Baustein VIII: Informationen verwalten

Im Laufe Ihrer Recherche haben Sie sicher einiges an Literatur zu Ihrem Thema gefunden. Vieles davon wird für Ihre Arbeit wichtig sein, einiges werden Sie auch wieder aussortieren. Um hier nicht den Überblick zu verlieren, ist es wichtig, dass Sie sich von Anfang an alle Literaturangaben möglichst genau und vollständig notieren. In Ihren Zitaten und im Literaturverzeichnis Ihrer Arbeit sollten schließlich alle Angaben richtig und komplett sein. Vollständige und korrekte Angaben sind eine wichtige Bedingung bei wissenschaftlichen Arbeiten. Sogenannte Literaturverwaltungsprogramme helfen Ihnen, die gefundenen Quellen zu verwalten und vollständig zu notieren, aber auch eine einfache Word- oder Excel-Datei kann dabei hilfreich sein. Zuvor lernen Sie jedoch Grundlagen zur Zitation kennen.

Der kurze Film zeigt Ihnen erneut auf, welche Alltagsprobleme im Studium auftreten können und gibt einen kurzen Ausblick darauf, welche Lösungsmögllichkeiten im folgenden Kapitel thematisiert werden.

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"Dein Studienalltag Teil 4" produziert von Tanja Kranawetleitner, Julia Röhrich und Stefanie Erhard

Dauer des Kapitels: ca. 100 min

1. Zitieren

Bevor Sie näheres zur Literaturverwaltung erfahren, sollten Sie ein paar Grundlagen zum Zitieren kennenlernen:

Die Behauptungen, die Sie im Text aufstellen, müssen Sie  immer belegen oder begründen, damit die Leser Ihre Argumentation nachvollziehen können. Sie belegen Ihre Behauptungen durch Zitate. Für das Zitieren gibt es Grundregeln, nach denen Sie sich richten müssen.

Direkte und indirekte Zitate

Bei den Zitaten unterscheidet man zwischen direkten (wörtlichen) und indirekten Zitaten. Bei direkten Zitaten werden die Aussagen eines Autors wörtlich in den eigenen Text übernommen. Sie beginnen und enden mit Anführungszeichen. Ein wörtliches Zitat muss genau sein, d.h. es dürfen keine Wörter in dem Zitat geändert und auch Rechtschreibfehler müssen übernommen werden. Bei indirekten Zitaten werden die Aussagen sinngemäß übernommen. Es werden keine Anführungszeichen gesetzt.

Hinweise zum Zitieren

  • Längere Zitate sollten eingerückt werden und dann in kleinerer Schriftgröße und einem geringeren Zeilenabstand formatiert werden.
  • Ein wörtliches Zitat sollte nicht zu lang sein, versuchen Sie dann lieber den Sachverhalt in Ihren eigenen Worten zu formulieren.
  • Auslassungen innerhalb eines Zitats müssen gekennzeichnet werden.
  • Falls Sie Ergänzungen in einem wörtlichen Zitat vornehmen, kennzeichnen Sie diese in eckigen Klammern, z.B.: [Anm. d. Verf.].
  • Zitieren aus zweiter Hand sollten Sie nur in Ausnahmefällen, wenn die Primärquelle gar nicht oder nur sehr schwer beschaffbar ist. Das Zitat ist dann einzuleiten mit „zit. n." oder „zitiert nach". Der Aufbau des Zitats sieht dann wie folgt aus: <Angaben für die Primärquelle>, zit. n. <Angaben für die Sekundärquelle>

1.1 Zitierfähigkeit

Zitierfähig sind z.B. die wissenschaftlichen Publikationen, die in der UB vorhanden sind. Nicht zitierfähig sind die Publikationen, bei denen kein Autor oder keine herausgebende Institution oder Organisation genannt wird. Das gilt auch für Lexika, bei denen kein Verfasser der einzelnen Artikel erkennbar ist.

Internetquellen zitieren

Ein besonderer Punkt ist die Zitierfähigkeit von Internetquellen. Zitieren z.B. aus der Wikipedia ist nicht zulässig, da dort i.d.R. die Autoren der Texte nicht bekannt sind und sich die Texte jederzeit verändern können (mehr zum Thema Wikipedia finden Sie auch in Baustein V Recherchieren in regionalen und überregionalen Katalogen, Kapitel 4.2 „Wikipedia"). Andere Internetquellen können zitiert werden, aber Sie  sollten vorher immer prüfen, ob die Qualität der Seite ausreichend ist.

Grundsätzlich darf aus Internetquellen nur zitiert werden, wenn es sich dabei um eine „Primärausgabe" handelt, d.h. die Internetausgabe darf keine Sekundärausgabe eines gedruckten Werks sein. In diesem Fall muss aus der gedruckten Version zitiert werden. Bei dem Medium Internet denken Sie immer daran, dass diese Quellen vergänglich sind. Es ist sinnvoll, die Internetseiten, die man zitiert auf den eigenen Rechner herunterzuladen, damit Sie sie bei Bedarf an Ihren Dozenten weitergeben können. Dadurch hat diese/r die Möglichkeit, die Quellen zu überprüfen, selbst wenn die Seite nicht mehr oder in anderer Form existiert.

1.2 Zitate belegen

Sie müssen immer belegen, aus welcher Quelle Sie zitieren. Die Angaben dazu sollten in direkter Nähe des Zitats sein.

Die Fundstelle eines Zitats kann auf verschiedene Weise belegt werden:

  • direkt im Text (in Klammern hinter dem Zitat)
    in diesem Fall wird aus Gründen der Lesbarkeit meist nur eine Kurzform der Fundstelle angegeben. Z.B.: „dies ist ein Zitat" (Müller, 2003, S. 259)
  • in einer Fuß- oder Endnote
    In den Fußnoten am Ende einer Seite stehen die Quellen, die auf dieser Seite zitiert werden. Manchmal werden jedoch auch alle Nachweise als sogenannte Endnoten am Ende eines Kapitels oder des gesamten Textes zusammengefasst.

Der Text in den Fußnoten wird aus Gründen der Lesbarkeit in einer kleineren Schriftgröße und mit geringerem Zeilenabstand gesetzt. Die hochgestellte Zahl folgt im Text bei direkten Zitaten direkt hinter dem letzten Wort oder dem Satzzeichen. Bei indirekten Zitaten wird die Fußnote ans Ende der Aussage gesetzt.

Ein Beispiel:
„Dies ist ein Zitat."1
1Müller, 2003, S. 25

Wird eine Quelle auf einer Seite mehrfach nacheinander zitiert, kann sie in der Fußnote auf folgende Weise angegeben werden:
1Ebd. (oder Ebenda, a.a.O.)

Ändert sich die Seitenangabe, jedoch nicht die Quelle, so wird folgendermaßen zitiert:
1Ebd., S. 20 (oder Ebenda, S. 20 oder a.a.O, S. 20)

Die einmal gewählte Form sollte in der Arbeit einheitlich verwendet werden.

Die Fußnoten enthalten entweder die vollständige Fundstelle oder einen Verweis. Der Verweis enthält nur die Informationen, die notwendig sind, um die vollständigen Angaben im Literaturverzeichnis wiederzufinden. Der Verweis wird bei indirekten Zitaten mit „Vgl." (= Vergleiche), „S." (= Siehe) oder „S.a." (= Siehe auch) eingeleitet, kann aber auch (z.B. beim APA-Zitierstil) ohne eine solche Angabe stehen.

In diesem Video geben Ihnen verschiedene Professoren Tipps zum Zitieren (Dauer: 2:40 min.):

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"Zitieren" produziert von Michael Hallermayer und Eva Ingold

1.3 Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis enthält sämtliche für die Arbeit benutzte Literatur, d.h. alle Quellen aus denen direkt oder indirekt zitiert wurde. Texte, die zur Vorbereitung benutzt, aber nicht zitiert wurden, gehören nicht in das Verzeichnis. Die Literaturangaben werden alphabetisch nach dem Nachnamen des Autors bzw. Herausgebers sortiert. Verwenden Sie mehrere Werke eines Autors, werden diese chronologisch sortiert. Sind vom selben Autor mehrere Werke innerhalb eines Jahres erschienen, ordnen Sie diese alphabetisch nach dem Titel. Die Jahreszahlen erhalten dabei den Zusatz a,b,c usw., beispielsweise 2005a, 2005b.

Ein Literaturverzeichnis sollte die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Richtigkeit der Angaben
  • Vollständigkeit
  • Einheitlichkeit (Form der Angaben)
  • Übersichtlichkeit

2. Zitationsstile

Zitationsstile gibt es wie Sand am Meer - jedoch gibt es solche, die (meist in einer bestimmten Fachdisziplin) häufiger vorkommen und solche, die nur selten verwendet werden. Wie viele Stile es gibt, veranschaulicht die Zusammenstellung von Citavi: http://citavi.com/images/forum/Citavi_Zitierstiluebersicht.pdf

2.1 Überblick über verschiedene Zitationsstile

Ein und dieselbe Quelle kann folglich je nach Zitationsstil anders zitiert werden:

  • Huber, L., Hellmer, J., & Schneider, F. (Hrsg.) (2009). Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler.
  • L. Huber, J. Hellmer, F. Schneider, Eds., Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen (UniversitätsVerlagWebler, Bielefeld, 2009).
  • Huber, L./Hellmer, J./Schneider, F. (Hrsg.) (2009): Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler.
  • Huber, Ludwig; Hellmer, Julia; Schneider, Friederike (Hg.) (2009): Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler.
  • Huber, Ludwig, Julia Hellmer, and Friederike Schneider, Hrsg. Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler, 2009.
  • Huber, Ludwig, Hellmer, Julia & Schneider, Friederike (Hg.) 2009. Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler

Welchen Zitationsstil Sie für Ihr Handout, Ihr Referat oder Ihre Hausarbeit verwenden sollen, erfahren Sie bei Ihrem Dozenten. Dabei kann es vorkommen, dass innerhalb eines Faches die Dozenten mit unterschiedlichen Zitationsstilen arbeiten. Am besten fragen Sie immer nach, denn manche Dozenten legen Wert auf einen bestimmten Zitationsstil, während anderen nur wichtig ist, dass der Stil einheitlich eingehalten wird.

Zwei der wichtigsten Zitationsstile werden hier vorgestellt - der Zitationsstil der American Psychological Association, der vor allem in der Psychologie, Pädagogik, aber auch anderen Geistes- und Sozialwissenschaften verbreitetet ist und der der MLA - der Zitationsstil der Modern Language Association of America.

2.2 APA-Stil

Der Zitationsstil der American Psychological Association schreibt vor, dass im Text zitiert wird (im Gegensatz zum Zitieren per Fußnote).

  • Im Text zitieren Sie nach APA indem Sie den Autorennachnamen und die Jahreszahl in Klammer anfügen.
    Beispiel:
    Vollbrecht (2000) weist darauf hin...
    In einer Übersicht über die Wirkungsforschung (Vollbrecht, 2000) zeigt sich...
  • Zwei oder mehr Autoren verbinden Sie im Fließtext durch ein „und" und in der Klammer durch ein „&".
    Beispiel:
    Laut Sander und Vollbrecht (1996) ist es so, dass ....
    In einer Reihe von Forschungen (Sander & Vollbrecht, 1996) zeigt sich ....
  • Bei direkten (wörtlichen) Zitaten fügen Sie die Seitenzahlen durch ein Komma nach der Jahreszahl an. Der Seitenangabe ist ein „S." vorangestellt.
    Beispiel:
    Mit den neuen Medien sind viele gesellschaftliche Veränderungen verbunden und es „stellt sich auch die Machtfrage neu" (Volbrecht, 2000, S. 17).
  • Zitieren Sie Sekundärliteratur, so gehen Sie folgendermaßen vor:
    "Zitat ..." (Theunert, 1992, zitiert nach Vollbrecht & Sander, 1996, S. 14).
  • Internetquellen werden genau wie gedruckte Quellen zitiert. Gibt es keine Seitenangabe, verwenden Sie das Kürzel „o.S." (ohne Seite).
    Das individualökonomische Kalkül findet auch Anwendung auf Blogs (Reinmann, 2005)
    Welche Folgen die Heirat mit einem Medienstar haben kann, zeigt sich an aktuellen Beispielen (stern.de, o.S.)
  • Die sogenannte DOI (digital object identifier)-Nummer muss im Literaturverzeichnis angegeben werden, sofern sie vorhanden ist. Sie wird ans Ende der Quellenangabe gesetzt und ohne Leerzeichen dem Kürzel ‚doi‘ mit einem Doppelpunkt angeschlossen.

Für das Literaturverzeichnis gelten nach APA folgende Regeln:

  • Buch:
    <Autor, A.. & Autor, A.> (<Jahr>). <Buchtitel>. <Verlagsort>: <Verlag>. doi:
    Beispiele:
    Flick, U. (2006). Qualitative Sozialforschung: Eine Einführung (4. Aufl.). Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verl. doi:
    Huber, L., Hellmer, J., & Schneider, F.  (2009). Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler. doi:10.3224/978384740127 Hinweis: Wenn es eine bestimmte Auflage ist, wird das in Klammern nach dem Buchtitel angeführt.
  • Zeitschriftenartikel:
    <Autor, A. , Autor, A. & Autor, A.> (<Jahr>). <Titel des Artikels>. <Name der Zeitschrift>, <Band> [oder: <Jahrgang>(<Heftnr.>)], <Seitenzahlen>. doi: (falls vorhanden)
    Beispiele:
    Sageder, J. (1985). Zur Beurteilung von Lehrerverhalten in Unterrichtssituationen. Erziehung und Unterricht, 35, 368-375.
    Kanning, U. P. (2002). Soziale Kompetenz - Definition, Strukturen und Prozesse. Zeitschrift für Psychologie, 210(4), 154-163. doi:10.1026//0044-3409.201.4.164
    Hinweis
    : Die Seitenangaben in Zeitschriften werden immer ohne „S." angegeben.
  • Beiträge in Herausgeberwerken:
    <Autor A.> (<Jahr>). <Beitragstitel>. In <H. Herausgeber, H. Herausgeber & H. Herausgeber (Hrsg.), <Buchtitel> (S. <Seitenzahlen>). <Verlagsort>: <Verlag>. doi:
    Beispiele:
    Gruber, H. & Mandl, H. (1996). Das Entstehen von Expertise. In J. Hoffmann & W. Kintsch (Hrsg.), Lernen. Enzyklopädie der Psychologie, C/II/7 (S. 583-615). Göttingen: Hogrefe. doi:10.1086/428763
    Weinstein, C. E., Husman, J., Meyer, K. & Dierking, D. R. (2000). Self-regulation interventions with a focus on learning strategies. In M. Boekaerts, P.R. Pintrich & M. Zeidner (Hrsg.), Handbook of self-regulation (S. 728-747). San Diego: Academic Press.
    Hinweis
    : Im Literaturverzeichnis werden alle Autoren angeführt, außer die Anzahl der Autoren ist größer als sieben. Im Fließtext wird bei drei bis sechs Autoren das erste Mal alle Autoren angeführt, danach nur der erste Autorenname und „et al.".
  • Forschungsberichte:
    <Autor, A. A. & Autor, A. A. (<Jahr>). <Titel des Forschungsberichtes> (<Titel der Forschungsbericht-Reihe> <Nummerierung innerhalb der Forschungsberichtsreihe>). <Ort>: <Herausgebende Forschungseinrichtung>. doi:
    Beispiel:
    Rammert, W. (2000). Nicht-explizites Wissen in Soziologie und Sozionik. Ein kursorischer Überblick (Working Papers, TUTS-WP-8-2000). Berlin: Institut für Sozialwissenschaften, Technische Universität Berlin.
  • Kongress- und Tagungsbeiträge:
    <Autor, A., Autor, A. & Autor, A. (<Jahr>). <Titel des Kongressbeitrages>. In <H. Herausgeber>(Hrsg.), <Titel des Tagungsbandes> (S.<Seitenzahlen>).<Titel des Kongresses>, <Ort>. <Verlagsort>: <Verlag>.
    Beispiel:
    Meyer, K. & Müller, M. (1995). Whatever it takes. In J. L. Schnase & E. L. Cunnius (Hrsg.), Proceedings from CSCL '95: The First International Conference on Computer Support for Collaborative Learning (S. 10-20). Mahwah, NJ: Erlbaum. doi:10.3115/222020.222037
  • Doktorarbeit:
    <Autor, A.> (<Jahr>). <Titel der Dissertation>. Dissertation, <Name der Universität>. <Verlagsort>: <Verlag>. doi: (falls vorhanden)
    Beispiel:

    Walzik, S. (2006). Sozialkompetenzen an der Hochschule fördern. Dissertation, Universität St. Gallen. Brühl: MVR-Druck.
  • Unveröffentlichte Abschlussarbeit (Master-, Bachelor-, Diplomarbeit etc.):
    <Autor, A.> (<Jahr>). <Titel der Abschlussarbeit>. <Art der Abschlussarbeit>, <Name der Universität>, <bei Bedarf: Universitätsort>.
    Beispiel:
    Bleiziffer, R. (2008). Studieren mit Strategie: Der Einfluss kognitiver und motivationaler Dispositionen auf die Studiengestaltung von MuK-Studierenden. Unveröffentlichte Masterarbeit, Universität Augsburg.

2.3 MLA-Stil

Der Zitationsstil der Modern Language Association wird am häufigsten im Bereich der Sprach- und Kulturwissenschaften angewendet. Der MLA arbeitet ebenfalls nicht mit Fußnoten, sondern es wird im Text zitiert (Amerikanische Zitierweise). Je nach Vorlieben des Dozenten kann es jedoch sein, dass Sie doch noch in Fußnoten zitieren sollen.

  • Im Text zitieren Sie nach MLA, indem Sie den Autorennachnamen und die Seitenzahl in Klammer anfügen.
    Beispiel:
    Vollbrecht (15) weist darauf hin...
    In einer Übersicht über die Wirkungsforschung (Vollbrecht 15) zeigt sich..
  • Wenn Sie mehrere Werke eines Autors zitieren, führen Sie den Titel des betreffenden Werkes an. Titel oder Kurztitel von Büchern werden kursiv gesetzt, Artikel aus Zeitschriften oder Beiträge in Sammelwerken setzen Sie in Anführungszeichen.
    Beispiel:
    Vollbrecht (Medienwirkung 15) weist darauf hin..
    In einer Übersicht über die Wirkungsforschung (Vollbrecht, Medienwirkung 15) zeigt sich...
  • Mehr als zwei Autoren verbinden Sie im Fließtext und in der Klammer durch ein „und" Beispiel:
    Laut Sander und Vollbrecht (20-21) ist es so, dass ....
    In einer Reihe von Forschungen (Sander und Vollbrecht 20-21) zeigt sich
    ....
  • Zitieren Sie Sekundärliteratur, so gehen Sie folgendermaßen vor:
    "Zitat ..." (Theunert, zitiert nach Vollbrecht und Sander, 225).
  • Internetquellen werden wie normale Quellen behandelt. Wenn Sie keine Seitenangabe haben, können Sie auf Abschnitte verweisen. Das individualökonomische Kalkül findet auch Anwendung auf Blogs (Reinmann 50)
    Welche Folgen die Heirat mit einem Medienstar haben kann, zeigt sich an aktuellen Beispielen (stern.de o.S.)

Für das Literaturverzeichnis gelten nach MLA folgende Regeln:

  • Buch:
    <Autorennachname, Autorenvorname> und <Autorenvorname, Autorennachname>. <Buchtitel>. <Verlagsort>: <Verlag>, <Jahr>.
    Beispiele:
    Flick, Uwe. Qualitative Sozialforschung: Eine Einführung. 4. Auflage. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verl, 2004.
    Huber, Ludwig, Judith Hellmer und Friederike Schneider. Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen. Bielefeld: UniversitätsVerlagWebler, 2009.
    Hinweis
    : Nur beim ersten Autor wird der Nachname vorangestellt. Wenn es eine bestimmte Auflage ist, wird das  nach dem Buchtitel angeführt.
  • Zeitschriftenartikel:
    <Autorennachname, Autorenvorname>, <Autorenvorname Autorennachname> und <Autorenvorname Autorennachname>. „<Titel des Artikels>". <Name der Zeitschrift> <Jahrgang>.<Ausgabe>(<Erscheinungsjahr>): <Seitenzahlen>.
    Beispiele:
    Fisseler, Bjön und Alexandra Seckler. "Möglichkeiten Forschenden Lernens in den Rehabilitationswissenschaften." Journal Hochschuldidaktik 20.2 (2009): 21-22.
    Kanning, Uwe Peter. Soziale Kompetenz - Definition, Strukturen und Prozesse. Zeitschrift für Psychologie 210.4 (2002): 154-163.
  • Beiträge in Herausgeberwerken:
    <Autorennachname, Autorenvorname>. „<Beitragstitel>". <Buchtitel>. Hrsg. <Herausgebervorname Herausgebernachname>, <Herausgebervorname Herausgebernachname> und <Herausgebervorname Herausgebernachname>. <Verlagsort>: <Verlag>, <Jahr>, <Seitenzahlen>.
    Beispiele:
    Gruber, Hans und Heinz Mandl (1996). „Das Entstehen von Expertise". Lernen. Enzyklopädie der Psychologie, C/II/7. Hrsg. Joachim Hoffmann und Walter Kintsch. Göttingen: Hogrefe, 1996, 583-615.
    Weinstein, Claire Ellen, Jenefer Husman und Douglas R. Dierking. Self-regulation interventions with a focus on learning strategies. Handbook of self-regulation. Hrsg. Monique Boekaerts, Paul .R. Pintrich und Moshe Zeidner. San Diego: Academic Press, 2000, 728-747.
    Hinweis
    : Im Literaturverzeichnis werden alle Autoren angeführt, außer die Anzahl der Autoren ist größer als drei - Ab vier Autoren können Sie entweder alle Autoren anführen, oder nur den ersten Autorennamen und die restlichen durch das Kürzel „et al." ersetzen. Selbes gilt für den Fließtext.
  • Forschungsberichte:
    <Autorennachname, Autorenvorname> und <Autorenvorname Autorennachname>. <Titel des Forschungsberichtes>. <Ort>, <Jahr>. <Titel der Forschungsbericht-Reihe> <Nummerierung innerhalb der Forschungsberichtsreihe>.
    Beispiele:
    Rammert, Werner. Nicht-explizites Wissen in Soziologie und Sozionik. Ein kursorischer Überblick. Berlin, 2002. Working Papers, TUTS-WP-8-2000.
    Reinmann, Gabi. Selbstorganisation im Netz - Anstoß zum Hinterfragen impliziter Annahmen und Prämissen. Augsburg, 2008. Arbeitsberichte Professur für Medienpädagogik 18. 16. März 2010. <http://www.imb-uni-augsburg.de/medienp-dagogik/biblio/selbstorganisation-im-netz-ansto-zum-hinterfragen-impliziter-annahmen-und-pr->.
  • Kongress- und Tagungsbeiträge:
    <Autorennachname, Autorenvorname>, <Autorenvorname Autorennachname> und <Autorenvorname Autorennachname>. „<Titel des Kongressbeitrages>." <Bei Bedarf: Titel des Tagungsbands>. <Titel der Tagung>. Hrsg. <Herausgebervorname Herausgebernachname>. <Verlagsort>: <Verlag>. <Jahr>. <Seitenzahlen>.
    Beispiel:
    Meyer, Kerstin und Maria Müller. „Whatever it takes". Proceedings from CSCL '95: The First International Conference on Computer Support for Collaborative Learning. Hrsg. Joe Schnase and Ernest Cunnius. Mahwah, NJ: Erlbaum. 1995. 10-20.
  • Internet-Quellen (PDF):
    <Autor bzw. Herausgeber bzw. Institution>. <Titel der Quelle>, <Datum der Publikation>. <Abrufdatum> <URL>.
    Beispiel:
    Reinmann, Gabi. Selbstorganisation auf dem Prüfstand: Das Web 2.0 und seine Grenzen(losigkeit), 2008. 12. Mai 2010< http://medienpaedagogik.phil.uni-augsburg.de/denkarium/wpcontent/uploads/2009/01/selbstorganisation_web20_artikel_jan09.pdf >.
  • Doktorarbeit:
    <Autorennachname, Autorenvorname>. <Titel der Dissertation>. Diss. <Name der Universität>. <Verlagsort>: <Verlag>, <Jahr>.
    Beispiel:

    Walzik, Sebastian. Sozialkompetenzen an der Hochschule fördern. Diss. Universität St. Gallen. Brühl: MVR-Druck, 2002.
  • Unveröffentlichte Abschlussarbeit (Master-, Bachelor-, Diplomarbeit etc.):
    <Autorennachname, Autorenvorname>. <Titel der Abschlussarbeit>. <Art der Abschlussarbeit> <Name der Universität>, <Jahr>.
    Beispiel:
    Bleiziffer, Ralf. Studieren mit Strategie: Der Einfluss kognitiver und motivationaler Dispositionen auf die Studiengestaltung von MuK-Studierenden. Unveröffentlichte Masterarbeit Universität Augsburg, 2008.

3. Verwalten von Quellen: Word- oder Excel-Datei

Bei einer überschaubaren Menge an Literaturangaben (bis etwa 30) reicht es aus, sie einfach in einer Word- oder Exceldatei zu notieren. Word hat den Vorteil, dass Sie während der Recherche gleichzeitig schon das Literaturverzeichnis für Ihre Arbeit schreiben. Wenn Sie eine Tabelle anlegen, können Sie zusätzliche Spalten für den Standort oder den aktuellen Status ("gelesen", "wichtig", "bestellen" etc.) anlegen und so leicht den Überblick über den Stand Ihrer Literaturrecherche und -beschaffung behalten.

4. Programme zur Literaturverwaltung

Wenn Sie mit einer größeren Menge von Literaturangaben arbeiten, lohnt sich die Verwendung eines Literaturverwaltungsprogramms. In diesen Programmen werden Ihre Literaturangaben in einer Datenbank gespeichert und dort verwaltet. Sie können außerdem mit zusätzlichen Angaben (Schlagwörter, Kommentaren, Standorten etc.) angereichert und nach verschiedenen Kriterien neu sortiert und gruppiert werden. Dies erleichtert Ihnen das Finden und Verwalten von Quellen, aber auch das Wiederfinden und das Beschaffen von Quellen sowie die Planung wesentlicher Meilensteine.

Literaturverwaltungsprogramme bieten auch noch weitere Vorteile:

  • Sie können die Literaturangaben häufig direkt aus den Katalogen und Datenbanken, in denen Sie gesucht haben, in Ihr Literaturverwaltungsprogramm importieren.
  • Mit der Zitatfunktion können Sie die Literaturangaben für Zitate oder eine Bibliografie komfortabel in Ihr Manuskript einfügen - ohne zusätzliche Tipparbeit.

Ein solches Programm kann eine gute Arbeitshilfe sein. Ob es für Sie für die tägliche Studienarbeit in Frage kommt, müssen Sie selbst entscheiden.

Bei der Auswahl des Literaturverwaltungsprogramms gilt es, die verschieden Vor- und Nachteile der einzelnen Programme zu kennen und sie danach auszuwählen. Sehen Sie sich diese Tabelle an und informieren Sie sich darin über die wichtigsten Literaturverwaltungsprogramme.

In diesem Lehrtext werden wir die Literaturverwaltungsprogramme Citavi und Zotero näher betrachten. Sowohl die Universität Augsburg als auch die Universität Regensburg verfügen über eine Campuslizenz für das Literaturverwaltungsprogramm Citavi, die Sie als Studierender auf der Homepage von Citavi anfordern können. Citavi läuft allerdings nicht auf MACs, sondern nur auf Window-PCs. Für MAC-Nutzer empfehlen wir das kostenfreie Programm Zotero, das direkt im Browser (Mozilla Firefox) läuft.

Je nachdem, welchen Computer Sie nutzen, entscheiden Sie sich bitte für eines der Programme. Sie brauchen sich lediglich mit einem der zwei Programme näher auseinandersetzen bzw. es zu installieren. Je nachdem, wie Sie sich entscheiden, arbeiten Sie also entweder das Kapitel 4.1 oder 4.2 durch.

4.1 Citavi

Was ist Citavi?

Citavi ist eine deutschsprachige Literaturverwaltungssoftware des Schweizer Herstellers Swiss Academic Software. Citavi bietet neben den üblichen Literaturverwaltungsfunktionen auch die Möglichkeit, Wissen zu organisieren und Aufgaben für ein Projekt oder einzelne Literaturtitel festzuhalten. Mit der Zusatzfunktion „Citavi-Picker" können Informationen aus dem Internet direkt importiert werden.

Citavi läuft auf Rechnern mit Windows®. Auch auf einem Mac lässt sich Citavi unter bestimmten Voraussetzungen installieren. Es gibt mehrere Ausführungen unter anderem eine kostenlose Version (Citavi Free, Datei-Größe: 25 MB, maximale Anzahl von Datensätzen: 100). Für Studierende der Universität Augsburg und Regensburg stehen kostenlose Campuslizenzen der Citavi-Vollversion zur Verfügung. Beide Universitäten bieten Einführungskurse für Citavi und weitere Informationen auf folgenden Webseiten an: Citavi UB Augsburg, Citavi UB Regensburg

Installation

Für die Installation bzw. den Download der kostenlosen Citavi-Version (Citavi-Free) bietet die Citavi-Homepage eine gute Anleitung.

Für Augsburger und Regensburger Studierende besteht die Möglichkeit, Citavi Free mit einem Lizenzschlüssel der Campuslizenz in die Vollversion Citavi Pro umzuwandeln, um diese dann uneingeschränkt nutzen zu können. Wenn Sie die kostenlose Version installiert haben, können Sie sie durch die Eingabe des Lizenzschlüssels in eine Vollversion umwandeln.

Rufen Sie auf dieser Seite das Bestellformular auf: www.citavi.com/uni-augsburg/ und fordern Sie über dieses Formular einen persönlichen Lizenzschlüssel an. Ihre Zugehörigkeit zur Universität Augsburg weisen Sie mit Ihrer persönlichen Hochschul-E-Mail-Adresse (vorname.nachname@stud.uni-regensburg.de;vorname.nachname@student.uni-augsburg.de) nach.

Funktionen und Aufbau von Citavi

Welche Funktionen hat Citavi?

(Quelle: http://www.citavi.com/de/funktionen/index.html)

Literaturverwaltung:

  • Die Titel können über 35 verschiedene Dokumententypen klassifiziert werden.
  • Sie können die Titel entweder
    • per Hand eingeben,
    • die ISBN Nummer eingeben und das Programm ergänzt die Titelangaben selbstständig oder
    • mit dem Citavi Picker über Ihren Browser importieren.
  • In der Titelliste haben Sie einen guten Überblick über alle eingepflegten Titel.
  • Die Tabellenansicht hilft Ihnen beim Gruppieren und Sortieren der Titel.

Wissensorganisation:

Die Inhalte der eingepflegten Titel können erschlossen werden durch: Abstracts und Exzerpte, Zitate, Schlagwörter und Kategorien, Kommentare, Inhaltsverzeichnisse und Verweise und Rezensionen. Das hilft Ihnen dabei, Gedanken, Dokumente und auch Grafiken und Fotos zu sammeln, zu sichten und zu strukturieren.

Aufgabenplanung:

Um bei einem Projekt nicht den Überblick zu verlieren, gibt es bei Citavi die Möglichkeit, weitere Aufgaben festzuhalten.

Online-Recherche:

  • Mit Citavi kann in über 4300 Bibliothekskatalogen, Fachdatenbanken und Online-Buchhandlungen recherchiert werden (Stand: April 2011).
  • Die Ergebnisse werden in einer Titelliste präsentiert, mit einem Klick in die Liste kann der gewünschte Titel in das Projekt übernommen werden.

Integration von Volltexten:

  • In der Vorschau können Bilder, Filme und Präsentationen betrachtet sowie PDF- und andere Volltexte aus­gewertet werden. Per Klick werden Zitate oder Abstracts in das eigene Projekt übernommen.
  • Volltexte, bspw. PDFs können ebenfalls im Verzeichnis des Citavi-Projekts gespeichert werden.

Publikationsassistent:

  • Per Mausklick können mit Citavi Literaturverweise oder komplette Zitattexte mit Quellennachweisen in das Textverarbeitungsprogramm (z.B. Word) eingefügt werden.
  • Der Publikationsassistent erstellt automatisch am Ende eines Projekts das Literaturverzeichnis und ist mit den meisten Textverarbeitungsprogrammen kompatibel.

Zusatzprogramm Picker:

Mit dem sogenannten Citavi-Picker können Texte, Bilder oder Literaturangaben direkt aus dem Internet oder aus Textdokumenten in das Citavi-Projekt übernommen werden.

Funktion: Literaturverwaltung

Wenn Sie das Programm Citavi zum ersten Mal öffnen, haben Sie die Wahl: Möchten Sie ein Beispielprojekt öffnen oder ein neues Projekt anlegen oder ein schon angelegtes vorhandenes Projekt öffnen? Für ein erstes Kennenlernen und um einen Überblick über die Funktionen des Programms zu bekommen, öffnen Sie das Beispielprojekt „Informationskompetenz".

Sie gelangen direkt zum Hauptbereich Literaturverwaltung. Die Literaturverwaltung ist in drei Spalten eingeteilt. In der ersten, linken Spalte sehen Sie alle Titel, die Sie bereits angelegt haben. In der mittleren Spalte sehen Sie die Informationen zu dem Titel, den Sie aktuell ausgewählt haben. Hier ist standardmäßig der Reiter "Übersicht" angeklickt. In der ganz rechten Spalte sehen Sie eine Vorschau des ausgwählten Titels, sofern es sich um eine Internetquelle oder eine Quelle auf Ihrem Computer handelt.

Spalten Citavi
(Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)

Der zweite Reiter in der mittleren Spalte heißt „Titel“. Dort können die einzelnen Literaturtitel mit allen dazu nötigen Angaben eingepflegt werden. Wenn Sie einen Titel per Hand (also nicht mit dem Citavi Picker oder über ISBN-Import) einpflegen, müssen Sie zuerst oben links in der Menüleiste auf "Titel" klicken und dann den Dokumententyp festlegen.

Citavi Übersicht

Im Beispiel handelt es sich um eine Hochschulschrift. 
Klicken Sie später auf „Hochschulschrift" öffnet sich ein Fenster, in dem eine komplette Liste der möglichen Dokumententypen aufgeführt ist und Sie den Dokumententyp wechseln können. Wählen Sie probeweise einen Dokumententyp aus: Rechts erscheint blau hinterlegt eine kurze Beschreibung und Charakterisierung des Dokumententyps. Citavi ändert automatisch je nach ausgewähltem Dokumententyp die nötigen Felder für die Titelangaben. So wird sichergestellt, dass die jeweilige Publikationsart richtig zitiert wird. Praktischerweise kann Citavi ISBN-Nummern erkennen und auf Wunsch auch den gesamten Titel dazu einlesen bzw. ergänzen. Über den Citavi-Picker lässt sich diese Funktion beispielsweise schon bei der Literatursuche im Browser direkt anwenden.

Citavi Dokumenttyp
(Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)

Der nächste Reiter nach den Titelangaben in der mittleren Spalte der Literaturverwaltung heißt „Inhalt" - dort kann ein Abstract eingetragen werden (häufig verfügen Zeitschriftenartikel über Abstracts, die den Inhalt kurz erklären). Für eine leichtere Bearbeitung und Formatierung des Abstracts bietet Citavi beim Klicken auf das blaue „Abstract" ein Editor-Fenster an, in dem der Abstract-Text wie mit einer Textverarbeitungssoftware formatiert werden kann.

Im Reiter „Zusammenhang“ können Sie den Titel bestimmten Kategorien zuordnen und mit Schlagworten versehen. Zudem können Sie Verweise auf andere Titel festhalten.

Im Reiter „Zitate" können Sie unterschiedliche Zitate (direkt, indirekt, Bildzitat…) aus der jeweiligen Literaturquelle einpflegen. Klicken Sie probehalber einmal auf „wörtliches Zitat" - es öffnet sich ein Fenster, in dem das Zitat mit genauer Seitenzahl eingegeben werden kann (siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken). Auf der rechten Seite finden Sie immer blau hinterlegt Hilfen und Erklärungen zu den Texteingabefeldern.

Citavi Textzitat-Fenster
(Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)

Dieses Fenster können Sie auch dafür nutzen, um Exzerpte Ihrer Quellen zu erstellen. Die Exzerpte können dabei sowohl aus direkten als auch aus indirekten Zitaten bestehen. Wenn Sie ein direktes Zitat abschreiben, sollten Sie hier die Anführungszeichen nicht vergessen. Tippen Sie ein indirektes Zitat ab, lassen Sie die Anführungszeichen weg. Für das spätere Auffinden und Strukturieren Ihres Wissens können Sie das Zitat auf eine Kernaussage reduzieren und es einer Kategorie zuordnen (Felder unter „Zitat"). Die Kategorien können Sie durch einen Klick auf das blaue „Kategorien" bearbeiten.

Mit dem Reiter „Aufgaben, Orte" kann eine spezifische Aufgabe zu diesem Titel definiert und festgehalten werden. Z.B. können Sie sich vornehmen, die Quelle auszuleihen oder sie zu bewerten etc. Auf der rechten Seite des Fensters können Sie wieder in blau hinterlegt Hilfestellungen und Erläuterungen zu den einzelnen Feldern nachlesen.
Unter Standorte können Sie die Signatur des Werkes eingeben sowie den Titel in einer Bibliothek suchen. Sie haben die Möglichkeit, eine Bibliothek anzugeben, in der Sie suchen möchten.

Citavi Aufgaben-Fenster
(Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken)

Funktion: Wissensorganisation

Das nächste Hauptfenster heißt Wissensorganisation und bietet Ihnen die Möglichkeit, Zitate und Gedanken zu einem Projekt logisch zu organisieren und zu systematisieren. Strukturhilfe sind die Kategorien, die Sie selbst definieren können. Bei dem Beispielprojekt Informationskompetenz wäre eine Oberkategorie beispielsweise „Definitionen", mögliche Unterkategorien wären demnach die Definition von Informationskompetenz, Medienkompetenz, Computerkompetenz etc. Ähnlich können Sie das dann auch für Ihr Thema aufbauen.

Um ein solches Kategoriensystem anzulegen und Zitate und Gedanken einzuordnen, folgen Sie den hier genannten Schritten

  1. Formulieren Sie über den Befehl >>Neue Kategorie oder Subkategorie im Menüpunkt Listen - Kategorien eine oder mehrere neue Kategorien die Sie für Ihr Thema bzw. Ihr Projekt relevant oder wichtig finden. Oder klicken Sie links in der Kategorienübersicht auf den Button Neue Kategorie oder Subkategorie (Siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken).
    Citavi Neue Kategorie
  2. Benennen Sie, falls nötig, Kategorien um (Befehl >>Umbenennen im Kontextmenü der Kategorie). Sie können auch die Reihenfolge beliebig ändern (mit Hilfe der entsprechenden Befehlen im Kontextmenü oder der Pfeiltasten in der Symbolleiste).
  3. Markieren Sie im unteren Teil des Programmfensters einen Zitat- oder Gedankeneintrag.
  4. Schieben Sie den von Ihnen markierten Eintrag mit gedrückter Maustaste in eine andere Kategorie.
  5. Mit dem Pfeil-Icon in der Symbolleiste können Sie die Reihenfolge der Einträge innerhalb einer Kategorie zu ändern.

Die Kategorien können Sie auch noch nachträglich bearbeiten, wenn Sie ein neues Zitat hinzufügen.

Funktion: Aufgabenplanung

Das nächste Fenster ist die Aufgabenplanung, mit denen Sie einen guten Überblick über Ihre „To Do's" während eines Projekts behalten können - sei es Literatur zu bestellen, Titelangaben zu prüfen, Zitate zu entnehmen usw.

Möchten Sie Citavi für Ihre Aufgabenplanung nutzen, legen Sie am besten zunächst eine neue Aufgabe an. Dabei gehen Sie wie folgt vor:

  1. Rufen Sie den betreffenden Literatur-Titel zu dem Sie eine Aufgabe anlegen wollen im Programmteil Literaturverwaltung - den Sie schon kennengelernt haben - auf und klicken Sie auf die Karteikarte Aufgaben, Orte.
  2. Klicken Sie danach auf den Button >> Aufgabe
  3. Im Textfeld Aufgabe klicken Sie auf den Pfeil und wählen einen Aufgabentyp.
  4. Ergänzen Sie die Informationen, die Sie benötigen in den Textfeldern.
  5. Bestätigen Sie Ihre Eingaben mit einem Klick auf die Schaltfläche >>OK

Es soll schnell gehen? Dann können Sie auch direkt mit einem Klick auf die Schaltfläche >> Aufgabe schnell einfügen eine Aufgabe (jedoch ohne Datum und Details) festhalten.

Es besteht auch die Möglichkeit mit Citavi sogenannte Projektaufgaben, also allgemeine Aufgaben, Zwischenziele oder Meilensteine, anzulegen. Dazu klicken Sie in der Symbolleiste auf das Icon >>Projektaufgabe. Füllen Sie das Formular aus, also zum Beispiel die Präsentation der bisherigen Ergebnisse in einer Sprechstunde bei Ihrem Professor und bestätigen anschließend mit einem Klick auf >>OK.

 

Projektaufgaben

Verwendung von Citavi

Die Anwendungserklärungen ("Arbeitsschritte"), die schrittweise erfolgen und durch blaue Kästchen gekennzeichnet sind, sollen von Ihnen am Programm selbst ausgeführt werden, um einen möglichst großen Lernerfolg zu erzielen. Greifen Sie dabei bitte auf die Rechercheergebnisse zurück, die Sie in den ersten beiden Aufgaben zusammengetragen haben.

Schritt 1: Neues Projekt anlegen

Die Literatursammlungen, die als Citavi-Datenbanken angelegt werden können, werden als Projekte bezeichnet. Mit Citavi sind große und kleine Projekte möglich, Sie können also sowohl eine Hausarbeit oder ein Referat als auch eine Dissertation damit verwalten. Lernen Sie nun in einem allerersten Schritt, wie Sie ein neues Citavi-Projekt anlegen können, indem Sie den untenstehenden Schritten folgen:

Arbeitsschritte:
  1. Starten Sie zuerst Citavi. Wählen Sie auf dem Startbildschirm den Befehl >>Ein neues Projekt anlegen aus.

  2. Legen Sie im Eingabefenster den Dateinamen fest, also zum Beispiel den Titel Ihres Projekts oder Ihrer Hausarbeit. Achten Sie auf eine sinnvolle Benennung, die für Sie Wiedererkennungswert hat und keine Sonderzeichen enthält.

  3. Citavi speichert das Projekt automatisch im Ordner "Citavi\Projects" in Ihrem Windows-Verzeichnis "Eigene Dateien". Wenn Sie möchten, können Sie den Speicherort nachträglich ändern und einzelne Projekte in anderen Ordnern ablegen (z. B. auf einem Netz-Laufwerk oder in einem Überordner Ihrer Wahl).

Schritt 2: Neue Titel aufnehmen

Um nun das Projekt zu „befüllen", ist der nächste Schritt das Aufnehmen neuer Titel. Dafür bietet Ihnen Citavi 35 Dokumententypen zur Klassifizierung Ihrer Titel an: z.B. Monographien, Internetdokumente, Zeitschriftenaufsätze oder spezielle Dokumententypen wie Patentschriften usw. Den Dokumententyp sorgfältig auszuwählen, ist wichtig, da je nach Art des Titels unterschiedliche bibliographische Informationen gespeichert werden müssen. Nehmen Sie einen Titel neu in Ihr Projekt auf, ist die Wahl des passenden Dokumententyps deswegen der erste Schritt:

Arbeitsschritte:
  1. Wählen Sie in der Menüleiste unter Titel den Befehl >>Titel per Hand eingeben oder klicken Sie auf das Icon >>Titel. Sie können auch die Tastenkombination STRG+N betätigen. neu

  2. Es öffnet sich das Fenster Dokumententypen. Dort können Sie den passenden Dokumententyp mit einem Mausklick anwählen.

  3. Nun erscheint das zum Dokumententyp passende Formular mit den spezifischen Eingabefeldern (Hilfetexte
    finden sich links im Fenster).

    TIPP: Wo sind die bibliographisch relevanten Angaben zu finden? Bei Büchern auf dem inneren Titelblatt und
    der Rückseite, evtl. auch auf dem Vorsatzblatt, welches sich vor dem Titelblatt befindet.

  4. Sie haben einen falschen Dokumententyp eingegeben? Kein Problem, Sie müssen nicht komplett von vorne beginnen. Ein Klick auf den Namen des Dokumententyps oben genügt und Sie können Ihre Wahl korrigieren,
    ohne dass die bisherigen Einträge verloren gehen.

Neben der manuellen Aufnahme von Titeln besteht auch die Möglichkeit, die Titel direkt über die ISBN-Nummer zu importieren. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

Arbeitsschritte:
  1. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Computer mit dem Internet verbunden ist.

  2. Wählen Sie in der Menüleiste unter Titel den Befehl >> Titel abrufen per ISBN oder anderer ID oder klicken Sie
    auf das Icon >> Abrufen per ISBN aus.

  3. Geben Sie dann die 10- oder 13-stellige ISBN in das Feld ISBN ein und klicken Sie auf Eingabe übernehmen.
    Citavi lädt dann die Titelangaben herunter.

  4. Sobald Citavi den Titel gefunden hat, können Sie mit >> Titel übernehmen den Titel in das Projekt einpflegen.

Mit dem Citavi-Picker können Sie direkt Internetdokumente (Websites, Zitate, Grafiken, PDF-Dokumente) importieren.

Arbeitsschritte:
  1. Öffnen Sie Citavi und begeben Sie sich zu dem Internetdokument, welches Sie importieren möchten.

  2. Mit einem Rechtsklick öffnet sich ein Menü, in welchem Sie auch den Citavi-Picker finden. Es öffnet sich
    ein Menü in dem Sie je nach Internetdokument das Importieren bzw. Speichern auswählen können.
    Häufig meldet sich der Picker auch von selbst, wenn er Quellenangaben im Browser erkennt.

  3. Überprüfen Sie alle importieren Informationen! Hier können Fehler auftreten, z.B. werden manchmal
    nicht alle Autoren importiert oder der Titel ist doppelt angegeben, etc.

Pflegen Sie nun alle Titel, die Sie bei den ersten beiden Aufgaben gefunden haben, in Citavi ein.

Schritt 3: Zitationsstil ändern & Verzeichnis händisch erstellen

Immer ein wichtiges Thema bei der Verwaltung von Literatur ist der Zitationsstil, der vor allem eines sein sollte: einheitlich. Wenn Sie durchgehend ein Literaturverwaltungsprogramm verwenden, haben Sie schon einmal sichergestellt, dass alle Quellenanagaben einheitlich sind. Welchen Zitationsstil Sie wählen, hängt von einigen Faktoren ab: Zum Beispiel welche Vorgaben Ihnen in einem Seminar oder für Ihre Bachelorarbeit gegeben wurden. Auch ein wichtiger Faktor sind die Standards, die in Ihrem Fachbereich bzw. auch an dem Lehrstuhl, an dem Sie die Arbeit schreiben, üblich sind - Naturwissenschaftler zitieren anders als Historiker (Näheres dazu siehe nachfolgendes Kapitel). Fragen Sie im Zweifelsfall immer beim betreffenden Dozenten nach.

So können Sie den Zitationsstil in Citavi wechseln:

Arbeitsschritte:
  1. Begeben Sie sich in den Programmteil Literaturverwaltung. Klicken Sie auf den Menü-Button Zitation, öffnen sich ein Drop-Down Menü. Klicken Sie auf >>Zitationsstil und >> Zitationsstil wechseln.
    Zitationsstil wechseln

  2. Wählen Sie einen der verfügbaren Zitationsstile. Sie können auch einen passenden Zitationsstil hinzufügen (aus dem Internet importieren). Dazu betätigen Sie die Schaltfläche unten im Fenster >>Stil suchen und hinzufügen.

  3. Bestätigen Sie mit >>OK.

So können Sie den Zitationsstil in Citavi bearbeiten:

Arbeitsschritte:
  1. Unter Zitation >> Zitationsstile klicken Sie auf Zitationsstil bearbeiten. Dort können Sie einen der angezeigten Stile zuerst kopieren und dann bearbeiten.

  2. Wählen Sie den gewünschten Stil aus, klicken Sie auf >> markierten Stil überarbeiten und wählen Sie >> Eine Kopie des Stils erstellen und diese bearbeiten. Sie werden aufgefordert den neuen Stil zu benennen und zu speichern. Anschließend können Sie ihn bearbeiten.

Angenommen, Sie möchten nun ein Literaturverzeichnis mit denen von Ihnen zusammengestellten und einsortierten Literaturquellen erstellen. Schritt 3 zeigt Ihnen, wie das „von Hand" geht, in Schritt 4 lernen Sie, wie Sie das automatisch machen können und nur die Quellen ins Literaturverzeichnis eingetragen werden, die Sie auch wirklich verwenden.

Arbeitsschritte:
  1. Gehen Sie in den Programmteil Literaturverwaltung. Klicken Sie in der Symbolleiste auf das Icon >>Literaturliste speichern.

  2. Sie haben, wenn Sie auf den Pfeil klicken, nun die Wahl, ob die gesamte Literatur einfach gespeichert werden
    soll, die Literatur mit zusätzlichen Angaben versehen oder beispielsweise nach Dokumenttyp oder Kategorie gruppiert werden soll.

  3. Wählen Sie, ob Sie eine einfache Literaturliste mit aktuellem Zitationsstil, eine Liste mit zusätzlichen Angaben (mit Kommentaren und anderen Informationen) oder eine gruppierte Literaturliste (gruppiert nach Kategorien, Dokumenttyp…) erstellen möchten. Nach Auswahl der Bestandteile der Liste können Sie die Literaturliste
    speichern.
    Literaturliste

  4. Zum sofortigen Drucken der Literaturliste gehen Sie in den Programmteil Literaturverwaltung. Klicken Sie in der Symbolleiste auf das Icon >>Drucken. Dort haben Sie dieselben Möglichkeiten zur Gestaltung der Liste wie bereits für das Speichern beschrieben. In dem sich öffnenden Textbearbeitungsfenster nach der Auswahl der
    Liste mit zusätzlichen Angaben
    oder der gruppierten Literaturliste haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, den Text formal zu bearbeiten.

Schritt 4: Publikationen erstellen

Meist ist das Ziel Ihrer Arbeit eine Publikation, sprich eine Hausarbeit oder eine Abschlussarbeit. Der Publikationsassistent von Citavi hilft Ihnen, diese Publikationen zu erstellen, indem er ermöglicht, dass Zitate automatisch übernommen, richtig zitiert und nur die Quellen, die Sie tatsächlich verwendet haben, im Literaturverzeichnis angeführt werden. Fügen Sie beispielsweise Zitat- und Literaturnachweise mit Hilfe des Publikationsassistenten in Ihr Manuskript ein, werden zuerst Titel-Platzhalter generiert. Auf der Basis dieser Titel-Platzhalter kann Citavi nach Abschluss des Manuskripts automatisch ein komplett formatiertes Literaturverzeichnis erstellen, das nur die Quellen enthält, die Sie tatsächlich zitiert haben. Doch nun eines nach dem anderen. Starten Sie für einen ersten Schritt zunächst den Publikationsassistenten:

Arbeitsschritte:
  1. Wählen Sie im Programmteil Literaturverwaltung im Drop-Down-Menü Zitation den Befehl
    >>Publikationsassistent.

    Citavi Publikationsassistent

  2. Es öffnet sich das Arbeitsfenster. Sie sehen die Registerkarten Titel und Wissen. Die Registerkarte Titel zeigt Ihnen sämtliche Titel Ihres aktuell geöffneten Projekts.

  3. Mit Hilfe der Schaltfläche >>In Word einfügen (Tastenkombination STRG+W) übernehmen Sie einen Titel als Im-Text-Zitation in Ihr Manuskript. Möchten Sie den Titel als Fußnote einfügen, wählen Sie die Schaltfläche >>Als Fußnote in Word einfügen (Tastenkombination STRG+UMSCHALT+W).

    Citavi Publikationsassistent

Für Ihre Publikation sind natürlich auch Zitate von Bedeutung. Mit Citavi können Sie Zitate direkt in ein Textdokument übernehmen. Wie das funktioniert, lernen Sie, wenn Sie den nächsten Schritten folgen.

Arbeitsschritte:
  1. Öffnen Sie Ihr Citavi-Projekt.

  2. Wechseln Sie zum Textdokument und setzen Sie den Cursor an die Stelle, an der Sie das Zitat einfügen möchten (kann auch eine Fußnote sein).

  3. Gehen Sie zu dem Zitat, das Sie einfügen möchten und markieren Sie es.

  4. Nun betätigen Sie die Tastenkombination STRG+W oder wählen Sie unter Rechtsklick auf das Zitat den Befehl >> Zitieren mit {Titel-Platzhalter} aus. Oder Sie wählen den Publikationsassistenten an und klicken auf den entsprechenden Befehl.

Damit Citavi das Literaturverzeichnis zu Ihrem Dokument erstellen kann, müssen Sie das Textdokument zuerst ganz normal speichern und dann an Citavi „übergeben":

Arbeitsschritte:
  1. Im Programmteil Literaturverwaltung wählen Sie aus dem Menü Zitation den Befehl >>Publikationen formatieren aus.

  2. Wählen Sie nun im Dialogfenster >>Öffnen das betreffende Dokument aus. Citavi scannt das Dokument nach
    Titel-Platzhaltern.

  3. Nachdem Sie das Dokument „gescannt" haben, zeigt Ihnen Citavi übersichtsartig alle verwendeten Titel-
    Platzhalter an. Hat Citavi für einen Titel-Platzhalter keine eindeutige Entsprechung in Ihrem Citavi-Projekt
    gefunden, weist Citavi Sie durch eine rote Markierung auf die problematische Stelle hin und Sie haben die Möglichkeit, die Zitation noch einmal zuzuweisen.

  4. Klicken Sie danach auf den Button >>Jetzt formatieren.

Durch diesen Befehl ersetzt Citavi die Titel-Platzhalter durch die gemäß dem gewählten Zitationsstil formatierte Referenz und erstellt das Literaturverzeichnis. Das Literaturverzeichnis erhält nun lediglich die Quellen, die Sie tatsächlich zitiert haben. Sollten Sie jedoch etwas per Hand eingefügt haben und nicht den Publikationsassistenten verwendet haben, so wird diese Referenz nicht erkannt und ins Literaturverzeichnis übertragen. Sie müssen in diesem Fall die Quelle selbst noch hinzufügen. Das Literaturverzeichnis wird an das Ende des letzten Dokuments angefügt, welches Sie an Citavi übergeben haben. Zusätzlich speichert Citavi Ihr Dokument (zum Beispiel Hausarbeit.doc) unter einem neuen Namen und hängt dem Dokumentennamen den Namen des Zitationsstils an (zum Beispiel Hausarbeit APA-Stil.doc).

4.2 Zotero

Was ist Zotero?

Zotero ist eine freie, quelloffene Erweiterung für den Browser „Firefox" zum Sammeln, Verwalten und Zitieren verschiedener On- und Offline-Quellen.

Zotero ist plattformunabhängig und neben Englisch in einer Reihe weiterer Sprachen verfügbar (u.a. Deutsch). Da das Literaturverwaltungsprogramm innerhalb eines Webbrowsers läuft, kann es Informationen von anderen Web-Diensten wie RIS, BibTeX, EndNote oder MODS empfangen oder an diese übermitteln. Zotero kann sowohl mit anderen installierten Anwendungen auf dem eigenen Rechner (z.B. Microsoft Word) kommunizieren als auch Daten aus Datenbanken (z.B. GBV, WorldCat, Ebsco, Proquest, Google Scholar, arXiv.org etc.) importieren.

Installation

Falls Sie das Programm bereits benützen, sozusagen ein fortgeschrittener Benutzer sind, können Sie beim Kapitel Aufbau & Funktionen weiterlesen.

Für die Arbeit mit Zotero sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein. Um die deutsche Version der Software benutzen zu können, muss auch die deutsche Version von Firefox installiert sein (Download unter: http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/).

Die Installation ist sehr einfach: Mit einem Klick auf den „Download"-Button auf der Homepage www.zotero.org beginnt die Installation. Zotero wird nun von Firefox heruntergeladen und als Plugin installiert. Danach wird Firefox neu gestartet. Das Zotero-Logo sollte nun rechts unten auf der Statusleiste des Firefox-Browsers zu sehen sein. Die Installation ist abgeschlossen.

Folgende Nachricht wird vermutlich beim ersten Installationsversuch erscheinen: „Um Ihren Computer zu schützen, hat Firefox diese Webseite (www.zotero.org) daran gehindert, Software auf Ihrem Computer zu installieren." Neben diesem Warnhinweis erscheint ein „Einstellungen bearbeiten"-Button. Mit einem Klick auf diesen Button und anschließend auf „Erlauben" und „Schließen" sollte es bei einem erneuten Installationsversuch keine Probleme mehr geben.

Damit in Word automatisch Zitate und Literaturverzeichnisse erstellt werden können, wird ein zusätzliches Plugin benötigt. Öffnen Sie dafür diese Webseite. Wählen Sie dann Ihr Betriebssystem (OSX oder Windows) aus und klicken Sie auf den „Download"-Link. Laden Sie die Datei herunter und installieren Sie diese auf dem Rechner. Beim Öffnen von Microsoft Word sollte nun die Zotero-Symbolleiste (bei Word 2007 unter „Add Ins") angezeigt werden.

Funktionen und Aufbau von Zotero

Das Literaturverwaltungsprogramm läuft innerhalb des Firefox-Webbrowsers und kann auch offline benutzt werden. Im Folgenden wird der Aufbau des Zotero-Fensters erklärt.

Funktion: Literaturverwaltung

Mit einem Klick auf das Zotero-Icon am unteren rechten Bildschirmrand öffnet sich ein Panel mit allen Quellen, Notizen und Sammlungen.

Bei einem Klick auf das „X"-Icon in der rechten oberen Ecke des Panels oder auf das Zotero-Icon schließt sich das Fenster. Zu beachten ist außerdem, dass das Panel nicht geöffnet sein muss, um Materialen über die „Schnellspeicherung"-Funktion in die Datenbank hinzuzufügen.

Das Zotero-Panel besteht aus drei voneinander getrennten Spalten.

Zotero

In der linken Spalte befinden sich Ihre Projekte, die als „Sammlungen" bezeichnet werden. Sie können z.B. für jede Hausarbeit eine neue Sammlung anlegen. Der Vorteil ist, dass Sie eine Quelle auch mehreren Sammlungen zuordnen können. Unter „Meine Bibliothek" finden Sie alle Quellen, die Sie abgespeichert haben (diese werden dann in der mittleren Spalte angezeigt). Mit Hilfe der „Drag-and-Drop"-Funktion können Sie dann die einzelnen Einträge aus Ihrer Bibliothek von der mittleren Spalte aus einer spezifischen Sammlung bzw. einem Projekt zuordnen. Innerhalb der Sammlungs-Ordner können Sie zudem Unterordner erstellen.

Mit einem Rechts-Klick (bei Mac: Ctrl-Klick) auf einen Eintrag oder eine Sammlung erscheint ein Menü mit weiteren Aktionen (siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken).
Zotero Menü

Das Zotero-Fenster hat eine Hauptnavigationsleiste, in der Sie alle wichtigen Funktionen finden.

Navigationsleiste

Sie können dort neue Sammlungen anlegen oder ein Gruppenprojekt starten. Unter dem Button „Aktionen" finden Sie auch die Funktion Einstellungen, die Sie benötigen, wenn Sie z.B. Zitationsstile verändern wollen. Wenn Sie auf den „Plus-Button" klicken, können Sie einen neuen Eintrag erstellen und dabei gleich den Dokumententyp auswählen. Sie haben auch die Möglichkeit, die aktuell aufgerufene Website direkt zu speichern oder automatisch per ISBN zu importieren. Des Weiteren können Sie mit dem Notizfeld Notizen einfügen oder der Quelle einen Anhang (z.B. einen Screenshot der Seite) hinzufügen. Sie haben in dieser Navigationsleiste außerdem die Möglichkeit, Ihre Quellen zu durchsuchen. Mit dem runden Pfeil können Sie Ihre Sammlung mit der Version Ihrer Sammlung auf dem Zotero-Server synchronisieren. Diese Funktion ist insbesondere wichtig, wenn Sie in einem Gruppenprojekt arbeiten und die neuen Daten der anderen Gruppenmitglieder abrufen wollen. Ganz rechts können Sie das Zotero-Fenster auf Vollbildmodus schalten oder es durch einen Klick auf das „x" ausblenden.

Die mittlere Spalte von Zotero zeigt den Inhalt derjenigen Sammlung, die Sie in der linken Spalte ausgewählt haben. Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken.
Zotero mittlere Spalte

Ganz rechts im Zotero-Fenster sehen Sie die Informationen zum Titel, den Sie im mittleren Fenster ausgewählt haben.

Wenn Sie bei der Quelle auf den "Anschauen"-Button klicken, öffnet sich die beim Text angegebene Internetadresse. Wenn Sie auf den "Finden"-Button klicken, wird der Worldkat-Katalog aufgerufen, der Ihnen ermöglicht, in Ihrer lokalen Bibliothek nach dem Titel zu suchen.

Das ganz rechte Feld hat außerdem vier Reiter, die Ihnen helfen, die Informationen zur ausgewählten Quelle zu ergänzen. Unter „Infos" können Sie Verlagsinformationen, eine Zusammenfassung oder sonstige fehlende Daten ergänzen.

Zotero rechte Spalte

Unter „Notizen" haben Sie die Möglichkeit, der Quelle Notizen zuzuweisen. Diese Notizfelder können Sie für Ihre Exzerpte verwenden oder Sie fertigen die Exzerpte als Worddokumente an und verknüpfen sie mit der Quellenangabe in Zotero.

 

Zotero Notizen

Unter Tags" können Sie die ausgewählte Quelle verschlagworten, d.h. Sie können den Inhalt klassifizieren und mit Wörtern versehen, die Ihnen später helfen, den Text wiederzufinden.

Unter „Zugehörig" können Sie dem Text andere Texte, die sich überschneiden oder die ähnlich sind, zuordnen und so eine Verknüpfung herstellen.

Zotero Tags

Funktion: Importieren von Quellen

Zotero ermöglicht den Import von Quellenangaben direkt von einer Website aus. Wenn man sich z.B. einen Eintrag für ein Buch in einem Online-Bibliothekskatalog wie einem OPAC anzeigen lässt, erscheint in der Adressleiste von Firefox ein Buch-Icon. Mit einem Klick auf dieses Symbol speichert die Software die Quellenangabe des Buches.

Zotero Import

Wenn Sie eine Übersichtsseite mit mehreren Einträgen angezeigt bekommen, die Sie potentiell importieren könnten, zeigt Zotero den Ordner Symbol anstelle des Buches an. Klicken Sie darauf, um die Liste aller Titel zu sehen und dann nur diejenigen auszuwählen, die Sie tatsächlich importieren möchten. (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

Zotero Import mehrerer Quellen

Beachten Sie dabei: Wenn Sie in der linken Spalte „meine Bibliothek" ausgewählt haben, werden die Titel immer in Ihre Bibliothek importiert, ohne dass sie einer Sammlung zugewiesen sind. Haben Sie zuvor eine bestimmte Sammlung ausgewählt, so werden die zu importierenden Titel dort und in „meine Bibliothek" abgelegt.

Sie können die Quellen aber auch händisch einpflegen, indem Sie auf den „Plus-Button" Plus-Button klicken. Dort können Sie zuerst den Dokumententyp auswählen und anschließend können Sie in der rechten Spalte die notwendigen Informationen ergänzen.

Funktion: Notizen und Tagsuche

Die Notiz-Funktion von Zotero kann z.B. dafür genutzt werden, sich Aufgaben oder Meilensteine aufzuschreiben, sich Notizen zu einem bestimmten Dokument zu machen (z.B. Zitate herausschreiben) oder auch einfach um Gedanken festzuhalten, die Ihnen beim Lesen gekommen sind.

Sie können von einem Dokument unabhängige Notizen erstellen oder Notizen, die in direktem Zusammenhang mit dem Text stehen. Um eine unabhängige Notiz zu erstellen, nutzen Sie den Hinzufügen Button Button auf der Hauptnavigationsleiste. Indem Sie auf den Button  klicken, können Sie Kommentare in einer Sammlung ablegen, die unabhängig von den einzelnen Quellen angezeigt werden.

Tipp: Die ersten Worte des Textes werden zum Titel der Notiz. Somit ist es ratsam, mit einen Schlagwort zu beginnen. Auf diese Weise wissen Sie genau, was in welchem Kommentar steht.

Wie Sie eine abhängige Notiz erstellen, haben Sie bereits weiter oben erfahren.

Wenn Sie konsequent Tags zu Ihren Quellen vergeben haben, können Sie diese Nutzen, um Ihr Dokument schnell wiederzufinden. Gehen Sie dazu in der linken Spalte auf die Tagsuche (sie ist manchmal ausgeblendet, durch einen Klick auf die gestrichelte Linie unter der Bibliothek wird sie wieder sichtbar).

Wählen Sie ein Tag aus der Liste der vergebenen Tags aus. Dann wird Ihnen automatisch der oder die Titel, die mit diesem Tag versehen wurden, in der mittleren Spalte angezeigt (Siehe Abbildung - zum Vergrößern auf die Vorschau klicken). Sie können auch das Suchfeld verwenden, um nach Tags zu suchen.

Zotero  Tagsuche

Sie können sich auch die zahlreichen Zotero-Video-Tutorials ansehen, um noch mehr über Zotero zu erfahren.

Verwendung von Zotero

Die Anwendungserklärungen ("Arbeitsschritte"), die schrittweise erfolgen und durch blaue Kästchen gekennzeichnet sind, sollen von Ihnen am Programm selbst ausgeführt werden, um einen möglichst großen Lernerfolg zu erzielen. Greifen Sie dabei bitte auf die Rechercheergebnisse zurück, die Sie in den ersten beiden Aufgaben zusammengetragen haben.

Schritt 1: Neue Sammlung anlegen

In Zotero werden Fundstücke in sogenannten „Sammlungen" organisiert. Jede Sammlung ist eine Teilmenge der Bibliothek.

Arbeitsschritte:
  1. Öffnen Sie die Zotero-Oberfläche durch einen Klick auf „Zotero" in der unteren rechten Ecke des Browsers.

  2. Klicken Sie auf den Icon  Hinzufügen Button ganz links in der Zotero-Oberfläche, um eine neue Sammlung anzulegen.

  3. Geben Sie der Sammlung einen aussagekräftigen Namen.

  4. Klicken Sie auf die Sammlung, um sie auszuwählen.

Schritt 2: Neue Titel aufnehmen

Sie Sind bei Ihrer Recherche zum Thema Bedeutung der Informationskompetenz in der Wissensgesellschaft auf nützliche Quellen gestoßen und möchten sie archivieren. Die verschiedenen Suchergebnisse werden auf unterschiedliche Weise abgespeichert.

Ein Buch hinzufügen:

Arbeitsschritte:
  1. Um ein Buch in Ihrer Sammlung abzulegen, rufen Sie den Online-Katalog Ihrer Universität auf, z.B. OPAC.

  2. Suchen Sie im Katalog die Bücher, die Sie schon recherchiert haben.

  3. Wird Ihnen das Suchergebnis angezeigt, klicken Sie auf den blauen Buch-Icon in der Adressleiste Ihres Browsers.
    Buch-Ikon

  4. Überprüfen und ergänzen Sie die bibliographischen Informationen in der rechten Spalte. Nicht alle Informationen
    werden ohne Fehler in das Literaturverwaltungsprogramm übernommen.

  5. Alternativ können Sie das Buch auch über die ISBN-Nummer importieren. Klicken Sie dazu auf das Zauberstab-Symbol Zauberstabsymbol und geben Sie die ISBN Nummer ein.

Einen Zeitschriftenartikel hinzufügen:

Arbeitsschritte:
  1. Um einen Zeitschriftenartikel in Ihrer Sammlung abzulegen, rufen Sie den Online-Katalog der Zeitschrift oder eine Fachdatenbank auf.

  2. Suchen Sie im Katalog die Zeitschrift, die Sie schon recherchiert haben.

  3. Wird Ihnen das Suchergebnis angezeigt, klicken Sie auf das Zeitschriftensymbol in der Adressleiste Ihres Browsers.
    Zeitschriftensymbol

  4. Abschließend überprüfen und ergänzen Sie die bibliographischen Informationen.

Eine Website hinzufügen:

Arbeitsschritte:
  1. Um eine Website hinzuzufügen, gehen Sie zuerst zur URL der Seite. Diese Funktion ist nur verfügbar, wenn Sie Zotero im Browser öffnen. Klicken Sie dazu im Browser unten rechts auf das Wort ZOtero.

  2. Legen Sie diese Seite in Zotero ab, indem Sie auf das Archivierensymbol Icon  klicken. Damit wurde die Webseite archiviert.

  3. Zotero archiviert automatisch einen Screenshot der Seite zum Zeitpunkt der Speicherung.

Der Schnappschuss kann auch bearbeitet werden.

  1. Um den Schnappschuss zu bearbeiten, klicken Sie auf den Grünen Pfeil "Finden" udn dann auf „Schnappschuss anzeigen" .
  2. In der linken oberen Ecke Ihres Bildschirms wird folgende Anwendungsleiste angezeigt. Anwendungsleiste
  3. Mit dem ersten Symbol können Sie an jeder Stelle auf der Webseite in der Schnappschuss-Anzeige Anmerkungen einfügen. Diese Kommentarfenster können Sie mit der nächsten Funktion ein- und wieder ausklappen.
  4. Mit dieser Funktion Hervorhebensymbolkönnen Sie Textstellen hervorheben. Diese Hervorhebungen können Sie mit der anderen Funktion wieder löschen.

Zotero kann nicht alle Inhalte automatisch übernehmen. Sie können jedoch eine Vielzahl an Dokumententypen in Zotero ablegen, indem Sie sie händisch einpflegen.

Arbeitsschritte:
  1. Klicken Sie hierzu auf dieses Icon Plus-Buttonund wählen Sie den Dokumententyp des Titels aus (Zeitungsartikel, Radiosendung etc.).

  2. Füllen Sie alle notwendigen Informationen in die Maske ein.

  3. Weisen Sie den Titel der zuvor angelegten Sammlung zu.

Einer Quelle einen Anhang hinzufügen:

Arbeitsschritte:
  1. Wählen Sie in der mittleren Spalte einen Zotero-Eintrag, zu dem Sie einen Anhang anfügen möchten.

  2. Klicken Sie in der Navigation der rechten Spalte auf „Anhänge" und „Hinzufügen" und wählen im Menü den Eintrag „auf Datei verlinken" aus.

  3. Suchen Sie dann eine Datei von Ihrer Festplatte aus.

Wenn Sie v.a. PDF-Dateien direkt mit der Quellenangabe in Zotero verlinken, finden Sie sie später schneller auf Ihrem Computer wieder.

 

Pflegen Sie nun alle Quellen, die Sie in den ersten beiden Aufgaben gesammelt haben, in das Literaturverwaltungsprogramm ein.

Schritt 3: Zitationsstil ändern & Verzeichnis händisch erstellen

Immer ein wichtiges Thema bei der Verwaltung von Literatur ist der Zitationsstil, der vor allem eines sein sollte: einheitlich. Wenn Sie durchgehend ein Literaturverwaltungsprogramm verwenden, haben Sie schon einmal sichergestellt, dass alle Quellenanagaben einheitlich sind. Welchen Zitationsstil Sie wählen, hängt von einigen Faktoren ab: Zum Beispiel welche Vorgaben Ihnen in einem Seminar oder für Ihre Bachelorarbeit gegeben wurden. Auch ein wichtiger Faktor sind die Standards, die in Ihrem Fachbereich bzw. auch an dem Lehrstuhl, an dem Sie die Arbeit schreiben üblich sind - Naturwissenschaftler zitieren anders als Historiker (Näheres dazu siehe nachfolgendes Kapitel). Fragen Sie im Zweifelsfall immer beim betreffenden Dozenten nach.

So können Sie den Zitationsstil in Zotero wechseln:

Arbeitsschritte:
  1. Wählen Sie in der Hauptnavigationsleiste den Button „Aktionen" aus und klicken Sie im erscheinenden Kontextmenü die „Einstellungen" an.

  2. Es öffnet sich das Einstellungen-Fenster. Hier wählen Sie die Registerkarte "Export" und dann bei "Standardausgabeformat" den entsprechenden Zitationsstil.
  3. Sollte Ihr Zitationsstil nicht zur Auswahl stehen, können Sie wieder die Einstellungen aufrufen. Hier wählen Sie die Registerkarte „Zitation" und dann die Unterkarte "Stile" aus. (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken):
    Zotero Zitationsstile

  4. Sie können auch einen passenden Zitationsstil hinzufügen (aus dem Internet importieren). Dazu betätigen Sie die Schaltfläche unten im Fenster >>Weitere Stile hinzufügen und Sie werden auf das Zotero Style Repository weitergeleitet.

 

Angenommen Sie möchten nun ein Literaturverzeichnis mit den von Ihnen zusammengestellten und einsortierten Literaturquellen erstellen. Schritt 3 zeigt Ihnen, wie das „von Hand" geht, in Schritt 4 lernen Sie, wie Sie das automatisch machen können und nur die Quellen ins Literaturverzeichnis eingetragen werden, die Sie auch wirklich verwenden.

Arbeitsschritte:
  1. Wählen Sie die Sammlung in der rechten Spalte von Zotero aus. Alternativ können Sie auch die Quellen, die Sie exportieren möchten, in der mittleren Spalte markieren (cmd-Taste/Strg-Taste gedrückt halten, um mehrere Quellen zu markieren).

  2. Klicken Sie dann in der mittleren Spalte mit der rechten Maustaste, es erscheint ein Kontextmenü.

  3. Wählen Sie den Befehl „Literaturliste aus Sammlung/aus den gewählten Einträgen erstellen".

  4. Nun öffnet sich ein Fenster, in dem Sie aufgefordert werden, den Zitationsstil, mit dem die Liste angezeigt werden soll, auszuwählen. Wenn Sie die Liste ausdrucken oder in ein Worddokument einfügen wollen, empfiehlt es sich, hier das RTF-Format als Ausgabeformat der Bibliographie zu wählen.
    Literaturverzeichnis erstellen
    (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

  5. Sie werden nun gebeten einen Speicherort zu definieren.

  6. Das Dokument wird am angegebenen Ort gespeichert und Sie können es dann öffnen

Schritt 4: Publikationen erstellen

Wichtig: Damit Zotero mit Word zusammenarbeiten kann, muss ein zusätzliches Word-Plug-in installiert werden (siehe Abschnitt Installation). Falls dies noch nicht geschehen ist, sollten Sie die Installation an dieser Stelle nachholen.

Arbeitsschritte:
  1. Öffnen Sie ein Word-Dokument.

  2. Überprüfen Sie, ob die Zotero-Symbolleiste angezeigt wird. Zotero Symbolleiste

  3. Falls diese Leiste nicht angezeigt wird, überprüfen Sie, ob unter dem Word2003-Menü „Ansicht", „Symbolleisten" der Eintrag „Zotero Bibliographic Management" erscheint und ausgewählt ist. In Word 2007 ist die Symbolleiste unter „Add-Ins" zu finden.

  4. Schreiben Sie nun einfach einen kurzen Blindtext in das Word-Dokument und klicken Sie auf das erste Icon in der Symbolleiste, um ein Zitat anzulegen.

  5. Beim allerersten Zitat eines Dokumentes müssen Sie zuerst den gewünschten Zitationsstil auswählen.
    Zitationsstil auswählen
    (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

  6. Nun wird ein Fenster, ähnlich der Zotero-Oberfläche, angezeigt. Hier können Sie das zum Zitat gehörende Medium auswählen und ggf. die Seitenzahl und ein Präfix (z.B. „vgl.") eingeben. Um eine Vorschau auf die Zitation zu erhalten, können Sie auf „Editor anzeigen" klicken. Sie haben auch die Möglichkeit, mehrere Quellen anzufügen.
    Zitation hinzufügen
    (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

  7. Klicken Sie auf den OK-Button, um das Zitat einzufügen.

  8. Sie haben die Möglichkeit, ein Zitat in Word nachträglich zu editieren, indem Sie auf das zweite Icon der Symbolleiste klicken.

  9. Um eine komplette Bibliographie (Literaturverzeichnis) zu Ihrem Dokument zu erstellen, klicken Sie auf das dritte Icon in der Symbolleiste editieren.

  10. Ein Klick auf das fünfte Icon aktualisiert sämtliche Zitationen in Ihrem Dokument. Dies ist nützlich, wenn Quellen in Ihrer Arbeit verändert (gelöscht) oder ergänzt wurden.

  11. Das sechste Icon ermöglicht es Ihnen, einen anderen Zitationsstil auszuwählen.

4.3 Literaturverwaltung 2.0

Im Bereich der Literaturverwaltung 2.0 (häufig auch als Social Bookmarking, Social Cataloguing oder Social Tagging bezeichnet) gibt es mittlerweile vielfältige Angebote. Diigoist nur eines dieser Angebote, es gibt auch viele andere, wie beispielsweise Delicious, Bibsonomy, Connotea oder CiteULike. Eine Übersicht über die Funktionalitäten und Vor- und Nachteile dieser Programme finden Sie in der tabellarischen Übersicht

Doch was bedeutet eigentlich Literaturverwaltung 2.0? Der Begriff leitet sich vom Web 2.0-Begriff ab, welcher darauf abzielt, dass das Internet zu einer Plattform geworden ist, die die User mitgestalten können, indem sie selbst aktiv werden. Im Web 1.0 gab es vorwiegend statische Seiten, Informationen, die man finden konnte etc. Im Web 2.0 vernetzen sich die Leute in sozialen Netzwerken (z.B. facebook, studivz), stellen Fotos online, führen Blogs, produzieren Videos, Podcasts etc. und stellen diese online zur Verfügung - sie werden also selbst zu Produzenten von Inhalten, was auch der Begriff „user generated content" beschreibt.

Auch bei der Literaturverwaltung gibt es diesen Trend. Wo früher die Bibliotheken den Inhalt von Quellen durch die Schlagwörter gekennzeichnet haben, können nun auch die Benutzer selbst diese Kategorisierung durchführen, indem sie Tags vergeben. Sie können sich ihre eigenen Quellensammlungen zusammenstellen und diese ordnen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Quellen zu teilen und von anderen zu profitieren, die schon eine Quellenliste zu dem gesuchten Thema zusammengestellt haben.

Die Vorteile in der Literaturverwaltung 2.0 liegen also vor allem in der Zusammenarbeit und dem Austausch mit anderen:

  • Sie können Ihre eigenen (Internet-)Quellen verwalten, strukturieren und verschlagworten (taggen),
  • Sie können die Datenbestande anderer Nutzer durchsuchen und so auf interessante Quellen stoßen,
  • Sie können sich langfristig mit anderen Nutzern vernetzen und ihre neuen Quellen per RSS o.ä. erhalten,
  • Literaturverwaltung 2.0 bietet meist auch Suchhilfen über sogenannte Tag-Clouds und personalisierte Tipps an.

Im Folgenden stellen wir Ihnen das Social-Bookmarking Programm Diigo genauer vor. Zuerst sollen noch einmal die wesentlichen Funktionen, die Literaturverwaltung 2.0 bietet, beschrieben werden.

Funktionen von Social Bookmarking Systemen

Persönliche Wissensorganisation

Haben Sie Ihre Quellen mit Tags versehen, so haben Sie sich intensiv mit dem Themenbereich auseinandergesetzt, diesen in Gedanken geordnet und vorstrukturiert sowie mit Ihrem Vorwissen in Verbindung gebracht. Dabei bietet ein Social-Bookmarking System einen entscheidenden Vorteil gegenüber der herkömmlichen Verschlagwortung: Sie können die Tags nachträglich ergänzen oder auch verändern und in neue Kategorien zusammenfassen. Somit passt sich das System Ihrem Wissenserwerb an: Zuerst haben Sie lediglich eine ungefähre Vorstellung von einem Themengebiet und vergeben Tags unsystematisch. Je mehr Sie jedoch über ein Themengebiet wissen, desto differenzierter und präziser werden die Schlagwörter, die Sie vergeben können. Ihre persönliche Tag-Cloud ist Ihr Klassifikationsschema, das Sie sich jederzeit anschauen und verändern können (Hilfen zur Vergabe von eigenen Schlagwörtern/tags lernen Sie im nächsten Baustein kennen). Hier ein Beispiel für eine Tagcloud:

Tagcloud

Recherchemöglichkeiten

Zum Recherchieren können Sie zum einen die sogenannten Tag-Clouds nutzen. Das sind Wortwolken, in denen die Tags umso größer erscheinen, umso häufiger sie vergeben wurden. Durch die kollaborative Vergabe von Tags aller User entsteht ein Ordnungsschema, das als Folksonomy bezeichnet wird. Der Begriff Folksonomy setzt sich zusammen aus dem Begriff Folk und Taxonomie (Kategorienschema).

Sie haben zudem die Möglichkeit, sich „related tags" - also mit dem Ausgangsbegriff verwandte Schlagwörter - anzeigen zu lassen und so zu neuen Quellen zu kommen. Social Bookmarking Systeme haben den Vorteil, dass Sie nebenbei auf relevante Informationen stoßen. Vor allem wenn Sie mit einer noch sehr vagen Vorstellung an die Suche herangehen, können Sie interessante und relevante neue Quellen finden.

Außerdem können Sie, wie bei Blogs oder Nachrichtendiensten sogenannte RSS-Feeds zu bestimmten Tags abonnieren. Wenn Sie einen Feedreader haben oder die RSS-Feeds in Ihrem E-Mail Programm empfangen, können Sie also jederzeit über neue Quellen mit den für Sie interessanten Tags informiert werden.

Wenn Sie in tagbasierten Suchmaschinen suchen, bedeutet das für Sie, dass Sie mehrere Anfragen starten müssen. Sie sollten außerdem versuchen, englischsprachige Begriffe zu verwenden, da die meisten Tags auf Englisch vergeben werden. Tags können im Gegensatz zu Schlagwörtern jedoch kombiniert und auch gemeinsam gesucht werden. Wenn Sie bzw. die anderen User selbst Tags vergeben, so kann es häufig vorkommen, dass ein Begriff in verschiedenen Schreibweisen vergeben wird. Das Tag „E-Learning" kann auch als „elearning" oder „eLearning" existieren. Um das Problem zu verhindern, werden in der Regel vom Programm schon vergebene Tags vorgeschlagen, die man dann einfach für sein Programm übernehmen kann.

Vernetzung mit anderen Nutzern

Der große Vorteil von Social Bookmarking Systemen liegt darin, dass Sie sich mit anderen Nutzern vernetzen können. Sie können - bspw. für Referatsgruppen - Untergruppen bilden, in denen immer nur die von den Gruppenmitgliedern ausgewählten Quellen erscheinen. So sammeln Sie die Quellen für das Gruppenreferat an einem Ort und müssen nicht E-Mails hin und her verschicken. Häufig haben Sie die Möglichkeit, Quellen neben Tags auch noch mit Anmerkungen oder Kommentaren zu versehen. Hier können Sie z.B. eine Bewertung der Quelle einfügen und Ihre Gruppenmitglieder wissen gleich, wie Sie eine Quelle einschätzen.

Sie können sich jedoch auch mit Unbekannten vernetzen, bspw. mit einem Professor auf einem Gebiet und sehen, welche Quellen er für ein bestimmtes Gebiet als relevant betrachtet bzw. gefunden hat.

Diigo

Was ist Diigo?

Diigo ist ein kostenloses englischsprachiges Social Bookmarking-System, das all die oben angeführten Funktionen beinhaltet. Mit Diigo können vor allem Links zu wissenschaftlichen Online-Quellen leicht gespeichert, verwaltet und mit anderen Nutzern geteilt werden. Für das Anlegen einer Diigo-Bibliothek müssen Sie sich registrieren - wie erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Ein Nachteil von Diigo ist, dass Sie keine weiteren Angaben zu Ihren Quellen hinzufügen können (z.B. Autor, Verlag, Erscheinungsjahr).

Installation bzw. Registrierung

Eine Installation im eigentlichen Sinne bzw. ein Download ist nicht nötig, da es sich bei Diigo um ein Online-Tool handelt, das man im Browser nutzt. Um Diigo zu nutzen, muss man sich lediglich auf der Homepage von Diigo http://www.diigo.com registrieren. Dafür klicken Sie oben rechts auf der Homepage auf „Sign up". Es erscheint ein Formular mit dem Sie Ihre Registrierung vornehmen. Um sich zu registrieren kann man auch einen bereits existierenden Account bei Facebook, Twitter, Google oder Yahoo verwenden. Nachfolgend haben Sie die Möglichkeit die Diigo-Toolbar (nur Firefox und Internet Explorer) oder das Diigolet zu installieren, die Ihnen die Aufnahme von Bookmarks in Ihre Bibliothek erleichtern.

 

Funktionen und Aufbau von Diigo

Das Social-Bookmarking-System Diigo läuft innerhalb des Browsers (z.B. Internet Explorer, Mozilla Firefox, Safari). Für das Arbeiten mit Diigo sollte Ihr Computer über eine stabile Internetverbindung verfügen.

Um die Diigo-Bibliothek nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst registrieren (wie oben beschrieben). Sind Sie bereits registriert, können Sie sich mit Ihrem Username und Ihrem Passwort einloggen. Da Diigo eine webbasierte Literaturverwaltung ist, können Sie von jedem internetfähigen Computer aus Ihre Diigo-Bibliothek öffnen und damit arbeiten. Dadurch wird beispielsweise die Arbeit in Gruppen und an der Universität (z.B. Rechenzentrum) erleichtert.

Die Reiter in der oberen Leiste helfen Ihnen bei der Navigation durch Diigo:

Diigo Navigation

Durch einen Klick auf „diigo" gelangen Sie immer zur Startseite von Diigo. „My Library" gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre eigenen Bookmarks aufzurufen. Der Reiter „My Network" führt Sie direkt zu Ihrem Netzwerk. Auf dieser Seite sehen Sie Updates von denjenigen Usern, denen Sie folgen, deren Updates Sie also abonniert haben. Unter „My Groups" gelangen Sie zu den Gruppen in denen Sie Mitglied sind, können eigene Gruppen gründen oder nach weiteren Gruppen suchen. Durch einen Klick auf „Community" gelangen Sie zu folgender Seite:

Diigo Community

 (Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

Hier werden Ihnen die beliebtesten Bookmarks angezeigt (inklusive Tags und der Möglichkeit die Bookmarks in einer Vorschau zu sehen, sie zu verbergen oder direkt abzuspeichern). Auf der rechten Seite befindet sich ein Suchfeld und ein Feld mit den beliebtesten Tags in einer Tagcloud.

Die Navigationsleiste wird rechts oben weiter fortgeführt. Wenn Sie mit dem Mauszeiger auf Ihr Profilbild gehen, öffnet sich ein Dropdown-Menü, in dem Sie die Auswahl zwischen Ihrem Profil, Tools, Ihren Nachrichten, Hilfe, Ihren (Account-)Einstellungen und Sign Out haben. Ein Klick auf „Tools" führt Sie zu den verschiedenen Browser Add-ons, die Diigo zur Verfügung stellt. Außerdem gibt es hier auch Apps für Ihr Smartphone und weitere Angebote wie beispielsweise die Integration einer Diigo-Tagcloud auf ihrem Blog. Auf dieser Seite können Sie des Weiteren Ihre Bookmarks importieren und exportieren (dazu mehr im folgenden Kapitel). Die Felder „Help", „Feedback" und „Sign Out" sollten selbsterklärend sein. „Go Premium" in der oberen Navigationsleiste neben Ihrem Profilbild, leitet Sie weiter zu einer Seite, auf der Sie Diigo auf eine kostenpflichtige Version mit zusätzlichen Verwendungsmöglichkeiten erweitern können. 

Funktion: Literaturverwaltung

Mit einem Klick auf „My Library" gelangen Sie zu Ihrer Diigo-Bibliothek. In der Mitte erscheint - sobald Sie Quellen in Ihre Bibliothek aufgenommen haben - eine Liste mit allen Titeln Ihrer Bibliothek. Jeder Titel ist mit dem dazugehörenden Link zur Quelle, dem Datum, den vergebenen Tags und der von Ihnen hinzugefügten Beschreibung aufgeführt. Wenn Sie mit dem Mauszeiger auf eine Quelle gehen, erscheinen die folgenden Felder: Unter „Cached" kann man sich die zwischengespeicherte Version der Webseite ansehen, diese hat jedoch keine Verbindung zur tatsächlichen Webseite. Von Bedeutung ist dies beispielsweise beim Zitieren von Seiten, die sich ändern. In „Cached" kann genau die Seite abgespeichert werden, die zitiert wird, so dass auch später noch darauf zugegriffen werden kann, obwohl sich die originale Seite inzwischen verändert hat. „Preview" ermöglicht eine Vorschau auf die tatsächliche Webseite und gibt einem die Möglichkeit diese dann direkt in einem neuen Fenster zu öffnen.Mit dem „Edit"-Button können Sie Ihre Einträge zu einzelnen Artikeln bearbeiten. Der „Delete"-Button ermöglicht das Löschen von einzelnen Titeln. Mit dem „Share"-Button haben Sie die Möglichkeit, Ihre Bookmarks mit anderen Leuten zu teilen, einen Bericht über den Link zu erstellen oder ihn mit der Meta-Seite zu verlinken. 

Auf der linken Seite ihrer Bibliothek („My Library") sehen sie die von Ihnen vergebenen Tags und darunter Ihre eigenen Listen. Diese Listen ermöglichen es Ihnen, dass Sie Ihre Bookmarks gruppieren und dadurch übersichtlicher gestalten.

My Library

(Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken)

Hier noch ein einzelner Titel aus der Library in detaillierter Ansicht:

konkreter Titel

Sie können in ihrer Library zwischen zwei verschiedenen Ansichten wählen. Die Standardansicht sehen Sie in den zwei vorangehenden Abbildungen. Hier werden Ihnen die Quellen mit den dazugehörigen Beschreibungen angezeigt. Sie können durch einen Klick auf "Collapse" eine minimierte Ansicht auswählen, dann werden die Beschreibungen ausgeblendet, was die Übersichtlichkeit erhöht.

erweiterte Ansicht

(Zum Vergrößern bitte auf die Vorschau klicken)

In beiden Ansichten können Sie mehrere oder auch einzelne Ihrer Quellen auswählen und in drei Dropdown-Menüs zwischen verschiedenen Aktionen wählen. Im ersten Menü können Sie die Quellen Ihren Listen (Was genau Listen sind und wozu sie verwendet werden erfahren Sie im Kapitel „Funktion: Taggen und Vernetzen") zuordnen. Das zweite Dropdown-Menü erlaubt es Ihnen,  die ausgewählten Quellen mit einer Ihrer Gruppen zu teilen oder eine neue Gruppe zu gründen. Im dritten Menü haben Sie beispielsweise die Möglichkeit mehrere Quellen zu versenden, zu löschen oder öffentlich/privat zu machen. 

Wie bereits erwähnt gelangen Sie über das Dropdown-Menü oben rechts zu den „Tools" von Diigo, wo Sie Zugang zu Browser Add-ons, Mobile und Desktop Apps sowie diversen Web Services haben. Hier ein Überblick über diese Seite:

Tools

Sie haben auch die Möglichkeit, Bookmarks zu importieren. Ein Klick auf die Schaltfläche „Import bookmarks " bringt Sie zu einer Seite, auf der Sie Ihre Bookmarks von Delicious oder Ihrem Browser (hierfür benötigen Sie die Diigo toolbar) importieren können. Beim Importieren aus dem Browser werden die bereits vergebenen Tags mit importiert, zusätzlich können Sie schon vor dem direkten Import weitere Tags vergeben.

Neben dem Importieren ist auch das Exportieren Ihrer Diigo-Bibliothek in verschiedenen Dateiformaten möglich. Klicken Sie dafür auf den Link „Export your library", es öffnet sich eine neue Seite, auf der Sie auswählen können in welchem Dateiformat Sie Ihre Bookmarks inklusive der vergebenen Tags und Notizen exportieren möchten. Wenn der Export abgeschlossen ist erhalten Sie eine E-Mail mit dem Link zu der Seite, auf der Sie Ihre exportierte Bibliothek herunterladen können. Auf der Export-Seite finden Sie auch alle Ihre bisher exportierten Bibliotheken in der "Export History".

Wie Sie eine Quelle genau aufnehmen, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Funktion: Importieren von Quellen

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, einen Artikel bzw. einen Titel in die Diigo-Bibliothek aufzunehmen. Der einfachste ist, Diigolet zu verwenden:

Diigolet

Diigolet ist eine kleine Anwendung in Ihrer Lesezeichenliste und sollte direkt bei der Anmeldung installiert werden. Falls Sie noch kein Diigolet haben, gehen Sie auf „Tools". Hier können Sie (unter anderem) Diigolet für Ihren Browser auswählen und installieren.

Diigo Browser Add-ons

Finden Sie nun eine Online-Quelle, sei es ein Zeitschriftenartikel, eine Website, ein PDF-Dokument oder ein Buch, klicken Sie auf den „Diigolet"-Link in der Lesezeichenliste Ihres Browsers, um diesen zu Ihrer Diigo-Bibliothek hinzufügen. Es öffnet sich nun ein kleines zusätzliches Fenster, bei dem Sie zunächst entscheiden können ob Sie Textstellen markieren, die Quelle ihrer Bibliothek hinzufügen oder eine Sticky Note erstellen wollen. Zusätzlich können Sie von hieraus auch direkt Ihre Bibliothek, Ihre Listen, Gruppen, Netzwerke und die beliebtesten Bookmarks aufrufen. Wie genau Sie Quellen hinzufügen erfahren Sie unter dem Punkt Quellen-Hinzufügen-Fenster. Sollten Sie einen Pop-Up-Fenster-Blocker verwenden, kann es sein, dass sich das Diigo-Fenster nicht öffnet. In dem Fall werden Sie in der Regel darauf hingewiesen und Sie können auf den Hinweis klicken, um das Pop-UP zu ermöglichen.

Diigo Toolbar

Wenn Sie Diigo sehr häufig nutzen, lohnt sich die Installation der Diigo Toolbar (für Chrome, Firefox und Internet Explorer verfügbar; wird in der Liste der Tools als "Diigo Extension" bezeichnet). Dadurch stehen Ihnen mehr Funktionen zur Verfügung als beim Diigolet. Auch die Toolbar wird auf der Seite „Tools" heruntergeladen. Nach der Installation befindet sich die Toolbar direkt unter ihrer Lesezeichenliste im Browser.

Firefox Toolbar

Quellen-Hinzufügen-Fenster

Egal, ob  Sie den Diigolet oder die Toolbar verwenden, Sie gelangen direkt zu dem Quellen-Hinzufügen-Fenster:

Quellen-Hinzufügen-Fenster

Titel und Webadresse sind in diesem Formular bereits ausgefüllt. Sie können den Titel natürlich verändern und eine Beschreibung sowie Tags hinzufügen. Es werden Ihnen auch schon Tags vorgeschlagen, die Sie nur anklicken müssen, wenn Sie sie verwenden wollen. In diesem Formular (im Bereich "More Options") können Sie die Quelle auch sofort einer ihrer Listen oder einer Gruppe hinzufügen, ein zwischengespeicherte Version hochladen (Upload cache), die Quelle als "Read later" markieren oder via Twitter sharen. Wenn Sie alle Felder ausgefüllt haben, klicken Sie auf „Save". Zusätzlich haben Sie hier die Möglichkeit den Bookmark auf „privat" zu setzen, dadurch ist er für andere Nutzer nicht sichtbar (dies können Sie jedoch auch in Ihrer Library später noch tun).

Funktion: Taggen und Vernetzen

Quellen „vertaggen"

Eine zentrale Funktion von Diigo, die Sie auch schon bei dem Quellen-Hinzufügen-Fenster im vorhergehenden Abschnitt kurz kennengelernt haben, ist das Vertaggen von Quellen. Wie sich das Taggen von der systematischen Schlagwortvergabe durch Institutionen unterscheidet, haben Sie bereits in den vorherigen Kapiteln gelernt. Quellen können mit Hilfe der Tags wiedergefunden und organisiert oder für das Auffinden ähnlicher Quellen genutzt werden, da die Tags als Hyperlink zu weiteren Ressourcen fungieren.

Tags bestehen aus einzelnen Wörtern. Bei Diigo werden die Tags durch Leerzeichen voneinander getrennt. Wenn Sie ein Tag aus mehreren Wörtern vergeben wollen, dann verwenden Sie Anführungszeichen, also beispielsweise „media literacy" oder „interactive whiteboard". Bei Diigo können Artikel mit beliebig vielen Schlüsselwörtern versehen, also „vertaggt", werden.

Im Quellen-Hinzufügen-Fenster werden die Tags zu der jeweiligen Quelle eingetragen. Wenn Sie bereits Tags verwendet haben (für andere Quellen), dann werden Ihnen beim Eintippen Ihres Tags die zu den eingegebenen Buchstaben passenden Tags vorgeschlagen. Außerdem kann es sein, dass unterhalb der Tag-Zeile auch schon eventuell passende Tags vorgeschlagen werden, um diese zu verwenden müssen sie nur angeklickt werden.

Ein Beispiel: Der Artikel „Implementation von E-Learning-Umgebungen im Hochschulbereich" könnte wie folgt vertaggt werden: „Implementation von E-Learning", E-Learning, university, implementation, „E-Learning environment" (5 Tags). Die Tags werden auf der linken Seite des „My Library"-Fensters angezeigt und sind alle verlinkt - ein Klick auf den jeweiligen Link führt Sie direkt zu den Artikeln, die Sie mit diesem Tag versehen haben.

In Diigo können auch Tags als RSS-Feed abonniert werden. Finden Sie zum Beispiel einen Tag, der für Sie interessant ist und unter dem ein anderer User interessante Artikel postet, klicken Sie oben rechts auf das RSS-Feed-Symbol um sich für den RSS-Feed einzutragen (siehe Grafik). Sie werden nun informiert, wann immer der User einen neuen Artikel zu dem Tag hinzufügt. Sie können auch bestimmten Usern folgen, um informiert zu werden, wenn diese neue Quellen hinzufügen. Dazu gehen Sie auf die Seite des Users und klicken oben rechts auf „Follow Me!".

RSS-Feed

( Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken)

Diigo bietet die Möglichkeit, Tags immer wieder zu überarbeiten und anzupassen. Wenn sich zum Beispiel bei fortschreitender Recherche herausstellt, dass der Tag „E-Learning-Umgebung" besser als „E-Lernumgebung" vertaggt werden soll, muss das nicht für jeden Artikel einzeln verändert werden. Gehen Sie dazu zu in ihre Library und klicken Sie auf der linken Seite auf „My Tags". Sie gelangen auf folgende Seite:

Nun können Sie Veränderungen an Ihren Tags vornehmen, indem sie bei dem zu ändernden Tag auf „Edit" klicken und die neue Version eintragen und auf „Save" klicken.

 

 Tags

(Zum Vergrößern auf die Vorschau klicken)

Listen anlegen

Sie haben zwar bei Diigo nicht die Möglichkeit, Ihre Tags zu gruppieren, aber Sie können stattdessen Listen anlegen. So ist es beispielsweise möglich, dass Sie Listen für einzelne Seminare anlegen oder Sie Ihre Quellen nach eigenen Kriterien Listen zuordnen.

Um eine Liste zu erstellen, scrollen Sie in Ihrer Library ans untere Ende der linken Leiste mit den Tags und sehen dort das Feld „My Lists" in dem Sie neue Listen erstellen und Ihre bereits existierenden Listen einsehen können. Wenn Sie auf „+ List" geklickt haben, öffnet sich ein Pop-Up-Fenster. Dort geben Sie der Liste einen Namen und fügen eine Beschreibung hinzu. Sie können auch auswählen, ob die Liste privat oder öffentlich sein soll. Nachdem Sie eine Liste erstellt haben, können Sie diese einfach bearbeiten, indem Sie sie in Ihrer Bibliothek anklicken. Hier haben Sie nun zusätzliche Optionen: Sie können die Liste einer Kategorie zuordnen (Kategorien sind durch Diigo vorgegeben) und auswählen, ob Quellen, die neu hinzugefügt werden, ans Ende oder an den Anfang der Liste gestellt werden.

Wenn Sie Listen erstellt haben, können Sie bei neuen Quellen direkt im Quellen-Hinzufügen-Fenster auswählen, dass eine Quelle einer Liste zugeordnet werden soll. Natürlich können Sie die Zuordnung auch im Nachhinein über den „Edit"-Button erledigen.

Um eine Liste zu löschen, klicken Sie auf "My Lists". Hier sehen Sie eine detaillierte Übersicht Ihrer Listen, können Sie drucken, bearbeiten, veröffentlichen und löschen. Zusätzlich können Sie sich Ihre Listen als Webslides anzeigen lassen.

Quellen teilen

Bei Diigo können Sie sich ein Netzwerk anlegen, d.h. Sie können Freunde, Kommilitonen, Arbeitskollegen oder einfach andere User die interessante Quellen in ihrer Bibliothek haben Ihrem Netzwerk hinzufügen. Dadurch haben Sie jederzeit ohne viel Suchen Zugriff auf die verschiedenen Bookmarks. Leider gibt es bisher nicht die Möglichkeit, dass nur Sie und ihr Netzwerk Ihre Bookmarks sehen. Entweder jeder sieht Sie, oder nur Sie persönlich.

Zudem besteht die Möglichkeit, einzelne Quellen oder Ihre gesamte Bibliothek mit jemand anderem zu teilen, indem Sie den Link zu Ihrer Diigo-Bibliothek einfach per E-Mail, Twitter oder Diigo versenden. Wichtig ist, dass Sie darauf achten ihre Quellen nicht auf "privat" sondern auf "öffentlich" zu stellen, ansonsten kann kein anderer Benutzer Ihre Quellen einsehen.

Quellen und Beiträge suchen

Mit der Schaltfläche „Search" über Ihrer Bibliothek können Sie aus verschiedenen Suchmöglichkeiten wählen: Sie können nach Tags oder überall (Title, URL, Beschreibung & Tags) suchen. Die Volltextsuche steht in der Basisversion nicht zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Sie hier nur Ihre eigenen Quellen durchsuchen! Gruppen suchen Sie unter "My Groups" und Personen unter "My Network".

Um das gesamte Diigo-Netzwerk zu durchsuchen gehen Sie im oberen Menü auf "Community". Auf der rechten Seite steht nun das Suchfeld zur Verfügung. Geben Sie hier Ihren Suchbegriff ein. Es wird automatisch in Titeln, Tags, Beschreibungen und URL nach Ihrem Suchbegriff gesucht. Auf der sich nun öffnenden Seite werden Ihnen passende Quellen angezeigt. Zusätzlich können Sie auf der rechten Seite auswählen, die Suche auf Tags oder Ihre eigene Bibliothek zu beschränken oder in Google zu suchen. Es werden Ihnen des Weiteren Gruppen und Listen vorgeschlagen, die zu Ihrem Suchbegriff passen.

Diigo SucheSearch

Im Gegensatz zu herkömmlichen Literaturverwaltungsprogrammen, wie Citavi oder Zotero bietet Diigo leider noch keine Funktion, die es ermöglicht, Quellen mit einem Textverarbeitungsdokument zu verknüpfen.

Gruppen in Diigo

Wie bereits mehrfach erwähnt, bietet Diigo die Möglichkeit, mit Gruppen zu arbeiten. Jeder User kann eine Gruppe zu einem bestimmten Thema erstellen, möglich ist dies natürlich auch für Hausarbeits- oder Seminargruppen. Um eine Gruppe zu gründen, gehen Sie auf „My Groups" und klicken dort auf „Create a group...". Auf der folgenden Seite können Sie alle nötigen Angaben zu Ihrer Gruppe machen (z.B. Name, Beschreibung) und diverse Einstellungen vornehmen, beispielsweise ob die Gruppe öffentlich oder privat ist und wie User der Gruppe beitreten können (jeder kann beitreten, nur auf Anfrage des Users - ein Moderator muss zustimmen oder nur auf Einladung). In einem zweiten Schritt besteht die Möglichkeit sofort User in die neue Gruppe einzuladen.

Um eine Quelle mit einer Gruppe zu teilen, wird der jeweilige Bookmark entweder direkt in der Gruppe eingetragen, oder aber in der eigenen Library mit der Gruppe geteilt. Auf der Seite der Gruppe kann auch über die einzelnen Quellen diskutiert werden. Außerdem gibt es eine Liste mit den Mitgliedern und die Top Ten Tags der Gruppe werden angezeigt.

Verwendung von Diigo

Die Anwendungserklärungen ("Arbeitsschritte"), die schrittweise erfolgen und durch blaue Kästchen gekennzeichnet sind, sollen von Ihnen am Programm selbst ausgeführt werden, um einen möglichst großen Lernerfolg zu erzielen. Greifen Sie dabei bitte auf die Rechercheergebnisse zurück, die Sie in den ersten beiden Aufgaben zusammengetragen haben.

Schritt 1: Neue Quellen importieren

Um Ihre Bibliothek zu „befüllen", suchen Sie eine Online-Quelle aus Ihrer Recherche zum Thema „Bedeutung von Informationskompetenz in der Wissensgesellschaft" und fügen diese mit dem Diigolet oder der Toolbar zu Ihrer Diigo-Bibliothek hinzu.

Anwendungsschritte:
  1. Öffnen Sie die Diigo-Homepage in Ihrem Browser und loggen Sie sich mit Ihrem Username und Ihrem Passwort ein (wie Sie sich bei Diigo anmelden erfahren Sie unter Installation weiter vorne im Text).

  2. Suchen Sie eine Online-Quelle, die Ihnen für Ihre momentane Recherche wichtig und relevant erscheint und die Sie in Ihrer Diigo-Bibliothek speichern möchten.

  3. Klicken Sie auf die von Ihnen installierten Toolbar oder auf Diigolet.

Anschließend öffnet sich das Quellen-Hinzufügen-Fenster:

Anwendungsschritte:
  1. Vergeben Sie Tags für die Quelle. Wählen Sie so viele Tags wie Ihnen sinnvoll erscheinen.

  2. Fügen Sie noch eine Beschreibung zu dieser Quelle hinzu.

  3. Wählen Sie, ob Sie die Quelle für alle Nutzer sichtbar machen oder nur privat nutzen möchten.

  4. Nachdem Sie alle Informationen eingegeben und noch einmal überprüft haben, klicken Sie auf den Button unten im Fenster „Save".

  5. Ihre Quelle erscheint in Ihrer Diigo-Bibliothek.

  6. Wiederholen Sie den Vorgang für eine oder zwei weitere Quellen.

Schritt 2: Beiträge und Tags suchen

Der Vorteil von Social Bookmarking Systemen ist, dass man sich leicht mit anderen Nutzern vernetzen kann und so auf interessante neue Inhalte stoßen kann, die für die eigene Recherche weiterführend sein können - und ebenso können Sie auch selbst mit Ihrer Sammlung dazu beitragen.

Anwendungsschritte:
  1. Gehen Sie in das Suchfeld auf der Community-Seite von Diigo.
    Suchfeld

  2. Geben Sie nun zunächst ein Suchwort ein, nach dem Sie die gesamte Diigo-Sammlung durchsuchen möchten und klicken Sie Enter. Sie erhalten eine Auflistung der Artikel und Quellen in der Mitte.

  3. Klicken Sie auf einen der Einträge und sehen Sie sich an, ob dieser Eintrag für Sie interessant sein könnte. Gehen Sie die Artikel durch bis Sie einen Eintrag gefunden haben, der Ihnen relevant und sinnvoll für Ihre eigene Suche erscheint.

  4. Speichern Sie den Eintrag in Ihre Diigo-Bibliothek ab.

4.4 Weitere Programme zur Literaturverwaltung

Neben Citavi, Zotero oder Diigo gibt es noch zahlreiche weitere Literaturverwaltungsprogramme. Am verbreitesten sind neben Citavi und Zotero die englischsprachige Software EndNote (http://www.endnote.com/) und das auf Deutsch erhältliche RefWorks (http://www.refworks.com/), das vor allem in den Wirtschaftswissenschaften eingesetzt wird.

Beide verfügen über ähnliche Funktionen, wie die bereits beschriebenen Literaturverwaltungsprogramme. EndNote ähnelt Citavi, denn es läuft als eigenständige Software. RefWorks hingegen wird im Browser verwendet (wie Zotero) und unterstützt eine gleichzeitige, kollaborative Bearbeitung von Projekten. Zusätzlich bietet RefWorks eine Unterstützungsfunktion für das gezielte Exzerpieren und Verwalten von Zitaten.

Welches Literaturverwaltungsprogramm Sie letztendlich verwenden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und von der Verfügbarkeit der Programme ab. Der Tabelle können Sie entnehmen, welche Programme am ehesten Ihre Vorlieben erfüllen bzw. die von Ihnen benötigten Funktionen bieten.  Citavi, Endnote und Refworks sind kostenpflichtig, jedoch besteht die Möglichkeit, dass Ihre Universität, Ihr Studiengang oder Ihre Fakultät Lizenzen für das Produkt erworben hat, sodass Sie es nutzen können (in Augsburg und Regensburg gibt es Campuslizenzen für Citavi und Fakultätslizenzen für RefWorks). Kostenfreie Alternativen wurden Ihnen mit Zotero und Delicious vorgestellt.

5. Literaturangaben übernehmen

Im Rahmen der Vorstellung der verschiedenen Literaturverwaltungsprogramme haben Sie bereits gelernt, wie Sie Literaturangaben aus dem OPAC oder anderen Datenbanken übernehmen können. Der OPAC bietet dafür aber weitere Hilfestellungen, die Sie kennen sollten:

  • Die Merkliste: In aller Regel gibt es in Datenbanken und Katalogen die Möglichkeit, Literaturangaben in einer Merkliste zwischenzuspeichern. Sie können sich also während der Recherche eine Literaturliste zusammenstellen und müssen nicht ständig zwischen Worddatei bzw. Literaturverwaltungsprogramm und Datenbank hin und her wechseln. Für die Merkliste gibt es verschiedene Namen, sie heißt z.B. auch Download oder Warenkorb. Dahinter verstecken sich aber immer dieselben Funktionen. Diese Liste können Sie später ausdrucken, speichern, oder sich selbst als E-Mail schicken und die Inhalte dann in Ihre Datei übernehmen oder in Ihr Literaturverwaltungsprogramm importieren. Achten Sie darauf, welches Ausgabeformat Sie für die Merkliste wählen. Wenn Sie mit einer Word- oder Excel-Datei arbeiten, sollte es ein Textformat sein, damit Sie die Daten in einer übersichtlichen Form bekommen und gut weiterverarbeiten können. Wenn Sie mit einem Literaturverwaltungsprogramm arbeiten, sollten Sie Ihre Merkliste in einem anderen Format (z.B. Endnote, RIS oder BibTex) als Datei abspeichern, um sie importieren zu können.
  • Abschreiben oder Copy & Paste geht natürlich auch, es dauert nur etwas länger. Außerdem ist beim manuellen Abschreiben die Fehlerquote höher.
  • Wenn Sie mit einem Literaturverwaltungsprogramm arbeiten, können Sie aber auch aus dem Programm heraus in verschiedenen Katalogen und Datenbanken recherchieren. Die Daten können dann direkt übernommen werden (z.B. Citavi Picker oder über den Browser).

Welche Methode in Ihrem Fall am besten geeignet ist, müssen Sie selbst entscheiden. Wichtig ist nur, dass Sie von Anfang an alle Literaturangaben konsequent sammeln. Wenn Sie sich die Daten gleich bei der Recherche ordentlich notieren, haben Sie später keine Probleme mit unvollständigen Literaturverzeichnissen und unauffindbaren Internetquellen.

6. Zusammenfassung & weiterführende Literatur

Zusammenfassung

Richtiges Zitieren ist das A und O an der Univeristät. Doch das ist leichter gesagt als getan. Es gibt viele verschiedene Zitationsstile und jeder funktioniert ein bisschen anders. Der Stil der American Psychologica Association und der Modern Language Association sind zwei sehr bekannte Stile, jedoch gibt es noch eien große Anzahl an weiteren Stilen, die Sie verwenden können. Achten Sie dabei immer darauf, dass der Zitationsstil einheitlich verwendet wird und Sie keine Stile mischen.

Um korrekt zitieren zu können, müssen Sie sich an einer geeigneten Stelle notieren, welche Quellen Sie herangezogen haben. Dafür können Sie  - bei kleineren Arbeiten - eine Word- oder Excel-Datei verwenden. Bei größeren Arbeit empfiehlt sich ein sogenanntes Literatruverwaltungsprogramm, das Ihnen viel Arbeit erstparen kann. Citavi, Zotero und Connotea stellen nur eine Auswahl der Programme dar, wobei Connotea eher zu den Social-Bookmarking Systemen zu zählen ist, da es nicht über eine Funktion verfügt, wie Quellenangaben automatisch in ein Worddokument übernommen werden können. Wichtig ist in jedem Fall, bereits bei der Recherche die gefundenen Quellen systematisch zu dokumentieren.

Symbol Buch Literaturtipp

Heckner, M., Mühlbacher, S. & Wolff, C. (2008). Tagging tagging. Analysin user Keywords in Scientific Bibliography Management Systems. Journal of Digital Information, 9 (2). Verfügbar unter: http://journals.tdl.org/jodi/article/view/246

Symbol Maus Linktipp

Universitätsbibliothek Freie Universität Berlin (2010). Richtig zitieren: Zitierregeln für konventionelle und elektronische Medien - Linksammlung. Verfügbar unter: http://www.ub.fu-berlin.de/service_neu/einfuehrung/bookmarks/zitieren.html

Stangl, W. (2010). Quellennachweise. Verfügbar unter: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/LITERATUR/Quellennachweise.shtml

7. Zitierte Literatur

Connotea (2010). Site Guide. Verfügbar unter: http://www.connotea.org/guide

Kliems, H. (2010). Was ist Zotero? Verfügbar unter: http://docs.google.com/View?docid=dhjf27p2_11dxmc9f

Purdue University (2010). APA Formatting and Style Guide. Verfügbar unter: http://owl.english.purdue.edu/owl/resource/560/01/.

Purdue University (2010). MLA Formatting and Style Guide. Verfügbar unter: https://owl.english.purdue.edu/owl/resource/747/01/.

Swiss Academic Software (2010). Literaturverwaltung mit Citavi - Funktionen. Verfügbar unter: http://www.citavi.com/de/funktionen/index.html.

Universitätsbibliothek Augsburg (2010). Citavi. Verfügbar utner: http://www.bibliothek.uni-augsburg.de/service/literaturverwaltung/Citavi/

Weber, F. (2009). Wissenschaftlich arbeiten mit Zotero. Fachhochschule Vorarlberg. Verfügbar unter:  http://learningsupport.at/wp-content/uploads/2009/11/Zotero-Workshop-3-0-1.pdf.

Zotero (2010). Zotero Support. Verfügbar unter: http://www.zotero.org/support/.

Selbsttest-Aufgaben Baustein VIII

Mit Hilfe dieser Selbsttest-Aufgabe können Sie noch einmal überprüfen, ob Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Baustein VIII mitgenommen haben. Versuchen Sie zuerst, die Aufgabe selbst zu lösen. Wenn Sie auf „Lösung" klicken, können Sie die Beispiellösung mit Ihrer eigenen Lösung vergleichen.

 

1. Was ist der Unterschied zwischen direkten und indirekten Zitaten?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):
Indirekte Zitate geben die Aussagen eines Autors sinngemäß wieder. Sie werden meist ohne Anführungszeichen und genaue Seitenangaben angeführt. Direkte Zitate sind wörtliche Aussagen eines Autors, die in den eigenen Text übernommen werden und mit Anführungszeichen und genauen Seitenangaben versehen sind.

 

2. Um welchen Dokumententyp und welchen Zitationsstil handelt es sich bei dem Beispiel?

De Smet, Marijke, Hilde Van Keer, and Martin Valcke. "Cross-age peer tutors in asynchronous discussion groups: A study of the evolution in tutor support." Instructional Science 37.1 (2009): 87-105. Print.

a. Internetdokument - MLA
b. Internetdokument - Harvard Stil
c. Zeitschriftenartikel - APA
d. Zeitschriftenartikel - MLA

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):
d

 

3. Worin liegt der wesentliche technische Unterschied zwischen den Literaturverwaltungsprogrammen Citavi und Zotero für den Benutzer?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Das Literaturverwaltungsprogramm Citavi läuft nur auf Window-PCs. Zotero ist auch für MAC-Nutzer geeignet, ist kostenfrei und läuft im Browser (Mozilla Firefox).

 

4. Welcher von den unten stehenden Begriffen ist kein Synonym für Literaturverwaltung 2.0?

a. Social Bookmarking
b. Social Cataloguing
c. Social Editing
d. Social Tagging

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

c

 

5. Welche Funktionen haben Social Bookmarking Systeme?

Lösung (hier klicken, um Beispiellösung angezeigt zu bekommen):

Persönliche Wissensorganisation, Recherchemöglichkeit, Vernetzung mit anderen Nutzern.