglichkeit, weitere Aufgaben festzuhalten.

Online-Recherche:

  • Mit Citavi kann in über 4300 Bibliothekskatalogen, Fachdatenbanken und Online-Buchhandlungen recherchiert werden (Stand: April 2011).
  • Die Ergebnisse werden in einer Titelliste präsentiert, mit einem Klick in die Liste kann der gewünschte Titel in das Projekt übernommen werden.

Integration von Volltexten:

  • In der Vorschau können Bilder, Filme und Präsentationen betrachtet sowie PDF- und andere Volltexte aus­gewertet werden. Per Klick werden Zitate oder Abstracts in das eigene Projekt übernommen.
  • Volltexte, bspw. PDFs können ebenfalls im Verzeichnis des Citavi-Projekts gespeichert werden.

Publikationsassistent:

  • Per Mausklick können mit Citavi Literaturverweise oder komplette Zitattexte mit Quellennachweisen in das Textverarbeitungsprogramm (z.B. Word) eingefügt werden.
  • Der Publikationsassistent erstellt automatisch am Ende eines Projekts das Literaturverzeichnis und ist mit den meisten Textverarbeitungsprogrammen kompatibel.

Zusatzprogramm Picker:

Mit dem sogenannten Citavi-Picker können Texte, Bilder oder Literaturangaben direkt aus dem Internet oder aus Textdokumenten in das Citavi-Projekt übernommen werden.

Funktion: Literaturverwaltung

Wenn Sie das Programm Citavi zum ersten Mal öffnen, haben Sie die Wahl: Möchten Sie ein Beispielprojekt öffnen oder ein neues Projekt anlegen oder ein schon angelegtes vorhandenes Projekt öffnen? Für ein erstes Kennenlernen und um einen Überblick über die Funktionen des Programms zu bekommen, öffnen Sie das Beispielprojekt „Informationskompetenz".

Sie gelangen direkt zum Hauptbereich Literaturverwaltung. Die Literaturverwaltung ist in drei Spalten eingeteilt. In der ersten, linken Spalte sehen Sie alle Titel, die Sie bereits angelegt haben. In der mittleren Spalte sehen Sie die Informationen zu dem Titel, den Sie aktuell ausgewählt haben. Hier ist standardmäßig der Reiter "Übersicht" angeklickt. In der ganz rechten Spalte sehen Sie eine Vorschau des ausgwählten Titels, sofern es sich um eine Internetquelle oder eine Quelle auf Ihrem Computer handelt.

Spalten Citavi
(Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)

Der zweite Reiter in der mittleren Spalte heißt „Titel“. Dort können die einzelnen Literaturtitel mit allen dazu nötigen Angaben eingepflegt werden. Wenn Sie einen Titel per Hand (also nicht mit dem Citavi Picker oder über ISBN-Import) einpflegen, müssen Sie zuerst oben links in der Menüleiste auf "Titel" klicken und dann den Dokumententyp festlegen.

Citavi Übersicht

Im Beispiel handelt es sich um eine Hochschulschrift. 
Klicken Sie später auf „Hochschulschrift" öffnet sich ein Fenster, in dem eine komplette Liste der möglichen Dokumententypen aufgeführt ist und Sie den Dokumententyp wechseln können. Wählen Sie probeweise einen Dokumententyp aus: Rechts erscheint blau hinterlegt eine kurze Beschreibung und Charakterisierung des Dokumententyps. Citavi ändert automatisch je nach ausgewähltem Dokumententyp die nötigen Felder für die Titelangaben. So wird sichergestellt, dass die jeweilige Publikationsart richtig zitiert wird. Praktischerweise kann Citavi ISBN-Nummern erkennen und auf Wunsch auch den gesamten Titel dazu einlesen bzw. ergänzen. Über den Citavi-Picker lässt sich diese Funktion beispielsweise schon bei der Literatursuche im Browser direkt anwenden.

Citavi Dokumenttyp
(Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)

Der nächste Reiter nach den Titelangaben in der mittleren Spalte der Literaturverwaltung heißt „Inhalt" - dort kann ein Abstract eingetragen werden (häufig verfügen Zeitschriftenartikel über Abstracts, die den Inhalt kurz erklären). Für eine leichtere Bearbeitung und Formatierung des Abstracts bietet Citavi beim Klicken auf das blaue „Abstract" ein Editor-Fenster an, in dem der Abstract-Text wie mit einer Textverarbeitungssoftware formatiert werden kann.

Im Reiter „Zusammenhang“ können Sie den Titel bestimmten Kategorien zuordnen und mit Schlagworten versehen. Zudem können Sie Verweise auf andere Titel festhalten.

Im Reiter „Zitate" können Sie unterschiedliche Zitate (direkt, indirekt, Bildzitat…) aus der jeweiligen Literaturquelle einpflegen. Klicken Sie probehalber einmal auf „wörtliches Zitat" - es öffnet sich ein Fenster, in dem das Zitat mit genauer Seitenzahl eingegeben werden kann (siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken). Auf der rechten Seite finden Sie immer blau hinterlegt Hilfen und Erklärungen zu den Texteingabefeldern.

Citavi Textzitat-Fenster
(Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)

Dieses Fenster können Sie auch dafür nutzen, um Exzerpte Ihrer Quellen zu erstellen. Die Exzerpte können dabei sowohl aus direkten als auch aus indirekten Zitaten bestehen. Wenn Sie ein direktes Zitat abschreiben, sollten Sie hier die Anführungszeichen nicht vergessen. Tippen Sie ein indirektes Zitat ab, lassen Sie die Anführungszeichen weg. Für das spätere Auffinden und Strukturieren Ihres Wissens können Sie das Zitat auf eine Kernaussage reduzieren und es einer Kategorie zuordnen (Felder unter „Zitat"). Die Kategorien können Sie durch einen Klick auf das blaue „Kategorien" bearbeiten.

Mit dem Reiter „Aufgaben, Orte" kann eine spezifische Aufgabe zu diesem Titel definiert und festgehalten werden. Z.B. können Sie sich vornehmen, die Quelle auszuleihen oder sie zu bewerten etc. Auf der rechten Seite des Fensters können Sie wieder in blau hinterlegt Hilfestellungen und Erläuterungen zu den einzelnen Feldern nachlesen.
Unter Standorte können Sie die Signatur des Werkes eingeben sowie den Titel in einer Bibliothek suchen. Sie haben die Möglichkeit, eine Bibliothek anzugeben, in der Sie suchen möchten.

Citavi Aufgaben-Fenster
(Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)

Funktion: Wissensorganisation

Das nächste Hauptfenster heißt Wissensorganisation und bietet Ihnen die Möglichkeit, Zitate und Gedanken zu einem Projekt logisch zu organisieren und zu systematisieren. Strukturhilfe sind die Kategorien, die Sie selbst definieren können. Bei dem Beispielprojekt Informationskompetenz wäre eine Oberkategorie beispielsweise „Definitionen", mögliche Unterkategorien wären demnach die Definition von Informationskompetenz, Medienkompetenz, Computerkompetenz etc. Ähnlich können Sie das dann auch für Ihr Thema aufbauen.

Um ein solches Kategoriensystem anzulegen und Zitate und Gedanken einzuordnen, folgen Sie den hier genannten Schritten

  1. Formulieren Sie über den Befehl >>Neue Kategorie oder Subkategorie im Menüpunkt Listen - Kategorien eine oder mehrere neue Kategorien die Sie für Ihr Thema bzw. Ihr Projekt relevant oder wichtig finden. Oder klicken Sie links in der Kategorienübersicht auf den Button Neue Kategorie oder Subkategorie (Siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken).
    Citavi Neue Kategorie
  2. Benennen Sie, falls nötig, Kategorien um (Befehl >>Umbenennen im Kontextmenü der Kategorie). Sie können auch die Reihenfolge beliebig ändern (mit Hilfe der entsprechenden Befehlen im Kontextmenü oder der Pfeiltasten in der Symbolleiste).
  3. Markieren Sie im unteren Teil des Programmfensters einen Zitat- oder Gedankeneintrag.
  4. Schieben Sie den von Ihnen markierten Eintrag mit gedrückter Maustaste in eine andere Kategorie.
  5. Mit dem Pfeil-Icon in der Symbolleiste können Sie die Reihenfolge der Einträge innerhalb einer Kategorie zu ändern.

Die Kategorien können Sie auch noch nachträglich bearbeiten, wenn Sie ein neues Zitat hinzufügen.

Funktion: Aufgabenplanung

Das nächste Fenster ist die Aufgabenplanung, mit denen Sie einen guten Überblick über Ihre „To Do's" während eines Projekts behalten können - sei es Literatur zu bestellen, Titelangaben zu prüfen, Zitate zu entnehmen usw.

Möchten Sie Citavi für Ihre Aufgabenplanung nutzen, legen Sie am besten zunächst eine neue Aufgabe an. Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  1. Rufen Sie den betreffenden Literatur-Titel zu dem Sie eine Aufgabe anlegen wollen im Programmteil Literaturverwaltung - den Sie schon kennengelernt haben - auf und klicken Sie auf die Karteikarte Aufgaben, Orte.
  2. Klicken Sie danach auf den Button >> Aufgabe
  3. Im Textfeld Aufgabe klicken Sie auf den Pfeil und wählen einen Aufgabentyp.
  4. Ergänzen Sie die Informationen, die Sie benötigen in den Textfeldern.
  5. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit einem Klick auf die Schaltfläche >>OK

Es soll schnell gehen? Dann können Sie auch direkt mit einem Klick auf die Schaltfläche >> Aufgabe schnell einfügen eine Aufgabe (jedoch ohne Datum und Details) festhalten.

Es besteht auch die Möglichkeit mit Citavi sogenannte Projektaufgaben, also allgemeine Aufgaben, Zwischenziele oder Meilensteine, anzulegen. Dazu klicken Sie in der Symbolleiste auf das Icon >>Projektaufgabe. Füllen Sie das Formular aus, also zum Beispiel die Präsentation der bisherigen Ergebnisse in einer Sprechstunde bei Ihrem Professor und bestätigen anschließend mit einem Klick auf >>OK.

 

Projektaufgaben

Verwendung von Citavi

Die Anwendungserklärungen ("Arbeitsschritte"), die schrittweise erfolgen und durch blaue Kästchen gekennzeichnet sind, sollen von Ihnen am Programm selbst ausgeführt werden, um einen möglichst großen Lernerfolg zu erzielen. Greifen Sie dabei bitte auf die Rechercheergebnisse zurück, die Sie in den ersten beiden Aufgaben zusammengetragen haben.

Schritt 1: Neues Projekt anlegen

Die Literatursammlungen, die als Citavi-Datenbanken angelegt werden können, werden als Projekte bezeichnet. Mit Citavi sind große und kleine Projekte möglich, Sie können also sowohl eine Hausarbeit oder ein Referat als auch eine Dissertation damit verwalten. Lernen Sie nun in einem allerersten Schritt, wie Sie ein neues Citavi-Projekt anlegen können, indem Sie den untenstehenden Schritten folgen:

Arbeitsschritte:
  1. Starten Sie zuerst Citavi. Wählen Sie auf dem Startbildschirm den Befehl >>Ein neues Projekt anlegen aus.

  2. Legen Sie im Eingabefenster den Dateinamen fest, also zum Beispiel den Titel Ihres Projekts oder Ihrer Hausarbeit. Achten Sie auf eine sinnvolle Benennung, die für Sie Wiedererkennungswert hat und keine Sonderzeichen enthält.

  3. Citavi speichert das Projekt automatisch im Ordner "Citavi\Projects" in Ihrem Windows-Verzeichnis "Eigene Dateien". Wenn Sie möchten, können Sie den Speicherort nachträglich ändern und einzelne Projekte in anderen Ordnern ablegen (z. B. auf einem Netz-Laufwerk oder in einem Überordner Ihrer Wahl).

Schritt 2: Neue Titel aufnehmen

Um nun das Projekt zu „befüllen", ist der nächste Schritt das Aufnehmen neuer Titel. Dafür bietet Ihnen Citavi 35 Dokumententypen zur Klassifizierung Ihrer Titel an: z.B. Monographien, Internetdokumente, Zeitschriftenaufsätze oder spezielle Dokumententypen wie Patentschriften usw. Den Dokumententyp sorgfältig auszuwählen, ist wichtig, da je nach Art des Titels unterschiedliche bibliographische Informationen gespeichert werden müssen. Nehmen Sie einen Titel neu in Ihr Projekt auf, ist die Wahl des passenden Dokumententyps deswegen der erste Schritt:

Arbeitsschritte:
  1. Wählen Sie in der Menüleiste unter Titel den Befehl >>Titel per Hand eingeben oder klicken Sie auf das Icon >>Titel. Sie können auch die Tastenkombination STRG+N betätigen. neu

  2. Es öffnet sich das Fenster Dokumententypen. Dort können Sie den passenden Dokumententyp mit einem Mausklick anwählen.

  3. Nun erscheint das zum Dokumententyp passende Formular mit den spezifischen Eingabefeldern (Hilfetexte
    finden sich links im Fenster).

    TIPP: Wo sind die bibliographisch relevanten Angaben zu finden? Bei Büchern auf dem inneren Titelblatt und
    der Rückseite, evtl. auch auf dem Vorsatzblatt, welches sich vor dem Titelblatt befindet.

  4. Sie haben einen falschen Dokumententyp eingegeben? Kein Problem, Sie müssen nicht komplett von vorne beginnen. Ein Klick auf den Namen des Dokumententyps oben genügt und Sie können Ihre Wahl korrigieren,
    ohne dass die bisherigen Einträge verloren gehen.

Neben der manuellen Aufnahme von Titeln besteht auch die Möglichkeit, die Titel direkt über die ISBN-Nummer zu importieren. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

Arbeitsschritte:
  1. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Computer mit dem Internet verbunden ist.

  2. Wählen Sie in der Menüleiste unter Titel den Befehl >> Titel abrufen per ISBN oder anderer ID oder klicken Sie
    auf das Icon >> Abrufen per ISBN aus.

  3. Geben Sie dann die 10- oder 13-stellige ISBN in das Feld ISBN ein und klicken Sie auf Eingabe übernehmen.
    Citavi lädt dann die Titelangaben herunter.

  4. Sobald Citavi den Titel gefunden hat, können Sie mit >> Titel übernehmen den Titel in das Projekt einpflegen.

Mit dem Citavi-Picker können Sie direkt Internetdokumente (Websites, Zitate, Grafiken, PDF-Dokumente) importieren.

Arbeitsschritte:
  1. Öffnen Sie Citavi und begeben Sie sich zu dem Internetdokument, welches Sie importieren möchten.

  2. Mit einem Rechtsklick öffnet sich ein Menü, in welchem Sie auch den Citavi-Picker finden. Es öffnet sich
    ein Menü in dem Sie je nach Internetdokument das Importieren bzw. Speichern auswählen können.
    Häufig meldet sich der Picker auch von selbst, wenn er Quellenangaben im Browser erkennt.

  3. Überprüfen Sie alle importieren Informationen! Hier können Fehler auftreten, z.B. werden manchmal
    nicht alle Autoren importiert oder der Titel ist doppelt angegeben, etc.

Pflegen Sie nun alle Titel, die Sie bei den ersten beiden Aufgaben gefunden haben, in Citavi ein.

Schritt 3: Zitationsstil ändern & Verzeichnis händisch erstellen

Immer ein wichtiges Thema bei der Verwaltung von Literatur ist der Zitationsstil, der vor allem eines sein sollte: einheitlich. Wenn Sie durchgehend ein Literaturverwaltungsprogramm verwenden, haben Sie schon einmal sichergestellt, dass alle Quellenanagaben einheitlich sind. Welchen Zitationsstil Sie wählen, hängt von einigen Faktoren ab: Zum Beispiel welche Vorgaben Ihnen in einem Seminar oder für Ihre Bachelorarbeit gegeben wurden. Auch ein wichtiger Faktor sind die Standards, die in Ihrem Fachbereich bzw. auch an dem Lehrstuhl, an dem Sie die Arbeit schreiben, üblich sind - Naturwissenschaftler zitieren anders als Historiker (Näheres dazu siehe nachfolgendes Kapitel). Fragen Sie im Zweifelsfall immer beim betreffenden Dozenten nach.

So können Sie den Zitationsstil in Citavi wechseln:

Arbeitsschritte:
  1. Begeben Sie sich in den Programmteil Literaturverwaltung. Klicken Sie auf den Menü-Button Zitation, öffnen sich ein Drop-Down Menü. Klicken Sie auf >>Zitationsstil und >> Zitationsstil wechseln.
    Zitationsstil wechseln

  2. Wählen Sie einen der verfügbaren Zitationsstile. Sie können auch einen passenden Zitationsstil hinzufügen (aus dem Internet importieren). Dazu betätigen Sie die Schaltfläche unten im Fenster >>Stil suchen und hinzufügen.

  3. Bestätigen Sie mit >>OK.

So können Sie den Zitationsstil in Citavi bearbeiten:

Arbeitsschritte:
  1. Unter Zitation >> Zitationsstile klicken Sie auf Zitationsstil bearbeiten. Dort können Sie einen der angezeigten Stile zuerst kopieren und dann bearbeiten.

  2. Wählen Sie den gewünschten Stil aus, klicken Sie auf >> markierten Stil überarbeiten und wählen Sie >> Eine Kopie des Stils erstellen und diese bearbeiten. Sie werden aufgefordert den neuen Stil zu benennen und zu speichern. Anschließend können Sie ihn bearbeiten.

Angenommen, Sie möchten nun ein Literaturverzeichnis mit denen von Ihnen zusammengestellten und einsortierten Literaturquellen erstellen. Schritt 3 zeigt Ihnen, wie das „von Hand" geht, in Schritt 4 lernen Sie, wie Sie das automatisch machen können und nur die Quellen ins Literaturverzeichnis eingetragen werden, die Sie auch wirklich verwenden.

Arbeitsschritte:
  1. Gehen Sie in den Programmteil Literaturverwaltung. Klicken Sie in der Symbolleiste auf das Icon >>Literaturliste speichern.

  2. Sie haben, wenn Sie auf den Pfeil klicken, nun die Wahl, ob die gesamte Literatur einfach gespeichert werden
    soll, die Literatur mit zusätzlichen Angaben versehen oder beispielsweise nach Dokumenttyp oder Kategorie gruppiert werden soll.

  3. Wählen Sie, ob Sie eine einfache Literaturliste mit aktuellem Zitationsstil, eine Liste mit zusätzlichen Angaben (mit Kommentaren und anderen Informationen) oder eine gruppierte Literaturliste (gruppiert nach Kategorien, Dokumenttyp…) erstellen möchten. Nach Auswahl der Bestandteile der Liste können Sie die Literaturliste
    speichern.
    Literaturliste

  4. Zum sofortigen Drucken der Literaturliste gehen Sie in den Programmteil Literaturverwaltung. Klicken Sie in der Symbolleiste auf das Icon >>Drucken. Dort haben Sie dieselben Möglichkeiten zur Gestaltung der Liste wie bereits für das Speichern beschrieben. In dem sich öffnenden Textbearbeitungsfenster nach der Auswahl der
    Liste mit zusätzlichen Angaben
    oder der gruppierten Literaturliste haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, den Text formal zu bearbeiten.

Schritt 4: Publikationen erstellen

Meist ist das Ziel Ihrer Arbeit eine Publikation, sprich eine Hausarbeit oder eine Abschlussarbeit. Der Publikationsassistent von Citavi hilft Ihnen, diese Publikationen zu erstellen, indem er ermöglicht, dass Zitate automatisch übernommen, richtig zitiert und nur die Quellen, die Sie tatsächlich verwendet haben, im Literaturverzeichnis angeführt werden. Fügen Sie beispielsweise Zitat- und Literaturnachweise mit Hilfe des Publikationsassistenten in Ihr Manuskript ein, werden zuerst Titel-Platzhalter generiert. Auf der Basis dieser Titel-Platzhalter kann Citavi nach Abschluss des Manuskripts automatisch ein komplett formatiertes Literaturverzeichnis erstellen, das nur die Quellen enthält, die Sie tatsächlich zitiert haben. Doch nun eines nach dem anderen. Starten Sie für einen ersten Schritt zunächst den Publikationsassistenten:

Arbeitsschritte:
  1. Wählen Sie im Programmteil Literaturverwaltung im Drop-Down-Menü Zitation den Befehl
    >>Publikationsassistent.

    Citavi Publikationsassistent

  2. Es öffnet sich das Arbeitsfenster. Sie sehen die Registerkarten Titel und Wissen. Die Registerkarte Titel zeigt Ihnen sämtliche Titel Ihres aktuell geöffneten Projekts.

  3. Mit Hilfe der Schaltfläche >>In Word einfügen (Tastenkombination STRG+W) übernehmen Sie einen Titel als Im-Text-Zitation in Ihr Manuskript. Möchten Sie den Titel als Fußnote einfügen, wählen Sie die Schaltfläche >>Als Fußnote in Word einfügen (Tastenkombination STRG+UMSCHALT+W).

    Citavi Publikationsassistent

Für Ihre Publikation sind natürlich auch Zitate von Bedeutung. Mit Citavi können Sie Zitate direkt in ein Textdokument übernehmen. Wie das funktioniert, lernen Sie, wenn Sie den nächsten Schritten folgen.

Arbeitsschritte:
  1. Öffnen Sie Ihr Citavi-Projekt.

  2. Wechseln Sie zum Textdokument und setzen Sie den Cursor an die Stelle, an der Sie das Zitat einfügen möchten (kann auch eine Fußnote sein).

  3. Gehen Sie zu dem Zitat, das Sie einfügen möchten und markieren Sie es.

  4. Nun betätigen Sie die Tastenkombination STRG+W oder wählen Sie unter Rechtsklick auf das Zitat den Befehl >> Zitieren mit {Titel-Platzhalter} aus. Oder Sie wählen den Publikationsassistenten an und klicken auf den entsprechenden Befehl.

Damit Citavi das Literaturverzeichnis zu Ihrem Dokument erstellen kann, müssen Sie das Textdokument zuerst ganz normal speichern und dann an Citavi „übergeben":

Arbeitsschritte:
  1. Im Programmteil Literaturverwaltung wählen Sie aus dem Menü Zitation den Befehl >>Publikationen formatieren aus.

  2. Wählen Sie nun im Dialogfenster >>Öffnen das betreffende Dokument aus. Citavi scannt das Dokument nach
    Titel-Platzhaltern.

  3. Nachdem Sie das Dokument „gescannt" haben, zeigt Ihnen Citavi übersichtsartig alle verwendeten Titel-
    Platzhalter an. Hat Citavi für einen Titel-Platzhalter keine eindeutige Entsprechung in Ihrem Citavi-Projekt
    gefunden, weist Citavi Sie durch eine rote Markierung auf die problematische Stelle hin und Sie haben die Möglichkeit, die Zitation noch einmal zuzuweisen.

  4. Klicken Sie danach auf den Button >>Jetzt formatieren.

Durch diesen Befehl ersetzt Citavi die Titel-Platzhalter durch die gemäß dem gewählten Zitationsstil formatierte Referenz und erstellt das Literaturverzeichnis. Das Literaturverzeichnis erhält nun lediglich die Quellen, die Sie tatsächlich zitiert haben. Sollten Sie jedoch etwas per Hand eingefügt haben und nicht den Publikationsassistenten verwendet haben, so wird diese Referenz nicht erkannt und ins Literaturverzeichnis übertragen. Sie müssen in diesem Fall die Quelle selbst noch hinzufügen. Das Literaturverzeichnis wird an das Ende des letzten Dokuments angefügt, welches Sie an Citavi übergeben haben. Zusätzlich speichert Citavi Ihr Dokument (zum Beispiel Hausarbeit.doc) unter einem neuen Namen und hängt dem Dokumentennamen den Namen des Zitationsstils an (zum Beispiel Hausarbeit APA-Stil.doc).

4.2 Zotero

Was ist Zotero?

Zotero ist eine freie, quelloffene Erweiterung für den Browser „Firefox" zum Sammeln, Verwalten und Zitieren verschiedener On- und Offline-Quellen.

Zotero ist plattformunabhängig und neben Englisch in einer Reihe weiterer Sprachen verfügbar (u.a. Deutsch). Da das Literaturverwaltungsprogramm innerhalb eines Webbrowsers läuft, kann es Informationen von anderen Web-Diensten wie RIS, BibTeX, EndNote oder MODS empfangen oder an diese übermitteln. Zotero kann sowohl mit anderen installierten Anwendungen auf dem eigenen Rechner (z.B. Microsoft Word) kommunizieren als auch Daten aus Datenbanken (z.B. GBV, WorldCat, Ebsco, Proquest, Google Scholar, arXiv.org etc.) importieren.

Installation

Falls Sie das Programm bereits benützen, sozusagen ein fortgeschrittener Benutzer sind, können Sie beim Kapitel Aufbau & Funktionen weiterlesen.

Für die Arbeit mit Zotero sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein. Um die deutsche Version der Software benutzen zu können, muss auch die deutsche Version von Firefox installiert sein (Download unter: http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/).

Die Installation ist sehr einfach: Mit einem Klick auf den „Download"-Button auf der Homepage www.zotero.org beginnt die Installation. Zotero wird nun von Firefox heruntergeladen und als Plugin installiert. Danach wird Firefox neu gestartet. Das Zotero-Logo sollte nun rechts unten auf der Statusleiste des Firefox-Browsers zu sehen sein. Die Installation ist abgeschlossen.

Folgende Nachricht wird vermutlich beim ersten Installationsversuch erscheinen: „Um Ihren Computer zu schützen, hat Firefox diese Webseite (www.zotero.org) daran gehindert, Software auf Ihrem Computer zu installieren." Neben diesem Warnhinweis erscheint ein „Einstellungen bearbeiten"-Button. Mit einem Klick auf diesen Button und anschließend auf „Erlauben" und „Schließen" sollte es bei einem erneuten Installationsversuch keine Probleme mehr geben.

Damit in Word automatisch Zitate und Literaturverzeichnisse erstellt werden können, wird ein zusätzliches Plugin benötigt. Öffnen Sie dafür diese Webseite. Wählen Sie dann Ihr Betriebssystem (OSX oder Windows) aus und klicken Sie auf den „Download"-Link. Laden Sie die Datei herunter und installieren Sie diese auf dem Rechner. Beim Öffnen von Microsoft Word sollte nun die Zotero-Symbolleiste (bei Word 2007 unter „Add Ins") angezeigt werden.

Funktionen und Aufbau von Zotero

Das Literaturverwaltungsprogramm läuft innerhalb des Firefox-Webbrowsers und kann auch offline benutzt werden. Im Folgenden wird der Aufbau des Zotero-Fensters erklärt.

Funktion: Literaturverwaltung

Mit einem Klick auf das Zotero-Icon am unteren rechten Bildschirmrand öffnet sich ein Panel mit allen Quellen, Notizen und Sammlungen.

Bei einem Klick auf das „X"-Icon in der rechten oberen Ecke des Panels oder auf das Zotero-Icon schließt sich das Fenster. Zu beachten ist außerdem, dass das Panel nicht geöffnet sein muss, um Materialen über die „Schnellspeicherung"-Funktion in die Datenbank hinzuzufügen.

Das Zotero-Panel besteht aus drei voneinander getrennten Spalten.

Zotero

In der linken Spalte befinden sich Ihre Projekte, die als „Sammlungen" bezeichnet werden. Sie können z.B. für jede Hausarbeit eine neue Sammlung anlegen. Der Vorteil ist, dass Sie eine Quelle auch mehreren Sammlungen zuordnen können. Unter „Meine Bibliothek" finden Sie alle Quellen, die Sie abgespeichert haben (diese werden dann in der mittleren Spalte angezeigt). Mit Hilfe der „Drag-and-Drop"-Funktion können Sie dann die einzelnen Einträge aus Ihrer Bibliothek von der mittleren Spalte aus einer spezifischen Sammlung bzw. einem Projekt zuordnen. Innerhalb der Sammlungs-Ordner können Sie zudem Unterordner erstellen.

Mit einem Rechts-Klick (bei Mac: Ctrl-Klick) auf einen Eintrag oder eine Sammlung erscheint ein Menü mit weiteren Aktionen (siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken).
Zotero Menü

Das Zotero-Fenster hat eine Hauptnavigationsleiste, in der Sie alle wichtigen Funktionen finden.

Navigationsleiste

Sie können dort neue Sammlungen anlegen oder ein Gruppenprojekt starten. Unter dem Button „Aktionen" finden Sie auch die Funktion Einstellungen, die Sie benötigen, wenn Sie z.B. Zitationsstile verändern wollen. Wenn Sie auf den „Plus-Button" klicken, können Sie einen neuen Eintrag erstellen und dabei gleich den Dokumententyp auswählen. Sie haben auch die Möglichkeit, die aktuell aufgerufene Website direkt zu speichern oder automatisch per ISBN zu importieren. Des Weiteren können Sie mit dem Notizfeld Notizen einfügen oder der Quelle einen Anhang (z.B. einen Screenshot der Seite) hinzufügen. Sie haben in dieser Navigationsleiste außerdem die Möglichkeit, Ihre Quellen zu durchsuchen. Mit dem runden Pfeil können Sie Ihre Sammlung mit der Version Ihrer Sammlung auf dem Zotero-Server synchronisieren. Diese Funktion ist insbesondere wichtig, wenn Sie in einem Gruppenprojekt arbeiten und die neuen Daten der anderen Gruppenmitglieder abrufen wollen. Ganz rechts können Sie das Zotero-Fenster auf Vollbildmodus schalten oder es durch einen Klick auf das „x" ausblenden.

Die mittlere Spalte von Zotero zeigt den Inhalt derjenigen Sammlung, die Sie in der linken Spalte ausgewählt haben. Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken.
Zotero mittlere Spalte

Ganz rechts im Zotero-Fenster sehen Sie die Informationen zum Titel, den Sie im mittleren Fenster ausgewählt haben.

Wenn Sie bei der Quelle auf den "Anschauen"-Button klicken, öffnet sich die beim Text angegebene Internetadresse. Wenn Sie auf den "Finden"-Button klicken, wird der Worldkat-Katalog aufgerufen, der Ihnen ermöglicht, in Ihrer lokalen Bibliothek nach dem Titel zu suchen.

Das ganz rechte Feld hat außerdem vier Reiter, die Ihnen helfen, die Informationen zur ausgewählten Quelle zu ergänzen. Unter „Infos" können Sie Verlagsinformationen, eine Zusammenfassung oder sonstige fehlende Daten ergänzen.

Zotero rechte Spalte

Unter „Notizen" haben Sie die Möglichkeit, der Quelle Notizen zuzuweisen. Diese Notizfelder können Sie für Ihre Exzerpte verwenden oder Sie fertigen die Exzerpte als Worddokumente an und verknüpfen sie mit der Quellenangabe in Zotero.

 

Zotero Notizen

Unter Tags" können Sie die ausgewählte Quelle verschlagworten, d.h. Sie können den Inhalt klassifizieren und mit Wörtern versehen, die Ihnen später helfen, den Text wiederzufinden.

Unter „Zugehörig" können Sie dem Text andere Texte, die sich überschneiden oder die ähnlich sind, zuordnen und so eine Verknüpfung herstellen.

Zotero Tags

Funktion: Importieren von Quellen

Zotero ermöglicht den Import von Quellenangaben direkt von einer Website aus. Wenn man sich z.B. einen Eintrag für ein Buch in einem Online-Bibliothekskatalog wie einem OPAC anzeigen lässt, erscheint in der Adressleiste von Firefox ein Buch-Icon. Mit einem Klick auf dieses Symbol speichert die Software die Quellenangabe des Buches.

Zotero Import

Wenn Sie eine Übersichtsseite mit mehreren Einträgen angezeigt bekommen, die Sie potentiell importieren könnten, zeigt Zotero den Ordner Symbol anstelle des Buches an. Klicken Sie darauf, um die Liste aller Titel zu sehen und dann nur diejenigen auszuwählen, die Sie tatsächlich importieren möchten. (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

Zotero Import mehrerer Quellen

Beachten Sie dabei: Wenn Sie in der linken Spalte „meine Bibliothek" ausgewählt haben, werden die Titel immer in Ihre Bibliothek importiert, ohne dass sie einer Sammlung zugewiesen sind. Haben Sie zuvor eine bestimmte Sammlung ausgewählt, so werden die zu importierenden Titel dort und in „meine Bibliothek" abgelegt.

Sie können die Quellen aber auch händisch einpflegen, indem Sie auf den „Plus-Button" Plus-Button klicken. Dort können Sie zuerst den Dokumententyp auswählen und anschließend können Sie in der rechten Spalte die notwendigen Informationen ergänzen.

Funktion: Notizen und Tagsuche

Die Notiz-Funktion von Zotero kann z.B. dafür genutzt werden, sich Aufgaben oder Meilensteine aufzuschreiben, sich Notizen zu einem bestimmten Dokument zu machen (z.B. Zitate herausschreiben) oder auch einfach um Gedanken festzuhalten, die Ihnen beim Lesen gekommen sind.

Sie können von einem Dokument unabhängige Notizen erstellen oder Notizen, die in direktem Zusammenhang mit dem Text stehen. Um eine unabhängige Notiz zu erstellen, nutzen Sie den Hinzufügen Button Button auf der Hauptnavigationsleiste. Indem Sie auf den Button  klicken, können Sie Kommentare in einer Sammlung ablegen, die unabhängig von den einzelnen Quellen angezeigt werden.

Tipp: Die ersten Worte des Textes werden zum Titel der Notiz. Somit ist es ratsam, mit einen Schlagwort zu beginnen. Auf diese Weise wissen Sie genau, was in welchem Kommentar steht.

Wie Sie eine abhängige Notiz erstellen, haben Sie bereits weiter oben erfahren.

Wenn Sie konsequent Tags zu Ihren Quellen vergeben haben, können Sie diese Nutzen, um Ihr Dokument schnell wiederzufinden. Gehen Sie dazu in der linken Spalte auf die Tagsuche (sie ist manchmal ausgeblendet, durch einen Klick auf die gestrichelte Linie unter der Bibliothek wird sie wieder sichtbar).

Wählen Sie ein Tag aus der Liste der vergebenen Tags aus. Dann wird Ihnen automatisch der oder die Titel, die mit diesem Tag versehen wurden, in der mittleren Spalte angezeigt (Siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken). Sie können auch das Suchfeld verwenden, um nach Tags zu suchen.

Zotero  Tagsuche

Sie können sich auch die zahlreichen Zotero-Video-Tutorials ansehen, um noch mehr über Zotero zu erfahren.

Verwendung von Zotero

Die Anwendungserklärungen ("Arbeitsschritte"), die schrittweise erfolgen und durch blaue Kästchen gekennzeichnet sind, sollen von Ihnen am Programm selbst ausgeführt werden, um einen möglichst großen Lernerfolg zu erzielen. Greifen Sie dabei bitte auf die Rechercheergebnisse zurück, die Sie in den ersten beiden Aufgaben zusammengetragen haben.

Schritt 1: Neue Sammlung anlegen

In Zotero werden Fundstücke in sogenannten „Sammlungen" organisiert. Jede Sammlung ist eine Teilmenge der Bibliothek.

Arbeitsschritte:
  1. Öffnen Sie die Zotero-Oberfläche durch einen Klick auf „Zotero" in der unteren rechten Ecke des Browsers.

  2. Klicken Sie auf den Icon  Hinzufügen Button ganz links in der Zotero-Oberfläche, um eine neue Sammlung anzulegen.

  3. Geben Sie der Sammlung einen aussagekräftigen Namen.

  4. Klicken Sie auf die Sammlung, um sie auszuwählen.

Schritt 2: Neue Titel aufnehmen

Sie Sind bei Ihrer Recherche zum Thema Bedeutung der Informationskompetenz in der Wissensgesellschaft auf nützliche Quellen gestoßen und möchten sie archivieren. Die verschiedenen Suchergebnisse werden auf unterschiedliche Weise abgespeichert.

Ein Buch hinzufügen:

Arbeitsschritte:
  1. Um ein Buch in Ihrer Sammlung abzulegen, rufen Sie den Online-Katalog Ihrer Universität auf, z.B. OPAC.

  2. Suchen Sie im Katalog die Bücher, die Sie schon recherchiert haben.

  3. Wird Ihnen das Suchergebnis angezeigt, klicken Sie auf den blauen Buch-Icon in der Adressleiste Ihres Browsers.
    Buch-Ikon

  4. Überprüfen und ergänzen Sie die bibliographischen Informationen in der rechten Spalte. Nicht alle Informationen
    werden ohne Fehler in das Literaturverwaltungsprogramm übernommen.

  5. Alternativ können Sie das Buch auch über die ISBN-Nummer importieren. Klicken Sie dazu auf das Zauberstab-Symbol Zauberstabsymbol und geben Sie die ISBN Nummer ein.

Einen Zeitschriftenartikel hinzufügen:

Arbeitsschritte:
  1. Um einen Zeitschriftenartikel in Ihrer Sammlung abzulegen, rufen Sie den Online-Katalog der Zeitschrift oder eine Fachdatenbank auf.

  2. Suchen Sie im Katalog die Zeitschrift, die Sie schon recherchiert haben.

  3. Wird Ihnen das Suchergebnis angezeigt, klicken Sie auf das Zeitschriftensymbol in der Adressleiste Ihres Browsers.
    Zeitschriftensymbol

  4. Abschließend überprüfen und ergänzen Sie die bibliographischen Informationen.

Eine Website hinzufügen:

Arbeitsschritte:
  1. Um eine Website hinzuzufügen, gehen Sie zuerst zur URL der Seite. Diese Funktion ist nur verfügbar, wenn Sie Zotero im Browser öffnen. Klicken Sie dazu im Browser unten rechts auf das Wort ZOtero.

  2. Legen Sie diese Seite in Zotero ab, indem Sie auf das Archivierensymbol Icon  klicken. Damit wurde die Webseite archiviert.

  3. Zotero archiviert automatisch einen Screenshot der Seite zum Zeitpunkt der Speicherung.

Der Schnappschuss kann auch bearbeitet werden.

  1. Um den Schnappschuss zu bearbeiten, klicken Sie auf den Grünen Pfeil "Finden" udn dann auf „Schnappschuss anzeigen" .
  2. In der linken oberen Ecke Ihres Bildschirms wird folgende Anwendungsleiste angezeigt. Anwendungsleiste
  3. Mit dem ersten Symbol können Sie an jeder Stelle auf der Webseite in der Schnappschuss-Anzeige Anmerkungen einfügen. Diese Kommentarfenster können Sie mit der nächsten Funktion ein- und wieder ausklappen.
  4. Mit dieser Funktion Hervorhebensymbolkönnen Sie Textstellen hervorheben. Diese Hervorhebungen können Sie mit der anderen Funktion wieder löschen.

Zotero kann nicht alle Inhalte automatisch übernehmen. Sie können jedoch eine Vielzahl an Dokumententypen in Zotero ablegen, indem Sie sie händisch einpflegen.

Arbeitsschritte:
  1. Klicken Sie hierzu auf dieses Icon Plus-Buttonund wählen Sie den Dokumententyp des Titels aus (Zeitungsartikel, Radiosendung etc.).

  2. Füllen Sie alle notwendigen Informationen in die Maske ein.

  3. Weisen Sie den Titel der zuvor angelegten Sammlung zu.

Einer Quelle einen Anhang hinzufügen:

Arbeitsschritte:
  1. Wählen Sie in der mittleren Spalte einen Zotero-Eintrag, zu dem Sie einen Anhang anfügen möchten.

  2. Klicken Sie in der Navigation der rechten Spalte auf „Anhänge" und „Hinzufügen" und wählen im Menü den Eintrag „auf Datei verlinken" aus.

  3. Suchen Sie dann eine Datei von Ihrer Festplatte aus.

Wenn Sie v.a. PDF-Dateien direkt mit der Quellenangabe in Zotero verlinken, finden Sie sie später schneller auf Ihrem Computer wieder.

 

Pflegen Sie nun alle Quellen, die Sie in den ersten beiden Aufgaben gesammelt haben, in das Literaturverwaltungsprogramm ein.

Schritt 3: Zitationsstil ändern & Verzeichnis händisch erstellen

Immer ein wichtiges Thema bei der Verwaltung von Literatur ist der Zitationsstil, der vor allem eines sein sollte: einheitlich. Wenn Sie durchgehend ein Literaturverwaltungsprogramm verwenden, haben Sie schon einmal sichergestellt, dass alle Quellenanagaben einheitlich sind. Welchen Zitationsstil Sie wählen, hängt von einigen Faktoren ab: Zum Beispiel welche Vorgaben Ihnen in einem Seminar oder für Ihre Bachelorarbeit gegeben wurden. Auch ein wichtiger Faktor sind die Standards, die in Ihrem Fachbereich bzw. auch an dem Lehrstuhl, an dem Sie die Arbeit schreiben üblich sind - Naturwissenschaftler zitieren anders als Historiker (Näheres dazu siehe nachfolgendes Kapitel). Fragen Sie im Zweifelsfall immer beim betreffenden Dozenten nach.

So können Sie den Zitationsstil in Zotero wechseln:

Arbeitsschritte:
  1. Wählen Sie in der Hauptnavigationsleiste den Button „Aktionen" aus und klicken Sie im erscheinenden Kontextmenü die „Einstellungen" an.

  2. Es öffnet sich das Einstellungen-Fenster. Hier wählen Sie die Registerkarte "Export" und dann bei "Standardausgabeformat" den entsprechenden Zitationsstil.
  3. Sollte Ihr Zitationsstil nicht zur Auswahl stehen, können Sie wieder die Einstellungen aufrufen. Hier wählen Sie die Registerkarte „Zitation" und dann die Unterkarte "Stile" aus. (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken):
    Zotero Zitationsstile

  4. Sie können auch einen passenden Zitationsstil hinzufügen (aus dem Internet importieren). Dazu betätigen Sie die Schaltfläche unten im Fenster >>Weitere Stile hinzufügen und Sie werden auf das Zotero Style Repository weitergeleitet.

 

Angenommen Sie möchten nun ein Literaturverzeichnis mit den von Ihnen zusammengestellten und einsortierten Literaturquellen erstellen. Schritt 3 zeigt Ihnen, wie das „von Hand" geht, in Schritt 4 lernen Sie, wie Sie das automatisch machen können und nur die Quellen ins Literaturverzeichnis eingetragen werden, die Sie auch wirklich verwenden.

Arbeitsschritte:
  1. Wählen Sie die Sammlung in der rechten Spalte von Zotero aus. Alternativ können Sie auch die Quellen, die Sie exportieren möchten, in der mittleren Spalte markieren (cmd-Taste/Strg-Taste gedrückt halten, um mehrere Quellen zu markieren).

  2. Klicken Sie dann in der mittleren Spalte mit der rechten Maustaste, es erscheint ein Kontextmenü.

  3. Wählen Sie den Befehl „Literaturliste aus Sammlung/aus den gewählten Einträgen erstellen".

  4. Nun öffnet sich ein Fenster, in dem Sie aufgefordert werden, den Zitationsstil, mit dem die Liste angezeigt werden soll, auszuwählen. Wenn Sie die Liste ausdrucken oder in ein Worddokument einfügen wollen, empfiehlt es sich, hier das RTF-Format als Ausgabeformat der Bibliographie zu wählen.
    Literaturverzeichnis erstellen
    (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

  5. Sie werden nun gebeten einen Speicherort zu definieren.

  6. Das Dokument wird am angegebenen Ort gespeichert und Sie können es dann öffnen

Schritt 4: Publikationen erstellen

Wichtig: Damit Zotero mit Word zusammenarbeiten kann, muss ein zusätzliches Word-Plug-in installiert werden (siehe Abschnitt Installation). Falls dies noch nicht geschehen ist, sollten Sie die Installation an dieser Stelle nachholen.

Arbeitsschritte:
  1. Öffnen Sie ein Word-Dokument.

  2. Überprüfen Sie, ob die Zotero-Symbolleiste angezeigt wird. Zotero Symbolleiste

  3. Falls diese Leiste nicht angezeigt wird, überprüfen Sie, ob unter dem Word2003-Menü „Ansicht", „Symbolleisten" der Eintrag „Zotero Bibliographic Management" erscheint und ausgewählt ist. In Word 2007 ist die Symbolleiste unter „Add-Ins" zu finden.

  4. Schreiben Sie nun einfach einen kurzen Blindtext in das Word-Dokument und klicken Sie auf das erste Icon in der Symbolleiste, um ein Zitat anzulegen.

  5. Beim allerersten Zitat eines Dokumentes müssen Sie zuerst den gewünschten Zitationsstil auswählen.
    Zitationsstil auswählen
    (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

  6. Nun wird ein Fenster, ähnlich der Zotero-Oberfläche, angezeigt. Hier können Sie das zum Zitat gehörende Medium auswählen und ggf. die Seitenzahl und ein Präfix (z.B. „vgl.") eingeben. Um eine Vorschau auf die Zitation zu erhalten, können Sie auf „Editor anzeigen" klicken. Sie haben auch die Möglichkeit, mehrere Quellen anzufügen.
    Zitation hinzufügen
    (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

  7. Klicken Sie auf den OK-Button, um das Zitat einzufügen.

  8. Sie haben die Möglichkeit, ein Zitat in Word nachträglich zu editieren, indem Sie auf das zweite Icon der Symbolleiste klicken.

  9. Um eine komplette Bibliographie (Literaturverzeichnis) zu Ihrem Dokument zu erstellen, klicken Sie auf das dritte Icon in der Symbolleiste editieren.

  10. Ein Klick auf das fünfte Icon aktualisiert sämtliche Zitationen in Ihrem Dokument. Dies ist nützlich, wenn Quellen in Ihrer Arbeit verändert (gelöscht) oder ergänzt wurden.

  11. Das sechste Icon ermöglicht es Ihnen, einen anderen Zitationsstil auszuwählen.

4.3 Literaturverwaltung 2.0

Im Bereich der Literaturverwaltung 2.0 (häufig auch als Social Bookmarking, Social Cataloguing oder Social Tagging bezeichnet) gibt es mittlerweile vielfältige Angebote. Diigoist nur eines dieser Angebote, es gibt auch viele andere, wie beispielsweise Delicious, Bibsonomy, Connotea oder CiteULike. Eine Übersicht über die Funktionalitäten und Vor- und Nachteile dieser Programme finden Sie in der tabellarischen Übersicht

Doch was bedeutet eigentlich Literaturverwaltung 2.0? Der Begriff leitet sich vom Web 2.0-Begriff ab, welcher darauf abzielt, dass das Internet zu einer Plattform geworden ist, die die User mitgestalten können, indem sie selbst aktiv werden. Im Web 1.0 gab es vorwiegend statische Seiten, Informationen, die man finden konnte etc. Im Web 2.0 vernetzen sich die Leute in sozialen Netzwerken (z.B. facebook, studivz), stellen Fotos online, führen Blogs, produzieren Videos, Podcasts etc. und stellen diese online zur Verfügung - sie werden also selbst zu Produzenten von Inhalten, was auch der Begriff „user generated content" beschreibt.

Auch bei der Literaturverwaltung gibt es diesen Trend. Wo früher die Bibliotheken den Inhalt von Quellen durch die Schlagwörter gekennzeichnet haben, können nun auch die Benutzer selbst diese Kategorisierung durchführen, indem sie Tags vergeben. Sie können sich ihre eigenen Quellensammlungen zusammenstellen und diese ordnen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Quellen zu teilen und von anderen zu profitieren, die schon eine Quellenliste zu dem gesuchten Thema zusammengestellt haben.

Die Vorteile in der Literaturverwaltung 2.0 liegen also vor allem in der Zusammenarbeit und dem Austausch mit anderen:

  • Sie können Ihre eigenen (Internet-)Quellen verwalten, strukturieren und verschlagworten (taggen),
  • Sie können die Datenbestande anderer Nutzer durchsuchen und so auf interessante Quellen stoßen,
  • Sie können sich langfristig mit anderen Nutzern vernetzen und ihre neuen Quellen per RSS o.ä. erhalten,
  • Literaturverwaltung 2.0 bietet meist auch Suchhilfen über sogenannte Tag-Clouds und personalisierte Tipps an.

Im Folgenden stellen wir Ihnen das Social-Bookmarking Programm Diigo genauer vor. Zuerst sollen noch einmal die wesentlichen Funktionen, die Literaturverwaltung 2.0 bietet, beschrieben werden.

Funktionen von Social Bookmarking Systemen

Persönliche Wissensorganisation

Haben Sie Ihre Quellen mit Tags versehen, so haben Sie sich intensiv mit dem Themenbereich auseinandergesetzt, diesen in Gedanken geordnet und vorstrukturiert sowie mit Ihrem Vorwissen in Verbindung gebracht. Dabei bietet ein Social-Bookmarking System einen entscheidenden Vorteil gegenüber der herkömmlichen Verschlagwortung: Sie können die Tags nachträglich ergänzen oder auch verändern und in neue Kategorien zusammenfassen. Somit passt sich das System Ihrem Wissenserwerb an: Zuerst haben Sie lediglich eine ungefähre Vorstellung von einem Themengebiet und vergeben Tags unsystematisch. Je mehr Sie jedoch über ein Themengebiet wissen, desto differenzierter und präziser werden die Schlagwörter, die Sie vergeben können. Ihre persönliche Tag-Cloud ist Ihr Klassifikationsschema, das Sie sich jederzeit anschauen und verändern können (Hilfen zur Vergabe von eigenen Schlagwörtern/tags lernen Sie im nächsten Baustein kennen). Hier ein Beispiel für eine Tagcloud:

Tagcloud

Recherchemöglichkeiten

Zum Recherchieren können Sie zum einen die sogenannten Tag-Clouds nutzen. Das sind Wortwolken, in denen die Tags umso größer erscheinen, umso häufiger sie vergeben wurden. Durch die kollaborative Vergabe von Tags aller User entsteht ein Ordnungsschema, das als Folksonomy bezeichnet wird. Der Begriff Folksonomy setzt sich zusammen aus dem Begriff Folk und Taxonomie (Kategorienschema).

Sie haben zudem die Möglichkeit, sich „related tags" - also mit dem Ausgangsbegriff verwandte Schlagwörter - anzeigen zu lassen und so zu neuen Quellen zu kommen. Social Bookmarking Systeme haben den Vorteil, dass Sie nebenbei auf relevante Informationen stoßen. Vor allem wenn Sie mit einer noch sehr vagen Vorstellung an die Suche herangehen, können Sie interessante und relevante neue Quellen finden.

Außerdem können Sie, wie bei Blogs oder Nachrichtendiensten sogenannte RSS-Feeds zu bestimmten Tags abonnieren. Wenn Sie einen Feedreader haben oder die RSS-Feeds in Ihrem E-Mail Programm empfangen, können Sie also jederzeit über neue Quellen mit den für Sie interessanten Tags informiert werden.

Wenn Sie in tagbasierten Suchmaschinen suchen, bedeutet das für Sie, dass Sie mehrere Anfragen starten müssen. Sie sollten außerdem versuchen, englischsprachige Begriffe zu verwenden, da die meisten Tags auf Englisch vergeben werden. Tags können im Gegensatz zu Schlagwörtern jedoch kombiniert und auch gemeinsam gesucht werden. Wenn Sie bzw. die anderen User selbst Tags vergeben, so kann es häufig vorkommen, dass ein Begriff in verschiedenen Schreibweisen vergeben wird. Das Tag „E-Learning" kann auch als „elearning" oder „eLearning" existieren. Um das Problem zu verhindern, werden in der Regel vom Programm schon vergebene Tags vorgeschlagen, die man dann einfach für sein Programm übernehmen kann.

Vernetzung mit anderen Nutzern

Der große Vorteil von Social Bookmarking Systemen liegt darin, dass Sie sich mit anderen Nutzern vernetzen können. Sie können - bspw. für Referatsgruppen - Untergruppen bilden, in denen immer nur die von den Gruppenmitgliedern ausgewählten Quellen erscheinen. So sammeln Sie die Quellen für das Gruppenreferat an einem Ort und müssen nicht E-Mails hin und her verschicken. Häufig haben Sie die Möglichkeit, Quellen neben Tags auch noch mit Anmerkungen oder Kommentaren zu versehen. Hier können Sie z.B. eine Bewertung der Quelle einfügen und Ihre Gruppenmitglieder wissen gleich, wie Sie eine Quelle einschätzen.

Sie können sich jedoch auch mit Unbekannten vernetzen, bspw. mit einem Professor auf einem Gebiet und sehen, welche Quellen er für ein bestimmtes Gebiet als relevant betrachtet bzw. gefunden hat.

Diigo

Was ist Diigo?

Diigo ist ein kostenloses englischsprachiges Social Bookmarking-System, das all die oben angeführten Funktionen beinhaltet. Mit Diigo können vor allem Links zu wissenschaftlichen Online-Quellen leicht gespeichert, verwaltet und mit anderen Nutzern geteilt werden. Für das Anlegen einer Diigo-Bibliothek müssen Sie sich registrieren - wie erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Ein Nachteil von Diigo ist, dass Sie keine weiteren Angaben zu Ihren Quellen hinzufügen können (z.B. Autor, Verlag, Erscheinungsjahr).

Installation bzw. Registrierung

Eine Installation im eigentlichen Sinne bzw. ein Download ist nicht nötig, da es sich bei Diigo um ein Online-Tool handelt, das man im Browser nutzt. Um Diigo zu nutzen, muss man sich lediglich auf der Homepage von Diigo http://www.diigo.com registrieren. Dafür klicken Sie oben rechts auf der Homepage auf „Sign up". Es erscheint ein Formular mit dem Sie Ihre Registrierung vornehmen. Um sich zu registrieren kann man auch einen bereits existierenden Account bei Facebook, Twitter, Google oder Yahoo verwenden. Nachfolgend haben Sie die Möglichkeit die Diigo-Toolbar (nur Firefox und Internet Explorer) oder das Diigolet zu installieren, die Ihnen die Aufnahme von Bookmarks in Ihre Bibliothek erleichtern.

 

Funktionen und Aufbau von Diigo

Das Social-Bookmarking-System Diigo läuft innerhalb des Browsers (z.B. Internet Explorer, Mozilla Firefox, Safari). Für das Arbeiten mit Diigo sollte Ihr Computer über eine stabile Internetverbindung verfügen.

Um die Diigo-Bibliothek nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst registrieren (wie oben beschrieben). Sind Sie bereits registriert, können Sie sich mit Ihrem Username und Ihrem Passwort einloggen. Da Diigo eine webbasierte Literaturverwaltung ist, können Sie von jedem internetfähigen Computer aus Ihre Diigo-Bibliothek öffnen und damit arbeiten. Dadurch wird beispielsweise die Arbeit in Gruppen und an der Universität (z.B. Rechenzentrum) erleichtert.

Die Reiter in der oberen Leiste helfen Ihnen bei der Navigation durch Diigo:

Diigo Navigation

Durch einen Klick auf „diigo" gelangen Sie immer zur Startseite von Diigo. „My Library" gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre eigenen Bookmarks aufzurufen. Der Reiter „My Network" führt Sie direkt zu Ihrem Netzwerk. Auf dieser Seite sehen Sie Updates von denjenigen Usern, denen Sie folgen, deren Updates Sie also abonniert haben. Unter „My Groups" gelangen Sie zu den Gruppen in denen Sie Mitglied sind, können eigene Gruppen gründen oder nach weiteren Gruppen suchen. Durch einen Klick auf „Community" gelangen Sie zu folgender Seite:

Diigo Community

 (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

Hier werden Ihnen die beliebtesten Bookmarks angezeigt (inklusive Tags und der Möglichkeit die Bookmarks in einer Vorschau zu sehen, sie zu verbergen oder direkt abzuspeichern). Auf der rechten Seite befindet sich ein Suchfeld und ein Feld mit den beliebtesten Tags in einer Tagcloud.

Die Navigationsleiste wird rechts oben weiter fortgeführt. Wenn Sie mit dem Mauszeiger auf Ihr Profilbild gehen, öffnet sich ein Dropdown-Menü, in dem Sie die Auswahl zwischen Ihrem Profil, Tools, Ihren Nachrichten, Hilfe, Ihren (Account-)Einstellungen und Sign Out haben. Ein Klick auf „Tools" führt Sie zu den verschiedenen Browser Add-ons, die Diigo zur Verfügung stellt. Außerdem gibt es hier auch Apps für Ihr Smartphone und weitere Angebote wie beispielsweise die Integration einer Diigo-Tagcloud auf ihrem Blog. Auf dieser Seite können Sie des Weiteren Ihre Bookmarks importieren und exportieren (dazu mehr im folgenden Kapitel). Die Felder „Help", „Feedback" und „Sign Out" sollten selbsterklärend sein. „Go Premium" in der oberen Navigationsleiste neben Ihrem Profilbild, leitet Sie weiter zu einer Seite, auf der Sie Diigo auf eine kostenpflichtige Version mit zusätzlichen Verwendungsmöglichkeiten erweitern können. 

Funktion: Literaturverwaltung

Mit einem Klick auf „My Library" gelangen Sie zu Ihrer Diigo-Bibliothek. In der Mitte erscheint - sobald Sie Quellen in Ihre Bibliothek aufgenommen haben - eine Liste mit allen Titeln Ihrer Bibliothek. Jeder Titel ist mit dem dazugehörenden Link zur Quelle, dem Datum, den vergebenen Tags und der von Ihnen hinzugefügten Beschreibung aufgeführt. Wenn Sie mit dem Mauszeiger auf eine Quelle gehen, erscheinen die folgenden Felder: Unter „Cached" kann man sich die zwischengespeicherte Version der Webseite ansehen, diese hat jedoch keine Verbindung zur tatsächlichen Webseite. Von Bedeutung ist dies beispielsweise beim Zitieren von Seiten, die sich ändern. In „Cached" kann genau die Seite abgespeichert werden, die zitiert wird, so dass auch später noch darauf zugegriffen werden kann, obwohl sich die originale Seite inzwischen verändert hat. „Preview" ermöglicht eine Vorschau auf die tatsächliche Webseite und gibt einem die Möglichkeit diese dann direkt in einem neuen Fenster zu öffnen.Mit dem „Edit"-Button können Sie Ihre Einträge zu einzelnen Artikeln bearbeiten. Der „Delete"-Button ermöglicht das Löschen von einzelnen Titeln. Mit dem „Share"-Button haben Sie die Möglichkeit, Ihre Bookmarks mit anderen Leuten zu teilen, einen Bericht über den Link zu erstellen oder ihn mit der Meta-Seite zu verlinken. 

Auf der linken Seite ihrer Bibliothek („My Library") sehen sie die von Ihnen vergebenen Tags und darunter Ihre eigenen Listen. Diese Listen ermöglichen es Ihnen, dass Sie Ihre Bookmarks gruppieren und dadurch übersichtlicher gestalten.

My Library

(Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken)

Hier noch ein einzelner Titel aus der Library in detaillierter Ansicht:

konkreter Titel

Sie können in ihrer Library zwischen zwei verschiedenen Ansichten wählen. Die Standardansicht sehen Sie in den zwei vorangehenden Abbildungen. Hier werden Ihnen die Quellen mit den dazugehörigen Beschreibungen angezeigt. Sie können durch einen Klick auf "Collapse" eine minimierte Ansicht auswählen, dann werden die Beschreibungen ausgeblendet, was die Übersichtlichkeit erhöht.

erweiterte Ansicht

(Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

In beiden Ansichten können Sie mehrere oder auch einzelne Ihrer Quellen auswählen und in drei Dropdown-Menüs zwischen verschiedenen Aktionen wählen. Im ersten Menü können Sie die Quellen Ihren Listen (Was genau Listen sind und wozu sie verwendet werden erfahren Sie im Kapitel „Funktion: Taggen und Vernetzen") zuordnen. Das zweite Dropdown-Menü erlaubt es Ihnen,  die ausgewählten Quellen mit einer Ihrer Gruppen zu teilen oder eine neue Gruppe zu gründen. Im dritten Menü haben Sie beispielsweise die Möglichkeit mehrere Quellen zu versenden, zu löschen oder öffentlich/privat zu machen. 

Wie bereits erwähnt gelangen Sie über das Dropdown-Menü oben rechts zu den „Tools" von Diigo, wo Sie Zugang zu Browser Add-ons, Mobile und Desktop Apps sowie diversen Web Services haben. Hier ein Überblick über diese Seite:

Tools

Sie haben auch die Möglichkeit, Bookmarks zu importieren. Ein Klick auf die Schaltfläche „Import bookmarks " bringt Sie zu einer Seite, auf der Sie Ihre Bookmarks von Delicious oder Ihrem Browser (hierfür benötigen Sie die Diigo toolbar) importieren können. Beim Importieren aus dem Browser werden die bereits vergebenen Tags mit importiert, zusätzlich können Sie schon vor dem direkten Import weitere Tags vergeben.

Neben dem Importieren ist auch das Exportieren Ihrer Diigo-Bibliothek in verschiedenen Dateiformaten möglich. Klicken Sie dafür auf den Link „Export your library", es öffnet sich eine neue Seite, auf der Sie auswählen können in welchem Dateiformat Sie Ihre Bookmarks inklusive der vergebenen Tags und Notizen exportieren möchten. Wenn der Export abgeschlossen ist erhalten Sie eine E-Mail mit dem Link zu der Seite, auf der Sie Ihre exportierte Bibliothek herunterladen können. Auf der Export-Seite finden Sie auch alle Ihre bisher exportierten Bibliotheken in der "Export History".

Wie Sie eine Quelle genau aufnehmen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Funktion: Importieren von Quellen

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, einen Artikel bzw. einen Titel in die Diigo-Bibliothek aufzunehmen. Der einfachste ist, Diigolet zu verwenden:

Diigolet

Diigolet ist eine kleine Anwendung in Ihrer Lesezeichenliste und sollte direkt bei der Anmeldung installiert werden. Falls Sie noch kein Diigolet haben, gehen Sie auf „Tools". Hier können Sie (unter anderem) Diigolet für Ihren Browser auswählen und installieren.

Diigo Browser Add-ons

Finden Sie nun eine Online-Quelle, sei es ein Zeitschriftenartikel, eine Website, ein PDF-Dokument oder ein Buch, klicken Sie auf den „Diigolet"-Link in der Lesezeichenliste Ihres Browsers, um diesen zu Ihrer Diigo-Bibliothek hinzufügen. Es öffnet sich nun ein kleines zusätzliches Fenster, bei dem Sie zunächst entscheiden können ob Sie Textstellen markieren, die Quelle ihrer Bibliothek hinzufügen oder eine Sticky Note erstellen wollen. Zusätzlich können Sie von hieraus auch direkt Ihre Bibliothek, Ihre Listen, Gruppen, Netzwerke und die beliebtesten Bookmarks aufrufen. Wie genau Sie Quellen hinzufügen erfahren Sie unter dem Punkt Quellen-Hinzufügen-Fenster. Sollten Sie einen Pop-Up-Fenster-Blocker verwenden, kann es sein, dass sich das Diigo-Fenster nicht öffnet. In dem Fall werden Sie in der Regel darauf hingewiesen und Sie können auf den Hinweis klicken, um das Pop-UP zu ermöglichen.

Diigo Toolbar

Wenn Sie Diigo sehr häufig nutzen, lohnt sich die Installation der Diigo Toolbar (für Chrome, Firefox und Internet Explorer verfügbar; wird in der Liste der Tools als "Diigo Extension" bezeichnet). Dadurch stehen Ihnen mehr Funktionen zur Verfügung als beim Diigolet. Auch die Toolbar wird auf der Seite „Tools" heruntergeladen. Nach der Installation befindet sich die Toolbar direkt unter ihrer Lesezeichenliste im Browser.

Firefox Toolbar

Quellen-Hinzufügen-Fenster

Egal, ob  Sie den Diigolet oder die Toolbar verwenden, Sie gelangen direkt zu dem Quellen-Hinzufügen-Fenster:

Quellen-Hinzufügen-Fenster

Titel und Webadresse sind in diesem Formular bereits ausgefüllt. Sie können den Titel natürlich verändern und eine Beschreibung sowie Tags hinzufügen. Es werden Ihnen auch schon Tags vorgeschlagen, die Sie nur anklicken müssen, wenn Sie sie verwenden wollen. In diesem Formular (im Bereich "More Options") können Sie die Quelle auch sofort einer ihrer Listen oder einer Gruppe hinzufügen, ein zwischengespeicherte Version hochladen (Upload cache), die Quelle als "Read later" markieren oder via Twitter sharen. Wenn Sie alle Felder ausgefüllt haben, klicken Sie auf „Save". Zusätzlich haben Sie hier die Möglichkeit den Bookmark auf „privat" zu setzen, dadurch ist er für andere Nutzer nicht sichtbar (dies können Sie jedoch auch in Ihrer Library später noch tun).

Funktion: Taggen und Vernetzen

Quellen „vertaggen"

Eine zentrale Funktion von Diigo, die Sie auch schon bei dem Quellen-Hinzufügen-Fenster im vorhergehenden Abschnitt kurz kennengelernt haben, ist das Vertaggen von Quellen. Wie sich das Taggen von der systematischen Schlagwortvergabe durch Institutionen unterscheidet, haben Sie bereits in den vorherigen Kapiteln gelernt. Quellen können mit Hilfe der Tags wiedergefunden und organisiert oder für das Auffinden ähnlicher Quellen genutzt werden, da die Tags als Hyperlink zu weiteren Ressourcen fungieren.

Tags bestehen aus einzelnen Wörtern. Bei Diigo werden die Tags durch Leerzeichen voneinander getrennt. Wenn Sie ein Tag aus mehreren Wörtern vergeben wollen, dann verwenden Sie Anführungszeichen, also beispielsweise „media literacy" oder „interactive whiteboard". Bei Diigo können Artikel mit beliebig vielen Schlüsselwörtern versehen, also „vertaggt", werden.

Im Quellen-Hinzufügen-Fenster werden die Tags zu der jeweiligen Quelle eingetragen. Wenn Sie bereits Tags verwendet haben (für andere Quellen), dann werden Ihnen beim Eintippen Ihres Tags die zu den eingegebenen Buchstaben passenden Tags vorgeschlagen. Außerdem kann es sein, dass unterhalb der Tag-Zeile auch schon eventuell passende Tags vorgeschlagen werden, um diese zu verwenden müssen sie nur angeklickt werden.

Ein Beispiel: Der Artikel „Implementation von E-Learning-Umgebungen im Hochschulbereich" könnte wie folgt vertaggt werden: „Implementation von E-Learning", E-Learning, university, implementation, „E-Learning environment" (5 Tags). Die Tags werden auf der linken Seite des „My Library"-Fensters angezeigt und sind alle verlinkt - ein Klick auf den jeweiligen Link führt Sie direkt zu den Artikeln, die Sie mit diesem Tag versehen haben.

In Diigo können auch Tags als RSS-Feed abonniert werden. Finden Sie zum Beispiel einen Tag, der für Sie interessant ist und unter dem ein anderer User interessante Artikel postet, klicken Sie oben rechts auf das RSS-Feed-Symbol um sich für den RSS-Feed einzutragen (siehe Grafik). Sie werden nun informiert, wann immer der User einen neuen Artikel zu dem Tag hinzufügt. Sie können auch bestimmten Usern folgen, um informiert zu werden, wenn diese neue Quellen hinzufügen. Dazu gehen Sie auf die Seite des Users und klicken oben rechts auf „Follow Me!".

RSS-Feed

( Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken)

Diigo bietet die Möglichkeit, Tags immer wieder zu überarbeiten und anzupassen. Wenn sich zum Beispiel bei fortschreitender Recherche herausstellt, dass der Tag „E-Learning-Umgebung" besser als „E-Lernumgebung" vertaggt werden soll, muss das nicht für jeden Artikel einzeln verändert werden. Gehen Sie dazu zu in ihre Library und klicken Sie auf der linken Seite auf „My Tags". Sie gelangen auf folgende Seite:

Nun können Sie Veränderungen an Ihren Tags vornehmen, indem sie bei dem zu ändernden Tag auf „Edit" klicken und die neue Version eintragen und auf „Save" klicken.

 

 Tags

(Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken)

Listen anlegen

Sie haben zwar bei Diigo nicht die Möglichkeit, Ihre Tags zu gruppieren, aber Sie können stattdessen Listen anlegen. So ist es beispielsweise möglich, dass Sie Listen für einzelne Seminare anlegen oder Sie Ihre Quellen nach eigenen Kriterien Listen zuordnen.

Um eine Liste zu erstellen, scrollen Sie in Ihrer Library ans untere Ende der linken Leiste mit den Tags und sehen dort das Feld „My Lists" in dem Sie neue Listen erstellen und Ihre bereits existierenden Listen einsehen können. Wenn Sie auf „+ List" geklickt haben, öffnet sich ein Pop-Up-Fenster. Dort geben Sie der Liste einen Namen und fügen eine Beschreibung hinzu. Sie können auch auswählen, ob die Liste privat oder öffentlich sein soll. Nachdem Sie eine Liste erstellt haben, können Sie diese einfach bearbeiten, indem Sie sie in Ihrer Bibliothek anklicken. Hier haben Sie nun zusätzliche Optionen: Sie können die Liste einer Kategorie zuordnen (Kategorien sind durch Diigo vorgegeben) und auswählen, ob Quellen, die neu hinzugefügt werden, ans Ende oder an den Anfang der Liste gestellt werden.

Wenn Sie Listen erstellt haben, können Sie bei neuen Quellen direkt im Quellen-Hinzufügen-Fenster auswählen, dass eine Quelle einer Liste zugeordnet werden soll. Natürlich können Sie die Zuordnung auch im Nachhinein über den „Edit"-Button erledigen.

Um eine Liste zu löschen, klicken Sie auf "My Lists". Hier sehen Sie eine detaillierte Übersicht Ihrer Listen, können Sie drucken, bearbeiten, veröffentlichen und löschen. Zusätzlich können Sie sich Ihre Listen als Webslides anzeigen lassen.

Quellen teilen

Bei Diigo können Sie sich ein Netzwerk anlegen, d.h. Sie können Freunde, Kommilitonen, Arbeitskollegen oder einfach andere User die interessante Quellen in ihrer Bibliothek haben Ihrem Netzwerk hinzufügen. Dadurch haben Sie jederzeit ohne viel Suchen Zugriff auf die verschiedenen Bookmarks. Leider gibt es bisher nicht die Möglichkeit, dass nur Sie und ihr Netzwerk Ihre Bookmarks sehen. Entweder jeder sieht Sie, oder nur Sie persönlich.

Zudem besteht die Möglichkeit, einzelne Quellen oder Ihre gesamte Bibliothek mit jemand anderem zu teilen, indem Sie den Link zu Ihrer Diigo-Bibliothek einfach per E-Mail, Twitter oder Diigo versenden. Wichtig ist, dass Sie darauf achten ihre Quellen nicht auf "privat" sondern auf "öffentlich" zu stellen, ansonsten kann kein anderer Benutzer Ihre Quellen einsehen.

Quellen und Beiträge suchen

Mit der Schaltfläche „Search" über Ihrer Bibliothek können Sie aus verschiedenen Suchmöglichkeiten wählen: Sie können nach Tags oder überall (Title, URL, Beschreibung & Tags) suchen. Die Volltextsuche steht in der Basisversion nicht zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Sie hier nur Ihre eigenen Quellen durchsuchen! Gruppen suchen Sie unter "My Groups" und Personen unter "My Network".

Um das gesamte Diigo-Netzwerk zu durchsuchen gehen Sie im oberen Menü auf "Community". Auf der rechten Seite steht nun das Suchfeld zur Verfügung. Geben Sie hier Ihren Suchbegriff ein. Es wird automatisch in Titeln, Tags, Beschreibungen und URL nach Ihrem Suchbegriff gesucht. Auf der sich nun öffnenden Seite werden Ihnen passende Quellen angezeigt. Zusätzlich können Sie auf der rechten Seite auswählen, die Suche auf Tags oder Ihre eigene Bibliothek zu beschränken oder in Google zu suchen. Es werden Ihnen des Weiteren Gruppen und Listen vorgeschlagen, die zu Ihrem Suchbegriff passen.

Diigo SucheSearch

Im Gegensatz zu herkömmlichen Literaturverwaltungsprogrammen, wie Citavi oder Zotero bietet Diigo leider noch keine Funktion, die es ermöglicht, Quellen mit einem Textverarbeitungsdokument zu verknüpfen.

Gruppen in Diigo

Wie bereits mehrfach erwähnt, bietet Diigo die Möglichkeit, mit Gruppen zu arbeiten. Jeder User kann eine Gruppe zu einem bestimmten Thema erstellen, möglich ist dies natürlich auch für Hausarbeits- oder Seminargruppen. Um eine Gruppe zu gründen, gehen Sie auf „My Groups" und klicken dort auf „Create a group...". Auf der folgenden Seite können Sie alle nötigen Angaben zu Ihrer Gruppe machen (z.B. Name, Beschreibung) und diverse Einstellungen vornehmen, beispielsweise ob die Gruppe öffentlich oder privat ist und wie User der Gruppe beitreten können (jeder kann beitreten, nur auf Anfrage des Users - ein Moderator muss zustimmen oder nur auf Einladung). In einem zweiten Schritt besteht die Möglichkeit sofort User in die neue Gruppe einzuladen.

Um eine Quelle mit einer Gruppe zu teilen, wird der jeweilige Bookmark entweder direkt in der Gruppe eingetragen, oder aber in der eigenen Library mit der Gruppe geteilt. Auf der Seite der Gruppe kann auch über die einzelnen Quellen diskutiert werden. Außerdem gibt es eine Liste mit den Mitgliedern und die Top Ten Tags der Gruppe werden angezeigt.

Verwendung von Diigo

Die Anwendungserklärungen ("Arbeitsschritte"), die schrittweise erfolgen und durch blaue Kästchen gekennzeichnet sind, sollen von Ihnen am Programm selbst ausgeführt werden, um einen möglichst großen Lernerfolg zu erzielen. Greifen Sie dabei bitte auf die Rechercheergebnisse zurück, die Sie in den ersten beiden Aufgaben zusammengetragen haben.

Schritt 1: Neue Quellen importieren

Um Ihre Bibliothek zu „befüllen", suchen Sie eine Online-Quelle aus Ihrer Recherche zum Thema „Bedeutung von Informationskompetenz in der Wissensgesellschaft" und fügen diese mit dem Diigolet oder der Toolbar zu Ihrer Diigo-Bibliothek hinzu.

Anwendungsschritte:
  1. Öffnen Sie die Diigo-Homepage in Ihrem Browser und loggen Sie sich mit Ihrem Username und Ihrem Passwort ein (wie Sie sich bei Diigo anmelden erfahren Sie unter Installation weiter vorne im Text).

  2. Suchen Sie eine Online-Quelle, die Ihnen für Ihre momentane Recherche wichtig und relevant erscheint und die Sie in Ihrer Diigo-Bibliothek speichern möchten.

  3. Klicken Sie auf die von Ihnen installierten Toolbar oder auf Diigolet.

Anschließend öffnet sich das Quellen-Hinzufügen-Fenster:

Anwendungsschritte:
  1. Vergeben Sie Tags für die Quelle. Wählen Sie so viele Tags wie Ihnen sinnvoll erscheinen.

  2. Fügen Sie noch eine Beschreibung zu dieser Quelle hinzu.

  3. Wählen Sie, ob Sie die Quelle für alle Nutzer sichtbar machen oder nur privat nutzen möchten.

  4. Nachdem Sie alle Informationen eingegeben und noch einmal überprüft haben, klicken Sie auf den Button unten im Fenster „Save".

  5. Ihre Quelle erscheint in Ihrer Diigo-Bibliothek.

  6. Wiederholen Sie den Vorgang für eine oder zwei weitere Quellen.

Schritt 2: Beiträge und Tags suchen

Der Vorteil von Social Bookmarking Systemen ist, dass man sich leicht mit anderen Nutzern vernetzen kann und so auf interessante neue Inhalte stoßen kann, die für die eigene Recherche weiterführend sein können - und ebenso können Sie auch selbst mit Ihrer Sammlung dazu beitragen.

Anwendungsschritte:
  1. Gehen Sie in das Suchfeld auf der Community-Seite von Diigo.
    Suchfeld

  2. Geben Sie nun zunächst ein Suchwort ein, nach dem Sie die gesamte Diigo-Sammlung durchsuchen möchten und klicken Sie Enter. Sie erhalten eine Auflistung der Artikel und Quellen in der Mitte.

  3. Klicken Sie auf einen der Einträge und sehen Sie sich an, ob dieser Eintrag für Sie interessant sein könnte. Gehen Sie die Artikel durch bis Sie einen Eintrag gefunden haben, der Ihnen relevant und sinnvoll für Ihre eigene Suche erscheint.

  4. Speichern Sie den Eintrag in Ihre Diigo-Bibliothek ab.

4.4 Weitere Programme zur Literaturverwaltung

Neben Citavi, Zotero oder Diigo gibt es noch zahlreiche weitere Literaturverwaltungsprogramme. Am verbreitesten sind neben Citavi und Zotero die englischsprachige Software EndNote (http://www.endnote.com/) und das auf Deutsch erhältliche RefWorks (http://www.refworks.com/), das vor allem in den Wirtschaftswissenschaften eingesetzt wird.

Beide verfügen über ähnliche Funktionen, wie die bereits beschriebenen Literaturverwaltungsprogramme. EndNote ähnelt Citavi, denn es läuft als eigenständige Software. RefWorks hingegen wird im Browser verwendet (wie Zotero) und unterstützt eine gleichzeitige, kollaborative Bearbeitung von Projekten. Zusätzlich bietet RefWorks eine Unterstützungsfunktion für das gezielte Exzerpieren und Verwalten von Zitaten.

Welches Literaturverwaltungsprogramm Sie letztendlich verwenden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und von der Verfügbarkeit der Programme ab. Der Tabelle können Sie entnehmen, welche Programme am ehesten Ihre Vorlieben erfüllen bzw. die von Ihnen benötigten Funktionen bieten.  Citavi, Endnote und Refworks sind kostenpflichtig, jedoch besteht die Möglichkeit, dass Ihre Universität, Ihr Studiengang oder Ihre Fakultät Lizenzen für das Produkt erworben hat, sodass Sie es nutzen können (in Augsburg und Regensburg gibt es Campuslizenzen für Citavi und Fakultätslizenzen für RefWorks). Kostenfreie Alternativen wurden Ihnen mit Zotero und Delicious vorgestellt.

5. Literaturangaben übernehmen

Im Rahmen der Vorstellung der verschiedenen Literaturverwaltungsprogramme haben Sie bereits gelernt, wie Sie Literaturangaben aus dem OPAC oder anderen Datenbanken übernehmen können. Der OPAC bietet dafür aber weitere Hilfestellungen, die Sie kennen sollten:

  • Die Merkliste: In aller Regel gibt es in Datenbanken und Katalogen die Möglichkeit, Literaturangaben in einer Merkliste zwischenzuspeichern. Sie können sich also während der Recherche eine Literaturliste zusammenstellen und müssen nicht ständig zwischen Worddatei bzw. Literaturverwaltungsprogramm und Datenbank hin und her wechseln. Für die Merkliste gibt es verschiedene Namen, sie heißt z.B. auch Download oder Warenkorb. Dahinter verstecken sich aber immer dieselben Funktionen. Diese Liste können Sie später ausdrucken, speichern, oder sich selbst als E-Mail schicken und die Inhalte dann in Ihre Datei übernehmen oder in Ihr Literaturverwaltungsprogramm importieren. Achten Sie darauf, welches Ausgabeformat Sie für die Merkliste wählen. Wenn Sie mit einer Word- oder Excel-Datei arbeiten, sollte es ein Textformat sein, damit Sie die Daten in einer übersichtlichen Form bekommen und gut weiterverarbeiten können. Wenn Sie mit einem Literaturverwaltungsprogramm arbeiten, sollten Sie Ihre Merkliste in einem anderen Format (z.B. Endnote, RIS oder BibTex) als Datei abspeichern, um sie importieren zu können.
  • Abschreiben oder Copy & Paste geht natürlich auch, es dauert nur etwas länger. Außerdem ist beim manuellen Abschreiben die Fehlerquote höher.
  • Wenn Sie mit einem Literaturverwaltungsprogramm arbeiten, können Sie aber auch aus dem Programm heraus in verschiedenen Katalogen und Datenbanken recherchieren. Die Daten können dann direkt übernommen werden (z.B. Citavi Picker oder über den Browser).

Welche Methode in Ihrem Fall am besten geeignet ist, müssen Sie selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass Sie von Anfang an alle Literaturangaben konsequent sammeln. Wenn Sie sich die Daten gleich bei der Recherche ordentlich notieren, haben Sie später keine Probleme mit unvollständigen Literaturverzeichnissen und unauffindbaren Internetquellen.

6. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

Richtiges Zitieren ist das A und O an der Univeristät. Doch das ist leichter gesagt als getan. Es gibt viele verschiedene Zitationsstile und jeder funktioniert ein bisschen anders. Der Stil der American Psychologica Association und der Modern Language Association sind zwei sehr bekannte Stile, jedoch gibt es noch eien große Anzahl an weiteren Stilen, die Sie verwenden können. Achten Sie dabei immer darauf, dass der Zitationsstil einheitlich verwendet wird und Sie keine Stile mischen.

Um korrekt zitieren zu können, müssen Sie sich an einer geeigneten Stelle notieren, welche Quellen Sie herangezogen haben. Dafür können Sie  - bei kleineren Arbeiten - eine Word- oder Excel-Datei verwenden. Bei größeren Arbeit empfiehlt sich ein sogenanntes Literatruverwaltungsprogramm, das Ihnen viel Arbeit erstparen kann. Citavi, Zotero und Connotea stellen nur eine Auswahl der Programme dar, wobei Connotea eher zu den Social-Bookmarking Systemen zu zählen ist, da es nicht über eine Funktion verfügt, wie Quellenangaben automatisch in ein Worddokument übernommen werden können. Wichtig ist in jedem Fall, bereits bei der Recherche die gefundenen Quellen systematisch zu dokumentieren.

Symbol Buch Literaturtipp

Heckner, M., Mühlbacher, S. & Wolff, C. (2008). Tagging tagging. Analysin user Keywords in Scientific Bibliography Management Systems. Journal of Digital Information, 9 (2). Verfügbar unter: http://journals.tdl.org/jodi/article/view/246

Symbol Maus Linktipp

Universitätsbibliothek Freie Universität Berlin (2010). Richtig zitieren: Zitierregeln für konventionelle und elektronische Medien - Linksammlung. Verfügbar unter: http://www.ub.fu-berlin.de/service_neu/einfuehrung/bookmarks/zitieren.html

Stangl, W. (2010). Quellennachweise. Verfügbar unter: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LITERATUR/Quellennachweise.shtml

7. Zitierte Literatur

Connotea (2010). Site Guide. Verfügbar unter: http://www.connotea.org/guide

Kliems, H. (2010). Was ist Zotero? Verfügbar unter: http://docs.google.com/View?docid=dhjf27p2_11dxmc9f

Purdue University (2010). APA Formatting and Style Guide. Verfügbar unter: http://owl.english.purdue.edu/owl/resource/560/01/.

Purdue University (2010). MLA Formatting and Style Guide. Verfügbar unter: https://owl.english.purdue.edu/owl/resource/747/01/.

Swiss Academic Software (2010). Literaturverwaltung mit Citavi - Funktionen. Verfügbar unter: http://www.citavi.com/de/funktionen/index.html.

Universitätsbibliothek Augsburg (2010). Citavi. Verfügbar utner: http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/service/literaturverwaltung/Citavi/

Weber, F. (2009). Wissenschaftlich arbeiten mit Zotero. Fachhochschule Vorarlberg. Verfügbar unter:  http://learningsupport.at/wp-content/uploads/2009/11/Zotero-Workshop-3-0-1.pdf.

Zotero (2010). Zotero Support. Verfügbar unter: http://www.zotero.org/support/.

Selbsttest-Aufgaben Baustein VIII

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein VIII mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

1. Was ist der Unterschied zwischen direkten und indirekten Zitaten?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):
Indirekte Zitate geben die Aussagen eines Autors sinngemäß wieder. Sie werden meist ohne Anführungszeichen und genaue Seitenangaben angeführt. Direkte Zitate sind wörtliche Aussagen eines Autors, die in den eigenen Text übernommen werden und mit Anführungszeichen und genauen Seitenangaben versehen sind.

 

2. Um welchen Dokumententyp und welchen Zitationsstil handelt es sich bei dem Beispiel?

De Smet, Marijke, Hilde Van Keer, and Martin Valcke. "Cross-age peer tutors in asynchronous discussion groups: A study of the evolution in tutor support." Instructional Science 37.1 (2009): 87-105. Print.

a. Internetdokument - MLA
b. Internetdokument - Harvard Stil
c. Zeitschriftenartikel - APA
d. Zeitschriftenartikel - MLA

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):
d

 

3. Worin liegt der wesentliche technische Unterschied zwischen den Literaturverwaltungsprogrammen Citavi und Zotero für den Benutzer?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Das Literaturverwaltungsprogramm Citavi läuft nur auf Window-PCs. Zotero ist auch für MAC-Nutzer geeignet, ist kostenfrei und läuft im Browser (Mozilla Firefox).

 

4. Welcher von den unten stehenden Begriffen ist kein Synonym für Literaturverwaltung 2.0?

a. Social Bookmarking
b. Social Cataloguing
c. Social Editing
d. Social Tagging

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

c

 

5. Welche Funktionen haben Social Bookmarking Systeme?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Persönliche Wissensorganisation, Recherchemöglichkeit, Vernetzung mit anderen Nutzern.

Baustein IX: Informationen ordnen & strukturieren

Nachdem Sie in den vorhergegangenen Kapiteln gelernt haben, wie Sie recherchieren und die Informationen verwalten, geht es in diesem letzten Kapitel darum, sich Techniken anzueignen, wie Sie Informationen erfassen, ordnen und strukturieren sowie ablegen können - ein wesentlicher Teil der Informationsrecherche, der häufig vernachlässigt wird.

Dauer des Kapitels: ca. 40 min.

1. Überblick verschaffen: Erschließen durch Lesen

Haben Sie Texte gefunden, ihre Qualität beurteilt und sie in Ihr Literaturverwaltungsprogramm eingepflegt, sollten Sie sich näher mit dem Inhalt auseinandersetzen. Hier bieten sich Exzerpte an. Unter einem Exzerpt versteht man die Zusammenfassung eines Textes oder die wörtliche Wiedergabe einer Textstelle. Darüber hinaus sind Exzerpte ein Mittel zum besseren Textverständnis, da man die Kernaussage ermitteln und der Gedankenabfolge des Verfassers folgen muss. Dadurch konzentriert man sich auf das Wesentliche. Das Exzerpieren dient somit der Lernkontrolle.

Gegebenenfalls sollten Sie das Exzerpieren mit dem Verwalten der Literatur im Literaturverwaltungsprogramm verknüpfen, da viele Programme (u.a. Citavi) Hilfen für das Erschließen der Quellen anbieten.

Die SQ3R-Methode hilft Ihnen dabei, sich einen Überblick über einen Text zu verschaffen und diesen treffend zusammenzufassen (exzerpieren). Sie besteht aus fünf Schritten, die der Methode auch den Namen gegeben haben:

S          Survey (Überblick): Zuerst verschaffen Sie sich einen Überblick über den Text. Es geht hier darum, dass Sie verstehen, wo der Schwerpunkt des Textes liegt, welche Argumentation er zugrunde legt und wie er aufgebaut ist. Dazu hilft es, das Inhaltsverzeichnis heranzuziehen oder auch ein Abstract bzw. die Zusammenfassung zu lesen.

Q         Question (Fragestellung): Dann überlegen Sie sich eine Frage, die Sie an den Text herantragen bzw. von ihm beantwortet haben möchten. Am besten notieren Sie sich diese Frage oben über dem Text.

R          Read (Lesen): Dann lesen Sie den Text und versuchen sowohl die von Ihnen gestellten Fragen zu beantworten, als auch die wesentlichen Aussagen des Textes zu erfassen. Es bietet sich an, wichtige Stellen mit einem Highlighter hervorzuheben.

R          Recite (Rekapitulieren): Wenn Sie den Text gelesen haben, fassen Sie in wenigen Worten zusammen, um was es in dem Text geht. Sie können den Inhalt auch als Mindmap oder als Cmap (siehe weiter hinten in diesem Kapitel) darstellen.

R          Review (Rückblicken): Abschließend kontrollieren Sie, ob die von Ihnen aufgestellten Fragen beantwortet wurden und ob alle Notizen etc. sich in der Zusammenfassung finden. Vergessen Sie nicht, das Exzerpt mit den bibliographischen Daten des Ursprungstextes zu versehen, damit Sie ggfs. in der Originalquelle nachlesen können.

Wenn Sie dieses System verwenden, können Sie Texte, die für Sie doch nicht relevant sind, relativ schnell ausschließen und müssen sie nicht erst bis zum Schluss durchlesen. Es empfiehlt sich beim Lesen Farben und Markierungen gezielt einzusetzen. Z.B. können Sie gelbe Markierungen für wichtige Passagen, Konzepte oder Neuigkeiten verwenden. Grüne Markierungen verwenden Sie für die Kennzeichnung von wichtigen Definitionen und Erklärungen und blaue Markierungen zur Kennzeichnung von Personen, Institutionen oder Daten. Wenn Sie mit fremdem Material, d.h. Büchern oder Texten, die nicht Ihnen gehören, arbeiten, sollten Sie farbige Papiereinlagen verwenden. Sie dienen nicht nur dem Kennzeichnen, sondern auch dem Vermerken von Schlagworten und Verweisen. Auf Höhe interessanter Passagen des Originaltextes können Anmerkungen auf solchen Hilfszetteln notiert werden, sodass später ein schneller Zugriff gewährleistet ist. Außerdem können Sie bei der gleichzeitigen Bearbeitung mehrerer Texte Querverweise anstellen.

2. Dateiablage

Die Ergebnisse Ihrer Recherche müssen dokumentiert werden, d.h. sie sollen so festgehalten werden, dass Sie zu jedem Zeitpunkt ohne großen Aufwand darauf zurückgreifen können - z.B. während des Prozesses des Verfassens einer Hausarbeit, aber auch für in der Zukunft liegende Seminare oder Prüfungen. Hierzu müssen alle Mitschriften, Kopien, Zeitschriftenartikel etc. in Struktur und Ordnung gebracht werden.

2.1 Kategorisieren und Klassifizieren

Wenn Sie von Anfang an Ihre gefunden Quellen kategorisieren und klassifizieren, finden Sie sie später viel leichter wieder und wissen gleich, mit welchem Inhalt Sie rechnen können. Egal, ob Sie Ihre Dateien am Computer organisieren, Inhalte eines Archivs strukturieren oder ein schwieriges Problem analysieren: Kategorisierung und Klassifikation stellen ein Hilfsmittel dar, mit dem Ordnung ins Chaos gebracht werden kann.

Kategorien: Anhand von Kategorien können Informationen thematisch gegliedert werden.

Klassifikationen: Unter einer Klassifikation versteht man die Unterteilung eines Bereiches oder eines Themas in verschiedene Kategorien (Unterbereiche bzw. -themen), die auf Gemeinsamkeiten und Unterschieden gründen. Somit verkörpern Klassifikationen hierarchische Strukturierungen. Es gibt offizielle Klassifikationsschemata, die von Institutionen entwickelt wurden (z.B. Schlagwortkatalog, den Sie bereits kennengelernt haben) und es gibt Ihre eigene Klassifikation bzw. Ihre eigenen Schlagworte oder Tags.

Bei der Entwicklung Ihrer eigenen Klassifikation ist es wichtig, dass Sie darauf achten, dass die gebildeten Gruppen trennscharf sind und das Themengebiet möglichst exakt abdecken. Sie können Ihre gefundenen Informationen beispielsweise alphabetisch, geographisch, chronologisch, thematisch oder nach ihrem Umfang klassifizieren. Um ein schlüssiges, nützliches und auch benutzbares Ergebnis zu erhalten, sollten Sie bei  der Klassifikation jedoch einige Regeln beachten:

Logik

Eine gute Klassifikation muss einen genau definierten Umfang haben und eindeutige hierarchische Ebenen aufweisen. Diese Ebenen folgen je einem Klassifikationsprinzip.

Anwendungsbeispiel:
Bezogen auf das Beispiel Gewaltenteilung in Deutschland wären das die Ebenen Exekutive, Legislative und Judikative.

Nützlichkeit

Zudem muss eine Klassifikation helfen, ein Gebiet besser zu verstehen oder sinnvolle Gruppen zu bilden, die in sich homogen, aber untereinander heterogen sind.

Anwendungsbeispiel:
In unserem Beispiel würde die Ebene Exekutive die Elemente Bundeskanzler, Bundesregierung, Bundesverwaltung und Bundespräsident beinhalten.

Ergonomie

Zudem sollte die Klassifikation nicht zu breit und nicht zu tief sein. Als Faustegel gelten sieben Elemente pro Ebene als Obergrenze. Auch die Namen der Gruppen sollten selbsterklärend, eindeutig und leicht erinnerbar sein.

Anwendungsbeispiel:
Die Ebene zum Thema Gewaltenteilung beinhaltet mit der Judikativen, der Legislativen und der Exekutiven drei Elemente, deren Wortwahl eindeutig gewählt wurde.

Wenn Sie also eine große Menge an Informationen strukturieren wollen, z.B. für eine Hausarbeit über das Thema Gewaltenteilung, können Sie sich an folgender Merkformel orientieren:

Klassifikationsprinzip

Quelle: Reinmann & Eppler, 2008, S. 89

Bei der Entwicklung von Klassifikationen reichen oft schon Stift und Papier aus, um die Ebenen und Gruppen in einer Hierarchie aufzuzeichnen. Alternativ bietet es sich hier an, Powerpoint oder Word zu nutzen.

Wenn Sie Ihr Klassifikationsschema haben, empfiehlt es sich, Ihre gefundenen Quellen immer anhand dieses Klassifikationsschemas zu kennzeichnen. Sie können für die Kennzeichnung entweder die Ordner benennen oder auch im Literaturverwaltungsprogramm Tags bzw. Schlagwörter vergeben. Die Vergabe von selbst gewählten Schlagwörtern bzw. Tags hilft Ihnen nicht nur, die Quellen im Klassifikationsschema zu verorten. Sie können auch mehrere, ergänzende Schlagwörter vergeben, die Ihnen später helfen, den Inhalt der Quelle auf einen Blick zu erfassen.

Egal, was Sie für Ihre Literaturverwaltung verwenden - ob ein Literaturverwaltungsprogramm oder Social Bookmarking - empfiehlt es sich, einigermaßen konsistente Schlagwörter zu vergeben, damit Sie Ihre gesichtete und gefundene Literatur wieder finden und sie gut ordnen können. Welche Vorteile Social Tagging haben kann, haben Sie ja bereits im vorherigen Baustein gelernt.

2.2 Schlagwörter vergeben

Auch wenn Sie sich an den zuvor gegebenen Tipps orientieren, werden Sie am Anfang eher etwas unsystematisch vorgehen. Verwenden Sie lieber zu viele als zu wenige Schlagwörter! Wichtig ist, dass Sie sich die verwendeten Schlagwörter auf einer Liste notieren - die meisten Literaturverwaltungsprogramme speichern die Schlagwörter automatisch und geben Ihnen eine Auswahl an bereits vergebenen Schlagwörtern vor sowie die Möglichkeit, neue Schlagwörter zu vergeben.

Für die Auswahl der Schlagwörter ist es wichtig, dass Sie Wörter wählen, bei denen Sie auch später noch wissen, was sich hinter ihnen verbirgt. Je mehr Sie im Rahmen Ihres Studiums lernen, desto leichter wird es Ihnen außerdem fallen, bestimmte Überkategorien zu bilden oder einzelne Stichwörter zusammenzufassen etc. Vielleicht haben Sie an einer Stelle zu viele Schlagwörter angeführt, sodass hinter einem Schlagwort nur immer eine Quelle zu finden ist. Dann sollten Sie diese Schlagwörter in Überkategorien zusammenfassen. Social Bookmarking oder Social Tagging Programme lösen das ganz einfach - wenn Sie eine Kategorienliste auf Papier führen, müssen Sie diese immer wieder überarbeiten.

Schlagwörter erhalten Sie zum einen, wenn Sie den gefundenen Text lesen (z.B. mit der SQ3R-Methode). Andererseits müssen Sie den Text nicht zwingend gelesen haben. Sie können z.B. aus dem Titel auf den Textinhalt schließen. Neuere Texte (insbesondere Zeitschriftenartikel) haben heute auch schon automatisch Schlagwörter zugewiesen, die meist auf der ersten Seite zu finden sind und von den Autoren vergeben wurden.

2.3 Persönliche Materialablage und Materialdokumentation

Wenn die gefundenen Informationen klassifiziert und geordnet sind, ist es wichtig, die Materialien so abzuheften bzw. auf dem Computer zu speichern, dass sie jederzeit von Ihnen wieder gefunden werden können.

Die Ablage von Informationen ist bei fremdem (z.B. Ausleihe) und eigenem (z.B. Buch in Ihrem Besitz) Material unterschiedlich.

Fremdes Material

Fremdes Material beinhaltet alle Unterlagen, die während oder nach Anfertigung der Arbeit wieder an den Eigentümer zurückgegeben werden müssen, also

  • ausgeliehene Literatur
  • Originalquellen und -belege
  • Bild-, Daten- und Tonträgermaterial

Deren Auswertung ist technisch eingeschränkt, d.h. in entliehenen Büchern dürfen keine Anmerkungen oder Markierungen angebracht werden und Originalbelege können nicht gekennzeichnet werden. Außerdem können Bild-, Daten- und Tonträgermaterial oft nur an bestimmten Orten eingesehen werden.

Empfehlenswert ist deswegen insbesondere bei fremden Quellen die Anfertigung von Exzerpten (siehe dazu Kapitel 8.1) oder die elektronische Erfassung bzw. Abspeicherung der Originale. Dadurch werden diese fremden Quellen zu eigenem Material. Wie Sie die Exzerpte auf Ihrem Computer verwalten, erfahren Sie unter „eigenes Material".

Fremdes Material im Netz kann durch elektronisches Kopieren bzw. durch Download in „eigenes" Material umgewandelt werden. Grenzen ergeben sich durch Gebührenpflichtigkeit oder bei spezifischen Einschränkungen in der Verfügbarkeit. Wenn Änderungen in der Datei vorgenommen werden können, beachten Sie folgende Hinweise:

  1. Dokumentieren Sie alle Veränderungen, Kürzungen oder sonstige Anmerkungen im Text möglichst detailliert.
  2. Speichern und sicheren Sie eine Kopie der Originaldatei separat auf Ihrem Computer und verwenden Sie für Ihre Ordnerstruktur möglichst die zuvor zurecht gelegte Klassifikation, um die Datei auch wieder finden zu können.
  3. Erstellen Sie auch bei eigenen Materialien Exzerpte, sodass Sie sich den Inhalt schneller erschließen können.

Ein derart sorgfältig erstelltes elektronisches Archiv ergänzt die bisher erwähnten Ablageformen und steht letztlich jederzeit zum Zugriff bereit.

Eigenes Material

Dank nahezu uneingeschränkter Kopiermöglichkeiten ist es prinzipiell möglich, von jedem „Fremdmaterial" auch immer eine persönliche Kopie zu besitzen - sei es in digitaler (Datei-) oder in analoger (Papier-) Form. Generell garantiert nur die (vollständige) Kopie des Originals, dass auch zu späteren Zeitpunkten das Material vollständig zur Verarbeitung bereit steht. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass laut Urheberrecht keine vollständigen Bücher kopiert bzw. digitalisiert werden dürfen. Dennoch sollten Sie trotz Kopiermöglichkeiten bei einem langen, komplizierten, aber wichtigen Text Exzerpte anfertigen. Wie bereits erwähnt, zwingt das Exzerpieren den Leser zur kritischen Lektüre und Erarbeitung der wesentlichen Inhalte.

Ordnung auf dem Computer

Wenn Sie elektronische Dateien (Originaldateien oder auch Exzerpte) auf Ihrem Computer verwalten, bietet es sich an:

  1. Eine sinnvolle Ordnerstruktur, in der Sie die Dokumente ablegen, anzulegen. Hier bietet es sich an, zuerst ein Klassifikationsschema (siehe vorhergegangenes Kapitel) zu erarbeiten und danach die Dateien in den neu angelegen Ordnern abzulegen. So finden Sie die entsprechende Datei schnell wieder. Wenn Sie zusätzlich zum elektronischen Dokument auch einen Ausdruck angefertigt haben, notieren Sie sich auf dem Ausdruck den Ordnernamen, in dem das Dokument abgelegt wurde und ggfs. die Internetadresse, von der Sie das Dokument bezogen haben.
  2. Wenn Sie ein Literaturveraltungsprogramm verwenden, können Sie in diesem Programm den Ort der Datei und den Link zur im Internet befindlichen Originalquelle abspeichern. Arbeiten Sie noch nicht mit einem Literaturverwaltungsprogramm, ist es umso wichtiger, sich die Links von gefundenen Internetdokumenten zu notieren. Bspw. in einer .txt-Datei, die immer mit der Originaldatei abgelegt wird, in einer zentralen Datei (z.B. Word- oder Excel-Datei) oder im Dokument selbst, wenn Sie über ein Programm verfügen, mit dem man .pdf-Dateien bearbeiten kann.
  3. Benennen Sie die Dokumente einheitlich. Z.B. können Sie die gewählte Klassifikation in den Dokumentenamen sowie die Abkürzung des Titels und eventuell Autorennamen. Dies ermöglicht es Ihnen, die Dateien notfalls auch mit der Suchfunktion wieder zu finden. Beispiele für eine konsistente Benennung sind:

Klassifikationsname_Titelabkürzung_(Autoren, Jahr).doc

Zum Beispiel: Informationskompetenz_Bedeutung-an-der-Hochschule_(Heinze, 2008).doc

Wenn Sie die Exzerpte in Word (und nicht im Literaturverwaltungsprogramm) erstellen und die Dateien mit ablegen wollen, bietet sich diese Bennennung an:

Klassifikationsname_Titleabkürzung_Exzerpt_(Autoren, Jahr).doc

Zum Beispiel: Informationskompetenz_Bedeutung-an-der-Hochschule_Exzerpt_(Heinze, 2008).doc

Sie können die Dokumente auch durchnummerieren, d.h. immer eine Zahl vorne in den Dokumentnamen einfügen, sodass eine logische Struktur entsteht. Wenn Sie eine alphabetische Reihung bevorzugen, bietet es sich hingegen an, dass Sie den Autorennamen als ersten Teil des Dokumentnamens einfügen, sodass sich die Dateien automatisch alphabetisch sortieren.

Wie Sie die Dateien letztendlich benennen, bleibt Ihnen selbst überlassen. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass Sie ein einheitliches Benennungssystem verwenden, welches Ihnen hilft, die Dateien wieder zu finden.

Ordnung in den Aktenordnern

Für die systematische Ablage eigenen, ausgedruckten oder kopierten Materials eignen sich Aktenordner im DIN-A-4-Format. Im Folgenden wird Ihnen erklärt, welche Punkte bei der Materialablage in Ordnern zu beachten sind:

  1. Soweit das Material gelocht werden kann, findet es unmittelbar Platz im Ordner. Heften Sie anderes Material (z.B. CDs, Fotos) mit Hilfe von Klarsichthüllen ein.
  2. Fassen Sie thematisch zusammengehörende Unterlagen entsprechend der entwickelten Klassifikation mit Hilfe von gelochten Schnellheftern, Einhefthaken oder -taschen zusammen und heften Sie diese anschließend in einen der Aktenordner ein.
  3. Hilfreich sind besonders numerisch, alphabetisch oder an der Klassifikation orientierte Register in verschiedenen Formen und Farben.
  4. Empfehlenswert sind zudem informative Beschriftungen der Rückseiten sowie Kennzeichnungsmittel wie Pfeile, Punkte, etc. Insgesamt sind Ihnen bei der Erweiterung und Verarbeitung aber nahezu keine Grenzen gesetzt.

Wenn Sie kein Literaturverwaltungsprogramm verwenden oder dieses nur in eingeschränkter Form nutzen, können Sie für die Abheftung der Kopien und Ausdrucke selbst erstellte (PC-)Formulare verwenden. Entwickeln Sie für die Literaturanalyse ein eigenes Formular. Dank dem Einsatz eines gelungenen Musterformulars sind vollständige und vergleichbare Daten garantiert.

3. Inhaltliches Ordnen und Strukturieren

Um eine Struktur in die gefundenen Informationen zu bringen bzw. ein Klassifikationsschema zu entwerfen, bietet es sich an, Hilfsmittel heranzuziehen. Insbesondere sind solche Programme oder Methoden zu empfehlen, die eine mögliche Struktur visualisieren können. Zwei Methoden möchten wir Ihnen hier vorstellen:

3.1 Mindmaps

Mindmapping hilft Ihnen dabei, Ideen zu entwickeln und zu strukturieren. Z.B. können Sie Mindmapping anwenden, um ein Klassifikationsschema für Ihre gefundenen Quellen zu entwickeln. Per Definition versteht man unter Mindmaps eine Visualisierungsmethode, bei der Informationen hierarchisch mittels Stichworten auf Ästen strukturiert werden. Im Zentrum der Mindmap steht das zentrale Thema, von dem aus mehrere dicke Äste abzweigen und sich immer weiter verästeln. Im Gegensatz zu Conceptmaps (nachfolgendes Kapitel) werden hier die Beziehungen zwischen den Begriffen nicht beschriftet. In der Abbildung sehen Sie ein Beispiel für eine Mindmap zum Thema Werbung, die einmal mit PowerPoint und einmal mit dem Tool Freemind erstellt wurde:

Mindmap Werbung

Mindmap

 

Mindmaps kann man ganz einfach mit Blatt und Papier erstellen, aber es gibt auch verschiedene Programme, die dabei helfen, eine solche Map auf dem Computer zu erstellen (z.B. Freemind). Durch die Möglichkeit, Links zu anderen Map-Einträgen zu setzen, kann die Mindmap in ihrer elektronischen Form für die strukturierte Ablage und Organisation eigener Dokumente, Notizen und Websites etc. verwendet werden.

Wichtig ist, dass Sie bei der Erstellung von Maps auf die vielfältigen Möglichkeiten, die sich durch die Verwendung unterschiedlicher Farben, Symbole oder Verbindungspfeilen bieten, zurückgreifen und diese verwenden, um die Mindmap besser zu strukturieren.

3.2 Conceptmaps

Conceptmaps ähneln Mindmaps, jedoch verfolgen sie ein anderes Ziel: Sie dienen vor allem dazu, komplexe Themen besser zu verstehen und auch selbst neue Wissenskonzepte zu entwickeln (also zu lernen) und Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Um die Vorteile, die Conceptmaps gegenüber Mindmaps bieten, zu nutzen, sollten bei der Erstellung von Conceptmaps einige wichtige grundlegende Regeln, Vorgehensschritte und Gütekriterien beachtet werden (Reinmann & Eppler, 2008, S. 109):

Folgende Regeln müssen beachtet werden:

  1. Eine Conceptmap besteht aus Kästchen (auch Container) und Pfeilen (= Knoten und Kanten).
  2. Kästchen enthalten ein Konzept, also ein Nomen oder Substantiv.
  3. Die Verbindungspfeile werden mit Verben (z.B. bedingt) oder Präpositionen (z.B. durch) beschriftet. Durch die Verbindung von Kästchen und Pfeilen entstehen Aussagen.
  4. Eine Conceptmap ist in Spalten eingeteilt. Diese Spalten beginnen mit bestimmten Konzepten und enden meist mit konkreten Beispielen zu einem Konzept am unteren Ende der Spalte.
  5. Liest man eine Spalte von oben nach unten, so sollten Sätze entstehen.
  6. Die Spalten erlauben jedoch auch Querverbindungen, damit die Informationen miteinander verknüpft werden können.

Wenn Sie das erste Mal eine Conceptmap erstellen, folgen Sie diesen Schritten:

  1. Formulieren Sie eine Fokusfrage (ein Thema), von der die Conceptmap ausgehen soll.
  2. Identifizieren Sie die Konzepte, die relevant sind, um die Fokusfrage beantworten zu können. Schreiben Sie diese in Listenform auf.
  3. In einem nächsten Schritt versuchen Sie, die Begriffe der Liste in eine Reihenfolge zu bringen. Sie starten dabei mit dem abstraktesten Begriff und führen die Liste fort bis zu einem sehr konkreten Begriff (z.B. ein Anwendungsbeispiel).
  4. Nun verbinden Sie diese neue Reihenfolge an Begriffen durch Verbindungspfeile. Die Pfeile sollten eine Beschriftung tragen und somit die Beziehung zwischen zwei Kästchen verdeutlichen.
  5. Die Conceptmap sollte mehrfach überarbeitet werden, bis sie konsistent und übersichtlich ist. Dazu müssen Sie vielleicht Kästchen verschieben bis die Verbindungen stimmen.
  6. Versuchen Sie nun, Querverbindungen zwischen den Spalten der Conceptmap herzustellen, falls dies nicht schon während der vorherigen Schritte geschehen ist. Überlegen Sie sich hier gut, wie Sie die Verbindungen bezeichnen wollen.

Ein Beispiel für eine Conceptmap sehen Sie hier. Die Conceptmap thematisiert die Verbesserung von Arbeits- und Problemlöseprozessen in Unternehmen mit Hilfe von Wissensmanagement-Werkzeugen. Zum Vergrößern der Grafik einfach auf die Vorschau klicken.

Conceptmap

Conceptmaps können Sie nicht nur mit Papier und Bleistift erstellen, sondern es gibt auch diverse kostenfreie Programme, die Sie downloaden und installieren können. Ein Programm, das häufig verwendet wird, ist "CMaps", das Sie sich unter http://cmap.ihmc.us/ downloaden können. Dort wird Ihnen auch genau erklärt, wie Sie das Programm installieren.

In diesem kurzen Film wird Ihnen gezeigt, wie Sie das kostenfreie Tool „CMaps" verwenden können, um ein Cluster zu erstellen und mehr Struktur in Ihr Cluster zu bringen (Dauer: 2:48 min.):

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"CMaps" produziert von Tanja Kranawetleitner und Julia Röhrich.

4. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

In diesem abschließenden Kapitel des Studientextes Informationskompetenz haben Sie verschiedene Möglichkeiten kennen gelernt, wie Sie Ihre gefundenen Quellen strukturieren und organisieren können, damit Sie sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder auffinden. Sie haben gelernt, wie Sie sich einen Text erschließen und seinen Inhalt im Anschluss mit Schlagwörtern klassifizieren und in ein Kategorien- und Klassifizierungsschema einordnen. Außerdem sollten Sie nun eine Vorstellung darüber besitzen, wie Sie Ihre Materialien auf dem Computer und in Papierform so verwalten, dass Sie sie immer wieder finden und korrekt zitieren können.

Mit diesem Kapitel sind wir am Ende des Grundkurses Informationskompetenz. Wir hoffen, die Kursteilnahme hat Ihnen einige Arbeitstechniken näher gebracht, die Ihnen in Zukunft den Arbeitsalltag erleichtern und die Ihnen helfen, besser wissenschaftlich zu arbeiten. Der Studientexte endet damit, wie Sie Quellen richtig dokumentieren und abheften. Im tatsächlichen Studentenleben fängt an diesem Punkt die Arbeit erst richtig an: Sie müssen nun aus den Quellen einen Text formulieren (z.B. eine Hausarbeit schreiben oder ein Referat erstellen). Wie Sie in diesen Fällen vorgehen, lernen Sie entweder in Tutorien Ihres Studienfaches oder Sie können das Online-Seminar der virtuellen Hochschule Bayern „Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens" besuchen.

Auch unsere Ausschnitte aus dem Studienalltag enden mit einer ähnlichen Situation:

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"Dein Studienalltag Teil 5" produziert von Tanja Kranawetleitner, Julia Röhrich und Stefanie Erhard

 

Symbol Buch Literaturtipp

Sesink, W. (2010).Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (8. vollst. überarbeitete und aktualisierte Auflage). Kapitel 7. München: Oldenbourg.

Symbol Maus Linktipp

Stangl, W. (2010). Umgang mit schwierigen Texten: Ein Leitfaden. Verfügbar unter: http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/LERNTECHNIK/Textarbeit.shtml

5. Zitierte Literatur

Reinmann, G. & Eppler, M. J. (2008). Wissenswege. Methoden für das persönliche Wissensmanagement. Bern, Göttingen, Toronto, Seattle: Verlag Hans Huber.

Sesink, W. (2010). Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (8. vollst. überarb. und aktual. Aufl.). München: Oldenbourg Verlag.

Selbsttest-Aufgaben Baustein IX

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein IX mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

1. Wofür steht SQ3R?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):
Survey, Question, Read, Recite, Review.

 

2. Worin liegt der Unterschied zwischen Kategorisieren und Klassifizieren?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):
Unter Kategorisieren versteht man thematische Gliederung von Informationen, unter Klassifizieren die Unterteilung eines Bereiches oder eines Themas in verschiedene Kategorien.

 

3. Eine Visualisierungsmethode, bei der Informationen hierarchisch strukturiert und Zusammehänge sichtbar gemacht werden, ist:

a. Mindmapping
b. Freeminding
c. Conceptmapping

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

c

 

4. Wählen Sie einen Ordner auf Ihrem Computer aus, der viele Dokumente (Quellen) enthält. Z.B. einen Ordner, den Sie für eine Hausarbeit, ein Referat oder Ihre Facharbeit angelegt haben. Versuchen Sie, diese Dokumente zu ordnen und einheitlich zu benennen.